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	<title>APWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Festgottesdienst_in_Frankfurt_am_5._August_1951&amp;diff=32360</id>
		<title>Festgottesdienst in Frankfurt am 5. August 1951</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Festgottesdienst_in_Frankfurt_am_5._August_1951&amp;diff=32360"/>
		<updated>2026-06-16T15:38:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: Verlinkungen zugefügt, Korrektur&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Am 5. August 1951 fand in der Festhalle zu Frankfurt a.M. ein großer Gottesdienst in Anwesenheit aller Apostel aus Übersee, sowie der Apostel, Bischöfe und Bezirksvorsteher aus Europa statt. Es waren wohl über 14.000 Personen anwesend und der Gottesdienst wurde per Postfunkübertragung an weitere ca. 40.000 Zuhörer übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Gottesdienst leitete [[Stammapostel]] [[Johann Gottfried Bischoff]]. Zu Beginn des Gottesdienstes stellte der Stammapostel die Gäste vor:&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stammapostelhelfer [[Heinrich Franz Schlaphoff|Schlapphoff]] mit Frau (Südafrika)&lt;br /&gt;
*Apostel [[Arno Abicht|Abicht]] und Frau (Australien)&lt;br /&gt;
*Apostel [[John P. Fendt|Fendt]] und Frau (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
*Apostel [[Edmundo Glessmann|Glessmann]] (Argentinien)&lt;br /&gt;
*Apostel [[Ewald Hiby|Hiby]] und Frau (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
*Apostel [[Daniel Carel Smuts Malan|Malan]] und Frau (Südafrika)&lt;br /&gt;
*Apostel [[Gottfried Rüfenacht|Rufenacht]] und Frau (Uruguay)&lt;br /&gt;
*Apostel [[Brian Ernest de Vries|de Vries]] (Südafrika)&lt;br /&gt;
*Bischof [[Philippus Jacobus Erasmus|Erasmus]] (Südafrika)&lt;br /&gt;
*Ältester Busse (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
*Ältester [[Michael Kraus|Kraus]] und Frau (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
*Ältester [[Hendra Tansahsami|Tan Bian Sing]] (Indonesien)&lt;br /&gt;
*Ältester Sernatinger (Brasilien)&lt;br /&gt;
*Ältester Stebner und Frau (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
*Ältester Stier und Frau (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
*Ältester Knöcklein und Frau (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als europäische Apostel waren anwesend:&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Emil Buchner]] (Gießen)&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Dehmel]] (Oberhausen)&lt;br /&gt;
* [[Ernst Güttinger]] (Schweiz)&lt;br /&gt;
* [[Otto Güttinger]] (Schweiz)&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Hahn]] (Baden)&lt;br /&gt;
* [[Gerrit Kamphuis]] (Niederlande)&lt;br /&gt;
* [[Hermann Knigge]] (Hannover&lt;br /&gt;
* [[Peter Kuhlen]] (Düsseldorf)&lt;br /&gt;
* [[Arthur Landgraf]] (Berlin)&lt;br /&gt;
* [[Carl Ludwig]] (Heilbronn)&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Rockenfelder]] (Wiesbaden)&lt;br /&gt;
* [[Georg Schall]] (Stuttgart)&lt;br /&gt;
* [[Walter Schmidt]] (Dortmund)&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Schneider]] (Schweiz)&lt;br /&gt;
* [[Gotthilf Volz]] (Württemberg)&lt;br /&gt;
* [[Karl Weinmann]] (Hamburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des Gottesdienstes wurden zahlreiche Amtsträger in den Ruhestand versetzt und neu ordiniert. In den Ruhestand gesetzt wurden die beiden Schweizer Apostel [[Ernst Güttinger]] und [[Rudolf Schneider]]. Danach wurden drei neue Bezirksapostel ordiniert:&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 158.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bischof [[Ernst Eschmann]] (Zürich)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Tan Bian Sing]] (Indonesien)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Chrétien Dauber]] (Frankreich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sowie vier weitere Apostel:&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 158.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bischof [[Emil Schiwy]] (Dortmund)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Willi Wintermantel]] (Württemberg)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Hermann Schumacher]] (Bremen)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Friedrich Bischoff]] (Frankfurt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich wurden noch fünf neue Bischöfe ordiniert:&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ältester [[Joseph Baur]] (Zürich, Schweiz)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Ernst Streckeisen]] (St. Gallen, Schweiz)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Paul Weine]] (Frankfurt)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Seibert]] (Gießen)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Peter]] (Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Volker&amp;diff=32359</id>
		<title>Benutzer Diskussion:Volker</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Volker&amp;diff=32359"/>
		<updated>2026-06-16T15:27:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: /* Festgottesdienst in Frankfurt am 5. August 1951 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hallo Volker! Herzlich Willkommen und schön, dass Du (jetzt doch ;) ) mitmachst!--[[Benutzer:Matze|Matze]] 22:21, 28. Jan. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
:: Hallo Matze, ich bin von Anfang an dabei ;-) habe aber bisher erstmal die Entwicklung abgewartet, die ja sehr neuapostolisch ist..... daher greife ich jetzt ein *zwinker* Volker (wie kriegst du deine Benutzerangaben dahin, in der echten Wiki geht das über die 4fache Tilde....)&lt;br /&gt;
::: Oben in der Symbolleiste, der zweite Knopf von rechts... Naja...an nicht-neuapostolische Infos (von KAG-Infos abgesehen) kommt man so schlecht dran...Aaaaber- ich habe in etlichen Artikeln (bspw. [[Sakrament]]e) &amp;quot;eure&amp;quot; Haltungen mit eingepflegt -soweit man an Infos kommt...--[[Benutzer:Matze|Matze]] 22:33, 28. Jan. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
:::: Ich meinte die Signatur.....&lt;br /&gt;
::::: Ich auch ;) Da wo fett und kursiv ist...nur halt der zweite von rechts...--[[Benutzer:Matze|Matze]] 22:49, 28. Jan. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
:: ok&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::::: Hey, Volker, du kannst die Signatur auch mit zwei Minussen und vier Tilden hintereinander erzeugen. Das ist das, was der von Matze erwähnte Knopf tut... --[[Benutzer:Mathias Eberle|Mathias Eberle]] 22:55, 28. Jan. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
==Rüfenacht==&lt;br /&gt;
Hallo Volker, weißt du bzgl. [[Gottfried Rüfenacht]] genaueres? War er gegen die Botschaft? Danke und LG --[[Benutzer:Sebastian|Sebastian]] 15:21, 31. Jan. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
::Keine Ahnung, habe den Namen noch nie gehört. --[[Benutzer:Volker|Volker]] 13:09, 1. Feb. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
:::Christian Groth sagte mir eben am Telefon, dass man da nichts genaues weiß. Laut NAK soll er auf eigenem Wunsch aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand gegangen sein. LG --[[Benutzer:Sebastian|Sebastian]] 14:59, 1. Feb. 2010 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klasse Schaukastenfotos ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind klasse Fotos der Schaukästen. Die Bilder bringen mich auch zum nachdenken. Danke. --[[Benutzer:Onkelosi|Onkelosi]] 20:47, 10. Apr. 2010 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Aber bitte. Wenn du mir deine E-Mail mitteilst, kann ich dir viele weitere Bilder schicken. Auf www.duesseldorf.apostolisch.de findest du sie in einer Fotogalerie in der jeweiligen Gemeinde. Auch andere Bezirke stellen dort ihre Schaukastenfotos ein. --[[Benutzer:Volker|Volker]] 20:49, 10. Apr. 2010 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ja, gerne onkelosi@web.de, ich freue mich darauf. Danke. Ich surfe auch gerne mal auf die Webseite. Bis dann. --[[Benutzer:Onkelosi|Onkelosi]] 20:54, 10. Apr. 2010 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Queensland ==&lt;br /&gt;
Hi Volker, Du hast in [http://www.herold.apostolisch.de/?q=node/391 Deinem Artikel bzgl. Australien] viele interessante Details. Können wir Dir hier &amp;quot;ungestraft&amp;quot; reinkopieren?! ;)--[[Benutzer:Matze|Matze]] 19:57, 29. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Wenn die Quelle angegeben wird, habe ich nichts dagegen. --[[Benutzer:Volker|Volker]] 22:10, 29. Mai 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bild ==&lt;br /&gt;
Hallo Volker, ich habe eine doofe Frage, was ist den auf diesem Bild von der VAC-Kirche in Zopfingen auf dem gemalten Bild zu lesen, das kann ich absolut nicht erkennen? [[Benutzer:Onkelosi|Onkelosi]] 17:06, 13. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch eine doofe Frage, gehört das (&#039;&#039;In der Offenbarung Kap. 22 versichert der Herr in den Versen 7, 12 und 20, dass er bald kommen wird.&#039;&#039;) im Artikel [[Maranatha]] zum Zitat aus dem Buch oder nicht? Ansonsten hat es nichts unter dem Abschnitt VAG zu suchen, sondern gehört in die biblische Bedeutung, dort habe ich die Verse zitiert. [[Benutzer:Onkelosi|Onkelosi]] 17:25, 13. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::Hallo, ich habe das Wandbild unter der [[Vereinigung Apostolischer Christen - Kirche Zofingen]] eingestellt. Den Zusatz zu den Offenbarungsstellen habe ich gestrichen.--[[Benutzer:Volker|Volker]] 17:43, 13. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke! Gruß [[Benutzer:Onkelosi|Onkelosi]] 18:31, 13. Aug. 2011 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Danke ==&lt;br /&gt;
Danke für die Verbesserung des Artikels Diesseits bezüglich der Orthografie. [[Benutzer:Onkelosi|Onkelosi]] 08:16, 21. Nov. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Paulinischer Segen ==&lt;br /&gt;
Davon habe ich bisher eher nicht viel gehört. Vielleicht sollte dieser Segen ebenfalls einen kleinen Artikel erhalten können, oder wäre das unsinnig? [[Benutzer:Onkelosi|Onkelosi]] 13:33, 31. Dez. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Wir haben ja schon den Artikel Schlusssegen..... deshalb fand ich schon den Artikel &amp;quot;Aaronitscher Segen&amp;quot; - er ist ja sehr kurz - fast überflüssig. --[[Benutzer:Volker|Volker]] 13:48, 31. Dez. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz bedeutet, nicht unbedingt uninteressant, außerdem kann man ja den Artikel immernoch erweitern. --[[Benutzer:Onkelosi|Onkelosi]] 14:04, 31. Dez. 2011 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Doppelter Artikel ==&lt;br /&gt;
Hallo Volker, der Artikel über die Neuapostolische Kirche Kerpen-Horrem ist doppelt. Hat das seine Richtigkeit?&lt;br /&gt;
Liebe Grüße&lt;br /&gt;
--engelelke 21:38, 5. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
:Hallo, nein der ist nicht doppelt sondern verschoben worden. --[[Benutzer:Volker|Volker]] 08:29, 6. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hendrikus Jacobus Smit ==&lt;br /&gt;
Super Erweiterung mit vielen Details, die ich nicht kannte. HJ Smit ist für mich eine der tragischsten Personen der apostolischen Geschichte, schön wenn ihm hier so ein Denkmal errichtet wird. --[[Benutzer:Matze|Matze]] 14:19, 6. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
: Mir fällt hier zu gerade noch ein: Enkhuizen scheint ja die Hochburg der GvaC zu sein, nichtzuletzt wegen Smit. Vielleicht magst Du da auch die Lücke füllen...--[[Benutzer:Matze|Matze]] 14:22, 6. Mär. 2012 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Luises Kraft Buch  Unter Aposteln und Propheten - Erinnerungen aus meinem Leben‎ ==&lt;br /&gt;
