Schweiz: Unterschied zwischen den Versionen

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Der erste neuapostolische Christ kam 1893 aus Norddeutschland auf Arbeitsuche in die Schweiz und fand eine Anstellung in Zürich. Bald sammelte er um sich eine Gruppe von einigen jungen Männern, die für sein Glaubenszeugnis ein offenes Ohr und Herz hatten. Gemeinsam mit ihnen baute er die erste neuapostolische Gemeinde in der Schweiz auf. An Pfingsten 1895 konnte mit der Gründung der Gemeinde Zürich-Hottingen der eigentliche Grundstein zur Neuapostolischen Kirche Schweiz gelegt werden, welche 1905 als Bezirk Schweiz-Baden zu einem selbständigen Arbeitsbereich wurde. Der neuapostolische Glaube breitete sich dann in der Stadt Zürich und schließlich auch in weiteren Schweizer Städten aus. So entstanden weitere Gemeinden in St. Gallen, Basel und Zofingen, später dann in Winterthur, Schaffhausen und Bern sowie in weiteren Orten der Schweiz. Die Neuapostolische Kirche konnte praktisch in allen Landesteilen Fuß fassen und verzeichnete stetigen Zuwachs. Im Jahre 1940 konnten in der Schweiz bereits etwas über 20.000 Mitglieder in 191 Gemeinden gezählt werden. Seit 1970 ist die Mitgliederzahl in der Schweiz relativ konstant. Sie beträgt momentan 31.685 Mitglieder in 145 Gemeinden (Stand: 31.12.2017).  
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Der erste neuapostolische Christ kam 1893 aus Norddeutschland auf Arbeitsuche in die Schweiz und fand eine Anstellung in Zürich. Bald sammelte er um sich eine Gruppe von einigen jungen Männern, die für sein Glaubenszeugnis ein offenes Ohr und Herz hatten. Gemeinsam mit ihnen baute er die erste neuapostolische Gemeinde in der Schweiz auf. An Pfingsten 1895 konnte mit der Gründung der Gemeinde Zürich-Hottingen der eigentliche Grundstein zur Neuapostolischen Kirche Schweiz gelegt werden, welche 1905 als Bezirk Schweiz-Baden zu einem selbständigen Arbeitsbereich wurde. Der neuapostolische Glaube breitete sich dann in der Stadt Zürich und schließlich auch in weiteren Schweizer Städten aus. So entstanden weitere Gemeinden in St. Gallen, Basel und Zofingen, später dann in Winterthur, Schaffhausen und Bern sowie in weiteren Orten der Schweiz. Die Neuapostolische Kirche konnte praktisch in allen Landesteilen Fuß fassen und verzeichnete stetigen Zuwachs. Im Jahre 1940 konnten in der Schweiz bereits etwas über 20.000 Mitglieder in 191 Gemeinden gezählt werden. Seit 1970 ist die Mitgliederzahl in der Schweiz relativ konstant. Sie beträgt momentan 31.643 Mitglieder in 133 Gemeinden (Stand: 31.12.2018).  
  
 
Seit 1975 befindet sich in der Schweiz - in Zürich- der Hauptsitz der Neuapostolischen Kirche International.
 
Seit 1975 befindet sich in der Schweiz - in Zürich- der Hauptsitz der Neuapostolischen Kirche International.

Aktuelle Version vom 25. August 2019, 15:26 Uhr

Basisdaten
Staat Schweiz
Fläche 41.285 km²
Einwohner 8.542.300 (31.12.2018)
Hauptstadt Bern
Amtssprache(n) Deutsch,Franzöisch,Italienisch,Rätoromanisch
aktive apostolische

