Karl Hartmann: Unterschied zwischen den Versionen

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==Biografie==
==Biografie==
Bezirksapostel Hartmann wurde in eine evangelisch-reformiert gläubige Familie geboren. Nach Abbruch einer kaufmännischen Lehre ging er für eine erneute Ausbildung nach Iserlohn. Dort schloss er sich dem "Christlichen Verein junger Männer" an. In diesem Verein wurde von einer [[Krankenheilung]] in der apostolischen Gemeinde berichtet. 1890 besuchte er erstmals die [[apostolische Gemeinde]]. Der Gottesdienst fand in der Wohnung des späteren Apostels [[Ernst Heinrich Bornemann]] statt. Am 7. November 1890 ließ er sich von Apostel Menkhoff versiegeln.
Bezirksapostel Hartmann wurde in eine evangelisch-reformiert gläubige Familie geboren. Nach Abbruch einer kaufmännischen Lehre ging er für eine erneute Ausbildung nach Iserlohn, wo sich zu dieser Zeit die einzige - noch kleine - neuapostolische Gemeinde im weitern Umkreis befand.<ref>Wächterstimme 1950, S. 146</ref>
Dort schloss er sich dem "Christlichen Verein junger Männer" an. In diesem Verein wurde von einer [[Krankenheilung]] in der apostolischen Gemeinde berichtet. 1890 besuchte er erstmals die [[apostolische Gemeinde]]. Der Gottesdienst fand in der Wohnung des späteren Apostels [[Ernst Heinrich Bornemann]] statt. Am 9. November 1890 wurde er bei einem Besuch von Apostel Menkhoff in Iserlohn versiegelt.<ref>Wächterstimme 1950, S. 147</ref>


Aus Krankheitsgründen ging Hartmann 1892 wieder zurück nach Barmen und nahm eine Stellung in Elberfeld an. Ein Jahr später, 1893, zog er nach Düsseldorf. Dort war er eines der ersten Mitglieder der apostolischen Gemeinde, die bis zu seinem Weggang 1899 auf 200 Mitglieder angewachsen war. In Düsseldorf lernte er auch seine spätere Frau Berta Terjung kennen, die er am 22. November 1899 heiratete.
Aus Krankheitsgründen ging Hartmann 1892 wieder zurück nach Barmen und nahm eine Stellung in Elberfeld an. Ein Jahr später, 1893, zog er nach Düsseldorf. Dort war er eines der ersten Mitglieder der apostolischen Gemeinde, die bis zu seinem Weggang 1899 auf 200 Mitglieder angewachsen war. 1897 wurde er dort als Unterdiakon eingesetzt.<ref>Wächterstimme 1950, S. 147</ref>  In Düsseldorf lernte er auch seine spätere Frau Berta Terjung kennen, die er am 22. November 1899 heiratete.


Er zog nach Dortmund und empfing dort 1899 das Priesteramt. Aus beruflichen Gründen zog die Familie 1903 nach Hagen i.W.. 1908 wurde er zum Bezirksevangelisten ordiniert und zog 1911 nach Karlsruhe.
Er zog nach Dortmund und empfing dort am 11. November 1899 das Priesteramt.<ref>Wächterstimme 1950, S. 147</ref>
Aus beruflichen Gründen zog die Familie 1903 nach Hagen i.W.. 1908 wurde er zum Bezirksevangelisten ordiniert und zog im Herbst 1911 auf Wunsch seiner Firma nach Karlsruhe, wo er am 12. August 1913 zum Bezirksältesten berufen wurde.<ref>Wächterstimme 1950, S. 147</ref>


Vorsteher in Karlsruhe war der Gemeindeälteste Bansbach. 1913 empfing Hartmann das Bezirksältestenamt und 1916 das Bischofsamt. 1922 wurde er Apostel und 1924 in Bielefeld Bezirksapostel für den neu gegründeten [[Apostelbezirk Karlsruhe]].
Vorsteher in Karlsruhe war der Gemeindeälteste Bansbach. Am 8. Oktober 1916 wurde Apostel [[Johann Gottfried Bischoff]] zum Heeresdienst eingezogen und Stammapostel Niehaus betraute daher am 22. Oktober 1916 Hartmann in Frankfurt mit dem Bischofsamt. Am 2. Juli 1922 wurde er als Hilfsapostel für den inzwischen als Stammapostelhelfer wirkenden J.G. Bischoff eingesetzt.<ref>Wächterstimme 1950, S. 147</ref> 
Das Wachstum des Apostelbezirks Frankfurt veranlasste Stammapostel Niehaus im Juli 1924 dazu, Württemberg, Bayern, Baden und die Pfalz von diesem abzutrennen und zu eigenständigen Apostelbezirken zu machen. Am 28. Juli 1924 wurde Karl Hartmann in Bielefeld als Bezirksapostel für die neu gegründeten [[Apostelbezirk Karlsruhe|Bezirke Baden und Pfalz]] und [[Karl Gutbrod]] für Württemberg und Bayern eingesetzt.<ref>Wächterstimme 1950, S. 147</ref>