Du solltest mal das Buch lesen, dann weißt Du was ein komischer Text ist. Danke für die Korrektur, damals habe ich mich sehr eng an das Buch gehalten, dieser geschwollene Schreibstil im Buch ist wohl auch auf mich abgefärbt. Ich zweifle an der Urheberschaft des Buches, schon lange und glaube das ihre Tagebücher zumindest verfälscht wurden. Dieser Schreibstil passt einfach nicht zu einer Bäuerin aus der Epoche, sie würde deftiger und direkter schreiben, nicht so verschnörkelt wie es in dem Buch zu lesen ist. Außerdem habe ich die Begrifflichkeiten wie z.B. Die Totenversiegelung direkt aus dem Buch übernommen, deshalb sollten sie so erhalten bleiben. [[Benutzer:Onkelosi|Onkelosi]] 17:36, 10. Aug. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::OK. Deinen letzten Satz möchte ich verneinen. Dies ist ein Lexikon, dass den Inhalt kurz in aktuellem Deutsch beschreiben soll. Wenn Du Beispiele für den Originaltext nennen möchtest, mach das in einem entsprechenden Absatz..... Der Text wirkt sehr langatmig und wiederholend. Es ist auch nicht nötig, den &amp;quot;ganzen&amp;quot; Inhalt des Buches darzustellen..... man könnte ihn sicher um 50% kürzen, ohne dass irgendeine Information fehlen würde. --[[Benutzer:Volker|Volker]] 17:55, 10. Aug. 2012 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber kann vortrefflich gestritten werden, allerdings glaube ich das dies dem Buch durchaus gerecht wird, da viele Artikel über Bücher wie Harry Potter oder Herr der Ringe auf Wikipedia, ebenso gestrickt sind. Allerdings möchte ich nicht wirklich streiten, ich finde Bücher gehören in gewisser Weise etwas breiter gewürdigt, egal wie gut oder schlecht sie sein mögen. Natürlich kannst du den Text ja gerne ändern oder kürzen, wichtig ist der Artikel grundsätzlich erhalten bleibt, ich wollte dich nicht ärgern oder mit dir streiten. [[Benutzer:Onkelosi|Onkelosi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sadrach ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke für die Korrekturen :-) Habe übrigens extra Apostolische Kerk/Gemeente geschrieben, da es in der Literatur auch immer so heisst, meist auch kursiv. Die niederländisch-chinesischen Gemeinden auf Java nannten sich so, die javanesischen hingegen nicht. --[[Benutzer:Matze|Matze]] 08:52, 8. Jul. 2013 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Doppelter Artikel ==&lt;br /&gt;
Der Artikel [[Erklärung der Apostel und Bischöfe der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden in Europa zur Aufarbeitung gemeinsamer Geschichte mit der Neuapostolischen Kirche vom 01. Februar 2008]] war bereits vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gruß [[Benutzer:Onkelosi|Onkelosi]] 23:40, 10. Jan. 2015 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Festgottesdienst in Frankfurt am 5. August 1951 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo Volker,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Gästen des Festgottesdienstes  ist auf der &amp;quot;Stammapostel Schlaphoff mit Frau&amp;quot; aufgezählt. Da ist doch bestimmt &amp;quot;Stammapostelhelfer&amp;quot; gemeint, oder? - Ich meine den Artikel [[Festgottesdienst in Frankfurt am 5. August 1951]]. --[[Benutzer:Daniel|Daniel]] ([[Benutzer Diskussion:Daniel|Diskussion]]) 20:54, 14. Jun. 2026 (CEST)&lt;br /&gt;
**Ja, klar. --[[Benutzer:Volker|Volker]] ([[Benutzer Diskussion:Volker|Diskussion]]) 17:27, 16. Jun. 2026 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Festgottesdienst_in_Frankfurt_am_5._August_1951&amp;diff=32357</id>
		<title>Festgottesdienst in Frankfurt am 5. August 1951</title>
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		<updated>2026-06-04T10:26:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Am 5. August 1951 fand in der Festhalle zu Frankfurt a.M. ein großer Gottesdienst in Anwesenheit aller Apostel aus Übersee, sowie der Apostel, Bischöfe und Bezirksvorsteher aus Europa statt. Es waren wohl über 14.000 Personen anwesend und der Gottesdienst wurde per Postfunkübertragung an weitere ca. 40.000 Zuhörer übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Gottesdienst leitete [[Stammapostel]] [[Johann Gottfried Bischoff]]. Zu Beginn des Gottesdienstes stellte der Stammapostel die Gäste vor:&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stammapostel Schlaphoff mit Frau (Südafrika)&lt;br /&gt;
*Apostel Abicht und Frau (Australien)&lt;br /&gt;
*Apostel Fendt und Frau (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
*Apostel Glessmann (Argentinien)&lt;br /&gt;
*Apostel Hiby und Frau (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
*Apostel Malan und Frau (Südafrika)&lt;br /&gt;
*Apostel Rufenacht und Frau (Uruguay)&lt;br /&gt;
*Apostel de Vries (Südafrika)&lt;br /&gt;
*Bischof Erasmus (Südafrika)&lt;br /&gt;
*Ältester Busse (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
*Ältester Kraus und Frau (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
*Ältester Tan Bian Sing (Indonesien)&lt;br /&gt;
*Ältester Sernatinger (Brasilien)&lt;br /&gt;
*Ältester Stebner und Frau (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
*Ältester Stier und Frau (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
*Ältester Knöcklein und Frau (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als europäische Apostel waren anwesend:&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Emil Buchner]] (Gießen)&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Dehmel]] (Oberhausen)&lt;br /&gt;
* [[Ernst Güttinger]] (Schweiz)&lt;br /&gt;
* [[Otto Güttinger]] (Schweiz)&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Hahn]] (Baden)&lt;br /&gt;
* [[Gerrit Kamphuis]] (Niederlande)&lt;br /&gt;
* [[Hermann Knigge]] (Hannover&lt;br /&gt;
* [[Peter Kuhlen]] (Düsseldorf)&lt;br /&gt;
* [[Arthur Landgraf]] (Berlin)&lt;br /&gt;
* [[Carl Ludwig]] (Heilbronn)&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Rockenfelder]] (Wiesbaden)&lt;br /&gt;
* [[Georg Schall]] (Stuttgart)&lt;br /&gt;
* [[Walter Schmidt]] (Dortmund)&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Schneider]] (Schweiz)&lt;br /&gt;
* [[Gotthilf Volz]] (Württemberg)&lt;br /&gt;
* [[Karl Weinmann]] (Hamburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des Gottesdienstes wurden zahlreiche Amtsträger in den Ruhestand versetzt und neu ordiniert. In den Ruhestand gesetzt wurden die beiden Schweizer Apostel [[Ernst Güttinger]] und [[Rudolf Schneider]]. Danach wurden drei neue Bezirksapostel ordiniert:&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 158.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bischof [[Ernst Eschmann]] (Zürich)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Tan Bian Sing]] (Indonesien)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Chrétien Dauber]] (Frankreich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sowie vier weitere Apostel:&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 158.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bischof [[Emil Schiwy]] (Dortmund)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Willi Wintermantel]] (Württemberg)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Hermann Schumacher]] (Bremen)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Friedrich Bischoff]] (Frankfurt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich wurden noch fünf neue Bischöfe ordiniert:&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ältester [[Joseph Baur]] (Zürich, Schweiz)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Ernst Streckeisen]] (St. Gallen, Schweiz)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Paul Weine]] (Frankfurt)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Seibert]] (Gießen)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Peter]] (Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Festgottesdienst_in_Frankfurt_am_5._August_1951&amp;diff=32356</id>
		<title>Festgottesdienst in Frankfurt am 5. August 1951</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Festgottesdienst_in_Frankfurt_am_5._August_1951&amp;diff=32356"/>
		<updated>2026-06-04T10:26:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: Die Seite wurde neu angelegt: „Am 5. August 1951 fand in der Festhalle zu Frankfurt a.M. ein großer Gottesdienst in Anwesenheit aller Apostel aus Übersee, sowie der Apostel, Bischöfe und Bezirksvorsteher aus Europa statt. Es waren wohl über 14.000 Personen anwesend und der Gottesdienst wurde per Postfunkübertragung an weitere ca. 40.000 Zuhörer übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Den Gottesdienst leitete Stammapostel Johann Gottfried Bischoff. Zu Beginn d…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Am 5. August 1951 fand in der Festhalle zu Frankfurt a.M. ein großer Gottesdienst in Anwesenheit aller Apostel aus Übersee, sowie der Apostel, Bischöfe und Bezirksvorsteher aus Europa statt. Es waren wohl über 14.000 Personen anwesend und der Gottesdienst wurde per Postfunkübertragung an weitere ca. 40.000 Zuhörer übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Gottesdienst leitete [[Stammapostel]] [[Johann Gottfried Bischoff]]. Zu Beginn des Gottesdienstes stellte der Stammapostel die Gäste vor:&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Stammapostel Schlaphoff mit Frau (Südafrika)&lt;br /&gt;
*Apostel Abicht und Frau (Australien)&lt;br /&gt;
*Apostel Fendt und Frau (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
*Apostel Glessmann (Argentinien)&lt;br /&gt;
*Apostel Hiby und Frau (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
*Apostel Malan und Frau (Südafrika)&lt;br /&gt;
*Apostel Rufenacht und Frau (Uruguay)&lt;br /&gt;
*Apostel de Vries (Südafrika)&lt;br /&gt;
*Bischof Erasmus (Südafrika)&lt;br /&gt;
*Ältester Busse (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
*Ältester Kraus und Frau (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
*Ältester Tan Bian Sing (Indonesien)&lt;br /&gt;
*Ältester Sernatinger (Brasilien)&lt;br /&gt;
*Ältester Stebner und Frau (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
*Ältester Stier und Frau (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
*Ältester Knöcklein und Frau (Nord-Amerika)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als europäische Apostel waren anwesend:&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Emil Buchner]] (Gießen)&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Dehmel]] (Oberhausen)&lt;br /&gt;
* [[Ernst Güttinger]] (Schweiz)&lt;br /&gt;
* [[Otto Güttinger]] (Schweiz)&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Hahn]] (Baden)&lt;br /&gt;
* [[Gerrit Kamphuis]] (Niederlande)&lt;br /&gt;
* [[Hermann Knigge]] (Hannover&lt;br /&gt;
* [[Peter Kuhlen]] (Düsseldorf)&lt;br /&gt;
* [[Arthur Landgraf]] (Berlin)&lt;br /&gt;
* [[Carl Ludwig]] (Heilbronn)&lt;br /&gt;
* [[Gottfried Rockenfelder]] (Wiesbaden)&lt;br /&gt;
* [[Georg Schall]] (Stuttgart)&lt;br /&gt;
* [[Walter Schmidt]] (Dortmund)&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Schneider]] (Schweiz)&lt;br /&gt;
* [[Gotthilf Volz]] (Württemberg)&lt;br /&gt;
* [[Karl Weinmann]] (Hamburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des Gottesdienstes wurden zahlreiche Amtsträger in den Ruhestand versetzt und neu ordiniert. In den Ruhestand gesetzt wurden die beiden Schweizer Apostel [[Ernst Güttinger]] und [[Rudolf Schneider]]. Danach wurden drei neue Bezirksapostel ordiniert:&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 158.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bischof [[Ernst Eschmann]] (Zürich)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Tan Bian Sing]] (Indonesien)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Chrétien Dauber]] (Frankreich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sowie vier weitere Apostel:&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 158.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bischof [[Emil Schiwy]] (Dortmund)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Willi Wintermantel]] (Württemberg)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Hermann Schumacher]] (Bremen)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Friedrich Bischoff]] (Frankfurt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich wurden noch fünf neue Bischöfe ordiniert:&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ältester [[Joseph Baur]] (Zürich, Schweiz)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Ernst Streckeisen]] (St. Gallen, Schweiz)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Paul Weine]] (Frankfurt)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Seibert]] (Gießen)&lt;br /&gt;
* Ältester [[Peter]] (Kassel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ref}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
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		<title>Ernst Güttinger</title>
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		<updated>2026-06-04T09:56:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Ernst Güttinger Autogrammkarte.jpg|thumb|Autogrammkarte Ernst Güttinger]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ernst_Güttinger.jpg|thumb|Bezirksapostel Ernst Güttinger]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ernst Güttinger&#039;&#039;&#039; (* 19. August 1877 in Dübendorf, Schweiz; † 6. Februar 1960) war [[Bezirksapostel]] der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] sowie [[Apostel]] der [[Vereinigung Apostolischer Christen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biografie==&lt;br /&gt;
