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Entschlafenenwesen

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== Geschichte ==
Erstmals eine besondere Bedeutung erhielt das Entschlafenenwesen für die [[Neuapostolische Kirche]] im Jahr 1874. Apostel [[Friedrich Wilhelm Schwarz]] führte damals mehrere Änderungen in [[Lehre]] und [[Liturgie]] ein, darunter auch die [[Sakrament]]spendung an Entschlafene, nachdem er lange Bibelsitzungen abgehalten hatte und über die Möglichkeit der Errettung eines todgeborenen Kindes von apostolischen Eltern nachdachte<ref>Dominik Schmolz, kleine Geschichte der Neuapostolischen Kirche, 2016 (vierte Auflage), Seite 34; vgl. MÜLLER(-BAHR), Sebastian (2009)</ref>. Die erste schriftliche Erwähnung einer Entschlafenenversiegelung wird in der Kirchenzeitschrift "De Zevende Bazuin" Nr. 14 vom Dezember 1897 mit 360 versiegelten Entschlafenen gemacht.
Zwar glaubte die junge apostolische Gemeinschaft (damals [[Allgemeine christliche apostolische Mission]] bzw. [[Apostolische Zending]]) schon vorher an Wirkung von Gebeten für Entschlafene, jedoch wurde die erste [[Sakrament|Sakramentspendung]] erst am [[Himmelfahrt]]stag 1874 für das o.g. Kind durchgeführt. Wenige Tage später kam in einem Gottesdienst eine sogenannte
Zum Entschlafenenwesen erschienen von Seiten der Kirche drei schriftliche Werke: ''Der Jenseitsglaube der neuapostolischen Christen, 2004'', ''[[Das Leben nach dem Tode]], 1938'' und ''Lichtblicke ins Jenseits''.
Am 28. Juli [[1916 ]] unternahm Stammapostel [[Hermann Niehaus |Niehaus]] während eines Gottesdienstes in Bielefeld, anlässlich einer Apostelversammlung, eine „Amtseinsetzung“ für neuapostolische Christen im Jenseits. <ref>Dominik Scholz, kleine Geschichte der Neuapostolischen Kirche (4. Auflage), 2016, Seite 59</ref> Dies wird auch von der heutigen Führung der Neuapostolischen Kirche als äußerst kontrovers angesehen und abgelehnt.
Die Sakramentsspendung wurde dann auch von den Stammaposteln Krebs und Niehaus weitergeführt. Niehaus feierte einen Entschlafenengottesdienst jeweils am zweiten Weihnachtstag. [[Johann Gottfried Bischoff|Stammapostel Bischoff]] legte diesen Tag ab 1950 auf den ersten Sonntag im November. 1952 wurde er im Rahmen der [[Botschaft]] auf den 6. Juli 1952 vorverlegt, weil die Wiederkunft Christi noch vor November erwartet wurde. <ref>Parzich, Wilhelm in: Sondernummer Feb./März 1972 </ref>Als diese jedoch ausblieb, wurden drei jährliche Termine, jeweils am ersten Sonntag im März, Juli und November, eingerichtet, die bis heute gelten. Am Mittwochabend zuvor sollten Erlebnisse und Glaubenserfahrungen zu diesem Thema vorgelesen werden.<ref>[http://www.nak-badragaz.ch/kiefer_wasglauben.php#entschlafenenwesen NAK Bad Ragaz]</ref> Heute wird dies zwar auch noch getan, was natürlich vom Dienstleiter abhängt, jedoch am Sonntag zuvor, der heute allgemein als Vorbereitungstag gilt.
Daraus schließt die Neuapostolische Kirche, dass diese beiden „Seelenspeisen“ auch Tote erfahren können, beziehungsweise, müssen.
Also vollziehen der [[Stammapostel]], die Bezirksapostel, oder unter Umständen beauftragte [[Apostel]], das [[Sakrament]] des Heiligen Abendmahls an zwei Amtsträger für die verlangenden Seelen im Jenseits,
wodurch auch diese Heil und Gemeinschaft mit allen Gläubigen und mit [[Jesus Christus]] erlangen sollen.
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