Botschaft

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Als sogenannte Botschaft ist die Aussage des Stammapostels Bischoff, dass der Herr zu seinen Lebzeiten wiederkommen wird, bekannt geworden.

Botschaftsinhalt

Ab Weihnachten 1951 verkündete Bischoff in Gießen, dass er der letzte Stammapostel sei. Jesus werde zu seinen Lebzeiten wieder kommen. Wörtlich hieß es:[1]

„Tag und Stunde, wann der Herr kommt, wissen wir nicht. Aber ich persönlich bin überzeugt, dass die Zubereitung des königlichen Priestertums in der Zeit erfolgt, in der ich noch vorhanden bin, … Das Zeichen hierfür besteht darin, daß der Herr zu meiner Zeit in Erscheinung tritt und Abschluss seines Werkes macht … Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. So steht es im Ratschluß unseres Gottes, so ist es festgelegt, und so wird es der Herr bestätigen!“

Vorläufer in der apostolischen Geschichte

Die Erwartung, dass Jesus Christus zur Lebzeit bestimmter Personen wiederkehren wird, ist für die apostolische Bewegung nicht neu. So wurde mehrfach die Erwartung des Herrn an bestimmte Tätigkeiten und Personen gebunden.

Erwartung der englischen Apostel

Bereits in den katholisch-apostolischen Gemeinden wurden mehrfadch Daten genannt, zu denen mit der Ankunft Jesu Christi gerechnet wurde. Ebenso rechnete man damit, dass noch alle 12 englischen Apostel die Wiederkunft Christi lebend erleben würden. Nachdem 1855 die ersten Apostel verstarben,sah man sich der Hoffnung getäuscht. Zwei Tage nach Carlyles Tode, am 30. Januar 1855, sprach der Pfeiler der Apostel Cardale in der Versammlung der Sieben Gemeinden die denkwürdigen Worte:

„Manche hatten gedacht, und ich bekenne, selbst zu ihnen gehört zu haben, dass die zum Apostelamt Berufenen, wenn sie treu blieben, nicht sterben würden, bis sie des Herrn Gäste in das himmlische Erbe geführt hätten. Wir haben uns geirrt!“

Im Verlaufe der Zeit wurde noch mehrfach die Erwartung geäußert, dass der Herr noch vor dem Tod des letzten Apostels Woodhouse, oder aber direkt nach seinem Tod 1901 kommen würde. Jedoch war diese Auffassung nie offiziell oder dogmatisiert.

Erwartung unter Schwarz

F.W.Schwarz

Apostel Schwarz hatte seinerzeit auch die (vermeintlich göttliche) Verheißung, er werde noch den Tag des Herrn erleben. In dem 1872 geschriebenen "Buch für unsere Zeit" heißt es mit Bezug auf Apostel Schwarz: "Er wurde im Jahre 1863 auf prophetischen Befehl des Herrn nach Amsterdam gesandt. Kurz zuvor und bei seiner Aussendung aus der Gemeinde zu Hamburg haben merkwürdige Weissagungen und Gesichte durch und bei vielen Personen stattgefunden, so auch, daß er seine Laufbahn nicht werde vollendet haben, bevor die Zukunft des Herrn habe stattgefunden‘". Außerdem steht in diesem Buch geschrieben: "Und ist die dem Apostel F. W. Schwarz gegebene Verheißung, daß er den Tag der Erscheinung Christi erleben solle, wahrhaftig aus Gott, dann kann in Rücksicht auf sein Alter die Erscheinung des Herrn innerhalb 10 bis 25 Jahren höchstens und also noch in diesem Jahrhundert erwartet werden."

Folgezeit und Folgen

Brief Fendts zur Botschaft des Stap. Bischoff

In der Folgezeit wurde diese Botschaft innerhalb der NAK immer bedeutsamer. Unter anderem wurden Aufnahmen in die NAK, die so genannten Versiegelungen, sowie Berufungen in die neuapostolischen Ämter ab September 1954 von der Annahme der Botschaft abhängig gemacht.[2] Zahlreiche Gemeindeglieder und höchste Amtsträger widersetzten sich dem und wurden daraufhin ausgeschlossen. Von der der NAK wurden sie fortan als „Zweifler, Rechthaber und Eigenbrötler“ bezeichnet. Sie gründeten zum Teil neue Gemeinschaften wie die Vereinigung Apostolischer Gemeinden. Prominenteste deutsche „Opfer“ waren am 23. Januar 1955 der designierte und ordinierte Nachfolger des Stammapostels, der rheinische Bezirksapostel Peter Kuhlen, sowie seine zwei Mitapostel Siegfried Dehmel und Ernst Dunkmann.

Bei denen, die blieben, wuchs das Ansehen des Stammapostels Bischoff. In der Zeitschrift „Unsere Familie“ heißt es am 15. September 1959 in einem Bericht über den Auftritt des Stammapostels:

„Der Stammapostel ist mit seiner Begleitung in die Halle getreten. Wir können ihn noch nicht sehen, aber wir spüren, dass jetzt ein Ereignis von überirdischer Bedeutung seinen Anfang genommen hat. Eine einzige Bewegung liegt über der versammelten Schar, Himmelskräfte haben sich gelöst und fluten durch den Raum.“

Am 1. Dezember desselben Jahres ist dort zu lesen:

„Es gibt auf Erden keinen Menschen, durch den die Göttlichkeit uns so nahe kommt wie durch den Stammapostel …“

Bischoffs Botschaft, sein Tod und Folgen

Johann Gottfried Bischoff (1871-1960)

Entstehung der „Botschaft“

Bereits 1940 und dann besonders nach dem Krieg wurde im Apostelkollegium der Wunsch zur Ernennung eines Nachfolgers für den bereits über 65jährigen Stammapostel thematisiert. Die Apostel stimmten sich 1947 untereinander ab und bei der ersten regulären Apostelversammlung nach dem Krieg am 21. Mai 1948 in Frankfurt wurde mittels Stimmkarten Bezirkspostel Peter Kuhlen aus dem Rheinland und Westfalen im 2. Wahlgang einstimmig zum Nachfolger gewählt. Er wurde dann in einem festlichen Gottesdienst am 1. August 1948 in der Bielefelder Oetkerhalle ins Stammapostelamt eingesetzt und sollte bis zur Amtsübernahme als Stammapostelhelfer wirken.

In der Folgezeit kam es außerdem zu Satzungsänderungen, die eine eher kollektive Kirchenleitung durch das Apostelkollegium etablierten. Dem Stammapostel und insbesondere seinem Sohn, dem Verlagsinhaber der neuapostolischen Presse, missfiel dies und es kam offenbar zu Intrigen gegen den designierten Nachfolger Kuhlen. Auch wurden vom Stammapostel 1950 und 1951 besonders viele treue Apostel ordiniert, die die Mehrheitsverhältnisse im Apostelkollegium zu seinen Gunsten verschoben. Insbesondere in der neuapostolischen Presse wurde indirekt gegen die Legitimität des Nachfolgers Stellung bezogen, so schrieb das „Amtsblatt“ vom 15. September 1950:

„Eine Reihe von Menschen kann durch Mehrheitsbeschluß eine Meinung äußern, ohne dabei eins zu sein. Die Apostel des Herrn aber wollen mit dem ihnen von Gott gegebenen Haupt eins sein, so wie der Sohn mit dem Vater eins war und ist. Für sie gibt es keinen Mehrheitsbeschluß, keine Wahl und kein Stimmverhältnis. Auf solchen Voraussetzungen getroffene Entscheide hätten vor der Kraft des Glaubens keinen Bestand und müßten von allen Gläubigen und Getreuen verworfen werden. ... Völlig eins werden können nur solche Menschen, in denen ein und derselbe Geist herrscht. Ist man also mit den Gedanken, den Ausführungen und Anordnungen des Stammapostels nicht ganz einverstanden und hat noch seine eigene Meinung, dann – ja dann herrscht eben ein anderer Geist in den Betreffenden. Der Stammapostel ist eben nicht sein Haupt. Wäre es denkbar, dass ein gesundes Glied eines gesunden Körpers etwas anderes wollte oder tun würde, als was das Haupt will? Kann in einer Rebe ein anderer Saft sein, als im Stamm? – Das alles ist undenkbar im alltäglichen Erleben sowohl wie im Werk Gottes.[3]

Darauf folgte eine Predigtoffensive im Oktober in Württemberg (siehe unten). Es kam dann im November 1950 zu einem Artikel im Kalender für 1951, in dem es hieß, „dass dem Stammapostel noch kein Nachfolger gezeigt worden sei“. Dies stand in offenem Widerspruch zur Ordination und zum Wirken des Stammapostel(helfer)s Kuhlen seit 1948, der sich aufgrund der vielen Vorfälle am 25. November 1950 zum Rücktritt entschied.