Ernst Güttinger verlor seine Mutter im Alter von 13 Jahren. 1895 erfuhr er von seiner Schwester, welche in Zürich wohnte, von der [[Apostolische Gemeinde| Apostolischen Gemeinde]]. Als einer der ersten empfing Ernst Güttinger am 3. Mai 1896 die Heilige Versiegelung vom Stammapostel [[Friedrich Krebs]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1900 sandte ihn der spätere Apostel [[Friedrich Bock]] nach Schaffhausen um dort eine Gemeinde zu gründen. Als Unterstützung für Bezirksapostel [[August Hölzel]] empfing er 1923 das Apostelamt und nach dessen Tod 1933 das Bezirksapostelamt. Zu seinem Arbeitsbereich zählten die Gemeinden in der Schweiz sowie Gemeinden in Frankreich, Österreich und Luxemburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Apostelversammlung vom 27. März 1951 wurde die Dienstaltersgrenze für Apostel auf 70 Jahre festgelegt. Die beiden Schweizer Apostel Ernst Güttinger und [[Rudolf Schneider]] waren bereits 74 Jahre alt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimmen, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am [[Festgottesdienst in Frankfurt am 5. August 1951|5. August 1951]] wurden sie daher gegen ihren Wunsch noch etwas länger dienen zu können von Stammapostel [[Johann Gottfried Bischoff]] in den Ruhestand versetzt. Stammapostel Bischoff machte in einer Ämterversammlung am 19. April 1953 in Zürich geltend, dass der Ruhestand aufgrund der Satzungsbestimmungen für die Altersregelung der Apostel erfolgt sei. Mit ein Grund für den Ruhestand waren sicher auch anhaltende Kritiken gegen den Stammapostel sowie der Vorschlag 1948 den Hauptsitz der Neuapostolischen Kirche in die neutrale Schweiz zu versetzen. Außerdem trat Güttinger selbst für eine Begrenzung der Amtszeit des Stammapostels und der Apostel ein sowie für ein demokratisches Rotationsprinzip bei gleichzeitiger Aufwertung des &amp;quot;normalen&amp;quot; Apostelamtes. Ferner spielte auch ein Streit in den apostolischen Gemeinden des Saarlandes ein Rolle (siehe dazu auch [[Apostolische Gemeinde des Saarlands]]). Außerdem gab es einige Punkte in der Lehre, wo Ernst Güttinger offenbar andere Positionen bezog als der Stammapostel.&amp;lt;ref&amp;gt;Briefwechsel zwischen Ernst und Otto Güttinger und dem Stammapostel und Otto Güttinger vom 21. und 26. August 1948&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Bezirksapostel hatte Güttinger 210 Gemeinden übernommen und bis Ende 1950 auf 383 Gemeinden aufgebaut. In seiner Aposteltätigkeit hat er 2991 Amtseinsetzungen vorgenommen und wohl 26.029 Mitglieder versiegelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Neuapostolische Kirche: Wächterstimme, 50. Jhr.gang Nr. 20 vom 15.10.1951&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gottesdienst der Ruhesetzung 1951 wurde als Nachfolger Ernst Güttingers der Bischof [[Ernst Eschmann]] zum Bezirksapostel ordiniert. Ernst Güttinger hatte sich in mehreren Briefen an den Stammapostel ausdrücklich gegen diese Nachfolge ausgesprochen und stattdessen seinen Sohn Otto vorgeschlagen. &amp;lt;ref&amp;gt;Brief von E. Güttinger an J.G. Bischoff vom 26. Juni 1951&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Aussage des Stammapostels im Gottesdienst geschah die Einsetzung Eschmanns jedoch auf Vorschlag von Ernst Güttinger. Faktisch überging man den einzigen zu diesem Zeitpunkt amtierenden Apostel der Schweiz, seinen Sohn Apostel [[Otto Güttinger]]. Eineinhalb Jahre später starb Eschmann und man setzte den späteren Stammapostel [[Ernst Streckeisen]] als neuen Bezirksapostel ein und überging damit abermals Otto Güttinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 wurde Otto Güttinger aus der NAK ausgeschlossen, da er Kritik an der Botschaft des Stammapostels äußerte. Er gründete daraufhin die Apostolische Gemeinde (ab 1957 [[Vereinigung Apostolischer Christen]]). Als sich Ernst Güttinger dieser Gemeinschaft ebenfalls anschloss, wurde auch er aus der NAK ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Güttinger starb am 6. Februar 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ordinationen==&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 156&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* September 1896 [[Unterdiakon]]&lt;br /&gt;
* Sommer 1901 [[Diakon]]&lt;br /&gt;
* Sommer 1902 [[Priester]]&lt;br /&gt;
*1911 [[Hirte]]&lt;br /&gt;
*7. Januar 1917 Gemeinde[[ältester]]&lt;br /&gt;
*9. November 1919 Bezirks[[ältester]]&lt;br /&gt;
*7. August 1921 [[Bischof]]&lt;br /&gt;
*16. September 1923 [[Apostel]]&lt;br /&gt;
*14. Februar 1933 [[Bezirksapostel]] bis [[Ruhestand|Ruhesetzung]] am 5. August 1951&lt;br /&gt;
*9. November 1954 [[Apostel]] der [[Vereinigung Apostolischer Christen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= [[August Hölzel ]] |NACHFOLGER= [[Ernst Eschmann]] |AMT=Bezirksapostel für die Schweiz|ZEIT= 1933-1951}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Güttinger, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Schweiz]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Ernst Güttinger Autogrammkarte.jpg|thumb|Autogrammkarte Ernst Güttinger]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ernst_Güttinger.jpg|thumb|Bezirksapostel Ernst Güttinger]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ernst Güttinger&#039;&#039;&#039; (* 19. August 1877 in Dübendorf, Schweiz; † 6. Februar 1960) war [[Bezirksapostel]] der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] sowie [[Apostel]] der [[Vereinigung Apostolischer Christen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biografie==&lt;br /&gt;
Ernst Güttinger verlor seine Mutter im Alter von 13 Jahren. 1895 erfuhr er von seiner Schwester, welche in Zürich wohnte, von der [[Apostolische Gemeinde| Apostolischen Gemeinde]]. Als einer der ersten empfing Ernst Güttinger am 3. Mai 1896 die Heilige Versiegelung vom Stammapostel [[Friedrich Krebs]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1900 sandte ihn der spätere Apostel [[Friedrich Bock]] nach Schaffhausen um dort eine Gemeinde zu gründen. Als Unterstützung für Bezirksapostel [[August Hölzel]] empfing er 1923 das Apostelamt und nach dessen Tod 1933 das Bezirksapostelamt. Zu seinem Arbeitsbereich zählten die Gemeinden in der Schweiz sowie Gemeinden in Frankreich, Österreich und Luxemburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Apostelversammlung vom 27. März 1951 wurde die Dienstaltersgrenze für Apostel auf 70 Jahre festgelegt. Die beiden Schweizer Apostel Ernst Güttinger und [[Rudolf Schneider]] waren bereits 74 Jahre alt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimmen, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 5. August 1951 wurden sie daher gegen ihren Wunsch noch etwas länger dienen zu können von Stammapostel [[Johann Gottfried Bischoff]] in den Ruhestand versetzt. Stammapostel Bischoff machte in einer Ämterversammlung am 19. April 1953 in Zürich geltend, dass der Ruhestand aufgrund der Satzungsbestimmungen für die Altersregelung der Apostel erfolgt sei. Mit ein Grund für den Ruhestand waren sicher auch anhaltende Kritiken gegen den Stammapostel sowie der Vorschlag 1948 den Hauptsitz der Neuapostolischen Kirche in die neutrale Schweiz zu versetzen. Außerdem trat Güttinger selbst für eine Begrenzung der Amtszeit des Stammapostels und der Apostel ein sowie für ein demokratisches Rotationsprinzip bei gleichzeitiger Aufwertung des &amp;quot;normalen&amp;quot; Apostelamtes. Ferner spielte auch ein Streit in den apostolischen Gemeinden des Saarlandes ein Rolle (siehe dazu auch [[Apostolische Gemeinde des Saarlands]]). Außerdem gab es einige Punkte in der Lehre, wo Ernst Güttinger offenbar andere Positionen bezog als der Stammapostel.&amp;lt;ref&amp;gt;Briefwechsel zwischen Ernst und Otto Güttinger und dem Stammapostel und Otto Güttinger vom 21. und 26. August 1948&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Bezirksapostel hatte Güttinger 210 Gemeinden übernommen und bis Ende 1950 auf 383 Gemeinden aufgebaut. In seiner Aposteltätigkeit hat er 2991 Amtseinsetzungen vorgenommen und wohl 26.029 Mitglieder versiegelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Neuapostolische Kirche: Wächterstimme, 50. Jhr.gang Nr. 20 vom 15.10.1951&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gottesdienst der Ruhesetzung 1951 wurde als Nachfolger Ernst Güttingers der Bischof [[Ernst Eschmann]] zum Bezirksapostel ordiniert. Ernst Güttinger hatte sich in mehreren Briefen an den Stammapostel ausdrücklich gegen diese Nachfolge ausgesprochen und stattdessen seinen Sohn Otto vorgeschlagen. &amp;lt;ref&amp;gt;Brief von E. Güttinger an J.G. Bischoff vom 26. Juni 1951&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Aussage des Stammapostels im Gottesdienst geschah die Einsetzung Eschmanns jedoch auf Vorschlag von Ernst Güttinger. Faktisch überging man den einzigen zu diesem Zeitpunkt amtierenden Apostel der Schweiz, seinen Sohn Apostel [[Otto Güttinger]]. Eineinhalb Jahre später starb Eschmann und man setzte den späteren Stammapostel [[Ernst Streckeisen]] als neuen Bezirksapostel ein und überging damit abermals Otto Güttinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 wurde Otto Güttinger aus der NAK ausgeschlossen, da er Kritik an der Botschaft des Stammapostels äußerte. Er gründete daraufhin die Apostolische Gemeinde (ab 1957 [[Vereinigung Apostolischer Christen]]). Als sich Ernst Güttinger dieser Gemeinschaft ebenfalls anschloss, wurde auch er aus der NAK ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernst Güttinger starb am 6. Februar 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ordinationen==&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1951, S. 156&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* September 1896 [[Unterdiakon]]&lt;br /&gt;
* Sommer 1901 [[Diakon]]&lt;br /&gt;
* Sommer 1902 [[Priester]]&lt;br /&gt;
*1911 [[Hirte]]&lt;br /&gt;
*7. Januar 1917 Gemeinde[[ältester]]&lt;br /&gt;
*9. November 1919 Bezirks[[ältester]]&lt;br /&gt;
*7. August 1921 [[Bischof]]&lt;br /&gt;
*16. September 1923 [[Apostel]]&lt;br /&gt;
*14. Februar 1933 [[Bezirksapostel]] bis [[Ruhestand|Ruhesetzung]] am 5. August 1951&lt;br /&gt;
*9. November 1954 [[Apostel]] der [[Vereinigung Apostolischer Christen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= [[August Hölzel ]] |NACHFOLGER= [[Ernst Eschmann]] |AMT=Bezirksapostel für die Schweiz|ZEIT= 1933-1951}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Güttinger, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Schweiz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
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		<title>Friedrich Hahn</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Friedrich_Hahn.jpg|thumb|Bezirksapostel Friedrich Hahn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Friedrich Hahn&#039;&#039;&#039; (* 6. März 1909 in Villingen; † 23. November 1974) war der 90. Apostel und [[Bezirksapostel]] in der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche Süddeutschland]] für den [[Apostelbezirk Karlsruhe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biografie==&lt;br /&gt;
Friedrich Hahn wurde in ein neuapostolisches Elternhaus geboren, schon am 19. März 1909 &amp;quot;erhielt er das Siegel der [[Gotteskindschaft]]&lt;br /&gt;
&amp;quot; durch Apostel [[Friedrich Bock]]; sein Vater war Vorsteher der Gemeinde Villingen. Seit seinem 10. Lebensjahr spielte Friedrich dort bereits das Harmonium; bereits mit 16 Jahren wurde er Dirigent des Gemeindechores. Am 9. November 1930 wurde er Diakon und hielt unmittelbar darauf bereits seinen ersten Gottesdienst. Zum Priester wurde er am 9. Oktober 1932 eingesetzt und 1934 wurde er [[Vorsteher]] in Tuttlingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme, S. 162.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sein Beruf - Friedrich Hahn war schon im Alter von 30 Jahren Direktor eines großen Industrieunternehmens - hohe Anforderungen an ihn stellte, widmete er sich mit Eifer dem Werk Gottes. Anlässlich seines Ausscheidens aus dieser Firma erklärte einer der bedeutendsten Industrieführer vor Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, dass die außergewöhnlichen Erfolge des Herrn Hahn auf seine Tätigkeit in seiner Kirche zurückzuführen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme, S. 162.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Gemeinde wuchs in den 17 Jahren, die er ihr als Vorsteher diente, um das Fünffache, was er als besonderes Zeichen göttlichen Segens empfand.&lt;br /&gt;
