Carmen Jäger

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Carmen Jäger (* 1987 oder 1988 in Gelsenkirchen) ist eine deutsche evangelische Theologin und Pfarrerin der Evangelischen Kirche von Westfalen. Sie wurde durch ihre theologische Arbeit innerhalb der Neuapostolischen Kirche, in der sie aufwuchs, sowie ihren späteren Wechsel in den landeskirchlichen Dienst bekannt.

Biografie und Ausbildung

Jäger wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach einem fünfsemestrigen Studium der Humanmedizin an der Ruhr-Universität Bochum wechselte sie zur Evangelischen Theologie. Während ihres Studiums spezialisierte sie sich auf Alte Sprachen und lernte ihren Ehemann, den Theologen Teemu Schulz, kennen. Nach verschiedenen beruflichen Orientierungsphasen entschied sie sich infolge eines Gemeindepraktikums für das Pfarramt.

Wirken in der Neuapostolischen Kirche

Vor ihrem Übertritt zur Landeskirche war Jäger seit ca. 2011 als Theologiestudentin eine prägende Figur in der theologischen Bildungsarbeit der NAK Westdeutschland:

Wissenschaftliche Fortbildungen: Gemeinsam mit dem Theologen Dr. Reinhard Kiefer leitete sie die „Seminarreihe Theologie“ [1]. Zu Themen wie der Entstehung des biblischen Kanons [2], den Psalmen und den Wundererzählungen vermittelte sie historisch-kritische Methoden an Amtsträger und Mitglieder.

Jugendarbeit: Ebenso war sie in der Jugendarbeit der NAK aktiv, so z.B. mit dem Vortrag „Die zehn größten Irrtümer der Genesis“ [3].

Kirchenpolitisches Engagement: Als Vorstandsmitglied des Vereins Regenbogen-NAK setzte sie sich für die Akzeptanz von LGBTQ+-Personen innerhalb der NAK ein [4].

Dienst in der Evangelischen Kirche

Im September 2022 begann Jäger ihr Vikariat in der Kirchengemeinde Raumland [5] unter Mentorin Berit Nolting. Seit dem 1. Oktober 2024 ist sie in der Kirchengemeinde Banfetal (Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein) tätig [6]. Am 12. Oktober 2025 wurde sie in der Kirche in Fischelbach offiziell ordiniert [7].

Theologisches Profil

Jägers Arbeit zeichnet sich durch eine moderne, oft provokante Predigtsprache und eine große Volksnähe aus. Sie plädiert für eine „Kirche im Aufbruch“, die Krisen ehrlich benennt und neue Formate wie die Kirche Kunterbunt [8] nutzt, um Menschen außerhalb klassischer Strukturen zu erreichen.