Gruppen im Land

7+x

Die apostolischen Glaubensgemeinschaften und ihre Entwicklung in der Schweiz

Die Schweiz ist ein viersprachiges Land und Heimatland des Calvinismus. Jedoch ist die Schweiz konfessionell gespalten. Historisch gesehen waren die Einwohner der Kantone Zürich, Bern, Basel (ausser Bezirk Arlesheim), Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden und Waadt noch um 1850 praktisch ausschliesslich reformiert, diejenigen der Kantone Freiburg (ausser Bezirk Murten), Wallis, Jura, Solothurn (ausser Bezirk Bucheggberg), Luzern, Ob- und Nidwalden, Uri, Schwyz, Zug, Appenzell Innerrhoden und Tessin fast nur katholischen Glaubens. Konfessionell gemischt waren hingegen die Kantone Glarus, Aargau, St. Gallen, Graubünden und Genf. Die Verteilung der Konfessionen war das Resultat der Anwendung des Territorialprinzips bei der Wahl der Konfession nach den Religionskriegen des 16. Jahrhunderts; die konfessionell gemischten Kantone wiesen entweder junge Kantonsgrenzen auf (Aargau, St. Gallen, Genf) oder aber kannten eine althergebrachte gemeindeweise Festlegung (Glarus, Graubünden). Das religöse Klima in der Schweiz war lange Zeit sehr angespannt. Erst in der total revidierten Bundesverfassung von 1874 wurde die Religionsfreiheit im heutigen Umfang eingeführt und ermöglichte somit auch der apostolischen Bewegung eine freie Entfaltung im Land.

Geschichte

Die Geschichte der apostolischen Bewegung in der Schweiz beginnt in gewisserweise sehr früh. Henry Drummond besuchte mit seiner Frau 1817 erstmalig Genf, wo er sich lange Zeit aufhielt. In seinem Haus in Genf versammelte sich dort eine evangelikale Gemeinde, zu der etliche Personen zählten, die wenige Jahre später Teilnehmer der Albury-Konferenzen wurden. Auch lernte Drummond in Genf Francis Sitwell kennen. Auch in der Schweiz gab es starke Berührungspunkte der apostolischen Bewegung mit dem westschweizerisch-frankophon-calvinistischen Zweig von Het Reveil.

In der Schweiz werden ab 1849 die ersten katholisch-apostolischen Gemeinden aufgerichtet. Noch 1859 besucht Henry Drummond letztmalig die Schweiz.

Die neuapostolische Bewegung kommt 1891 in die Schweiz und verbreitet sich in den Folgejahren zunächst in den deutschsprachigen Kantonen, später dann in den weiteren Kantonen. Seit 1975 hat hier die Neuapostolische Kirche ihren internationalen Hauptsitz.

Apostolische Gemeinschaften

katholisch-apostolische Gemeinden

Die katholisch-apostolischen Gemeinden waren ursprünglich zwei Stämmen zugewiesen: Die protestantische Schweiz (also die überwiegend reformierten Kantone) waren Apostel Henry Drummond zugewiesen; die katholische Schweiz (also die katholischen Kantone) gehörten zum Stamm des Apostels Henry Dalton. Insgesamt entstanden in der Schweiz bis 1901 41 Gemeinden.

Neuapostolische Kirche

siehe Hauptartikel: Neuapostolische Kirche Schweiz

Der erste neuapostolische Christ kam 1893 aus Norddeutschland auf Arbeitsuche in die Schweiz und fand eine Anstellung in Zürich. Bald sammelte er um sich eine Gruppe von einigen jungen Männern, die für sein Glaubenszeugnis ein offenes Ohr und Herz hatten. Gemeinsam mit ihnen baute er die erste neuapostolische Gemeinde in der Schweiz auf. An Pfingsten 1895 konnte mit der Gründung der Gemeinde Zürich-Hottingen der eigentliche Grundstein zur Neuapostolischen Kirche Schweiz gelegt werden, welche 1905 als Bezirk Schweiz-Baden zu einem selbständigen Arbeitsbereich wurde. Der neuapostolische Glaube breitete sich dann in der Stadt Zürich und schließlich auch in weiteren Schweizer Städten aus. So entstanden weitere Gemeinden in St. Gallen, Basel und Zofingen, später dann in Winterthur, Schaffhausen und Bern sowie in weiteren Orten der Schweiz. Die Neuapostolische Kirche konnte praktisch in allen Landesteilen Fuß fassen und verzeichnete stetigen Zuwachs. Im Jahre 1940 konnten in der Schweiz bereits etwas über 20.000 Mitglieder in 191 Gemeinden gezählt werden. Seit 1970 ist die Mitgliederzahl in der Schweiz relativ konstant. Sie beträgt momentan 31.643 Mitglieder in 133 Gemeinden (Stand: 31.12.2018).