Die ihm anvertraute Gemeinde lag 44 Kilometer von seinem Wohnort entfernt, &amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme, S. 162.&amp;lt;/ref&amp;gt;sodass er jährlich mit dem Fahrrad 25.000 Kilometer oder später mit der Bahn zurücklegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Juni 1937 wurde er als Gemeinde-Evangelist und am 5. Juni 1943 zum Bezirksevangelisten eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme, S. 162.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Bezirksapostel [[Karl Hartmann]] am 29. August 1950 starb, wurde dem Bezirksevangelisten Hahn am 10 September 1950 das Apostelamt und die Bezirksleitung des Apostelbezirkes Karlsruhe übertragen. Im April 1965 erkrankte Hahn so schwer, dass er sein Amt nicht mehr ausüben konnte. Stammapostel Walter Schmidt versetzte ihn daher am 31. Dezember 1966 in den [[Ruhestand]]. Es folgten noch leidvolle Jahre für Friedrich Hahn. Am 23. November 1974, fast zwei Jahre nach dem Tod seiner Frau, verstarb er im Alter von 65 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezirksapostel [[Ernst Streckeisen]] hielt die Trauerfeier in der Kirche Karlsruhe-Mitte mit einem Wort aus Offenbarung 3,5: &amp;quot;Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln&amp;quot;. Neben den Angehörigen und vielen Brüdern und Geschwistern waren vierzehn Apostel aus Europa bei der Trauerfeier zugegen. Der Bezirksapostel tröstete die Versammelten mit den Worten: &amp;quot;Wir können von ihm, der fast zehn Jahre ein schweres Kreuz trug, sagen, dass er in den Prüfungstagen nicht den Mut und nicht den Glauben verloren hat. Er könnte uns heute zurufen: Ich habe Glauben gehalten!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Hahn, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ordinationen==&lt;br /&gt;
*9. November 1930 [[Diakon]]&lt;br /&gt;
*9. Oktober 1932 [[Priester]] 1934 bis 21.05.1950 Vorsteher in Tuttlingen&lt;br /&gt;
*8. Juni 1937 [[Evangelist|Gemeindeevangelist]]&lt;br /&gt;
*5. Juni 1943 [[Bezirksevangelist]]&lt;br /&gt;
*10. September 1950 [[Bezirksapostel]]&lt;br /&gt;
*31. Dezember 1966 [[Ruhesetzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks / Verweise ==&lt;br /&gt;
http://cms.nak-villingen-schwenningen.de/wo-wir-sind/gemeinden/vs-villingen/chronik-villingen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://cms.nak-tuttlingen.de/wo-wir-sind/gemeinden/tuttlingen/chronik-der-gemeinde-tuttlingen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://cms.nak-villingen-schwenningen.de/wo-wir-sind/gemeinden/vs-schwenningen/chronik-schwenningen/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= [[Karl Hartmann]] |NACHFOLGER= [[Willi Wintermantel]]|AMT=Bezirksapostel für Baden|ZEIT= 1950-1965}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Johann_Gottfried_Bischoff&amp;diff=32352</id>
		<title>Johann Gottfried Bischoff</title>
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		<updated>2026-06-04T09:18:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: /* Entstehung der „Botschaft“ */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Johann_Gottfried_Bischoff.jpg|thumb|Johann Gottfried Bischoff (1871-1960)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039;&#039; (* 2. Januar [[1871]] in Unter-Mossau, Odenwald; † 6. Juli [[1960]] in Karlsruhe) war von 1930 bis 1960 [[Stammapostel]] der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] und bekleidete damit das höchste Amt dieser Religionsgemeinschaft. Während seiner Amtszeit dogmatisierte er die Naherwartung der Wiederkunft [[Jesus Christus|Jesu Christi]] und verkündigte ab 1951, dass die Wiederkunft Christi zu seiner Lebzeit erfolgen würde. Er stürzte damit die Gemeinschaft über Jahrzehnte in eine tiefe Krise und war demzufolge für etliche Abspaltungen und Kirchenausschlüsse mitverantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anfänge ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Gottfried Bischoff mit Frau Margarete.jpg|thumb|Johann Gottfried Bischoff mit Frau Margarete, 1907]]&lt;br /&gt;
Johann Gottfried Bischoff wurde als Sohn eines Maurers geboren und besuchte bis zum 14. Lebensjahr die Volksschule. Zusammen mit seinen elf Geschwistern verlebte er seine Kindheit in großer Armut. Seine Familie gehörte zu den wenigen katholischen Einwohnern von Unter-Mossau. Nach seiner Schulentlassung erlernte er das Schuhmacherhandwerk, arbeitete aber nebenher auch in der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Militärzeit in Mainz lernte er 1897 die [[Apostolische Gemeinde]] kennen und empfing am 20. Juni desselben Jahres die [[Versiegelung|Geistestaufe (Versiegelung)]] und damit die Mitgliedschaft in dieser Glaubensgemeinschaft. In seiner Familie stieß dieser Schritt auf Unverständnis. Nach seiner Entlassung aus dem Militärdienst verblieb er in Mainz und bestritt seinen Lebensunterhalt mit einem kleinen Tabakladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Januar 1898 wurde er zum Diakon ordiniert und bereits am 27. Februar 1898 zum Priester und ersten Vorsteher der Gemeinde Mainz. Im Auftrag seines Apostels [[Gustav Ruff]] bereiste Priester Bischoff schon in damaliger Zeit andere Gemeinden und hielt dort Gottesdienste. Am 9. September 1903 wurde er vom obersten Kirchenleiter, [[Stammapostel]] [[Friedrich Krebs]], zum Bischof ordiniert. Von Stammapostel [[Hermann Niehaus]], der seit 1905 dieses Amt innehatte, wurde er 1905 zum Apostelhelfer und am 12. August 1906 zum [[Apostel]] ausgesondert. In diesem Amt betreute er die Gemeinden in Mitteldeutschland und Württemberg, zeitweise auch in Baden, Elsass-Lothringen und der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1907 heiratete er in Dresden die Witwe Margarethe Engel, die aus erster Ehe eine Tochter mitbrachte. Die junge Familie verlegte ihren Wohnsitz nach Frankfurt am Main. Dem Ehepaar wurden die Söhne [[Friedrich Bischoff|Friedrich]] (1909), Ernst und Otto (1910) geboren (letzterer verstarb kurz nach der Geburt). Außerdem nahmen sie noch drei verwaiste Pflegetöchter bei sich auf, darunter die Mutter des ehemaligen Stammapostels [[Wilhelm Leber]]. Johann G. Bischoff wurde am 8. Oktober 1916 als Sergeant in den Heeresdienst eingezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der damalige Apostel [[Carl August Brückner]] beschrieb das Einrücken Bischoffs so: „... o wehe den Feinden Deutschlands, nun aber war die Bundeslade des Herrn ins deutsche Heerlager gekommen, nun aber war das Schicksal der Feinde besiegelt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Witlof: &#039;&#039;Durch Nacht zum Licht&#039;&#039; Dresden 1921, Seite 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 12. Mai 1917 wurde er aufgrund der Erreichung der Altersgrenze bereits wieder aus dem Heeresdienst entlassen. Ab 1918 wurde Bischoff zunehmend ein enger Vertrauter des Stammapostels Niehaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Oktober 1920 ordinierte ihn dieser in Anwesenheit aller Apostel zu seinem Helfer und Stellvertreter. Vier Jahre später, am 14. Dezember 1924, bestimmte Niehaus Bischoff zu seinem Nachfolger. Ursprünglich war dazu der sächsische Apostel Carl August Brückner vorgesehen gewesen. Dieser hatte jedoch seit 1917 die zunehmend von Träumen und Visionen geleitete Führung von Niehaus und den Machtanspruch des Stammapostelamtes in Frage gestellt und war am 17. April 1921 aus der Kirche ausgeschlossen worden. Er gründete mit dem sächsischen Apostel [[Max Ecke]], vielen Amtsträgern und etwa 6.000 Mitgliedern den [[RAG|Reformiert-Apostolischen Gemeindebund]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. September 1930 trat Bischoff das Stammapostelamt in einem Festgottesdienst in Berlin-Südost an, nachdem Niehaus einen Tag zuvor von der Apostelversammlung in den Ruhestand versetzt worden war. Niehaus war gesundheitlich stark angeschlagen, da er sich von einem Sturz, welchen er sich am Tag nach seinem 25. Amtsjubiläums am 25. Januar 1930 in Quelle zugezogen hatte, nicht mehr erholt hatte. Der niederländische Apostel van Oosbree teilte in Berlin mit, dass die Apostelversammlung während ihrer Tagung in Holland bereits am 25. August 1930 die Übernahme des Amtes durch Bischoff beschlossen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Gottesdienstbericht vom 21. September 1930 in Berlin-Südost&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1934 heiratete er 1936 Pauline Elsässer und verzog mit ihr in ein neu erbautes Haus in der Bernusstraße in Frankfurt am Main. Nach dem Tod seiner zweiten Ehefrau im Jahr 1944 ging er 1945 mit Elisabeth Hofmann seine dritte Ehe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Amtstätigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Weinkanne 1.jpg|thumb|right|Stammapostel Bischoff im Jahr 1935 am Altar bei einem Festgottesdienst in Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
Bischoff vertrat ursprünglich in der damaligen Neuapostolischen Gemeinde gemeinsam mit dem Apostel [[Carl August Brückner]] recht „freisinnige“ Ideen. 1918 schrieb er an seinen Mitapostel: „Es ist ein Wahn zu glauben, Jesus wohne nur im Fleisch des Apostels&amp;amp;nbsp;… Wie hart war man gegenüber Andersgläubigen! Wie hat man die oft verdammt?! Aber&amp;amp;nbsp;– man hat nicht bedacht, daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; in des Vaters Hause viele Wohnungen sind und daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; der liebe Gott viele Lehrkörper auf Erden hat&amp;amp;nbsp;… Es kommt leider nur zu oft vor, daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; den Gesandten [=den Aposteln] mehr Ehre gezollt wird als dem Sender, und dahin müssen wir kommen, daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; der Herr als Grund und Eckstein an den richtigen Platz kommt in seinem Werk“.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher – Grübler – Enthusiasten&#039;&#039;; 1982; S. 502&amp;lt;/ref&amp;gt; 1919/1920 kam es jedoch zu einem Bruch zwischen Bischoff und Brückner, da sich Bischoff von der reformatorischen Linie Brückners wieder entfernte und sich mehr zum Stammapostel Niehaus hielt, während Brückner von dessen Linie eher abrückte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war bei den Kirchenmitgliedern üblich, dass sie dem Stammapostel nicht nur restlos vertrauten, sondern ihn sogar als direkten Stellvertreter Jesu Christi auf Erden ansahen. Diese Tradition rührte noch aus den Zeiten von Stammapostel [[Friedrich Krebs]] und seiner später so genannten „Lehre vom Neuen Licht“, die unter anderem besagte, dass das Haupt Jesu Christi im Stammapostel, bzw. Jesus Christus im Apostelamt Fleisch geworden sei. In der &#039;&#039;Wächterstimme&#039;&#039; von 1949, deren Herausgeber J.G. Bischoff war, hieß es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wer sich dieses im Besitz des Stammapostels befindlichen Schlüssels bedienen will, muß das Herz jenes Mannes besitzen, der das völlige Vertrauen des Sohnes Gottes sein eigen nennen darf. Ihm nicht restlos zu vertrauen und seinem Worte nur in Gedanken widerstehen zu wollen heißt, sich wider den Sohn Gottes zu versündigen. Wem der Vater so sein Vertrauen schenkt, wie dem gegenwärtigen Stammapostel, dem sollten wir armen schwachen Menschen doch erst recht restlos vertrauen. Aber gerade darin liegt oft die Tragik einer von Gott besonders gesegneten Schar, daß sie das edelste, was sie besitzt, nicht zu schätzen weiß.