Albert Wigand

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Julius Wilhelm Albert Wigand (* 21. April 1821 in Treysa in Hessen; † 22. Oktober 1886 in Marburg) war ein bekannter Botaniker und katholisch-apostolisches Gemeindemitglied. Er ist der Vater von Paul Wigand und Bruder des evangelischen Pastors und katholisch-apostolischen Engels Friedrich Wigand. Er ist somit auch der Onkel des namensgleichen katholisch-apostolischen Physikers Albert Wigand. Bekannt sind seine zahlreichen Veröffentlichungen in denen er Darwins Evolutionstheorie widersprach und sich mit der Evolutionstheorie kritisch auseinandersetzte.

Wigand in der katholisch-apostolischen Gemeinde

Albert Wigand war ein Freund von Heinrich Wilhelm Josias Thiersch und schloss sich, wohl mit diesem zusammen 1848, den katholisch-apostolischen Gemeinden an. Er bekleidete jedoch niemals ein geistliches Amt in der KAG. Am 29. Februar 1849 empfing er in Marburg die apostolische Handauflegung.

Wissenschaftliches Wirken

Wigand erhielt 1846 die Doktorwürde in Jena und war danach Direktor für den Botanischen Garten und das pharmazeutische Institut in Marburg, wo er 1851 außerordentlicher und 1861 ordentlicher Professor wurde. Seine Forschungszweige waren Morphologie, Teratologie, Anatomie und Physiologie. Trotz einer Reihe von falschen Vermutungen war er in Fachkreisen angesehen, vor allem durch seine Werke: Grundlegung der Pflanzenteratologie (1850) und Eine Reihe von Beobachtungen an Bildungsabweichungen aus dem Pflanzenreich (1854). Als tiefgläubiger Christ widersprach er der Lehre Darwins und legte seine Sichtweise im Werk: Der Darwinismus und die Naturforschung Newton’s und Cuvier’s (3 Bände, 1874-77) dar.

Von Wigand, in der Literatur meist Albert Wigand genannt, stammen zahlreiche Erstbeschreibungen von Pilzen und Algen, so beschrieb er als erster den Schleimpilz Hemitrichia abietina (1863, als Trichia abietina) und die Kieselalge Cocconeis radiata. Ihm zu Ehren wurde eine andere Kieselalge Cocconeis wigandii genannt.

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