Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen''' ist ein Verwaltungsbezirk der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]], der den Großteil Nordrhein-Westfalens (ohne Siegen und Siegerland) und Teile des nordwestlichen Niedersachsens umfasst. Sie ist nach Mitgliedern die zweitgrößte [[Gebietskirche]] in [[Deutschland]] und in Europa.
 
Die '''Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen''' ist ein Verwaltungsbezirk der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]], der den Großteil Nordrhein-Westfalens (ohne Siegen und Siegerland) und Teile des nordwestlichen Niedersachsens umfasst. Sie ist nach Mitgliedern die zweitgrößte [[Gebietskirche]] in [[Deutschland]] und in Europa.
  
Weiterhin werden auch Albanien, [[Angola]], Afghanistan, Armenien, Aserbaidschan, Französisch Guinea, Georgien, Guadeloupe, Kapverdische Inseln, Kosovo, Lettland, Litauen, Martinique, Osttimor, Portugal, Sao Tomé und Principé von der Gebietskirche aus betreut.
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Weiterhin werden auch [[Albanien]], [[Angola]], Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Guinea-Bissau, Kap Verde, Karibik, Kosovo, Lettland, Litauen, Malta, Niederl. Antillen, Niederlande, Osttimor, Portugal, Sao Tomé Principé und Suriname von der Gebietskirche aus betreut (Stand: 2015).
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Seit Februar 2015 ist im mitgliederstarken Angola der Bezirksapostelhelfer [[João Uanuque Misselo]] tätig.
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==

Version vom 30. März 2016, 12:23 Uhr

Bezirksapostel: Rainer Storck
weitere Apostel: Wilhelm Hoyer (Bereich NRW-West)
Franz Wilhelm Otten (Bereich NRW-Süd)
Walter Schorr (Bereich NRW-Nord)
Wolfgang Schug (Bereich NRW-Ost)
Sitz der Gebietskirche: Dortmund
gegründet: 1872
Unterbezirke: 32
Gemeinden im Kernland NRW: 354 (2015)
Gemeinden im Ausland: 3.236 (2015)
Mitglieder im Kernland NRW: 84.202 (2015)
Mitglieder im Ausland: 346.207 (2015)
Mitglieder gesamt: 430.409 (2015)
Website: www.nak-nrw.de

Die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen ist ein Verwaltungsbezirk der Neuapostolischen Kirche, der den Großteil Nordrhein-Westfalens (ohne Siegen und Siegerland) und Teile des nordwestlichen Niedersachsens umfasst. Sie ist nach Mitgliedern die zweitgrößte Gebietskirche in Deutschland und in Europa.

Weiterhin werden auch Albanien, Angola, Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Guinea-Bissau, Kap Verde, Karibik, Kosovo, Lettland, Litauen, Malta, Niederl. Antillen, Niederlande, Osttimor, Portugal, Sao Tomé e Principé und Suriname von der Gebietskirche aus betreut (Stand: 2015). Seit Februar 2015 ist im mitgliederstarken Angola der Bezirksapostelhelfer João Uanuque Misselo tätig.

Geschichte

F.W. Menkhoff

Die Gebietskirche Nordrhein-Westfalen wurde bereits 1872 durch die Ordination des Apostel Menkhoff zu einer eigenen Gebietskirche. Friedrich Wilhelm Menkhoff war hier ab 1867 im Auftrag der niederländischen Apostolischen Zending unter Apostel Friedrich Wilhelm Schwarz als Sendungs-Evangelist und später als Engel tätig und hatte etliche Gemeinden gegründet, vor allem im Raum Bielefeld.

Hermann Niehaus: Gemälde in der NAK Quelle

Im Laufe der Jahren entstanden von Bielefeld ausgehend in Westfalen und im Ruhrgebiet neuapostolische Gemeinden. Auch im Rheinland entstanden ab 1890 neuapostolische Gemeinden. Nach 1905 entwickelte sich das ostwestfälische Quelle zu einem Zentrum des neuapostolischen Glaubens, der nunmehrige Stammapostel Niehaus hatte dort seinen Wohnort und auch die Verwaltung der weltweiten Neuapostolischen Kirche war hier angesiedelt.

Walter Schmidt (1891-1981)

Aufgrund des starken Wachstums der Kirche auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen wurde die Gebietskirche in zwei Gebietskirchen geteilt. Ab etwa 1920 gab es einen Apostelbezirk Düsseldorf, der zunächst von Apostel Paul Dach geleitet wurde. Daneben bestand der Apostelbezirk Bielefeld bzw. später der Apostelbezirk Dortmund.. Um 1922 wurden die einzelnen Gebietskirchen als Vereine registriert. 1951 wurde die Neuapostolische Kirche in Nordrhein-Westfalen als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt.