&amp;lt;ref&amp;gt;J.G. Bischoff [Hrsg.]: &#039;&#039;Wächterstimme&#039;&#039;, 48. Jg. Nr. 1, 1.10.1949, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 empfahl Stammapostel Bischoff seinen Bezirksaposteln, den „Gottesdienst für die Entschlafenen [Toten]“ (eine Sonderlehre der Neuapostolischen Kirche) jeweils am 2. Weihnachtsfeiertag abzuhalten, 1950 verlegte er diesen Gottesdienst für alle verbindlich auf den ersten Novembersonntag, zwei Jahre später ordnete er unter dem Eindruck seiner „Botschaft“ an, dass die Totengottesdienste dreimal pro Jahr stattfinden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Knobloch und Walter Drave: &#039;&#039;Das Entschlafenenwesen&#039;&#039;, Zürich 1986, Eigenverlag, o. ISBN&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Federführung Bischoffs fand 1946 der erste „Übertragungsgottesdienst“ der Neuapostolischen Kirche in Reutlingen statt, zu welchem die Nachbargemeinde per Postkabel über Ton angeschlossen war. Diese neuen technischen Möglichkeiten gipfelten während seiner Amtszeit unter anderem 1956 in einem Gottesdienst in Frankfurt am Main, zu dem 196.000 Mitglieder in 321 Gemeinden über Postkabel angeschlossen waren. In den späten 1940er Jahren führte Bischoff auch die bezirksübergreifenden Kindergottesdienste in der Neuapostolischen Kirche ein, die bis heute Tradition haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 und 1956 besuchte er die Gemeinden in Nordamerika, weitere längere Reisen unternahm er nicht. Aus Erzählungen ist bekannt, dass er die schnelle Fahrt mit Kraftfahrzeugen liebte und sich damit auch zu den meisten Gottesdiensten in Deutschland und den umliegenden Gebieten fahren ließ. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren zwischen 1941 und 1946 war seine Reisetätigkeit stark eingeschränkt, so dass er in der Regel in Frankfurt und Umgebung Gottesdienste hielt. Für die Betreuung der Gemeindemitglieder in Afrika, Australien und Asien setzte er 1933 [[Heinrich Franz Schlaphoff]] aus Südafrika als Stammapostelhelfer ein, welcher nach unterschiedlicher Darstellung entweder 1954 sein Amt selbst zurückgab oder von Stammapostel Bischoff des Amtes enthoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Holland kommt es nach dem Tode des von Niehaus als Stammapostelhelfer eingesetzten Apostels van Oosbree 1946 zum Eklat. Dieser hatte testamentarisch Lambertus Slok zu seinem Nachfolger bestimmt, was in Frankfurt auf Ablehnung stieß. Bischoff setzte stattdessen Jan Jochems zum niederländischen Apostel und ging somit in Opposition zu den Oosbree-Getreuen. Die Mehrheit der apostolischen Gläubigen trennten sich: Rund 25.000 folgten Slok, der die Apostolisch Genootschap gründete, Bischoff blieben gerade noch 6.000 Mitglieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Koch: „Divergierende Tendenzen in der NAK der Nachkriegsjahre“ 2011, abgerufen am 23. Dezember 2011 unter [http://glaubenskultur.de/premiumartikel-1589.html]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon mindestens seit 1948 steht der Bezirksälteste [[Jakob Bitsch]] aus Gronau bei Bensheim, dessen Vater mit Bischoff aus der gemeinsamen Soldatenzeit befreundet war, in einem Konflikt mit dem Stammapostel. Er kritisiert „die aufwendige Lebensführung der Familie Bischoff“ und das autoritäre Stammapostel-System und spaltet sich schließlich 1949 mit etwa 21 Gemeinden von der Neuapostolischen Kirche ab. Die etwa 1000 Seelen schlossen sich unter dem Namen „Christen unserer Zeit“ zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Protokoll der Apostelversammlung vom 02.08.1948 in Quelle bei Bielefeld&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher Grübler Enthusiasten&#039;&#039; Stuttgart 1958, S. 642&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 kam es wohl zu einem Annäherungsversuch zwischen einigen 1921 ausgeschlossenen Mitgliedern, welche sich zum Reformiert-Apostolischen Gemeindebund zählten, und der Neuapostolischen Kirche. Stammapostel J.G. Bischoff wies dies, schon unter dem Einfluss der nahenden Botschaft, zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;J. G. Bischoff: Schreiben an die Apostel vom 2. September 1949, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Bischoffs Amtszeit wurden 74 Apostel ordiniert, das waren mehr Aposteleinsetzungen als in der Geschichte der Neuapostolischen Kirche zuvor. Acht dieser eingesetzten Apostel wurden von ihm des Amtes enthoben und diese und weitere aus der Kirche ausgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostel_der_Neuapostolischen_Kirche apwiki.de - Apostel der Neuapostolischen Kirche]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlegertätigkeiten und „Friedrich-Bischoff-Verlag“ ==&lt;br /&gt;
Bereits seit 1918 gab Bischoff regelmäßig gedruckte Rundschreiben mit Predigtanleitungen an die Amtsträger seines Arbeitsbereiches heraus, die ab 1922 dann sogar deutschlandweit an alle Amtsträger verschickt wurden. Ab 1926 hießen die Rundschreiben „Amtsblätter“. Im November 1928 verlegte J.G. Bischoff im Auftrag des damaligen Stammapostels Niehaus die Produktion der Schriften des Neuapostolischen Verlages von Leipzig nach Frankfurt. Seinen 19jährigen Sohn Friedrich Bischoff bestellte er als Geschäftsführer der neu gegründeten &amp;quot;Neuapostolischen Hausdruckerei&amp;quot; mit einem Gehalt von 400 Reichsmark. Ab Januar 1929 erschienen alle Zeitschriften in Frankfurt. Unter seiner Federführung wurden zwischen 1928 und 1933 auch die Bücher &#039;&#039;Der Größte unter ihnen&#039;&#039;, &#039;&#039;Das Leben nach dem Tode&#039;&#039;, &#039;&#039;Die Vollendung&#039;&#039; und &#039;&#039;Das Zeugnis der Apostel&#039;&#039; herausgegeben. Zu den beiden letztgenannten Werken gab es seit der Jahrtausendwende Plagiatsvorwürfe. Zumindest für das Buch &#039;&#039;Die Vollendung&#039;&#039; räumte die Kirche 2007 vollumfänglich ein, dass es sich um ein Plagiat handele.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/GNK_07_D_Stellungnahme_zu_Plagiatsvorw__rfen.pdf nak.org - Stellungnahme zu den Plagiats-Vorwürfen im Internet]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1932 schloss der Stammapostel Johann Gottfried Bischoff mit seinem Sohn Friedrich Bischoff einen Liefervertrag, der es dem Sohn erlaubte, für vorerst sieben Jahre die ehemalige Hausdruckerei der Neuapostolischen Kirche zu übernehmen. Der Stammapostel selbst verzichtete auf sein Gehalt als Kirchenoberhaupt und lebte von seinen schriftstellerischen Tantiemen der kircheneigenen Publikationen. Der Vertrag für den nunmehr „Friedrich-Bischoff-Verlag“ sah vor, dass dieser sich jeweils um fünf weitere Jahre verlängerte, wenn er nicht gekündigt würde. Im Jahr [[1950]] verlängerte der Stammapostel ohne Zustimmung des Apostelkollegiums die Laufzeit bis 1975. Begründet wurde diese Verlängerung mit „hohem Investitionsbedarf“ und der Notwendigkeit einer „langfristigen Absicherung“. Das Apostelkollegium wurde nachträglich davon in Kenntnis gesetzt. Dies führte zu Unstimmigkeiten bei den Aposteln der Neuapostolischen Kirche. Ein Anwalt überprüfte den Sachverhalt und stellte fest, dass die Verlängerung zumindest rechtlich einwandfrei vollzogen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Juni 1933 wurde der „Deutsche Buchverlag“, für den der Bischoff-Verlag druckte, verboten und Friedrich Bischoff zu Verhören bei der Gestapo vorgeladen. Grund war dessen enge Zusammenarbeit und freundschaftliche Beziehung mit dem Geschäftsführer des Buchverlages, dem bekennenden jüdischen NS-Gegner Frank Arnau. In dieser Situation schienen auch die kircheneigenen Zeitschriften in Gefahr, so dass Friedrich Bischoff einen Antrag die Mitgliedschaft in der NSDAP stellte. Etwa gleichzeitig stellte er einen Antrag auf Mitgliedschaft in der SS, der aber später zurückgezogen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Rother: „Geschichte des Friedrich Bischoff Verlages“, vorgetragen am 2. Oktober 2011 in Frankfurt am Main anlässlich einer Vortragsveranstaltung des Netzwerk Apostolische Geschichte, basierend auf einer bis 2011 unveröffentlichten Magisterarbeit aus den 1980-er Jahren und unveröffentlichten Quellen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. Dezember 1933 wird im Friedrich-Bischoff-Verlag auch die Zeitschrift „Unsere Familie“ herausgegeben. Die Erstausgabe musste rechtzeitig vor dem von der NS-Regierung geplanten Verbot von Zeitschriftenneugründungen vorgenommen werden, da ab [[1934]] eine neue Zeitschrift nicht mehr zugelassen worden wäre. Diesen wertvollen Hinweis bekam die Familie Bischoff von Frank Arnau. Ab jener Zeit wurde zunehmend auch nationalsozialistische Propaganda in den kircheneigenen Erzeugnissen gedruckt. Ebenso musste ein Vertreter der Reichsschrifttumskammer im Verlag zwangsbeschäftigt werden. Die Zeitschriften und die Verlagsproduktion wurden während der Kriegsjahre ab 1941 schrittweise eingestellt und die Druckerei zwangsverpachtet. [[1949]] nahm der Verlag die Produktion wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 kam es zwischen dem Schweizer Apostel Ernst Güttinger und Friedrich Bischoff zu einem Streit, welcher auch durch die Einwirkung von Stammapostel Bischoff nicht geschlichtet werden konnte. Ernst Güttinger verkündete, dass die Bezirksvorsteherversammlung in der Schweiz beschlossen hatte, dass die NS-gefärbten Zeitschriften des Verlages nicht mehr abgenommen werden und die Schweizer Neuapostolische Kirche eigene Druckerzeugnisse herstellen würde. Obwohl der Verlag anscheinend das Recht hatte, auch von Propaganda bereinigte Versionen der Zeitschriften ins Ausland zu liefern, tat Friedrich Bischoff dies nicht. Der Streit schien neben den politischen Implikationen auch persönliche Gründe zu haben. Letztendlich verbot Friedrich Bischoff den Schweizern die Nutzung der deutschen Titel der Zeitschriften, so dass die Neuapostolische Kirche in der Schweiz bis in die 1960er Jahre eigene Zeitschriften herausbrachte. Entgegen Behauptungen in manchen älteren Ausarbeitungen waren nach aktueller Quellenlage eventuelle Ausfuhrbeschränkungen kein Grund für die Einstellung der Lieferungen in die Schweiz. Es gibt auch keine Hinweise darauf, warum es J.G. Bischoff als Stammapostel nicht gelang, diesen Streit zu schlichten, oder wie seine letztliche Haltung zu dieser Frage war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker werfen der Familie Bischoff vor, dass sie sich durch die Übernahme des Verlages durch die Familie bereichern wollte. Tatsächlich erlangte die Familie um J.G. Bischoff und seinen Sohn auch in Zeiten der Not augenscheinlich einen recht großen Reichtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(siehe auch: [[Neuapostolische Kirche im Dritten Reich]])&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon unter den Stammaposteln Krebs und Niehaus entwickelte sich ein Führerkult, ebenso waren jene der Ansicht, dass auch der Staat durch einen Führer geleitet werden muss. Deshalb war ein nationalistisches Denken durchaus üblich und wurde ebenso auch durch Predigt oder Beiträgen in Druckerzeugnissen unterstützt. Zur Zeit des ersten Weltkrieges trat dies besonders heraus, aber auch danach waren Bismarck-Zitate in der „Neuapostolischen Rundschau“ nicht unüblich. Über die Führerkultur schreibt Niehaus 1929 im Heft „Ist das Stammapostelamt eine göttliche Einrichtung“: &#039;&#039;„Jedes Land hat seinen Führer. Eine zielbewußte, geordnete Obrigkeit ist auch Gottes Wille und lag von jeher in seiner Vorsehung.“&#039;&#039; oder &#039;&#039;„Ohne einen von Gott erwählten Führer ist die Vollendung des Erlösungswerkes unmöglich.“&#039;&#039; Im „Neuapostolischen Sonntagsblatt“ vom 19. Juni 1908 schrieb Niehaus: &#039;&#039;„Treue zu Gott und Treue zum Kaiser!“&#039;&#039; Auch in einer anderen Weise wurde die Übertragung und Befürwortung des Führerkultes auf die Neuapostolische Kirche deutlich, denn man dichtete das volkstümliche Kaisergeburtstagslied &#039;&#039;„[[Vater, kröne du mit Segen]]“&#039;&#039; auf den Stammapostel und Apostel um und sang es an dessen Geburtstagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Ordnung wuchs auch Stammapostel Bischoff auf und lernte die Neuapostolische Kirche kennen. Er übernahm die Führerkultur und sah die Pflichten gegenüber dem Staat und der Obrigkeit nach wie vor als wichtiges Merkmal eines neuapostolischen Christen: &#039;&#039;„Von einem neuapostolischen Christen wird gefordert, daß er seine Pflichten gegenüber Staat und Obrigkeit gewissenhaft erfüllt und daß er sich als wertvolles Glied der menschlichen Gemeinschaft erweist.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Fragen und Antworten über den Neuapostolischen Glauben&#039;&#039;, Hrsg. Apostelkollegium 1930, Frage 254&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nimmt er 1930 in „&#039;&#039;Fragen und Antworten&#039;&#039;“, eine Art [[Katechismus]] der NAK, den zehnten Glaubensartikel wieder auf: &#039;&#039;„Ich glaube, dass&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; die Obrigkeit Gottes Dienerin ist uns zugute, und wer der Obrigkeit widerstrebt, der widerstrebt Gottes Ordnung, weil sie von Gott verordnet ist.