Zu dieser Zeit kam es in den Gemeinden im Saarland, das nach dem Krieg nicht von den deutschen Aposteln wegen deren NSDAP-Mitgliedschaft betreut werden durfte, zu Konflikten. Eine Zeitlang betreuten die Schweizer Apostel Ernst Güttinger und Rudolf Schneider die Saarländer, doch wurden diese besonders von den deutschnationalen Mitgliedern nicht akzeptiert. Es bildeten sich im Saarland zwei Gruppen. Als zur Apostelversammlung am 27. März 1951 die Altersgrenze für Apostel auf 70 Jahre gesetzt wurde, gingen die Apostel Güttinger und Schneider auf Veranlassung von Stammapostel Bischoff in den Ruhestand. Die Leitung übernahm kurzfristig Apostel Otto Güttinger aus der Schweiz und dann Apostel Georg Schall aus Württemberg ohne dass die Konflikte beigelegt werden konnten. Wenige Monate später wurde Apostel Chrétien Dauber aus Frankreich als neuer Bezirksapostel für das Saarland eingesetzt, welcher besonders intensiv auch die aufkommende „Botschaft“ des Stammapostels predigte. Dies verstärkte die Fronten und den Widerstand, so dass am 17. Dezember 1951 über 1.200 Mitglieder durch Beschluss des Apostelkollegiums aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen wurden und dann die „Apostolische Gemeinde des Saarlandes“ gründeten.[4][5]

Am ersten Weihnachtstag 1951 verkündete Bischoff in Gießen, dass er der letzte Stammapostel sei. Jesus werde zu seinen Lebzeiten wiederkommen. Wörtlich hieß es:[6]

„Tag und Stunde, wann der Herr kommt, wissen wir nicht. Aber ich persönlich bin überzeugt, dass die Zubereitung des königlichen Priestertums in der Zeit erfolgt, in der ich noch vorhanden bin, … Das Zeichen hierfür besteht darin, daß der Herr zu meiner Zeit in Erscheinung tritt und Abschluss seines Werkes macht … Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. So steht es im Ratschluß unseres Gottes, so ist es festgelegt, und so wird es der Herr bestätigen!“

Dieser Tag galt fast 60 Jahre lang als erster Tag der Verkündigung der sogenannten Botschaft von J.G. Bischoff. Über viele Jahre hinweg gab es verschiedene Gerüchte über die Entstehung der Verheißung, die wegen ihrer Nichterfüllung aufgrund des Todes des Stammapostels 1960, bis heute offiziell ein Tabuthema in der Neuapostolischen Kirche darstellt. Alle kircheneigenen Quellen waren verschlossen, und erst im Jahr 2010 lieferte Michael Koch, Redakteur des Webmagazins glaubenskultur.de und Mitglied der Neuapostolischen Kirche, eine erste neuapostolische Ausarbeitung und stellte darin fest, dass die Botschaft nicht plötzlich entstanden, demzufolge keine Offenbarung war und auch nicht in Gießen das erste Mal verkündigt worden sei.[7][8] Ähnliche Ansätze hatte es bereits in den 1950er Jahren von der abgespalteten Vereinigung Apostolischer Gemeinden und auch schon von Prof. Dr. Helmut Obst in seinem Standardwerk Apostel und Propheten der Neuzeit[9], welches bereits in den 1980-er Jahren erschien, oder beispielsweise auch R. Stiegelmeyr in seiner Botschafts-Ausarbeitung von 2007[10] gegeben.

Zu Beginn der Amtstätigkeit Bischoffs als Stammapostel war er noch deutlich gegen eine zeitliche Festlegung der Wiederkunft Christi gewesen. So druckte die „Wächterstimme“ am 1. Mai 1932 einen Artikel: „Es gebührt euch nicht zu wissen Zeit oder Stunde ... Alle, die sich damit befaßt haben, mußten bis jetzt eine schmähliche Enttäuschung erleben. Für die Kinder Gottes ist es nicht Hauptsache, zu wissen, wann der Herr kommt ...“[11] Doch ab dem Beginn der 1940-er Jahre vertrat er in seinen Predigten die Meinung, dass die Vollendungszeit angebrochen sei, dies war in den Jahrzehnten zuvor keine unmittelbare Lehrgrundlage in der Neuapostolischen Kirche. Er deutete 1945, unter dem Eindruck der Bombenangriffe zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland, die Zeit als jene der Ausgießung der siebenten Zornschale, von welcher in der Offenbarung Johannes zu lesen ist.[12] Ab dem Jahre 1947 begann Bischoff darüber zu predigen, dass er persönlich den Herrn täglich erwarten würde, dies aber sein persönlicher Glaube sei:

„Ich persönlich erwarte den Herrn täglich. Damit will ich nicht sagen, dass er heute, morgen oder in 4 Wochen oder in 1 Jahr oder wie es auch sei kommt; den Tag und Stunde weiss einfach niemand. ... Aber es kann mir doch niemand für übel nehmen, dass ich den Herrn täglich erwarte und mich entsprechend einstelle.[13]

Diese Naherwartung der Wiederkunft Christi war jedoch seit der Gründung der Kirche ein fundamentaler Glaubensstandpunkt und in soweit nichts Besonderes.

Er predigte aber auch:

„Ich sage euch nicht zu viel, wenn ich erwähne, daß wir verschiedene Geschwister, selbst Amtsträger haben, die bereits die Verheißung des Herrn empfingen, daß sie nicht mehr sterben, sondern verwandelt werden. Das sind doch auch göttliche Zusagen![14]

Im Juni 1948 führte der Stammapostel auf eine Co-Predigt eines Amtsträgers aus, dass er persönlich an die Wiederkunft Jesu Christi zu seiner Lebenszeit glaube:

„Nun freue ich mich ganz besonders, daß ihr das auch einmal aus dem Munde eines Bezirksältesten aus einem anderen Apostelbezirk gehört habt; denn wenn ich da und dort gesagt habe: ‚Jedes Gotteskind hat das Recht zu glauben, daß der Herr in der Zeit seiner Erdentage kommt,’ dann hat man mir das verschiedentlich übel genommen und gesagt: Ja, wie kann denn der Stammapostel, wo er doch so alt ist, so etwas sagen als ob der Herr zu seiner Zeit kommen würde! Ich habe noch nie behauptet: Der Herr muß zu meiner Zeit kommen! sondern gesagt: Ich glaube und hoffe, daß er zu meiner Zeit kommt. – Diesen Glauben und diese Hoffnung darf jedes Gotteskind für seine Person haben.[15]

In den folgenden Jahren relativierte er mehrmals die Aussagen, dass der Herr zu seiner Lebenszeit kommen müsste. Es sei lediglich sein persönlicher Glaube, so Bischoff, doch stellte er jedem Gläubigen frei, dieses ebenfalls zu glauben: „Ich habe noch nie gelehrt, daß der Herr das tun müßte. Zu glauben, daß der Herr zu unserer Zeit kommt, das kann uns niemand verbieten und wird auch nicht verboten, denn die, die ein Ziel vor Augen haben, bereiten sich auch entsprechend vor.“[16] In jener Zeit verstärkte die kircheneigene Zeitschrift „Das Amtsblatt - Monatsschrift für die Amtsträger der Neuapostolischen Kirche“ durch Artikel den Glauben an die unmittelbar bevorstehende Wiederkunft Christi.

