Das Nullchen: Unterschied zwischen den Versionen

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Bis in die 80er Jahre hinein wurde in der NAK in den Predigten ein Frauenbild vertreten, das – sagen wir – schon damals unzeitgemäß war. Auch (Bezirks-) Apostel brachten zur Veranschaulichung des erwünschten Verhältnisses von Mann und Frau gerne den Vergleich mit der „0“ und der „1“. Natürlich war die Frau die „0“ und der Mann die „1“. Und nur dann, wenn die „1“ vorne steht und die „0“ hinten, ergäbe sich in der Ehe ein Mehrwert…
Bis in die 80er Jahre hinein wurde in der NAK in den Predigten ein '''Frauenbild''' vertreten, das – sagen wir – schon damals unzeitgemäß war. Auch (Bezirks-) Apostel brachten zur Veranschaulichung des erwünschten Verhältnisses von Mann und Frau gerne den Vergleich mit der „0“ und der „1“. Natürlich war die Frau die „0“ und der Mann die „1“. Und nur dann, wenn die „1“ vorne steht und die „0“ hinten, ergäbe sich in der Ehe ein Mehrwert…


Dass man auch nicht von „Ehefrauen“ oder „Partnerinnen“, sondern von den „Gehilfinnen“ (gerne auch Gehülfinnen), war da nur folgerichtig…
Dass man auch nicht von „'''Ehefrauen'''“ oder „'''Partnerinnen'''“, sondern von den „'''Gehilfinnen'''“ (gerne auch Gehülfinnen), war da nur folgerichtig…


Natürlich machen die gesellschaftlichen Fortschritte auch vor der NAK-Kirchentür nicht halt und so kann man sagen, dass das alles Schnee von gestern ist. Woher aber kommt dieser „nette Vergleich“ mit der „0“ und er „1“? Ich vermute aus der  Neuapostolische Rundschau von 1912:   
Natürlich machen die gesellschaftlichen Fortschritte auch vor der NAK-Kirchentür nicht halt und so kann man sagen, dass das alles Schnee von gestern ist. Woher aber kommt dieser „nette Vergleich“ mit der „0“ und er „1“? Ich vermute aus der  '''Neuapostolische Rundschau von 1912''':   
    
    


Das Nullchen
'''Das Nullchen'''


Wie oft geschieht es in der Welt,
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und beider Wert wird dann gering.
und beider Wert wird dann gering.


(aus: Neuapostolische Rundschau 1912, Nr. 7, S. 40)
(aus: ''Neuapostolische Rundschau 1912, Nr. 7, S. 40'')

Version vom 24. Januar 2026, 22:37 Uhr

Bis in die 80er Jahre hinein wurde in der NAK in den Predigten ein Frauenbild vertreten, das – sagen wir – schon damals unzeitgemäß war. Auch (Bezirks-) Apostel brachten zur Veranschaulichung des erwünschten Verhältnisses von Mann und Frau gerne den Vergleich mit der „0“ und der „1“. Natürlich war die Frau die „0“ und der Mann die „1“. Und nur dann, wenn die „1“ vorne steht und die „0“ hinten, ergäbe sich in der Ehe ein Mehrwert…

Dass man auch nicht von „Ehefrauen“ oder „Partnerinnen“, sondern von den „Gehilfinnen“ (gerne auch Gehülfinnen), war da nur folgerichtig…

Natürlich machen die gesellschaftlichen Fortschritte auch vor der NAK-Kirchentür nicht halt und so kann man sagen, dass das alles Schnee von gestern ist. Woher aber kommt dieser „nette Vergleich“ mit der „0“ und er „1“? Ich vermute aus der Neuapostolische Rundschau von 1912:


Das Nullchen

Wie oft geschieht es in der Welt, dass man als Null die Frauen zählt. Gar viele schätzen sie gering, denn „Null“ ist ein gar wertlos Ding.

Es geht auf dieser Lebensbahn als Nummer Eins der Mann voran, im Sturmgetös, beim Sonnenschein, die Null folgt immer hinterdrein.

Doch seid nur still und seht es ein, der Wert der Null ist doch nicht klein; steht sie nur auf dem rechten Platz, so ist die Null ein großer Schatz.

Eins ist der Mann und Null das Weib, ich sag’s nur so zum Zeitvertreib. Eins ist nicht viel, doch sollst du sehn: Ein Nullchen dran, sie bilden zehn.

Die Null hat Nummer Eins erhöht, weil sie hübsch hinterm Einer steht; doch möcht das Nullchen vorne sein: Und stünd‘ der Einer hinterdrein, so gibt es ein verkehrtes Ding und beider Wert wird dann gering.

(aus: Neuapostolische Rundschau 1912, Nr. 7, S. 40)