Klara Hübner

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"Stolperstein-Weg" in Stuttgarter Innenstadt

Am 9. Juni 2021 begingen Stuttgarter Bürger und hochrangige Vertreter der Neuapostolischen Kirche den neu eröffneten „Stolperstein-Weg“ in der Stuttgarter Innenstadt. Anlass war die Verlegung von sieben neuen Gedenksteinen durch den Künstler Gunter Demnig.

Die Gruppe hielt dabei an drei Stationen inne, um gezielt neuapostolische Mitglieder wie Hans Karl Perlen, Klara Hübner sowie Josefine und Hermann Glück zu ehren, die während der NS-Diktatur ermordet wurden.

Klara Hübner - Biographisches

Klara Hübner (1886-1940), eine ledige Krankenschwester und Mitglied der Neuapostolischen Kirche, wurde am 9. November 1886 geboren und lebte alleine in Stuttgart. Nach einem Zusammenbruch im Juli 1936 wurde eine psychische Erkrankung diagnostiziert und sie in die Heilanstalt Zwiefalten eingewiesen. Da sie keine Angehörigen hatte, blieb ihr Schicksal lange im Verborgenen.

Am 13. August 1940 wurde Klara Hübner im Rahmen der „Aktion T4“ nach Grafeneck deportiert und dort am selben Tag ermordet. Sie war eines von über 10.000 Opfern der nationalsozialistischen Euthanasie-Morde in dieser Anstalt. Der Text schließt mit einem geistlichen Gedenken, das betont, dass ihr Leid vor Gott nicht vergessen ist [1].

Für weitere Informationen kann man das Gedenkbuch des Bundesarchivs oder die Gedenkstätte Grafeneck konsultieren.

Empfohlene Literatur

Karl-Peter Krauss: „Vom Altar nach Auschwitz: Neuapostolische Christen jüdischer Herkunft“, in: Karl-Peter Krauss: Inszenierte Loyalitäten? – Die Neuapostolische Kirche in der NS-Zeit, Berlin 2020, S. 229-360)

In diesem Kapitel beschäftigt sich Krauss mit Ernst Kaufmann (1876-1955), Harry Fränkel (1882-1942), Helene Wöhr (1915-1942), Simon Peritz (1884-1972), Simon Leinmann (1904-1990), Hermann Glück (1901-1969)

Karl-Peter Krauss: Dem Vergessen entrissen – Der „Ostjude“ Simon Leinmann und die Neuapostolische Kirche, Böhlau, 2024