Apostolische Gemeinschaft - Kirche Zwickau

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Kirche Zwickau Straßenansicht
Kirche Zwickau Hofansicht
Kirche Zwickau innen
Kirche Zwickau Orgel

Das Kirchengebäude der Apostolischen Gemeinde Zwickau steht auf der Kreisigstraße 3 im Zwickauer Stadtzentrum.

Nach der Trennung der Reformiert-apostolischen Gemeinde von der Neuapostolischen Kirche im Jahre 1921 konnte auch die bisherige Kirche nicht mehr genutzt werden. Die Gemeinde kam von 1921 bis 1929 in verschiedenen Räumlichkeiten in Zwickau zusammen.

Im Jahre 1932 stand die Eben-Ezer-Kirche der Bischöflichen Methodistenkirche zum Verkauf. Am 25. Oktober 1932 wurde die ehemalige Kapelle an die Reformiert-Apostolische Gemeinde notariell für RM 40.000,00 verkauft. Der RAG konnte auf den ursprünglichen Kaufpreis noch einen Nachlass von RM 4.000 erreichen. Das Anwesen besteht aus einem Vorderwohnhaus mit vier Mietwohnungen und einer freistehenden Kapelle im Hof. Die Wohnungen waren an Mitglieder der Methodistengemeinde vermietet und die Apostel hatten beschlossen, diese Mietverhältnisse nicht zu kündigen. Die Kirche hatte über ein Jahr leergestanden und es waren gründliche Renovierungen nötig. Im Erdgeschoss der Kapelle wurde eine Hausmeisterwohnung neu eingerichtet. Mit dem Erwerb dieses Gebäudes erhielt die Zwickauer Gemeinde nach 11 Jahren wieder ein eigenes Gebäude. Die Einweihung fand am 5. Februar 1933 statt. Der Bundesvorsitzende Carl August Brückner war verhindert und hatte die Einweihung Apostel Max Ecke übertragen. Der für Zwickau zuständige Apostel Alwin Ostermann sowie der Vorsteher Hugo Georgi und weitere Amtsträger der Evangelisch-Methodistischen Kirche waren ebenfalls anwesend. Die Kirchenweihe stand unter dem Bibelwort aus Hesekiel 43, 5-8. Es wurde ein spezieller Weihsegen gesprochen.[1]

In den Jahren 1950-60 wurde die Kirche mit den bescheidenen Mitteln in der DDR umfangreich renoviert und modernisiert. Im Februar 1981 wurde die neue Böhm-Orgel durch Apostel Rudolf Ludwig in einem Festgottesdienst geweiht. Die Orgel besitzt 600 Pfeifen, 8 Register und 1 Manual. Ab 1990 wurde dann durch finanzielle Unterstützung der westdeutschen Gemeinden und der städtischen Denkmalbehörden eine komplette Sanierung möglich, die erst 2004 abgeschlossen wurde.

Das Grundstück der Kirche wurde am 12. März 1884 von der Methodistischen Kirche gekauft und kurz darauf bebaut. Im Jahre 1889 wurden seitliche Emporen für 150 Gottesdienstbesucher eingezogen. 1928 begann die methodistische Gemeinde mitten in der Weltwirtschaftskrise mit den Planungen für einen Neubau, die Friedenskirche, auf der Lessingstraße, der 1931 vollendet werden konnte. Am 14. Mai 1931 erfolgte die Einweihung.

Quellen


  1. Reformiert-apostolische Botschaft, 39. Jahrgang Nr. 7, 1. April 1933, Bericht über die Weihe der Bundeskapelle zu Zwickau, S. 49-57