Im Oktober 1950 predigte erstmals der von J.G. Bischoff frisch eingesetzte Apostel Gottfried Rockenfelder aus Wiesbaden, dass er die felsenfeste Überzeugung hätte, „dass Gott, unser Herr, uns den Stammapostel bis zum herrlichen Morgen der ersten Auferstehung erhält.“[17] M. Koch schrieb in der Ausarbeitung dazu: „Es ist das erste Mal, dass offen eine solche Überzeugung vertreten wird: Gott wird den Stammapostel so lange erhalten, bis Jesus kommt, um die Seinen zu entrücken.“[18]

Ab dem 1. Oktober 1950 predigte Bischoff in zahlreichen Gottesdiensten in Süddeutschland massiv seine Überzeugung, dass der Herr zu seiner Zeit kommen würde und ein Großteil der Gläubigen nicht mehr sterben würde. Im kircheneigenen Kalender für 1951 wurde nun erstmalig auch kirchenweit die feste Ansicht Bischoffs publiziert. Die vielen Äußerungen blieben jedoch nicht ohne Wirkung, so relativierte der Stammapostel seine Überzeugung im Februar 1951 während eines Gottesdienstes in Stuttgart:

„Meine lieben Brüder und Schwestern, ich möchte hier kurz erwähnen: Tag und Stunde weiss niemand. ... Weil wir aber das nicht wissen, darum habe ich mich, wenigstens für meine Person, an die Worte Jesu gehalten, in dem er sagte: ,Wachet, denn ihr wisset nicht, welcher Stunde euer Herr kommen wird’ (Matth. 24, 42). ... Ich erwarte den Herrn täglich! Das habe ich oft genug in den Gottesdiensten und auch in meinen Schriften bekanntgegeben, und das Recht hat jedes apostolische Gotteskind, das zu glauben. Ausserdem glaube ich, dass der Herr Jesus zu meiner Lebzeit kommt. Ich habe aber nicht gesagt, dass er in der Zeit kommen muss, sondern ich glaube, dass er in meiner Lebzeit kommt. Dies glaube ich nicht etwa auf Grund eines Traumes oder aus irgend einer anderen Ursache, sondern auch hierin ist mir nur sein Wort maßgebend.[19]

Dieses Zitat ist auch in soweit bemerkenswert, da Bischoff sagte, dass er keinen Traum hatte oder ein sonstiges prägendes Ereignis. In den folgenden Wochen schwankte J.G. Bischoff in seinen Predigten zwischen massiver Predigt seiner Überzeugung, der Herr käme zu seiner Lebenszeit und der Relativierung jener. Im Herbst 1951, zehn Wochen vor dem eigentlichen so genannten „Botschafts-Gottesdienst“, predigte Bischoff:

„Ich habe vor Monaten gesagt: Ich glaube, dass der Herr zu meiner Lebzeit kommt. Als ich das sagte, gingen die Wogen des Unglaubens hoch und wurde die Sprache laut: Wie kann er so etwas sagen, er ist doch auch ein sterblicher Mensch gleich wie die anderen! Das änderte aber meine Überzeugung nicht. Wenn es dem lieben Gott gefällt, dass er seinen Sohn zu meiner Zeit sendet, um die Seinen zu sich zu nehmen, wer will das hindern?[20]

Der Stammapostel begründete nun immer mehr seine Auffassung mit den vielen Erlebnissen und Zuschriften von Kirchenmitgliedern, die entsprechende Eingebungen und Gesichte hatten. In dem nun folgendem Weihnachtsgottesdienst 1951 in Gießen wurde schon zu Beginn des Gottesdienstes der Stammapostel mittels eines vorgetragenen Gedichtes als derjenige bezeichnet, der die Braut heimführt. Diese Tendenz führte sich durch den Gottesdienst und endete in der Aussage: „Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. So steht es im Ratschluß unseres Gottes, so ist es festgelegt, und so wird es der Herr bestätigen!“

Jedoch wurde dieser Gottesdienst weder in der internen Verkündigung noch in der Berichterstattung in der Zeitschrift „Unsere Familie“ im März 1952 oder in der „Wächterstimme“ vom April 1952 als etwas Herausragendes betitelt, auch das Wort „Botschaft“ fiel nicht. In den folgenden Gottesdiensten vertrat J.G. Bischoff seine Auffassung ebenso nicht konsequent in jedem Gottesdienst weiter. In einem Ämtergottesdienst im Frühjahr 1952 in Frankfurt las Bischoff einige Briefe von Mitgliedern vor, die Erlebnisse und Träume schilderten, welche seine Überzeugung untermauerten.[21] Der Gottesdienst bestand demnach nur aus einer kurzen Einleitung und dem Vorlesen der Briefe. Es ist weder aus diesem, noch vielen anderen Gottesdiensten eindeutig herauszulesen, wie J.G. Bischoff seine Überzeugung erlangt hatte. Einmal sprach er von einer Offenbarung[22], ein anderes Mal von mehreren Offenbarungen[23] oder aber auch von einer persönlichen Erscheinung durch Jesus Christus[24]. Angeblich soll Bischoff nicht einmal im Familienkreis erzählt haben, wie er die vermeintliche Offenbarung erhalten habe.[25]

Nach aktueller Quellenlage sprach erstmals Apostel Friedrich Bischoff, allerdings noch nicht im Rückblick auf den 25. Dezember 1951, im April 1952 von einer Botschaft: „Wenn nun so jemand die Botschaft hört: Jetzt ist die Zeit gekommen, in der der Herr erscheint! und er würde dann sagen: Das kann ich nicht recht fassen, das kann ich nicht glauben; wie kommt der Stammapostel dazu, so etwas zu verkündigen?, ist da der Glaubensgehorsam vollständig? Nein, ...“[26]

Die „Botschaftszeit“ und ihre Folgen

Die Naherwartung der Wiederkunft Christi wurde nun sogar organisatorisch eingebettet, denn Bischoff selber verlegte im Juni 1952 den alljährlich am ersten Novembersonntag stattfindenden Entschlafenengottesdienst auf den 6. Juli 1952 vor, da er der Meinung war, dass der Herr noch vor November kommen würde. Seither begeht die Neuapostolische Kirche den Entschlafenengottesdienst dreimal jährlich.[27]

In einem Gottesdienst am 13. Juli 1952 in Stuttgart-Süd sprach J.G. Bischoff selber von „seiner Botschaft“, die er an Weihnachten 1951 gepredigt habe. Dieser Gottesdienst gilt nach aktueller Quellenlage als Geburtsstunde der „Botschaft des J.G. Bischoff“. Erst ab jetzt stand der Weihnachtsgottesdienst 1951 im Mittelpunkt.

In den Bezirken wurde die Botschaft zunächst mit einer gewissen Toleranz weitergegeben bzw. gepredigt. In der Folgezeit wurde diese innerhalb der NAK allerdings immer bedeutsamer. Unter anderem sollten Aufnahmen in die NAK, die so genannten Versiegelungen, sowie Berufungen in die neuapostolischen Ämter ab September 1954 von der Annahme der Botschaft abhängig gemacht werden.[28]

Trennungen von Bischoff und der NAK

Die Apostolischen in Deutschland - Eine Übersicht

Ab 1953 entstanden in der Neuapostolischen Kirche zwei Fronten, die Botschaftsbefürworter und stammaposteltreuen Mitglieder und Ämter sowie die Botschaftskritiker und Reformer. Die beiden Gruppen bildeten sich quer durch alle Gesellschafts- und Amtsschichten in der Kirche. Die heiße Zeit der Widerstände dauerte drei Jahre.

Etwa 1.000 Gemeindeglieder und höchste Amtsträger widersetzten sich in der Schweiz dem „Botschaftsdruck“ und wurden 1954 daraufhin ausgeschlossen, darunter auch der Apostel Otto Güttinger, welcher mit seinem Vater, dem ehemaligen Apostel Ernst Güttinger, die Vereinigung Apostolischer Christen gründete.

Ab 1953 kam es in Südafrika zu Ablehnungen der Botschaft, sogar unter der Duldung des Stammapostelhelfers H.F. Schlaphoff, welcher für Afrika, Asien uns Australien zuständig war. In Südafrika wurden 1954 die Apostel Philipus Jacobus Erasmus und Daniel Carel Smuts Malan des Amtes enthoben und aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Der Stammapostelhelfer soll 1954, nach unterschiedlichen Angaben, nach einer Europareise entweder das Amt selber zurück gegeben haben oder durch ein Telegramm des Amtes enthoben worden sein.

