Albert Trubach

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Albert Trubach (* 20.August 1901; † 14. September 1980) war ein Apostel des Apostelamt Simeon in Jacobs Geschlecht und Stammapostel im Apostelamt Jesu Christi.

Biografie

Nach dem Ausschluß des Bezirksältesten Julius Fischer aus der "Apostolischen Gemeinde" schloß sich auch die Familie Trubach mit ihren Kindern, dem von Julius Fischer 1902 gegründeten "Apostelamt Juda" an. Albert Trubach war schon mit 15 Jahren zum Unterdiakon und Chorleiter gesetzt worden, und diente als Diakon im Stamm Markus. Als am 20. Februar 1921 Hermann Krüger von Apostel Juda (Julius Fischer) zum Apostel Simion gesalbt wurde, ging die ganze Familie Trubach mit in diesen Stamm. Dort stand Albert Trubach bereits mit 19 Jahren als Priester einer Gemeinde vor. Nach der Trennung Hermann Krügers vom "Apostelamt Juda" (1923) diente er nun im Apostelamt Simeon in Juda zunächst noch als Priester, dann aber bald als Ältester und Stammprophet. Durch Apostel Simeon wurde ihm auf dessen Krankenbett im Herbst 1932 die Leitung des "Apostelamt Simeon in Jacobsgeschlecht", wie sich die Glaubensgemeinschaft nun nach einer Namensänderung im selben Jahr nannte, übertragen. Am 20. Februar 1933 erhielt er durch Weissagung das Amt eines Apostels mit dem biblichen Beinamen "Apostel Naphthali". Albert Trubach gab ab Anfang 1933 das "Mitteilungsblatt", eine Zeitschrift zur Förderung des Apostelwerkes Simeon, heraus.

Am 5. November 1934 wurde das Apostelamt mit seinen 3.500 Mitgliedern wegen „marxistischer Umtriebe“ verboten und aufgelöst. Albert Trubach führte das Apostelamt in der Illegalität weiter.

Am 30. März 1946 wurde das Apostelamt durch die sowjetischen Militärbehörden wieder zugelassen und Albert Trubach gab am 01. April 1946 die neuen Statuten heraus. In einem Gottesdienst am 20. Februar 1947 wurde Albert Trubach durch prophetische Weissagung zum „Apostel Jesu Christi“ berufen und das „Apostelamt Simeon in Jacobs Geschlecht“ in „Apostelamt Jesu Christi“ (AJC) umbenannt. Per Statut des AJC vom 21. Februar 1947 wurde durch ihn das „Stammapostelamt“, ähnlich wie in der Neuapostolischen Kirche, eingeführt, wodurch er die Gemeinschaft unumschränkt leitete. Bald danach wurden von Ihm weitere Apostel ordiniert, so z. B. sein Bruder Alfred Trubach, sein Bruder Willy Trubach und Karl Drieschner. Das Buch Glaubenskunde des Apostelamtes Jesu Christi, Autor Horst Trubach, erschien unter seiner Führumg.

Mit dem Bau der innerdeutschen Mauer im Jahre 1961 wurde er von den westdeutschen Gemeinden abgetrennt, die er erst wieder mit Erreichen des Rentenalters im Jahr 1966 besuchen konnte. Im Westen wurde daraufhin das „Apostelamt Jesu Christi e.V.“ mit Apostel Willy Trubach als Hauptapostel und Vorsitzenden gewählt, was Albert Trubach als Verrat ansah. In einem Gottesdienst am 09. Juni 1968 setzte Albert Trubach ohne Wissen von Willy Trubach Richard Trubach und Bischof Maul zu Aposteln innerhalb des Apostelamtes Jesu Christi in Berlin (West), deren Berufung Willy Trubach jedoch nicht akzeptierte. Wenig später kam es zum Bruch zwischen dem „Apostelamt Jesu Christi e.V.“ (Westdeutschland) und dem „Apostelamt Jesu Christi“ (Ostdeutschland).

Zwei Monate vor seinem Tod legte Albert Trubach am 5. Juli 1980 auf einer Apostelversammlung sein Amt aus Altersgründen nieder und berief Hans-Joachim Preuß zu seinem Nachfolger als Stammapostel. Am 14. September 1980 verstarb Stammapostel i. R. Albert Trubach.

Ordinationen

  • 1916 Unterdiakon im Apostelamt Juda
  • 1920 Priester im Stamm Simeon des Apostelamtes Juda
  • 20.02.1933 „Apostel Naphthali“ im Apostelamt Simeon in Jacobsgeschlecht
  • 20.02.1947 „Stammapostel Jesu Christi“

Literatur

  • Ein Beitrag zur Geschichte des Apostelamtes Jesu Christi, K. Kabus, Berlin-Friedenau, 2004

Weblinks