“&#039;&#039; (Römer 13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 lässt Bischoff die neuen Richtlinien für die Amtsträger der Neuapostolischen Kirche herausgegeben, darin heißt es auf Seite 15: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Auch sollten sich die Amtsbrüder besonders davor hüten, von Politik etwas zu erwähnen oder in die Politik einzugreifen und die Geschwister damit in irgendeiner Weise zu beeinflussen. Die NAK betreibt keine Politik.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser eindeutigen Aussage predigt Bischoff zum &#039;&#039;[[Tag von Potsdam]]&#039;&#039;, dem 21. März 1933, in einem Festgottesdienst über [[Jesus Sirach|Sirach 10,5]], dass jetzt der von Gott gesandte Führer gekommen sei. Den Text der Ansprache ließ er samt vielen Unterlagen in die Reichskanzlei schicken. In einem Rundschreiben an die Amtsträger vom 25. April 1933 heißt es, dass es bei Eintrittsgesuchen von Mitgliedern aufgelöster staatsfeindlicher und freidenkerischer Organisationen in Zweifelsfällen gut sein werde, „die Personalien solcher Personen der zuständigen Ortsgruppe der NSDAP zur Nachprüfung vorzulegen“ und ihre Aufnahme erst nach dem Vorliegen einer Unbedenklichkeitserklärung der NSDAP zu vollziehen. Am 1. August 1933 wurde in den „Frankfurter Nachrichten“ ein Bericht unter dem Titel „Unsere Zukunft liegt in Deutschland“ abgedruckt. Demzufolge sagte der &#039;&#039;Beauftragte der NSDAP&#039;&#039;, Fritz Bischoff, dass die NAK etwa 2.000 Gemeinden mit 100.000 Mitglieder in Deutschland hat und die meisten davon Nationalsozialisten sind und ihren Dienst der Regierung zur Verfügung stellen. Weiter werden Sammlungen für wohltätige Zwecke erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;„Frankfurter Nachrichten“ vom  1. August 1933&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1935]] strich man im Titel der Zeitschrift &#039;&#039;Wächterstimme aus Zion&#039;&#039; das hebräische Wort „Zion“. Im 1938er &#039;&#039;Lehrbuch&#039;&#039; der NAK wurde zu der Frage 172 festgestellt, dass „dem Aufnahmegesuch nicht entsprochen werden kann, wenn der Aufzunehmende sich im Widerspruch zur Staatsführung befindet, die der Neuapostolischen Kirche die Ausführung ihrer seelsorgerischen Tätigkeiten gestattet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher – Grübler – Enthusiasten&#039;&#039;; 1982; S. 477&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gründe für diese Veränderungen waren ein Anfang 1933 plötzlich auftretendes Verbot aller religiösen Sondergemeinschaften und damit auch der Neuapostolischen Kirche. Johann Gottfried Bischoff versuchte gute Beziehungen zum nationalsozialistischen Regime aufzubauen, um einen Teil der Verbote aufzuheben. Nach Schilderung der NAK sei es unter größten Schwierigkeiten gelungen, einen Teil dieser Verbote rückgängig zu machen. Darauf würden auch die anderen gegen die NAK ergriffenen Maßnahmen hinweisen: Die Nazi-Regierung habe die NAK mit ungewöhnlich hohen Steuern belastet, die Betreuung der Jugend sei unterdrückt worden, der Kauf von Grundstücken und der Bau von Kapellen abgelehnt worden, die Opfer durften nicht mehr erhoben werden, das Erscheinen der kircheneigenen Zeitschriften sei verboten worden, Bibeln und Gesangbücher hätten nicht mehr gedruckt werden dürfen. Die zur Gemeinde gehörenden Mitglieder jüdischer Abstammung seien nicht abgestoßen, sondern in jeder nur möglichen Weise unterstützt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;naki.org: [http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/Infoabend_041207_Geschichte_Internetversion.pdf Geschichte der Neuapostolischen Kirche]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem 1. September 1940 durften laut Vorgabe durch den Reichsminister für kirchliche Angelegenheiten Wehrmachtsangehörige nicht mehr religiös betreut werden, damit entfiel auch die Versendung der ausgesonderten Hostien per Feldpostbriefe. Ab 1941 wurde sukzessive die Herausgabe aller kircheneigenen Zeitschriften verboten und eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen diesen Darstellungen verzeichnete die NAK im Dritten Reich jedoch in Deutschland ein recht großes Mitgliederwachstum, während andere Glaubensgemeinschaften gezwungen waren, in den Untergrund zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Gottfried Bischoff musste nach Kriegsende sein unversehrtes Haus zwangsräumen und verzog zurück in das kircheneigene Gebäude in der Sophienstraße. Unter Einwirkung eines amerikanischen Mitgliedes der NAK bei der Besatzungsmacht durfte Bischoff später wieder zurück in sein Haus ziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 65 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit – Bischoffs „Botschaft“ ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;weiteres siehe auch im Artikel : [[Botschaft|Botschaft des Stammapostels Bischoff]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung der „Botschaft“ ===&lt;br /&gt;
Bereits 1940 und dann besonders nach dem Krieg wurde im Apostelkollegium der Wunsch zur Ernennung eines Nachfolgers für den bereits über 65jährigen Stammapostel thematisiert. Die Apostel stimmten sich 1947 untereinander ab und bei der ersten regulären Apostelversammlung nach dem Krieg am 21. Mai 1948 in Frankfurt wurde mittels Stimmkarten Bezirkspostel [[Peter Kuhlen]] aus dem Rheinland und Westfalen im 2. Wahlgang einstimmig zum Nachfolger gewählt. Er wurde dann in einem festlichen Gottesdienst am 1. August 1948 in der Bielefelder Oetkerhalle ins Stammapostelamt eingesetzt und sollte bis zur Amtsübernahme als Stammapostelhelfer wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit kam es außerdem zu Satzungsänderungen, die eine eher kollektive Kirchenleitung durch das Apostelkollegium etablierten. Dem Stammapostel und insbesondere seinem Sohn, dem Verlagsinhaber der neuapostolischen Presse, missfiel dies und es kam offenbar zu Intrigen gegen den designierten Nachfolger Kuhlen. Auch wurden vom Stammapostel 1950 und 1951 besonders viele treue Apostel ordiniert, die die Mehrheitsverhältnisse im Apostelkollegium zu seinen Gunsten verschoben. Insbesondere in der neuapostolischen Presse wurde indirekt gegen die Legitimität des Nachfolgers Stellung bezogen, so schrieb das „Amtsblatt“ vom 15. September 1950:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Eine Reihe von Menschen kann durch Mehrheitsbeschluß eine Meinung äußern, ohne dabei eins zu sein. Die Apostel des Herrn aber wollen mit dem ihnen von Gott gegebenen Haupt eins sein, so wie der Sohn mit dem Vater eins war und ist. Für sie gibt es keinen Mehrheitsbeschluß, keine Wahl und kein Stimmverhältnis. Auf solchen Voraussetzungen getroffene Entscheide hätten vor der Kraft des Glaubens keinen Bestand und müßten von allen Gläubigen und Getreuen verworfen werden. ... Völlig eins werden können nur solche Menschen, in denen ein und derselbe Geist herrscht. Ist man also mit den Gedanken, den Ausführungen und Anordnungen des Stammapostels nicht ganz einverstanden und hat noch seine eigene Meinung, dann – ja dann herrscht eben ein anderer Geist in den Betreffenden. Der Stammapostel ist eben nicht sein Haupt. Wäre es denkbar, dass ein gesundes Glied eines gesunden Körpers etwas anderes wollte oder tun würde, als was das Haupt will? Kann in einer Rebe ein anderer Saft sein, als im Stamm? – Das alles ist undenkbar im alltäglichen Erleben sowohl wie im Werk Gottes.&amp;lt;ref&amp;gt;„Amtsblatt“ vom 15. September 1950&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf folgte eine Predigtoffensive im Oktober in Württemberg (siehe unten). Am 15. Oktober 1950 erschien in der Wächterstimme ein Artikel als Rückblick auf den 21. September 1950, das 20. Amtsjubiläum als Stammapostel. In diesem werden die Ordinationsworte von 1924 abgedruckt und in Fettdruck steht dort: &amp;quot;Sei und &#039;&#039;&#039;bleibe&#039;&#039;&#039; die Krone des ganzen Gottesvolkers&amp;quot;. Am Schluss des Artikels steht: &amp;quot;&#039;&#039;&#039;Dieser Jünger stirbt nicht!&#039;&#039;&#039; (Johannes 21,23)&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 154f&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kam dann im November 1950 zu einem Artikel im Kalender für 1951, in dem es hieß, „dass dem Stammapostel noch kein Nachfolger gezeigt worden sei“. Dies stand in offenem Widerspruch zur Ordination und zum Wirken des Stammapostel(helfer)s [[Peter Kuhlen|Kuhlen]] seit 1948, der sich aufgrund der vielen Vorfälle am 25. November 1950 zum Rücktritt entschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit kam es in den Gemeinden im Saarland, das nach dem Krieg nicht von den deutschen Aposteln wegen deren NSDAP-Mitgliedschaft betreut werden durfte, zu Konflikten. Eine Zeitlang betreuten die Schweizer Apostel Ernst Güttinger und Rudolf Schneider die Saarländer, doch wurden diese besonders von den deutschnationalen Mitgliedern nicht akzeptiert. Es bildeten sich im Saarland zwei Gruppen. Als zur Apostelversammlung am 27. März 1951 die Altersgrenze für Apostel auf 70 Jahre gesetzt wurde, gingen die Apostel Güttinger und Schneider auf Veranlassung von Stammapostel Bischoff in den Ruhestand. Die Leitung übernahm kurzfristig Apostel Otto Güttinger aus der Schweiz und dann Apostel Georg Schall aus Württemberg ohne dass die Konflikte beigelegt werden konnten. Wenige Monate später wurde Apostel Chrétien Dauber aus Frankreich als neuer Bezirksapostel für das Saarland eingesetzt, welcher besonders intensiv auch die aufkommende „Botschaft“ des Stammapostels predigte. Dies verstärkte die Fronten und den Widerstand, so dass am 17. Dezember 1951 über 1.200 Mitglieder durch Beschluss des Apostelkollegiums aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen wurden und dann die „Apostolische Gemeinde des Saarlandes“ gründeten.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Schmidt: &#039;&#039;Die Wahrheit&#039;&#039;, Eigenverlag, o.J. vermutlich 1960-er Jahre&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Protokoll der Mitglieder-Versammlung des Apostelkollegiums der Neuapostolischen Kirche vom 17. Dezember 1951&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am ersten [[Weihnachten|Weihnachtstag]] 1951 verkündete Bischoff in Gießen, dass er der letzte Stammapostel sei. Jesus werde zu seinen Lebzeiten wiederkommen. Wörtlich hieß es:&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Kuhlen: &#039;&#039;Ereignisse in der NAK, die zur Gründung der Apostolischen Gemeinde geführt haben&#039;&#039;; S. 48; [ohne Ort, ohne Jahr]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat|Tag und Stunde, wann der Herr kommt, wissen wir nicht. Aber ich persönlich bin überzeugt, dass die Zubereitung des königlichen Priestertums in der Zeit erfolgt, in der ich noch vorhanden bin,&amp;amp;nbsp;… Das Zeichen hierfür besteht darin, daß der Herr zu meiner Zeit in Erscheinung tritt und Abschluss seines Werkes macht&amp;amp;nbsp;… Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. So steht es im Ratschluß unseres Gottes, so ist es festgelegt, und so wird es der Herr bestätigen!}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Tag galt fast 60 Jahre lang als erster Tag der Verkündigung der sogenannten &#039;&#039;Botschaft&#039;&#039; von J.G. Bischoff. Über viele Jahre hinweg gab es verschiedene Gerüchte über die Entstehung der Verheißung, die wegen ihrer Nichterfüllung aufgrund des Todes des Stammapostels 1960, bis heute offiziell ein Tabuthema in der Neuapostolischen Kirche darstellt. Alle kircheneigenen Quellen waren verschlossen, und erst im Jahr 2010 lieferte Michael Koch, Redakteur des Webmagazins &#039;&#039;glaubenskultur.de&#039;&#039; und Mitglied der Neuapostolischen Kirche, eine erste neuapostolische Ausarbeitung und stellte darin fest, dass die Botschaft nicht plötzlich entstanden, demzufolge keine Offenbarung war und auch nicht in Gießen das erste Mal verkündigt worden sei.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Entstehung des Dogmas, der Herr käme zur Lebzeit Johann Gottfried Bischoffs - Eine Betrachtung der Jahre 1945-1952&#039;&#039; von Miachel Koch in &#039;&#039;Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts&#039;&#039;, Edition Punctum Saliens, Bielefeld 2009 ISBN:978-3-939291-06-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„Die Geburt eines Mythos“, Ausarbeitungsreihe veröffentlicht auf [http://glaubenskultur.de/premiumartikel.php?id=1562 glaubenskultur.