Eine Sonderposition nahmen ab 1954 die Niederlande ein. Dort existierte die Hersteld Apostolische Zendinggemeente in de Eenheid der Apostelen, sozusagen der deutsche Ableger der Neuapostolischen Kirche, unter der Leitung des Bezirksapostels Gerrit Kamphuis. Dieser verkündigte aber die Botschaft Bischoffs nach Auffassung einiger niederländischer Gemeindemitglieder nicht im ausreichendem Maße, so dass Apostel Walter Schmidt, mit Genehmigung des Stammapostels, von Deutschland aus die Nieuw-Apostolische Kerk in Nederland (Neuapostolische Kirche in Niederlande) am 1. April 1954 gründete. Es ist anzunehmen, dass dies auf Initiative des niederländischen Älteste Bijl und einigen Mitgliedern geschah. In der neu gegründeten Gemeinschaft befand sich nun die Bischoffstreue Fraktion, sie umfasste im Anfangsjahr 21 Gemeinden und etwa 1.070 Mitglieder. So gab es also gleichzeitig zwei unterschiedliche neuapostolische Kirchen in den Niederlanden.[29][30]

In Deutschland kam es ab 1954 zu ersten offenen Auseinandersetzungen, welche sich größtenteils im Arbeitsgebiet des ehemals als Stammapostel ordinierten Apostel Peter Kuhlen abspielten. So ereigneten sich besonders im Januar 1955 skandalöse Szenen in Gottesdiensten rund um Düsseldorf, so zum Beispiel am 9. Januar 1955 in Horrem, als der Apostel Siegfried Dehmel mit großer Ablehnung empfangen wurde: „Zu gleicher Zeit erhoben sich alle anderen in der Gemeinde und schickten sich an, den Saal zu verlassen. Dabei kamen von einzelnen Drohungen gegen den Apostel zum Ausdruck, indem auch diese sich vor dem Altar in drohender Stellung besonders hervortraten. Schimpfnamen wie: Sie sind ein Lügner, Betrüger usw. mußte der Apostel über sich ergehen lassen ...“ Einige riefen: „Wir wollen mit euch nichts mehr zu tun haben, wir sind nur noch mit dem Stammapostel verbunden.“[31] Der rheinische Bezirksapostel Peter Kuhlen, sowie seine zwei Mitapostel Dehmel und Dunkmann wurden am 23. Januar 1955 des Amtes enthoben und aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Mit ihnen gingen etwa 15.000 Mitglieder. Die Ausgeschlossenen gründeten zum Teil neue Gemeinschaften wie die Apostolische Gemeinschaft oder die Vereinigung Apostolischer Christen in der Schweiz, die sich 1956 in Düsseldorf mit anderen, früher ausgeschlossenen Gemeinschaften, zur Vereinigung Apostolischer Gemeinden zusammenschlossen.[32] In der NAK wurden sie fortan als „Zweifler, Rechthaber und Eigenbrötler“ bezeichnet.

Auch in Württemberg, besonders im Raum Heilbronn und Stuttgart, kam es zwischen 1953 und 1955 zu Auseinandersetzungen, welche fast zu einer erneuten Kirchenspaltung geführt hätten.[33] Bereits im Februar 1954 bekam der Bezirksapostelbereich einen zusätzlichen Bezirksapostel, Gotthilf Volz, obwohl Georg Schall noch im Amt war[34]. Bischoff bangte darum, ob Schall denn auch ausreichend zuverlässig die Botschaft verkündigen würde. Heilbronn galt damals als Zentrum des Konflikts, dort verweigerte der zuständige Bischof Wilhelm Pfäffle bei einer Bezirksämterversammlung dem Apostel Wilhelm Jaggi den Zutritt, da er und seine Amtsträger der Meinung waren, dass der Apostel die Botschaft unzureichend verkündigen würde. Die Versammelten verlangten stattdessen den Bezirksältesten Georg Thomas als Apostel[35]. Dieser wurde sehr kurze Zeit später ordiniert und mit ihm fünf Bischöfe und zwei Bezirksälteste. In dem Einsetzungsgottesdienst ging Stammapostel Bischoff auf die Zwistigkeiten ein und bat darum, „die Kluft zu beseitigen“. Dennoch klang der Aufruhr in Württemberg nicht ab, auch nicht, nachdem Bischoff im Spätjahr 1955 den Bezirk abermals besucht und deutlich aufgerufen hatte, den „Bruderstreit“ zu beenden. Am 18. November 1955 kam es bei einer Bezirksämterversammlung in Stuttgart-Süd mit einer, in der Neuapostolischen Kirche einmaligen, Handlung zur Beruhigung der Sache. Apostel Walter Schmidt hielt mit Apostel Friedrich Bischoff die Versammlung, kam ohne Umschweife auf die Streitigkeiten zu sprechen und verlangte einen Neuanfang. Er forderte jede Amtsträgergruppe auf, sich zu erheben und ein Gelöbnis zu leisten:

„Da möchte ich zunächst die lieben Bischöfe bitten, einmal aufzustehen. Wenn ihr nun vor Gottes Angesicht bestätigt, dass ihr euch willig in den Dienst des Stammapostels der Bezirksapostel stellt und sie erhöht, mit ihnen Hand in Hand, Schulter an Schulter geht, und wenn ihr nun gelobt, das, was dahinten, das wird schwinden es soll nicht wieder berührt werden, und wenn ihr gelobt, dass diese Sache nie wieder angerührt wird, dann bestätigt es mit einem Ja.[36]

Alle Amtsträger gelobten, das Vergangene ruhen zu lassen, dem Stammapostel nachzufolgen und über die Sache in Zukunft zu schweigen. Dieser Gottesdienstbericht wurde wenige Wochen später allen Amtsträgern in Süddeutschland ausgehändigt.

Bischoffstreue und Blütezeit der NAK

Bei denen, die blieben, wuchs das Ansehen des Stammapostels Bischoff. In der Zeitschrift „Unsere Familie“ hieß es am 15. September 1959 in einem Bericht über den Auftritt des Stammapostels:

„Der Stammapostel ist mit seiner Begleitung in die Halle getreten. Wir können ihn noch nicht sehen, aber wir spüren, dass jetzt ein Ereignis von überirdischer Bedeutung seinen Anfang genommen hat. Eine einzige Bewegung liegt über der versammelten Schar, Himmelskräfte haben sich gelöst und fluten durch den Raum.“

Am 1. Dezember desselben Jahres war dort zu lesen:

„Es gibt auf Erden keinen Menschen, durch den die Göttlichkeit uns so nahe kommt wie durch den Stammapostel …“

Trotz der Kirchenausschlüsse war die Ära Bischoff eine der Blütezeiten der Neuapostolischen Kirche, das Magazin Der Spiegel berichtete über die Neuapostolischen: Bischoffs Botschaft gewann der Neuapostolischen Gemeinde sogar neue Mitglieder - zumeist Christen, die evangelischen Landeskirchen angehört hatten. Allein 13.000 Endzeit-Erwartende wohnten im April dieses Jahres (1960) dem vorösterlichen Gottesdienst in der Berliner Deutschlandhalle bei, in dem Bischoff bekanntgab: „Uns tröstet das Bewußtsein, daß der Sohn Gottes zu unserer Zeit kommt und uns zu sich nimmt.“[37]