1950 erkrankte Bezirksapostel Hartmann schwer und starb während eines Erholungsaufenthaltes in der Schweiz. Die Trauerfeier hielt Stammapostelhelfer Kuhlen. Im Vorfeld hatte es Versuche von [[Friedrich Bischoff]] und [[Gottfried Rockenfelder]] gegeben, das zu verhindern und stattdessen Apostel [[Georg Schall]] die Beerdigung halten zu lassen.
1950 erkrankte Bezirksapostel Hartmann schwer und starb während eines Erholungsaufenthaltes in der Schweiz. Die Trauerfeier hielt [[Stammapostelhelfer]] [[Peter Kuhlen]] mit mehreren Tausend Geschwistern auf dem Friedhof in Karlsruhe.<ref>Wächterstimme 1950, S. 146</ref>  Im Vorfeld hatte es Versuche von [[Friedrich Bischoff]] und [[Gottfried Rockenfelder]] gegeben, das zu verhindern und stattdessen Apostel [[Georg Schall]] die Beerdigung halten zu lassen. Dieser war anwesend und übergab den Sarg am Grab.<ref>Wächterstimme 1950, S. 146</ref>


==Ordinationen==
==Ordinationen==
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Aktuelle Version vom 4. Juni 2026, 11:05 Uhr

Autogrammkarte Karl Hartmann

'Karl Hartmann (* 17. Februar 1873 in Barmen-Wichlinghausen; † 29. August 1950 in der Schweiz) war Bezirksapostel der Neuapostolischen Kirche.

Biografie

Bezirksapostel Hartmann wurde in eine evangelisch-reformiert gläubige Familie geboren. Nach Abbruch einer kaufmännischen Lehre ging er für eine erneute Ausbildung nach Iserlohn, wo sich zu dieser Zeit die einzige - noch kleine - neuapostolische Gemeinde im weitern Umkreis befand.[1] Dort schloss er sich dem "Christlichen Verein junger Männer" an. In diesem Verein wurde von einer Krankenheilung in der apostolischen Gemeinde berichtet. 1890 besuchte er erstmals die apostolische Gemeinde. Der Gottesdienst fand in der Wohnung des späteren Apostels Ernst Heinrich Bornemann statt. Am 9. November 1890 wurde er bei einem Besuch von Apostel Menkhoff in Iserlohn versiegelt.[2]

Aus Krankheitsgründen ging Hartmann 1892 wieder zurück nach Barmen und nahm eine Stellung in Elberfeld an. Ein Jahr später, 1893, zog er nach Düsseldorf. Dort war er eines der ersten Mitglieder der apostolischen Gemeinde, die bis zu seinem Weggang 1899 auf 200 Mitglieder angewachsen war. 1897 wurde er dort als Unterdiakon eingesetzt.[3] In Düsseldorf lernte er auch seine spätere Frau Berta Terjung kennen, die er am 22. November 1899 heiratete.

Er zog nach Dortmund und empfing dort am 11. November 1899 das Priesteramt.[4] Aus beruflichen Gründen zog die Familie 1903 nach Hagen i.W.. 1908 wurde er zum Bezirksevangelisten ordiniert und zog im Herbst 1911 auf Wunsch seiner Firma nach Karlsruhe, wo er am 12. August 1913 zum Bezirksältesten berufen wurde.[5]

Vorsteher in Karlsruhe war der Gemeindeälteste Bansbach. Am 8. Oktober 1916 wurde Apostel Johann Gottfried Bischoff zum Heeresdienst eingezogen und Stammapostel Niehaus betraute daher am 22. Oktober 1916 Hartmann in Frankfurt mit dem Bischofsamt. Am 2. Juli 1922 wurde er als Hilfsapostel für den inzwischen als Stammapostelhelfer wirkenden J.G. Bischoff eingesetzt.[6] Das Wachstum des Apostelbezirks Frankfurt veranlasste Stammapostel Niehaus im Juli 1924 dazu, Württemberg, Bayern, Baden und die Pfalz von diesem abzutrennen und zu eigenständigen Apostelbezirken zu machen. Am 28. Juli 1924 wurde Karl Hartmann in Bielefeld als Bezirksapostel für die neu gegründeten Bezirke Baden und Pfalz und Karl Gutbrod für Württemberg und Bayern eingesetzt.[7]

1950 erkrankte Bezirksapostel Hartmann schwer und starb während eines Erholungsaufenthaltes in der Schweiz. Die Trauerfeier hielt Stammapostelhelfer Peter Kuhlen mit mehreren Tausend Geschwistern auf dem Friedhof in Karlsruhe.[8] Im Vorfeld hatte es Versuche von Friedrich Bischoff und Gottfried Rockenfelder gegeben, das zu verhindern und stattdessen Apostel Georg Schall die Beerdigung halten zu lassen. Dieser war anwesend und übergab den Sarg am Grab.[9]

Ordinationen


Vorgänger Amt Nachfolger
- Bezirksapostel für Baden und die Pfalz

(Gegr. 1924)
1924-1950

Friedrich Hahn
  1. Wächterstimme 1950, S. 146
  2. Wächterstimme 1950, S. 147
  3. Wächterstimme 1950, S. 147
  4. Wächterstimme 1950, S. 147
  5. Wächterstimme 1950, S. 147
  6. Wächterstimme 1950, S. 147
  7. Wächterstimme 1950, S. 147
  8. Wächterstimme 1950, S. 146
  9. Wächterstimme 1950, S. 146