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnliche Ansätze hatte es bereits in den 1950er Jahren von der abgespalteten [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] und auch schon von  [[Helmut Obst|Prof. Dr. Helmut Obst]] in seinem Standardwerk &#039;&#039;Apostel und Propheten der Neuzeit&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Obst: &#039;&#039;Apostel und Propheten der Neuzeit&#039;&#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht 2000, 4. Auflage, ISBN 3-525-55439-7&amp;lt;/ref&amp;gt;, welches bereits in den 1980-er Jahren erschien, oder beispielsweise auch R. Stiegelmeyr in seiner Botschafts-Ausarbeitung von 2007&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kirchenreform.jimdo.com/app/download/5536088209/4ef060c7/5fd1e9c8f6d7c47c6637b642c3d2d9195081c0f0/MIR-Botschaftsaufsatz.pdf?t=1324142891 Botschaftsaufsatz von Rudolf Stieglmeyr aus dem Jahr 2007 als PDF]&amp;lt;/ref&amp;gt; gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der Amtstätigkeit Bischoffs als Stammapostel war er noch deutlich gegen eine zeitliche Festlegung der Wiederkunft Christi gewesen. So druckte die „Wächterstimme“ am 1. Mai 1932 einen Artikel: „Es gebührt euch nicht zu wissen Zeit oder Stunde ... Alle, die sich damit befaßt haben, mußten bis jetzt eine schmähliche Enttäuschung erleben. Für die Kinder Gottes ist es nicht Hauptsache, zu wissen, wann der Herr kommt ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Materialdienst der EZW, 19. Jahrgang, 1956, Nummer 3, Seite 30&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch ab dem Beginn der 1940-er Jahre vertrat er in seinen Predigten die Meinung, dass die Vollendungszeit angebrochen sei, dies war in den Jahrzehnten zuvor keine unmittelbare Lehrgrundlage in der Neuapostolischen Kirche. Er deutete 1945, unter dem Eindruck der Bombenangriffe zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland, die Zeit als jene der Ausgießung der siebenten Zornschale, von welcher in der Offenbarung Johannes zu lesen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 20. Mai 1945&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem Jahre 1947 begann Bischoff darüber zu predigen, dass er persönlich den Herrn täglich erwarten würde, dies aber sein persönlicher Glaube sei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich persönlich erwarte den Herrn täglich. Damit will ich nicht sagen, dass er heute, morgen oder in 4 Wochen oder in 1 Jahr oder wie es auch sei kommt; den Tag und Stunde weiss einfach niemand. ... Aber es kann mir doch niemand für übel nehmen, dass ich den Herrn täglich erwarte und mich entsprechend einstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 25. Mai 1947 in Stuttgart-Süd&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Naherwartung der Wiederkunft Christi war jedoch seit der Gründung der Kirche ein fundamentaler Glaubensstandpunkt und in soweit nichts Besonderes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er predigte aber auch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich sage euch nicht zu viel, wenn ich erwähne, daß wir verschiedene Geschwister, selbst Amtsträger haben, die bereits die Verheißung des Herrn empfingen, daß sie nicht mehr sterben, sondern verwandelt werden. Das sind doch auch göttliche Zusagen!&amp;lt;ref&amp;gt;Gottesdienst am 22. Juni 1947 in Dinslaken. Zitiert nach „Brief der Apostel, Bischöfe und Bezirksältesten des Apostelbezirks Düsseldorf an den Stammapostel J.G. Bischoff“, Düsseldorf, den 6. Januar 1955&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 führte der Stammapostel auf eine Co-Predigt eines Amtsträgers aus, dass er persönlich an die Wiederkunft Jesu Christi zu seiner Lebenszeit glaube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Nun freue ich mich ganz besonders, daß ihr das auch einmal aus dem Munde eines Bezirksältesten aus einem anderen Apostelbezirk gehört habt; denn wenn ich da und dort gesagt habe: ‚Jedes Gotteskind hat das Recht zu glauben, daß der Herr in der Zeit seiner Erdentage kommt,’ dann hat man mir das verschiedentlich übel genommen und gesagt: Ja, wie kann denn der Stammapostel, wo er doch so alt ist, so etwas sagen als ob der Herr zu seiner Zeit kommen würde! Ich habe noch nie behauptet: Der Herr muß zu meiner Zeit kommen! sondern gesagt: Ich glaube und hoffe, daß er zu meiner Zeit kommt. – Diesen Glauben und diese Hoffnung darf jedes Gotteskind für seine Person haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 27. Juni 1948 in Frankfurt-Südwest&amp;lt;/ref&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren relativierte er mehrmals die Aussagen, dass der Herr zu seiner Lebenszeit kommen müsste. Es sei lediglich sein persönlicher Glaube, so Bischoff, doch stellte er jedem Gläubigen frei, dieses ebenfalls zu glauben: „Ich habe noch nie gelehrt, daß der Herr das tun müßte. Zu glauben, daß der Herr zu unserer Zeit kommt, das kann uns niemand verbieten und wird auch nicht verboten, denn die, die ein Ziel vor Augen haben, bereiten sich auch entsprechend vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Brot des Lebens - Zeitschrift zur Förderung des Glaubens der Neuapostolischen Gemeinden der Schweiz&#039;&#039; 9. Jahrgang, Nr. 20 vom 15.10.1948, Seite 154, Hrsg: Neuapostolische Gemeinden der Schweiz&amp;lt;/ref&amp;gt; In jener Zeit verstärkte die kircheneigene Zeitschrift „Das Amtsblatt - Monatsschrift für die Amtsträger der Neuapostolischen Kirche“ durch Artikel den Glauben an die unmittelbar bevorstehende Wiederkunft Christi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1950 predigte erstmals der von J.G. Bischoff frisch eingesetzte Apostel Gottfried Rockenfelder aus Wiesbaden, dass er die felsenfeste Überzeugung hätte, „dass Gott, unser Herr, uns den Stammapostel bis zum herrlichen Morgen der ersten Auferstehung erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 13. August 1950 in Bochum (Nachmittag)&amp;lt;/ref&amp;gt; M. Koch schrieb in der Ausarbeitung dazu: „Es ist das erste Mal, dass offen eine solche Überzeugung vertreten wird: Gott wird den Stammapostel so lange erhalten, bis Jesus kommt, um die Seinen zu entrücken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Entstehung des Dogmas, der Herr käme zur Lebzeit Johann Gottfried Bischoffs - Eine Betrachtung der Jahre 1945-1952&#039;&#039; von Michael Koch in &#039;&#039;Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts.&#039;&#039; Seite 186, Edition Punctum Saliens, Bielefeld 2009 ISBN:978-3-939291-06-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 1. Oktober 1950 predigte Bischoff in zahlreichen Gottesdiensten in Süddeutschland massiv seine Überzeugung, dass der Herr zu seiner Zeit kommen würde und ein Großteil der Gläubigen nicht mehr sterben würde. Im kircheneigenen Kalender für 1951 wurde nun erstmalig auch kirchenweit die feste Ansicht Bischoffs publiziert. Die vielen Äußerungen blieben jedoch nicht ohne Wirkung, so relativierte der Stammapostel seine Überzeugung im Februar 1951 während eines Gottesdienstes in Stuttgart:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Meine lieben Brüder und Schwestern, ich möchte hier kurz erwähnen: Tag und Stunde weiss niemand. ... Weil wir aber das nicht wissen, darum habe ich mich, wenigstens für meine Person, an die Worte Jesu gehalten, in dem er sagte: ,Wachet, denn ihr wisset nicht, welcher Stunde euer Herr kommen wird’ (Matth. 24, 42). ... Ich erwarte den Herrn täglich! Das habe ich oft genug in den Gottesdiensten und auch in meinen Schriften bekanntgegeben, und das Recht hat jedes apostolische Gotteskind, das zu glauben. Ausserdem glaube ich, dass der Herr Jesus zu meiner Lebzeit kommt. Ich habe aber nicht gesagt, dass er in der Zeit kommen muss, sondern ich glaube, dass er in meiner Lebzeit kommt. Dies glaube ich nicht etwa auf Grund eines Traumes oder aus irgend einer anderen Ursache, sondern auch hierin ist mir nur sein Wort maßgebend.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Ämtergottesdienst am Sonntag nachmittag, den 18.2.1951, gehalten vom Stammapostel Bischoff in Stuttgart-Süd, wozu auch ein Teil der Frauen und Amtsbrüder eingeladen wurden.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zitat ist auch in soweit bemerkenswert, da Bischoff sagte, dass er keinen Traum hatte oder ein sonstiges prägendes Ereignis. In den folgenden Wochen schwankte J.G. Bischoff in seinen Predigten zwischen massiver Predigt seiner Überzeugung, der Herr käme zu seiner Lebenszeit und der Relativierung jener. Im Herbst 1951, zehn Wochen vor dem eigentlichen so genannten „Botschafts-Gottesdienst“, predigte Bischoff:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich habe vor Monaten gesagt: Ich glaube, dass der Herr zu meiner Lebzeit kommt. Als ich das sagte, gingen die Wogen des Unglaubens hoch und wurde die Sprache laut: Wie kann er so etwas sagen, er ist doch auch ein sterblicher Mensch gleich wie die anderen! Das änderte aber meine Überzeugung nicht. Wenn es dem lieben Gott gefällt, dass er seinen Sohn zu meiner Zeit sendet, um die Seinen zu sich zu nehmen, wer will das hindern?&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst am Sonntag vormittag, 14. Okt. 1951, gehalten vom Stammapostel Bischoff in München&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammapostel begründete nun immer mehr seine Auffassung mit den vielen Erlebnissen und Zuschriften von Kirchenmitgliedern, die entsprechende Eingebungen und Gesichte hatten. In dem nun folgendem Weihnachtsgottesdienst 1951 in Gießen wurde schon zu Beginn des Gottesdienstes der Stammapostel mittels eines vorgetragenen Gedichtes als derjenige bezeichnet, der die Braut heimführt. Diese Tendenz führte sich durch den Gottesdienst und endete in der Aussage: „Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. So steht es im Ratschluß unseres Gottes, so ist es festgelegt, und so wird es der Herr bestätigen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch wurde dieser Gottesdienst weder in der internen Verkündigung noch in der Berichterstattung in der Zeitschrift „Unsere Familie“ im März 1952 oder in der „Wächterstimme“ vom April 1952 als etwas Herausragendes betitelt, auch das Wort „Botschaft“ fiel nicht. In den folgenden Gottesdiensten vertrat J.G. Bischoff seine Auffassung ebenso nicht konsequent in jedem Gottesdienst weiter. In einem Ämtergottesdienst im Frühjahr 1952 in Frankfurt las Bischoff einige Briefe von Mitgliedern vor, die Erlebnisse und Träume schilderten, welche seine Überzeugung untermauerten.&amp;lt;ref&amp;gt;„Amtsblatt“, Sondernummer vom 8. Juni 1952&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gottesdienst bestand demnach nur aus einer kurzen Einleitung und dem Vorlesen der Briefe. Es ist weder aus diesem, noch vielen anderen Gottesdiensten eindeutig herauszulesen, wie J.G. Bischoff seine Überzeugung erlangt hatte. Einmal sprach er von einer Offenbarung&amp;lt;ref&amp;gt;Gottesdienst am 16. März 1952 in Ulm&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein anderes Mal von mehreren Offenbarungen&amp;lt;ref&amp;gt;Gottesdienst am 17. März in Stuttgart-Süd&amp;lt;/ref&amp;gt; oder aber auch von einer persönlichen Erscheinung durch Jesus Christus&amp;lt;ref&amp;gt;„Wächterstimme“ vom 15. April 1955&amp;lt;/ref&amp;gt;. Angeblich soll Bischoff nicht einmal im Familienkreis erzählt haben, wie er die vermeintliche Offenbarung erhalten habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach aktueller Quellenlage sprach erstmals Apostel Friedrich Bischoff, allerdings noch nicht im Rückblick auf den 25. Dezember 1951, im April 1952 von einer Botschaft: „Wenn nun so jemand die Botschaft hört: Jetzt ist die Zeit gekommen, in der der Herr erscheint! und er würde dann sagen: Das kann ich nicht recht fassen, das kann ich nicht glauben; wie kommt der Stammapostel dazu, so etwas zu verkündigen?, ist da der Glaubensgehorsam vollständig? Nein, ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst am Ostersonntag nachmittag, 13.4.1952, gehalten vom Stammapostel Bischoff in Tübingen a.N.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die „Botschaftszeit“ und ihre Folgen ===&lt;br /&gt;