Die weitere Dogmatisierung der Botschaft führte zu überstürzten Handlungen mancher Kirchenmitglieder. So wurden Ausbildungs- oder Studienplätze nicht mehr angetreten, die Felder nicht bestellt oder Hab und Gut verschenkt, da die nahe Wiederkunft Christi bevor stand. Der feste Glaube an die baldige Wiederkunft veränderte das gesellschaftliche Leben vieler Mitglieder, denn es galt auf den Tag Jesu Christi vorbereitet zu sein. Zu viele irdische Bindungen und Freuden hätten, nach damaliger Glaubensauffassung, die Möglichkeit der Teilhabe am Glaubensziel unterbunden. Diese Angst vor der mangelnden Würdigkeit prägte auch die Erziehung der Kinder und Jugendlichen dieser Zeit. Es war nicht unüblich, dass Kinder und Jugendliche von ihresgleichen abgeschottet aufwuchsen, oder in Angst vor dem Alleinbleiben nach dem Heimholen der Eltern am Jüngsten Tag lebten. Diese Furcht wurde bei jenen auch mit Aussagen wie: „Der Herr sieht alles, hört alles und weiß alles!“ weiter geschürt. Insbesondere Aussteiger aus der Neuapostolischen Kirche berichteten in den 1990-er Jahren in verschiedenen Medien von solchen psychischen Drücken.[38]

Ein Gemeindemitglied, Geburtsjahr 1913, berichtete in der Zeitschrift „Spirit“:

„Das Wissen, dass der Herr kommt, das war fest verankert in unserer Seele. Als dann der Stammapostel Bischoff verkündete: ‚Der Herr hat mich wissen lassen, dass ich nicht sterben werde, sondern dass der Herr Jesus zu meiner Lebzeit kommt‘, war das für uns ein Gesetz. Wie ein feststehendes Gesetz: Der Herr kommt jetzt. ... Man hat sich an den Zeitraum geklammert. Der Stammapostel war damals schon über 80. Von da an hat man in jedem Jahr gedacht, in diesem Jahr kommt der Herr.[39]

Tod Bischoffs und die Nichterfüllung der Verheißung

Walter Schmidt der Nachfolger von Stammapostel Bischoff

Am 18. April 1960 erlitt J.G. Bischoff eine plötzliche Herzerkrankung in seinem Haus in Frankfurt am Main. Ein am nächsten Tag herbeigerufener Arzt bescheinigte der Familie, dass Bischoff nie wieder reisen könne. Verordnete Medikamente nahm und Anweisungen des Arztes befolgte Bischoff nicht, da er nach wie vor der festen Überzeugung war, dass der Herr zu seiner Zeit kommen würde. So verschlechterte sich sein Zustand, bis er schließlich zustimmte, den neuapostolischen Arzt Dr. Walter Gorenflos in Karlsruhe aufzusuchen. Am 5. Juli 1960 bestätigte Bischoff am Krankenbett noch dem späteren Stammapostel Walter Schmidt das Bestehenbleiben der Verheißung. Am Mittwochabend, den 6. Juli 1960, starb Johann Gottfried Bischoff in den Armen seiner Pflegetochter Gretel Jacob auf den Weg zur Nachtruhe.[40]

Für den 7. Juli wurde deshalb übereilt eine Mitgliederversammlung des „Apostelkollegiums der Neuapostolischen Gemeinden Deutschlands e.V.“ nach Frankfurt am Main einberufen, an der 17 deutsche und ein französischer Apostel teilnahmen. Sie bestimmten den nordrhein-westfälischen Bezirksapostel Walter Schmidt zum neuen Stammapostel, obwohl die „Botschaft“ Bischoffs hier eindeutig keinen Nachfolger vorsah. Er wurde formal dann erst auf einer Apostelversammlung im Herbst gewählt, da die Wahl in Frankfurt laut Statuten nicht beschlussfähig gewesen war. In einem Schreiben an die neuapostolischen Gemeinden wird die nicht eingetroffene Prophetie und der Tod Bischoffs so erklärt: Gott habe aus „unerforschlichen Gründen seinen Willen geändert“ ... Gott will durch den Tod des Stammapostels „alle Gläubigen heilsam aufschrecken und ihnen noch eine Gnadenfrist für ihre Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu Christi gewähren“. In der einzigen Biographie zu J.G. Bischoff, welche im kircheneigenen Verlag erschien heißt es:

„Warum das, was nach menschlichem Verstand die logische Konsequenz nach dem Heimgang des Stammapostels Bischoff gewesen wäre, nicht geschah, ist eines der vielen Wunder unseres himmlischen Vaters, die er an seinen Kindern tat und immer noch tut. ... J. G. Bischoffs Glaube, der Herr werde zu seiner Lebenszeit wiederkommen, war keine Folge seines hohen Alters und auch kein frommes Wunschdenken, sondern fest begründet. Warum die Botschaft nicht in Erfüllung ging, wissen wir nicht.[41]

Das Magazin „Der Spiegel“ beschrieb die Zeit nach dem Tod Bischoffs so: „Die Mehrzahl fühlte sich wie vor den Kopf geschlagen - und will nun überhaupt nichts mehr glauben ...“[42]

Ein Erfahrungsbericht eines Kirchenmitgliedes, Geburtsjahr 1913:

„Die ersten paar Tage, da hast du niemanden gesehen, den du getroffen hast, der nicht stehen geblieben ist und geweint hat. Was da für Tränen geflossen sind, das kann ich dir nicht schildern. ... Und vielleicht in vielen Geschwistern auch zweifelnde Fragen. ... Es hat einige Geschwister gegeben, die dann nicht mehr in die Gottesdienste kamen, aber es war ein kleiner Prozentsatz. ... Wir wussten vom ersten Tag an: Und wenn er doch heimgegangen ist, der Herr kommt trotzdem und holt uns heim. An dieser Tatsache konnte niemand etwas ändern. Da standen wir einfach ganz fest verwurzelt. ... Uns wurde dann gesagt, der Herr kann seinen Plan ändern. Er hat ihn geändert bei Hiskia usw. Und wenn man sich mit diesem Gedanken dann beschäftigt hat, konnte man verstehen, dass der Herr auch hier zur Prüfung seines Volkes diesen Heimgang geschehen ließ.[43]

Der für viele Mitglieder der Neuapostolischen Kirche überraschende Tod des Stammapostels führte zu einer Art geistigen und organisatorischen Stille. So waren in der darauffolgenden Zeit etliche Amtsträger unfähig, den Dienst anzutreten. Der nun neue Stammapostel verzichtete auch mehrere Jahre auf die Ordination von neuen Apostel, da die nahe Wiederkunft Christi nach wie vor erwartet wurde. Weiter verbot er eine Diskussion mit Außenstehenden über die Botschaft, seine Devise war: „Wir schweigen und gehen unsern Weg.“[44] Die Neuapostolische Kirche versank in eine Starre und ließ äußere Einflüsse und gesellschaftliche Entwicklungen nicht in die Organisation eindringen. So lehnte Stammapostel Schmidt auch unter anderem 1963 die Einladung des Ökumenischen Rates der Kirchen zu einem Gespräch ab. Dies führte in der Folge über Jahrzehnte zu einem Abbruch weiterer Gespräche.[45]

Es erfolgte, trotz der Nichterfüllung der Botschaft, bei den zu Tausenden ausgeschlossenen Mitgliedern und Amtsträgern keine Bitte um Entschuldigung, bzw. auch keine Annullierung der Kirchenausschlüsse. Stattdessen wurden diese zum großen Teil weiterhin wie Ausgestoßene und Ungläubige betrachtet. Eine Ausnahme bildete der leitende Amtsträger Bezirksapostel Hermann Engelauf aus Westfalen, der seit der Trennung 1955 bis zu seinem Tod 2011 einen engen Kontakt zu Apostel Peter Kuhlen und dessen Familie pflegte. Dieser ehemalige Nachfolger im Stammapostelamt und dann aus der NAK ausgeschlossene Apostel Kuhlen schrieb nach dem Tod Bischoffs:

„Aber so sehr bedauerlich es auch ist, dass die einst so blühende Neuapostolische Kirche einen solchen Zusammenbruch erfährt, so war doch nach der Entwicklung, welche die Neuapostolische Kirche in Lehre, Führung und Methoden in letzten Jahren genommen hatte, der jetzt eingetretene Zusammensturz eines Gebäudes, das in vieler Hinsicht morsch geworden war, vorauszusehen. Wir erkennen darin sogar die waltende Hand Gottes, die ihren Segen zurückziehen musste von solchen, die in seinem Namen so viel trauriges verursacht haben.[46]