Bezirksapostel Emil Schiwy

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg ließen den weiteren Ausbau der Neuapostolischen Kirche in Nordrhein-Westfalen stagnieren. Bei Luftangriffen in den Kriegsjahren wurden viele Kirchen auf dem Gebiet der Gebietskirche zerstört und mussten nach 1945 wieder aufgebaut werden. Durch Flucht und Vertreibung kamen viele Menschen neuapostolischen Glaubens aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten nach Nordrhein-Westfalen. Ebenso fanden in den Nachkriegsjahren viele Menschen, die nach den schrecklichen Ereignissen der vergangenen Jahre auf der Sinnsuche waren, den Weg in die Neuapostolische Kirche, so dass die Kirche in dieser Zeit stark wuchs.

Der große Zustrom neuer Mitglieder erforderte ein umfangreiches Kirchenbauprogramm in den 1960er und 1970er Jahren.

In Folge der sog. Botschaft des Stammapostels Bischoff und davon abweichender Auffassungen der Apostel des Düsseldorfer Bezirks Peter Kuhlen, Ernst Dunkmann und Siegfried Dehmel, kam es zu Spannungen innerhalb der neuapostolischen Gebietskirche des Rheinlandes und schließlich 1955 zu einem Ausschluss der Düsseldorfer Apostel aus der Neuapostolischen Kirche. Im Rahmen dieses Ausschlusses spalteten sich viele Gemeinden des Rheinlandes und es kam zur Gründung der Apostolischen Gemeinschaft. Wegen der Spaltung hatte die Neuapostolische Kirche dort einen starken Mitgliederschwund zu verzeichnen und wurde als selbstständige Gebietskirche aufgelöst und dem damaligen Apostelbezirk Dortmund angegliedert. Somit fand die Gebietskirche NRW im Jahr 1955 ihre heutige Form.

Als 1960 der damalige Bezirksapostel Schmidt zum Stammapostelamt berufen wurde, wurde Dortmund auch bis 1975 Sitz der Neuapostolischen Kirche International.

Unter Bezirksapostel Hermann Engelauf wurde der Apostelbezirk Nordrhein-Westfalen im Jahre 1981 in die weltweite Missionstätigkeit der Neuapostolischen Kirche einbezogen. Ausgehend von Portugal folgten bald weitere portugiesischsprachige Länder wie Brasilien in Südamerika und Angola in Afrika. Nach der politischen Wende Anfang der 1990er Jahre kamen Russland sowie Länder auf dem Balkan und in Südostasien hinzu.

Von Anfang an beteiligte sich der heutige Bezirksapostel Armin Brinkmann intensiv an der Missionsarbeit. Insbesondere in Afrika hat er den Grundstein für viele Gemeinden gelegt. Heute leben dort weit mehr neuapostolische Christen als im Stammgebiet Nordrhein-Westfalen.

Bezirksapostel Hermann Engelauf
Apostel Horst Ehlebracht
Bezirksapostel Armin Brinkmann

Kurioses

Bei der Anerkennung der Neuapostolischen Kirche in Nordrhein-Westfalen im Jahr 1951 wurde zunächst darauf verzichtet, den zu dem Zeitpunkt bestehenden Trägerverein Neuapostolische Gemeinde Dortmund e.V. aufzulösen. Dies geschah vermutlich aus praktischen Gründen: Die NAK NRW bestand 1951 noch aus den beiden Gebietskirchen Rheinland und Westfalen, die jeweils in Vereinen organisiert waren. Während der Verein in Düsseldorf nach den oben beschriebenen Ereignissen aufgelöst wurde, wurde dies beim Dortmunder Verein unterlassen. Später geriet der Verein in Vergessenheit. Erst im Jahr 2010 wurde die Gebietskirche NRW auf den Verein aufmerksam und sorgte für eine Löschung aus dem Vereinsregister. Zu diesem Zeitpunkt war noch immer Walter Schmidt in Rummenohl der registrierte Vereinsvorsitzende.

Überregionale Einrichtungen

In Bielefeld findet sich eine neuapostolische Hostienbäckerei, die alle neuapostolischen Gemeinden Europas mit Hostien beliefert.

Dortmund ist der Sitz der neuapostolischen Hilfswerks NAK-karitativ. Website von NAK-karitativ

Ein weitere, bislang deutschlandweit einzigartige Einrichtung ist das neuapostolische Seniorenzentrum in Fröndenberg.

Bisherige Leitung der Gebietskirche/Apostel bzw. Bezirksapostel

Am 16. November 1926 wurde der Apostelbezirk Nordrhein-Westfalen in die Bezirke Westfalen und Rheinland aufgeteilt. Der Apostelbezirk Rheinland stand unter folgender Leitung:

Der Apostelbezirk Westfalen wurde geleitet von:

Im Januar 1955 wurden die Apostelbezirke Westfalen und Rheinland wieder vereinigt.

Weblinks

Siehe auch

Quellen