Sukami Landu Ronsard

Aus APWiki
Wechseln zu:Navigation, Suche

Sukami Landu Ronsard (* 11.12.1957; † 27.08.1989) war der 276. Apostel der Neuapostolischen Kirche. Sein Arbeitsgebiet umfasste Angola.

Biografie

Er wurde in Lucunga, einer kleinen Stadt im Norden Angolas, geboren. Den Namen Sukami erhielt er von seiner Mutter Sukame Eva Maria, der Name Landu bedeutet, dass er als drittes Kind der Familie geboren wurde und Ronsard ist sein eigener Name. Mit seinen acht Geschwistern, von denen schon drei bereits verstorben sind, wuchs er in bescheidenen Verhältnissen auf. Als er sieben Jahre alt war wanderten seine Eltern über die nahegelegene Grenze nach Zaire aus. Dort besuchte er die Schule und absolvierte die Berufsausbildung. Während dieser Zeit hörte er erstmal etwas von der Neuapostolischen Kirche und besuchte mit einem Freund dort die Gottesdienste. Mit 22 Jahren- im Jahre 1979- kehrte er nach Angola zurück wo er in Uige in seinem erlernten Beruf als Mechaniker für Industiemaschinen eine Anstellung fand. In Luanda, der Hauptstadt Angolas, wohin er 1980 verzog, wartete er mit Freunden darauf, dass Apostel auch in sein Heimatland kämen. Der Kreis junger Leute führte regelmäßig Glaubensgespräche; sie nannten sich Aspiranten, weil sie wussten, dass sie noch nicht gefunden hatten, worauf sie sehnlichst warteten. 1981 hielt er sich zu Studienzwecken in Deutschland auf. Er bemühte sich, mit der Neuapostolischen Kirche in Verbindung zu treten, was jedoch nicht gelang. Zurück in Angola heiratete er am 15.Mai 1982 Bele Magua und die Ehe wurde mit zwei Söhnen gesegnet. Nachträglich erhielt das Ehepaar Ronsard im Oktober 1984 durch Bezirksapostel Hermann Engelauf den Segen zu ihrem Ehebund. Neben seiner Muttersprache Kikongo hat er Sprachkenntnisse in Portugiesisch, Französisch, Lingala und ein wenig in Kimbundu. Ende Juli 1983 traf er auf der Straße einen Freund, der ihm freudig berichtete, dass Apostel der Neuapostolischen Kirche aus Deutschland in Luanda eingetroffen seien. Die erste Begegnung mit den Aposteln Kusserow und Brinkmann erlebte er in einen kleinen Hotel in Luanda. Am 06. August 1983 führten diese beiden Apostel den ersten Gottesdienst im Hause Ronsard durch, dabei empfing Sukami Landu Ronsard mit Familie und vielen anderen das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Gleichzeitig erhielt er den Auftrag in der jungen Gemeinde als Diakon zu dienen. Am 27. August 1989 erlag Apostel S. L. Ronsard den schweren Verletzungen, die er durch Schüsse bei einem Rebellenüberfall im Norden Angolas erlitten hatte. Zusammen mit dem heutigen Bezirksapostel Armin Brinkmann war er auf der Rückfahrt von Uige zur Hauptstadt Luanda. Apostel Brinkmann steuerte den Wagen, Apostel Ronsard saß neben ihm. Auf den Rücksitzen vier weitere Brüder. Apostel Ronsard wurde von mehreren Schüssen tödlich getroffen. Da keine Reifen beschädigt wurden, verließ Apostel Brinkmann mit Höchstgeschwindigkeit die Gefahrenzone. Am Mittwoch, 30. August, hielt Apostel Brinkmann, der an Lippe und Arm leicht verletzt worden war, in Luanda die Trauerfeier. Der Stammapostel hatte ihm dazu das Textwort aus 1.Petrus 5, Verse 6-11 als Trostwort für alle tief Betroffenen für diesen Gottesdienst angegeben. Bis zu seinem gewaltsamen Tod wirkte Apostel Ronsard als Stütze seines Bezirksapostels Hermann Engelauf in Angola und scheute weder Mühen noch Gefahren, das Werk Gottes zu bauen. Sein selbstloser Einsatz wird bestimmt Belohnung finden.

Ordinationen