Kurt Hutten, damaliger Sektenbeauftragter der EZW, schrieb in einem Artikel des Materialdienstes der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen:

„Nach allen Berichten währte die durch Bischoffs Tod ausgelöste seelische Krise nur ganz kurze Zeit. Nach ein paar Tagen hatten sich die Gläubigen wieder gefangen...... Das ist gelungen. Die Neuapostolische Gemeinschaft blieb eine festgefügte Einheit und widerstand allen Vorstößen von kirchlicher und anderer Seite .... Aus zahlreichen Berichten von Gemeindepfarrern ergibt sich immer wieder das gleiche Bild: Jede Erschütterung ist ausgeblieben. Die Neuapostolischen tragen wieder den Kopf hoch und fühlen sich so sicher und überliegen wie eh und je. Jeder Versuch, ein Gespräch über die durch Bischoffs Tod entstandenen Fragen mit ihnen anzuknüpfen, prallt ab oder wird mit den Argumenten beantwortet, die in dem Wort des Apostelkollegiums enthalten sind.[47]

Heutiger Umgang mit der Thematik

Bis nach der Jahrtausendwende galt die Botschaft und die Erläuterung zur Nichterfüllung jener als Dogma. In vielen geschichtlichen Ausarbeitungen oder Lehrbüchern für die kircheneigene Kinderunterweisung wurden die leidvollen Geschehnisse nur unzureichend oder gar nicht erwähnt.

Stammapostel Richard Fehr erklärte in einem Interview 1996, auch in Reaktion auf die zunehmenden Konfrontationen durch Aussteiger, dass die Frage, warum sich die Botschaft nicht erfüllt habe, derzeit nicht beantwortet werden könne.[48] Er lud im Jahr 2000 und 2001 mehrere apostolische Glaubensgemeinschaften, welche ihren Ursprung in der Neuapostolischen Kirche hatten, zu einem „Konzil“ genannten Treffen nach Zürich ein. Dieses Treffen war der Beginn einer ersten Annäherung zwischen den Ausgeschlossenen und der NAK.

Der jetzige Stammapostel Wilhelm Leber (verheiratet mit einer Enkelin Bischoffs und selber Sohn einer Nichte Bischoffs) äußerte sich in einem Interview mit der Zeitschrift idea Spektrum im Jahr 2006 ebenfalls zur Botschaft und sagte: „Das Thema ist kein Dogma mehr, jeder kann sich sein eigenes Urteil darüber bilden.“[49] Er persönlich sei der Meinung, dass Bischoff zwar eine Botschaft von Gott erhalten habe, diese aber eventuell fehlinterpretiert habe.[50]

Eine Aufarbeitung der Botschaftskrise und deren Folgen wurde von der Neuapostolischen Kirche bis 2007 nie umfassend unternommen. Eine im Dezember 2007 von der NAK vorgelegte Geschichtsaufarbeitung wurde von internen und externen Kritikern als einseitig und unwissenschaftlich bezeichnet. Die Annäherungen und Gespräche zwischen der NAK und der Vereinigung Apostolischer Gemeinden (VAG) wurden aufgrund der Ausarbeitung von Seiten der VAG unterbrochen[51]. Erst vier Monate später äußerte sich die Neuapostolische Kirche offiziell zu den Vorwürfen:

„In einem Brief, den das Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche, Stammapostel Wilhelm Leber, in der heutigen Ausgabe der Kirchenzeitschrift „Unsere Familie“ (Ausgabe 6/2008) veröffentlichen lässt, entschuldigt er sich für „Verletzungen“, die dieser Abend hervorgerufen hat. Es sei nicht seine Absicht gewesen, jemanden zu verletzen, so der Stammapostel. „Nachträglich betrachtet müssen wir feststellen, dass wir im Vorfeld dieses Abends solche Reaktionen nicht erwartet haben.“ Der Vortrag sei als eine sachliche Auseinandersetzung mit der Vergangenheit gedacht gewesen, Emotionen und Gefühle sollten weitgehend unberührt bleiben.[52]

Während des Gottesdienstes zum Europa-Jugendtag der Neuapostolischen Kirche (EJT) 2009 kam es vor dem Abendmahl zu einer Versöhnungsgeste des Stammapostels Wilhelm Leber gegenüber anwesenden Mitgliedern der Vereinigung Apostolischer Gemeinden. Dazu sagte der Kirchenpräsident vor ca. 42.000 Gottesdienstteilnehmern und dem Fernsehpublikum unter anderem:

„Das will ich gerne hier in der Öffentlichkeit zugestehen, ohne nun ins Detail zu gehen: Ja, es sind auch von unserer Seite, von der Seite der Neuapostolischen Kirche, Fehler gemacht worden. Wir strecken uns aus nach der Versöhnung.[53]

Diese Aussage ist einer der ersten öffentlichen Versöhnungsversuche der internationalen Kirchenleitung mit den ausgeschlossenen Gemeinschaften seit der Trennung. Eine durch den Stammapostel geleitete Zeitzeugenbefragung zu den Vorgängen zur Botschaftszeit im Jahre 2009 wurde im Internet und in der Zeitschrift „Unsere Familie“ veröffentlicht. Kritiker bemängelten, dass die Befragung nicht unabhängig geleitet wurde und sich ggf. Kirchenmitglieder in Anwesenheit des Stammapostels nicht offen geäußert hätten.[54][55]

Der Druck auf die Kirchenleitung ließ in der Folgezeit nicht nach, es wurden aus internen und externen Kreisen Stimmen laut, die eine eindeutige Entschuldigung und den Widerruf der Geschichtsarbeit forderten. Die ausführliche Arbeit wurde auf öffentlichen Druck des NAK-Kritikers Albrecht Schröter im Jahr 2010 zumindest von den Internetseiten der Neuapostolischen Kirche entfernt. Stammapostel Wilhelm Leber sagte dazu:

„Ich will zum 50. Todestag von Stammapostel Bischoff ein weiteres Zeichen der Versöhnung setzen. Zwar ist die von der AG Geschichte ausgearbeitete Gesamtschau über die Jahre 1938-1955 nach wie vor ein wichtiger Bestandteil unserer eigenen Geschichtsaufarbeitung, sie soll jedoch kein Zankapfel bleiben. Wir haben es gut gemeint und auf dem Boden von Archivmaterial eine Bewertung vorgenommen. Dennoch will ich nicht einen bleibenden Graben zu den anderen apostolischen Gemeinschaften aufrecht erhalten, sondern viel lieber eine Verständigung unter allen Beteiligten über diese schwierigen Jahre erreichen. Das geht offenbar nur, wenn wir die Ausarbeitung ersatzlos aus dem Internet entfernen.[56]

Ebenfalls im Jahr 2010, am 3. Oktober, kam es während des Gottesdienstes in Frankfurt-West anlässlich des 50. Todestages von J.G. Bischoff zu ersten Entschuldigungsworten durch den Stammapostel Wilhelm Leber, diese Ausführungen wurden jedoch später nicht weiter öffentlich bekannt gemacht. Die Nachrichtenagentur von „Unsere Familie Online“ berichtete:

„»Ich bin der Meinung, man muss Dinge auch ansprechen«, ging Wilhelm Leber ausdrücklich auf die Botschaft des 1960 verstorbenen Stammapostels Bischoff ein: dessen Ankündigung, der Herr Jesus werde noch zu seinen eigenen Lebzeiten wiederkommen. Anfangs habe das damalige Kirchenoberhaupt den Gemeindemitgliedern ausdrücklich freigestellt, den Glauben daran zu teilen, führte er Gottesdienst-Zitate an. Leider sei es später zu einer Zuspitzung gekommen, so Stammapostel Leber weiter: Die Glaubensbekundung sei zur Bedingung für Amtseinsetzungen und Versiegelungen gemacht worden. »Das ist nicht gut gewesen.« Dadurch habe die Botschaft einen viel zu hohen Stellenwert gewonnen. Er bedauere es, wenn Gläubige abgewiesen oder in ihrer Lebensgestaltung eingeschränkt worden seien. »Ich entschuldige mich dafür bei den Betreffenden.«[57]