Seit 1975 befindet sich in der Schweiz - in Zürich- der Hauptsitz der Neuapostolischen Kirche International.

Vereinigung Apostolischer Christen

siehe Hauptartikel Vereinigung Apostolischer Christen

Die Gemeinschaft unterhält in der Schweiz derzeit 8 Gemeinden[1] mit 503 Mitgliedern und davon 56 Kindern [2] in Bern, Kölliken, Lenzburg, Lugano, Luzern, Olten, Zofingen und Zürich. Die 8 Gemeinden sind in 2 Bezirke eingeteilt. Die theologische Leitung obliegt dem Apostel Walter Baltisberger, die juristische Leitung übt ein Kirchenvorstand mit Frau Susy Ceriani als Präsidentin aus.

Es wird ein jährlicher Mitgliederbeitrag von CHF 200,00 für Erwachsene (inkl. AHV Berechtigte) und CHF 125,00 für Jugendliche ab Konfirmation bis zum 20. Altersjahr sowie für IV-Berechtigte erhoben. Hauptamtlich angestellt ist der Apostel und Evangelist Gero v. Oppeln mit Ausbildung an einem theologisch diakonischen Seminar, der hauptsächlich für die Jugendarbeit, Gemeindeaufbau und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist.

Hersteld Apostolische Zendinggemeente

In Zofingen existiert eine kleine Gemeinde der Hersteld Apostolische Zendinggemeente. Wieviele Mitglieder diese Gemeinde zählt und wie sie entstand, sind derzeit nicht bekannt.

Het Apostolisch Genootschap

Die Apostolisch Genootschap hat in Zürich eine ihrer wenigen ausländischen Gemeinden. Die ApGen-Zürich ist die einzige Gemeinschaft im deutschsprachigen Ausland [3]. Sie besteht seit 1960 und besteht aus rund 20 Personen.

Gossliwil-Apostel

In der Schweiz ist auch eine Gruppe um die sogenannten Gossliwil-Apostel tätig. Diese Gruppe hat auch das ehemalige Kirchengebäude der katholisch-apostolischen Gemeinde in Gossliwil übernommen. Es dürfte sich um eine kleinere Gruppe handeln. Über die Aktivitäten der Gruppe ist nicht viel bekannt.

Katholisch Apostolische Kirche - Gemeinde Gottes

Auch die Gruppe um die sogenannten Groenekan-Apostel unter Henk van Wijk ist in der Schweiz aktiv. Genaue Verbreitungszahlen und Informationen über die Aktivitäten dieser Gruppe in der Schweiz sind nicht vorhanden.

Kuriosa

  • Der HAZK-Apostel Jacob van der Poorten zog sich 1970/71 mit einigen Getreuen in die Schweiz zurück. Dort - in Davos- führte er im engeren Kreis die katholisch-apostolischen Gebetsrituale wieder ein.
  • In dem kleinen Städtchen Zofingen, Kanton Aargau, mit knapp 10.000 Einwohnern, bestehen drei apostolische Kirchengemeinden: Eine neuapostolische, eine der VAC und eine der HAZG.

Weblinks

Verweise

  1. http://www.apostolisch.ch/index.php?module=PostWrap&page=pages/Gemeinden/index.html
  2. http://www.apostolisch.ch/index.php?name=News&file=article&sid=273
  3. http://www.apgen.nl/gemeenschappen/mondiaal/zurich2/