Intinktion

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Intinktion (latein: intictio ich tauche ein) ist eine Ausspendungspraxis des Heiligen Abendmahls. Hierbei wird nicht aus dem Kelch getrunken, sondern die Hostie in den Wein eingetaucht und so dem Kommunikanten überreicht. Hierbei gibt es verschiedene Formen der Intinktion. Auch in verschiedenen apostolischen Gemeinschaften sind Formen der Intinktion üblich.

Geschichte allgemein

In den Riten des Ostens, besonders im byzantinischen, ist es bis heute die gewöhnliche Art, den Gläubigen die Kommunion zu reichen. Man taucht das eucharistische Brot in den Kelch mit dem hl. Blut und reicht so die hl. Kommunion mittels eines Löffelchens in den Mund. Diese Weise der Kommunionspendung war im Orient schon im 11. Jh. die Vorherrschende.

HAZEA unter van Oosbree

In der HAZEA - dem niederländischen Zweig der Neuapostolischen Kirche- schaffte Bezirksapostel van Oosbree zu Beginn des 1. Weltkrieges das gemeinsame Trinken aus dem Abendmahlskelch ab. Hierbei führte er u.a. hygienische Gründe ins Feld. Stattdessen wurde seitdem der Weinkelch in die Hostienpatene integriert und das ausspendende priesterliche Amt tunkte mit Hilfe einer elfenbeinernen Pinzette die Hostie in den Wein und legte sie dem Kommunikanten auf den Handrücken, von wo sie vom Kommunikanten mit dem Mund aufgenommen wurde. Die Einführung dieser Praxis führte vereinzelt zu Unruhen. Sie war eine der Ursachen, die zur Gründung der Hersteld Evangelische Apostolische Gemeente führte.

Noch heute wird die Praxis in der Apostolisch Genootschap geübt.

Vereinigung der Apostolischen Gemeinschaften

In der Apostolischen Gemeinschaft Düsseldorf und den anderen Gemeinschaften des Bundes wird das Abendmahl in Form der Intinktion ausgeteilt. In den Abendmahlskelchen befindet sich ein Glasgefäß mit Wein/Saft, in den die Hostie eingetaucht und dann in die Hand des Kommunikanten gelegt wird.