Die Apostel und Bischöfe der Apostolischen Gemeinschaften in Europa begrüßten die „erfreuliche Entwicklung im Umgang mit der Botschaft“.[58]

Externe Untersuchungen, zum Beispiel im Rahmen der Arbeiten im Netzwerk Apostolische Geschichte bzw. der o.g. umfassenden Arbeit von M. Koch, führten zu neuen Erkenntnissen rund um die Entstehung und Verbreitung des Dogmas. Demnach entwickelte sich die Botschaft und die angebliche Vision des J.G. Bischoff durch Einflüsse im Apostelkreis, sowie durch zugespielte Träume und Visionen einzelner Mitglieder. Es kann aufgrund der geschichtlichen Forschungsergebnisse sogar unterstellt werden, dass sie vom Umfeld des Stammapostels gezielt gefördert wurde, um unliebsamen Aposteln ein weiteres Mitgehen unmöglich zu machen.[59]

Kritiker und Teile der Kirchenbasis fordern nach wie vor einen Widerruf der Botschaft und eine öffentliche Bitte um Entschuldigung durch den Kirchenleiter der Neuapostolischen Kirche. Andere Teile der Kirchenbasis wollen das Kapitel endlich ruhen lassen oder haben sich selber eine Meinung dazu gebildet. So prägt die Botschaft und dessen Folgen noch 50 Jahre nach dem Tod des Stammapostels Bischoffs die Neuapostolische Kirche.

Im Juni 2013 äußerte sich Stammapostel Wilhelm Leber, kurz vor seinem Ruhestand, in einem Schreiben an die deutschsprachigen Gemeinden. Darin hält er fest, dass der Stammapostel Bischoff die Botschaft aller Voraussicht nach durch eine Vision erhalten und erstmals 1951 verkündigt habe. Leber reflektiert die Entstehung der Botschaft demnach nicht nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen und historischen Belegen, sondern verwendet die jahrzehntelang verwandte Meinung der NAK. Weiter spricht Leber in den Schreiben aber davon, dass die Botschaft keinen biblischen Grund hatte und ein Dogma nicht an einer Vision eines Stammapostels hätte fest gemacht werden dürfen. Stammapostel Leber bedauert, dass Mitglieder unter der Botschaft leiden mussten und die Kirche verlassen haben, erfasst aber nicht jene, die von der Kirchenleitung zu Tausenden ausgeschlossen wurden. Seine Bitte um Verzeihung ist auch in diesem Zusammenhang zu betrachten[60]:

„Es ist mir ein Anliegen, jene um Verzeihung zu bitte, die unter der Botschaft des Stammapostels Bischoff gelitten haben oder sich sogar von der Kirche abwandten. Ich bedaure die Gewissensnöte und Zweifel, denen viele ausgesetzt waren.“

Auf diese Stellungnahme reagierten die Apostel und Bischöfe der VAG mit einer ausführlichen, positiven Antwort am 16. November 2013 mit einem Beitrag auf der Homepage der europäischen Gemeinschaften.

Die am 29. November 2014 in Düsseldorf von der Neuapostolischen Kirche und der Apostolischen Gemeinschaft unterzeichnete Erklärung zur Versöhnung stellt explizit klar: "Im Vordergrund steht heute die Bewertung der Botschaft. Aus theologischer Sicht muss sich jede Botschaft Gottes grundsätzlich erfüllen. Da sich die Botschaft nicht erfüllt hat – Stammapostel Bischoff starb 1960 – lässt sich die Bewertung ableiten, dass sie keine göttliche Offenbarung war. Sie hätte in dieser Form keinen Einzug in die Lehre und Verkündigung finden dürfen."[61]

Kritik

Reaktionen innerhalb der Neuapostolischen Kirche

Die Reaktionen auf die Botschaft waren innerhalb der Neuapostolischen Kirche recht unterschiedlich. So wurde auch die Botschaft regional recht unterschiedlich gewichtet, worauf es in einzelnen Gebietskirchen zu Spannungen kam (z.B. im Rheinland und in den Niederlanden). Aus heutiger Sicht und nach Aussagen von Zeitzeugen waren die Reaktionen auch bei den einzelnen Gemeindemitgliedern unterschiedlich. So wurde der Glaube, dass Christus zu Lebzeit des Stammapostel Bischoff wiederkommt auch sehr unterschiedlich umgesetzt und unterschiedlich bewertet. Einzelene Gemeindemitglieder lehnten die Aussage des Stammapostels (lt. Zeitzeugen) auch für sich persönlich ab, ohne dies jedoch nach außen zu tragen. Vereinzelt kam es zu Amtsniederlegungen und auch Kirchenaustritten. Größere Krisen löste die Botschaft jedoch nur in den Gebietskirchen Rheinland, Niederlande, Schweiz und Südafrika aus.

Noch heute führen die unterschiedlichen Auffassungen der Zeitzeugen und der Interpretation mit der nicht eingetretenen Botschaft des Stammapostel Bischoff beim innerkirchlichen Umgang mit diesem Thema eine Rolle.

Reaktionen von ausserhalb

Auch die Öffentlichkeit reagierte zumindest kurzzeitig auf die Botschaft des Stammapostel Bischoffs. Insbesondere als es zur Kirchenspaltung im Rheinland im Jahr 1955 kam, wandte sich die lokale Presse der Thematik zu.

Auch richtete sich Kurt Hutten schriftlich an die neuapostolischen Christen und berichtete auch öffentlich über dieses Thema. Beispielsweise seien hier folgende Artikel erwähnt:

  • Artikel "Aufruhr bei den Neuapostolischen", von Dr. Kurt Hutten. Sonderdruck aus "Evangelisches Gemeindeblatt fuer Wuerttemberg", 49. Jahrgang Nr. 4 vom 23. Januar 1955, [2]
  • Bericht aus der "Duisburger General Anzeiger", Dienstag, den 25. Januar 1955.
  • Bericht aus der "Westdeutsche Allgemeine Duisburger Stadtanzeiger", Dienstag, den 25. Januar 1955.
  • Bericht aus der Düsseldorfer "Neue Rhein-Zeitung", Samstag, den 5. Februar 1955.
  • Ein Brief an alle Neuapostolischen (Hutten), 1960, [3]
  • "Der Letzte", in: Der Spiegel 38/1960, [4]

Literatur

  • Netzwerk Apostolische Geschichte: Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts. (mit Beitrag zur Botschaft des J.G. Bischoff von M. Koch) Bielefeld 2010, ISBN 978-3-939291-06-0
  • Netzwerk Apostolische Geschichte: Frankfurt im Spiegel der Geschichte der apostolischen Gemeinschaften. (mit Beitrag zur Botschaft des J.G. Bischoff von M. Koch) Bielefeld 2013, ISBN 978-3-939291-07-7
  • Volker Wissen: Der Konflikt Bischoff ./. Kuhlen: Beiträge zu Geschichte, Lehre und Leben der apostolischen Gemeinschaften Rediroma Verlag 2012, ISBN 978-3868704631
  • Peter Kuhlen: Nachdenkliches über die Botschaft des Stammapostels J. G. Bischoff
  • Peter Kuhlen: Ereignisse in der Neuapostolischen Kirche die zur Gründung der Apostolischen Gemeinde geführt haben Eigenverlag, o.J. vermutlich um 1955, o. ISBN
  • Manifest über die Zustände und Tendenzen in der Neuapostolischen Gemeinde ohne Autor, Eigenverlag / Schweiz, o.J., o. ISBN
  • Herbert Schmidt: Die Wahrheit, Eigenverlag, o.J. vermutlich 1960-er Jahre, o. ISBN
  • Kurt Hutten: Seher – Grübler – Enthusiasten; 1982
  • Karl E. Siegel: Die Botschaft des J. G. Bischoff: Eine kritische Auseinandersetzung mit einer der Endzeitbotschaften Lachesis 1994, ISBN 978-3-980407-60-1
  • Susanne Scheibler: Johann Gottfried Bischoff Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt, Ausgabe 1997, o. ISBN
  • Helmut Obst: Apostel und Propheten der Neuzeit Vandenhoeck & Ruprecht 2000, 4. Auflage, ISBN 3-525-55439-7
  • Rudolf J. Stiegelmeyer: Das tragische Erbe des J.G. Bischoff: Die Botschaft wird 60, Books on Demand 2011, ISBN 978-3844809992
  • Wilhelm Leber: Stellungnahme zur Botschaft von Stammapostel Bischoff

