Tilo Wolff
Tilo Wolff (* 10. Juli 1972 in Frankfurt am Main) ist ein deutsch-schweizerischer Musiker, Komponist und Herausgeber sowie ein prominenter Amtsträger der Neuapostolischen Kirche in der Schweiz. Er erlangte internationale Bekanntheit als Kopf des Duos Lacrimosa [1].
Musikalische Karriere
Wolff gründete 1990 das Projekt Lacrimosa, das als Pionier des „Symphonic Gothic“ gilt. Die Band verbindet orchestrale Arrangements mit Dark-Wave- und Metal-Elementen. Er ist Gründer des Labels Hall of Sermon, das ihm seit 1991 künstlerische Autonomie ermöglicht.
Lacrimosa zählt zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Musikexporten im Bereich der Alternative-Szene, mit einer besonders starken Anhängerschaft in Lateinamerika und Asien. 2004 gründete er zudem die Rockband Snakeskin [2].
Kirchliches Wirken und Ämter
Tilo Wolff ist aktives Mitglied der Neuapostolischen Kirche und engagiert sich seit Jahrzehnten in der Gemeindearbeit. Sein Werdegang in der kirchlichen Hierarchie ist durch eine stetige Übernahme von Verantwortung geprägt:
Ordination zum Diakon: 2011 erfolgte die Einsetzung in das erste geistliche Amt.
Ordination zum Priester: Am 23. August 2015 wurde Wolff durch Bezirksapostel Markus Fehlbaum zum Priester ordiniert [3].
Beauftragung als Gemeindevorsteher: Am 30. März 2018 (Karfreitag) übernahm er die Leitung der Gemeinde Riehen (Kanton Basel-Stadt) als Vorsteher [4].
Bedeutung und Identität
Wolff gilt als eine der profiliertesten Persönlichkeiten der NAK, da er das Spannungsfeld zwischen der „schwarzen Szene“ (Gothic) und einem konservativen kirchlichen Amt öffentlich thematisiert.
Er tritt als Brückenbauer auf, der Individualität und religiöse Bindung als vereinbar darstellt. Beim Internationalen Jugendtag (IJT) 2019 fungierte er als Botschafter der Kirche und betonte die Bedeutung von Toleranz und Authentizität im Glaubensleben [5].
