Das Nullchen: Unterschied zwischen den Versionen
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Dass man auch nicht von „'''Ehefrauen'''“ oder „'''Partnerinnen'''“, sondern von den „'''Gehilfinnen'''“ (gerne auch Gehülfinnen) sprach, war da nur folgerichtig… | Dass man auch nicht von „'''Ehefrauen'''“ oder „'''Partnerinnen'''“, sondern von den „'''Gehilfinnen'''“ (gerne auch Gehülfinnen) sprach, war da nur folgerichtig… | ||
Natürlich | Natürlich machten die gesellschaftlichen Fortschritte auch vor der NAK-Kirchentür nicht halt und so kann man sagen, dass das alles Schnee von gestern ist. Woher aber kommt dieser „nette Vergleich“ mit der „0“ und er „1“? Ich vermute aus der '''Neuapostolische Rundschau von 1912''': | ||
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Wie oft geschieht es in der Welt, | Wie oft geschieht es in der Welt, | ||
dass man als Null die Frauen zählt. | dass man als Null die Frauen zählt. | ||
Gar viele schätzen sie gering, | Gar viele schätzen sie gering, | ||
denn „Null“ ist ein gar wertlos Ding. | denn „Null“ ist ein gar wertlos Ding. | ||
Es geht auf dieser Lebensbahn | Es geht auf dieser Lebensbahn | ||
als Nummer Eins der Mann voran, | als Nummer Eins der Mann voran, | ||
im Sturmgetös, beim Sonnenschein, | im Sturmgetös, beim Sonnenschein, | ||
die Null folgt immer hinterdrein. | die Null folgt immer hinterdrein. | ||
Doch seid nur still und seht es ein, | Doch seid nur still und seht es ein, | ||
der Wert der Null ist doch nicht klein; | der Wert der Null ist doch nicht klein; | ||
steht sie nur auf dem rechten Platz, | steht sie nur auf dem rechten Platz, | ||
so ist die Null ein großer Schatz. | so ist die Null ein großer Schatz. | ||
Eins ist der Mann und Null das Weib, | Eins ist der Mann und Null das Weib, | ||
ich sag’s nur so zum Zeitvertreib. | ich sag’s nur so zum Zeitvertreib. | ||
Eins ist nicht viel, doch sollst du sehn: | Eins ist nicht viel, doch sollst du sehn: | ||
Ein Nullchen dran, sie bilden zehn. | Ein Nullchen dran, sie bilden zehn. | ||
Die Null hat Nummer Eins erhöht, | Die Null hat Nummer Eins erhöht, | ||
weil sie hübsch hinterm Einer steht; | weil sie hübsch hinterm Einer steht; | ||
doch möcht das Nullchen vorne sein: | doch möcht das Nullchen vorne sein: | ||
Und stünd‘ der Einer hinterdrein, | Und stünd‘ der Einer hinterdrein, | ||
so gibt es ein verkehrtes Ding | so gibt es ein verkehrtes Ding | ||
und beider Wert wird dann gering. | und beider Wert wird dann gering. | ||
(aus: ''Neuapostolische Rundschau 1912, Nr. 7, S. 40'') | (aus: ''Neuapostolische Rundschau 1912, Nr. 7, S. 40'') | ||
[[Kategorie: Frauen in der Kirche]] | |||
Aktuelle Version vom 31. Januar 2026, 21:06 Uhr
Bis in die 80er Jahre hinein wurde in den NAK-Predigten ein Frauenbild vertreten, das – sagen wir – schon damals unzeitgemäß war. Auch (Bezirks-) Apostel brachten zur Veranschaulichung des erwünschten Verhältnisses von Mann und Frau gerne den Vergleich mit der „0“ und der „1“. Natürlich war die Frau die „0“ und der Mann die „1“. Und nur dann, wenn die „1“ vorne steht und die „0“ hinten, ergäbe sich in der Ehe ein Mehrwert…
Dass man auch nicht von „Ehefrauen“ oder „Partnerinnen“, sondern von den „Gehilfinnen“ (gerne auch Gehülfinnen) sprach, war da nur folgerichtig…
Natürlich machten die gesellschaftlichen Fortschritte auch vor der NAK-Kirchentür nicht halt und so kann man sagen, dass das alles Schnee von gestern ist. Woher aber kommt dieser „nette Vergleich“ mit der „0“ und er „1“? Ich vermute aus der Neuapostolische Rundschau von 1912:
Das Nullchen
Wie oft geschieht es in der Welt,
dass man als Null die Frauen zählt.
Gar viele schätzen sie gering,
denn „Null“ ist ein gar wertlos Ding.
Es geht auf dieser Lebensbahn
als Nummer Eins der Mann voran,
im Sturmgetös, beim Sonnenschein,
die Null folgt immer hinterdrein.
Doch seid nur still und seht es ein,
der Wert der Null ist doch nicht klein;
steht sie nur auf dem rechten Platz,
so ist die Null ein großer Schatz.
Eins ist der Mann und Null das Weib,
ich sag’s nur so zum Zeitvertreib.
Eins ist nicht viel, doch sollst du sehn:
Ein Nullchen dran, sie bilden zehn.
Die Null hat Nummer Eins erhöht,
weil sie hübsch hinterm Einer steht;
doch möcht das Nullchen vorne sein:
Und stünd‘ der Einer hinterdrein,
so gibt es ein verkehrtes Ding
und beider Wert wird dann gering.
(aus: Neuapostolische Rundschau 1912, Nr. 7, S. 40)