Weblinks

Quellenverweis

  1. Peter Kuhlen: Ereignisse in der NAK, die zur Gründung der Apostolischen Gemeinde geführt haben; S. 48; [ohne Ort, ohne Jahr]
  2. Neuapostolische Kirche: Die NAK von 1938 bis 1955, Entwicklungen und Probleme; Zürich 2007; S. 37
  3. „Amtsblatt“ vom 15. September 1950
  4. Herbert Schmidt: Die Wahrheit, Eigenverlag, o.J. vermutlich 1960-er Jahre
  5. Protokoll der Mitglieder-Versammlung des Apostelkollegiums der Neuapostolischen Kirche vom 17. Dezember 1951
  6. Peter Kuhlen: Ereignisse in der NAK, die zur Gründung der Apostolischen Gemeinde geführt haben; S. 48; [ohne Ort, ohne Jahr]
  7. Die Entstehung des Dogmas, der Herr käme zur Lebzeit Johann Gottfried Bischoffs - Eine Betrachtung der Jahre 1945-1952 von Miachel Koch in Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts, Edition Punctum Saliens, Bielefeld 2009 ISBN:978-3-939291-06-0
  8. „Die Geburt eines Mythos“, Ausarbeitungsreihe veröffentlicht auf glaubenskultur.de
  9. Helmut Obst: Apostel und Propheten der Neuzeit Vandenhoeck & Ruprecht 2000, 4. Auflage, ISBN 3-525-55439-7
  10. Botschaftsaufsatz von Rudolf Stieglmeyr aus dem Jahr 2007 als PDF
  11. Materialdienst der EZW, 19. Jahrgang, 1956, Nummer 3, Seite 30
  12. Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 20. Mai 1945
  13. Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 25. Mai 1947 in Stuttgart-Süd
  14. Gottesdienst am 22. Juni 1947 in Dinslaken. Zitiert nach „Brief der Apostel, Bischöfe und Bezirksältesten des Apostelbezirks Düsseldorf an den Stammapostel J.G. Bischoff“, Düsseldorf, den 6. Januar 1955
  15. Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 27. Juni 1948 in Frankfurt-Südwest
  16. Brot des Lebens - Zeitschrift zur Förderung des Glaubens der Neuapostolischen Gemeinden der Schweiz 9. Jahrgang, Nr. 20 vom 15.10.1948, Seite 154, Hrsg: Neuapostolische Gemeinden der Schweiz
  17. Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 13. August 1950 in Bochum (Nachmittag)
  18. Die Entstehung des Dogmas, der Herr käme zur Lebzeit Johann Gottfried Bischoffs - Eine Betrachtung der Jahre 1945-1952 von Michael Koch in Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts. Seite 186, Edition Punctum Saliens, Bielefeld 2009 ISBN:978-3-939291-06-0
  19. Bericht über den Ämtergottesdienst am Sonntag nachmittag, den 18.2.1951, gehalten vom Stammapostel Bischoff in Stuttgart-Süd, wozu auch ein Teil der Frauen und Amtsbrüder eingeladen wurden.
  20. Bericht über den Gottesdienst am Sonntag vormittag, 14. Okt. 1951, gehalten vom Stammapostel Bischoff in München
  21. „Amtsblatt“, Sondernummer vom 8. Juni 1952
  22. Gottesdienst am 16. März 1952 in Ulm
  23. Gottesdienst am 17. März in Stuttgart-Süd
  24. „Wächterstimme“ vom 15. April 1955
  25. Susanne Scheibler: Johann Gottfried Bischoff Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 100
  26. Bericht über den Gottesdienst am Ostersonntag nachmittag, 13.4.1952, gehalten vom Stammapostel Bischoff in Tübingen a.N.
  27. Manifest über die Zustände und Tendenzen in der Neuapostolischen Gemeinde, Otto Güttinger, Zofingen 1954, Seite 41
  28. Neuapostolische Kirche: Die NAK von 1938 bis 1955, Entwicklungen und Probleme; Zürich 2007; S. 37
  29. Jahresstatistik der Nieuw-Apostolische Kerk in Nederland für das Jahr 1954
  30. Edwin Diersmann: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen., Rediroma-Verlag 2007, ISBN 978-3-940450-20-3
  31. Ereignisse in der Neuapostolischen Kirche, die zur Gründung der Apostolischen Gemeinde geführt haben o.O., o.J.
  32. Volker Wissen: Zur Freiheit berufen - Ein Portrait der Vereinigung Apostolischer Gemeinden und ihrer Gliedkirchen Re Di Roma-Verlag 2008, ISBN 978-3-86870-030-5
  33. Michael Koch: Botschaftszeit: Wie Württemberg knapp der Spaltung entging glaubenskultur 2007, abgerufen am 20. Dezember 2011: [1]
  34. Bericht über die Ämterversammlung am Sonntag nachm., 21. Februar 1954, gehalten vom Stammapostel Bischoff in der Kirche Stuttgart-Süd für die Amtsträger des Apostelbezirks Stuttgart
  35. Kuhlen, Peter: Nachdenkliches über die Botschaft des Stammapostels J.G. Bischoff ..., Düsseldorf 1955; S. 15f.
  36. Bericht über die Ämterversammlung für die Bezirksämter von Württemberg, gehalten von Apostel Walter Schmidt am Freitag abend, 18.11.1955, in Stuttgart-Süd unter Mitwirkung von Apostel F. Bischoff“
  37. spiegel.de - Der Letzte
  38. Horst Hartmann: In der Welt, aber nicht von der Welt. Die Gotteskinder der Neuapostolischen Kirche. Books on Demand 2000, ISBN 978-3831104994
  39. „Spirit“ Ausgabe 04/2003, Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main
  40. Susanne Scheibler: Johann Gottfried Bischoff Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 117 f
  41. Susanne Scheibler: Johann Gottfried Bischoff Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 119 f
  42. spiegel.de - Der Letzte
  43. „Spirit“ Ausgabe 04/2003, Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main
  44. Kurt Hutten: Seher, Grübler, Enthusiasten Stuttgart 1981, Seite 512
  45. nak.org - Neuapostolische Kirche und Ökumene
  46. Peter Kuhlen in „Der Herold“ vom 15. August 1960
  47. Materialdienst der EZW vom 1. September 1960
  48. „Unsere Familie“ 56. Jahrgang, 1996, Nummer 2, Seite 19
  49. ideaSpektrum Nr. 25/2006, S. 15–17
  50. Interview aus der Zeitschrift Unsere Familie, Ausgabe vom 5. Januar 2007
  51. ERKLÄRUNG der Apostel und Bischöfe der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden in Europa zur Aufarbeitung gemeinsamer Geschichte mit der Neuapostolischen Kirche vom 01. Februar 2008 als pdf zum Download auf apostolisch.ch
  52. nak.org - Es ist mir ernst mit dem Willen zur Versöhnung
  53. nak-org - Wir strecken uns nach der Versöhnung
  54. nak.org - Aussöhnung sollte fortgesetzt und unterstützt werden
  55. nak.org - Niederschrift „Zur Geschichte der Neuapostolischen Kirche 1938-1955 – Gespräch mit Zeitzeugen“
  56. nak.org - Geschichtspapier wird aus dem Internet entfernt
  57. bischoff-verlag.de - Stammapostel Leber spricht Bischoff-Botschaft an
  58. apostolische.de vom 25.11.10 - Entwicklungen in der Neuapostolischen Kirche
  59. Die Entstehung des Dogmas, der Herr käme zur Lebzeit Johann Gottfried Bischoffs - Eine Betrachtung der Jahre 1945-1952 von Michael Koch in Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts., Edition Punctum Saliens, Bielefeld 2009 ISBN:978-3-939291-06-0
  60. nak.org - Stellungnahme zur Botschaft von Stammapostel Bischoff
  61. Erklärung zur Versöhnung zwischen Apostolischer Gemeinschaft und Neuapostolischer Kirche