Die Naherwartung der Wiederkunft Christi wurde nun sogar organisatorisch eingebettet, denn Bischoff selber verlegte im Juni 1952 den alljährlich am ersten Novembersonntag stattfindenden Entschlafenengottesdienst auf den 6. Juli 1952 vor, da er der Meinung war, dass der Herr noch vor November kommen würde. Seither begeht die Neuapostolische Kirche den Entschlafenengottesdienst dreimal jährlich.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Manifest über die Zustände und Tendenzen in der Neuapostolischen Gemeinde&#039;&#039;, Otto Güttinger, Zofingen 1954, Seite 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Gottesdienst am 13. Juli 1952 in Stuttgart-Süd sprach J.G. Bischoff selber von „seiner Botschaft“, die er an Weihnachten 1951 gepredigt habe. Dieser Gottesdienst gilt nach aktueller Quellenlage als Geburtsstunde der „Botschaft des J.G. Bischoff“. Erst ab jetzt stand der Weihnachtsgottesdienst 1951 im Mittelpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Bezirken wurde die Botschaft zunächst mit einer gewissen Toleranz weitergegeben bzw. gepredigt. In der Folgezeit wurde diese innerhalb der NAK allerdings immer bedeutsamer. Unter anderem sollten Aufnahmen in die NAK, die so genannten Versiegelungen, sowie Berufungen in die neuapostolischen Ämter ab September 1954 von der Annahme der Botschaft abhängig gemacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Neuapostolische Kirche: &#039;&#039;Die NAK von 1938 bis 1955, Entwicklungen und Probleme&#039;&#039;; Zürich 2007; S. 37&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Trennungen von Bischoff und der NAK ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Die_Apostolischen_in_Deutschland.jpg|thumb|Die Apostolischen in Deutschland - Eine Übersicht]]&lt;br /&gt;
Ab 1953 entstanden in der Neuapostolischen Kirche zwei Fronten, die Botschaftsbefürworter und stammaposteltreuen Mitglieder und Ämter sowie die Botschaftskritiker und Reformer. Die beiden Gruppen bildeten sich quer durch alle Gesellschafts- und Amtsschichten in der Kirche. Die heiße Zeit der Widerstände dauerte drei Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 1.000 Gemeindeglieder und höchste Amtsträger widersetzten sich in der Schweiz dem „Botschaftsdruck“ und wurden 1954 daraufhin ausgeschlossen, darunter auch der Apostel [[Otto Güttinger]], welcher mit seinem Vater, dem ehemaligen Apostel [[Ernst Güttinger]], die [[Vereinigung Apostolischer Christen]] gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1953 kam es in Südafrika zu Ablehnungen der Botschaft, sogar unter der Duldung des Stammapostelhelfers H.F. Schlaphoff, welcher für Afrika, Asien uns Australien zuständig war. In Südafrika wurden 1954 die Apostel [[Philipus Jacobus Erasmus]] und [[Daniel Carel Smuts Malan]] des Amtes enthoben und aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Der Stammapostelhelfer soll 1954, nach unterschiedlichen Angaben, nach einer Europareise entweder das Amt selber zurück gegeben haben oder durch ein Telegramm des Amtes enthoben worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Sonderposition nahmen ab 1954 die Niederlande ein. Dort existierte die &#039;&#039;Hersteld Apostolische Zendinggemeente in de Eenheid der Apostelen&#039;&#039;, sozusagen der deutsche Ableger der Neuapostolischen Kirche, unter der Leitung des Bezirksapostels [[Gerrit Kamphuis]]. Dieser verkündigte aber die Botschaft Bischoffs nach Auffassung einiger niederländischer Gemeindemitglieder nicht im ausreichendem Maße, so dass Apostel Walter Schmidt, mit Genehmigung des Stammapostels, von Deutschland aus die &#039;&#039;Nieuw-Apostolische Kerk in Nederland&#039;&#039; (Neuapostolische Kirche in Niederlande) am 1. April 1954 gründete. Es ist anzunehmen, dass dies auf Initiative des niederländischen Älteste Bijl und einigen Mitgliedern geschah. In der neu gegründeten Gemeinschaft befand sich nun die Bischoffstreue Fraktion, sie umfasste im Anfangsjahr 21 Gemeinden und etwa 1.070 Mitglieder. So gab es also gleichzeitig zwei unterschiedliche neuapostolische Kirchen in den Niederlanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresstatistik der Nieuw-Apostolische Kerk in Nederland für das Jahr 1954&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Edwin Diersmann: &#039;&#039;An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.&#039;&#039;, Rediroma-Verlag 2007, ISBN 978-3-940450-20-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland kam es ab 1954 zu ersten offenen Auseinandersetzungen, welche sich größtenteils im Arbeitsgebiet des ehemals als Stammapostel ordinierten Apostel Peter Kuhlen abspielten. So ereigneten sich besonders im Januar 1955 skandalöse Szenen in Gottesdiensten rund um Düsseldorf, so zum Beispiel am 9. Januar 1955 in [[Neuapostolische Kirche - Kirche Kerpen-Horrem|Horrem]], als der Apostel [[Siegfried Dehmel]] mit großer Ablehnung empfangen wurde: „Zu gleicher Zeit erhoben sich alle anderen in der Gemeinde und schickten sich an, den Saal zu verlassen. Dabei kamen von einzelnen Drohungen gegen den Apostel zum Ausdruck, indem auch diese sich vor dem Altar in drohender Stellung besonders hervortraten. Schimpfnamen wie: Sie sind ein Lügner, Betrüger usw. mußte der Apostel über sich ergehen lassen ...“ Einige riefen: „Wir wollen mit euch nichts mehr zu tun haben, wir sind nur noch mit dem Stammapostel verbunden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ereignisse in der Neuapostolischen Kirche, die zur Gründung der Apostolischen Gemeinde geführt haben&#039;&#039; o.O., o.J.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der rheinische Bezirksapostel Peter Kuhlen, sowie seine zwei Mitapostel Dehmel und Dunkmann wurden am 23. Januar 1955 des Amtes enthoben und aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Mit ihnen gingen etwa 15.000 Mitglieder. Die Ausgeschlossenen gründeten zum Teil neue Gemeinschaften wie die [[Apostolische Gemeinschaft]] oder die Vereinigung Apostolischer Christen in der Schweiz, die sich 1956 in Düsseldorf mit anderen, früher ausgeschlossenen Gemeinschaften, zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zusammenschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Wissen: &#039;&#039;Zur Freiheit berufen - Ein Portrait der Vereinigung Apostolischer Gemeinden und ihrer Gliedkirchen&#039;&#039; Re Di Roma-Verlag 2008, ISBN 978-3-86870-030-5&amp;lt;/ref&amp;gt; In der NAK wurden sie fortan als „Zweifler, Rechthaber und Eigenbrötler“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Württemberg, besonders im Raum Heilbronn und Stuttgart, kam es zwischen 1953 und 1955 zu Auseinandersetzungen, welche fast zu einer erneuten Kirchenspaltung geführt hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Koch: &#039;&#039;Botschaftszeit: Wie Württemberg knapp der Spaltung entging&#039;&#039; glaubenskultur 2007, abgerufen am 20. Dezember 2011: [http://www.glaubenskultur.de/premium.php?id=900]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits im Februar 1954 bekam der Bezirksapostelbereich einen zusätzlichen Bezirksapostel, [[Gotthilf Volz]], obwohl [[Georg Schall]] noch im Amt war&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über die Ämterversammlung am Sonntag nachm., 21. Februar 1954, gehalten vom Stammapostel Bischoff in der Kirche Stuttgart-Süd für die Amtsträger des Apostelbezirks Stuttgart&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bischoff bangte darum, ob Schall denn auch ausreichend zuverlässig die Botschaft verkündigen würde. Heilbronn galt damals als Zentrum des Konflikts, dort verweigerte der zuständige Bischof Wilhelm Pfäffle bei einer Bezirksämterversammlung dem Apostel [[Wilhelm Jaggi]] den Zutritt, da er und seine Amtsträger der Meinung waren, dass der Apostel die Botschaft unzureichend verkündigen würde. Die Versammelten verlangten stattdessen den Bezirksältesten Georg Thomas als Apostel&amp;lt;ref&amp;gt;Kuhlen, Peter: &#039;&#039;Nachdenkliches über die Botschaft des Stammapostels J.G. Bischoff ...&#039;&#039;, Düsseldorf 1955; S. 15f.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieser wurde sehr kurze Zeit später ordiniert und mit ihm fünf Bischöfe und zwei Bezirksälteste. In dem Einsetzungsgottesdienst ging Stammapostel Bischoff auf die Zwistigkeiten ein und bat darum, „die Kluft zu beseitigen“. Dennoch klang der Aufruhr in Württemberg nicht ab, auch nicht, nachdem Bischoff im Spätjahr 1955 den Bezirk abermals besucht und deutlich aufgerufen hatte, den „Bruderstreit“ zu beenden. Am 18. November 1955 kam es bei einer Bezirksämterversammlung in Stuttgart-Süd mit einer, in der Neuapostolischen Kirche einmaligen, Handlung zur Beruhigung der Sache. Apostel Walter Schmidt hielt mit Apostel [[Friedrich Bischoff]] die Versammlung, kam ohne Umschweife auf die Streitigkeiten zu sprechen und verlangte einen Neuanfang. Er forderte jede Amtsträgergruppe auf, sich zu erheben und ein Gelöbnis zu leisten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Da möchte ich zunächst die lieben Bischöfe bitten, einmal aufzustehen. Wenn ihr nun vor Gottes Angesicht bestätigt, dass ihr euch willig in den Dienst des Stammapostels der Bezirksapostel stellt und sie erhöht, mit ihnen Hand in Hand, Schulter an Schulter geht, und wenn ihr nun gelobt, das, was dahinten, das wird schwinden es soll nicht wieder berührt werden, und wenn ihr gelobt, dass diese Sache nie wieder angerührt wird, dann bestätigt es mit einem Ja.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über die Ämterversammlung für die Bezirksämter von Württemberg, gehalten von Apostel Walter Schmidt am Freitag abend, 18.11.1955, in Stuttgart-Süd unter Mitwirkung von Apostel F. Bischoff“&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Amtsträger gelobten, das Vergangene ruhen zu lassen, dem Stammapostel nachzufolgen und über die Sache in Zukunft zu schweigen. Dieser Gottesdienstbericht wurde wenige Wochen später allen Amtsträgern in Süddeutschland ausgehändigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bischoffstreue und Blütezeit der NAK ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei denen, die blieben, wuchs das Ansehen des Stammapostels Bischoff. In der Zeitschrift „Unsere Familie“ hieß es am 15. September 1959 in einem Bericht über den Auftritt des Stammapostels:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der Stammapostel ist mit seiner Begleitung in die Halle getreten. Wir können ihn noch nicht sehen, aber wir spüren, dass jetzt ein Ereignis von überirdischer Bedeutung seinen Anfang genommen hat. Eine einzige Bewegung liegt über der versammelten Schar, Himmelskräfte haben sich gelöst und fluten durch den Raum.}}&lt;br /&gt;
Am 1. Dezember desselben Jahres war dort zu lesen: &lt;br /&gt;
{{Zitat|Es gibt auf Erden keinen Menschen, durch den die Göttlichkeit uns so nahe kommt wie durch den Stammapostel …}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Kirchenausschlüsse war die Ära Bischoff eine der Blütezeiten der Neuapostolischen Kirche, das Magazin [[Der Spiegel]] berichtete über die Neuapostolischen: &#039;&#039;Bischoffs Botschaft gewann der Neuapostolischen Gemeinde sogar neue Mitglieder - zumeist Christen, die evangelischen Landeskirchen angehört hatten. Allein 13.000 Endzeit-Erwartende wohnten im April dieses Jahres (1960) dem vorösterlichen Gottesdienst in der Berliner Deutschlandhalle bei, in dem Bischoff bekanntgab: „Uns tröstet das Bewußtsein, daß der Sohn Gottes zu unserer Zeit kommt und uns zu sich nimmt.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43066714.html spiegel.de - Der Letzte]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitere Dogmatisierung der Botschaft führte zu überstürzten Handlungen mancher Kirchenmitglieder. So wurden Ausbildungs- oder Studienplätze nicht mehr angetreten, die Felder nicht bestellt oder Hab und Gut verschenkt, da die nahe Wiederkunft Christi bevor stand. Der feste Glaube an die baldige Wiederkunft veränderte das gesellschaftliche Leben vieler Mitglieder, denn es galt auf den Tag Jesu Christi vorbereitet zu sein. Zu viele irdische Bindungen und Freuden hätten, nach damaliger Glaubensauffassung, die Möglichkeit der Teilhabe am Glaubensziel unterbunden. Diese Angst vor der mangelnden Würdigkeit prägte auch die Erziehung der Kinder und Jugendlichen dieser Zeit. Es war nicht unüblich, dass Kinder und Jugendliche von ihresgleichen abgeschottet aufwuchsen, oder in Angst vor dem Alleinbleiben nach dem Heimholen der Eltern am Jüngsten Tag lebten. Diese Furcht wurde bei jenen auch mit Aussagen wie: „Der Herr sieht alles, hört alles und weiß alles!“ weiter geschürt. Insbesondere Aussteiger aus der Neuapostolischen Kirche berichteten in den 1990-er Jahren in verschiedenen Medien von solchen psychischen Drücken.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Hartmann: &#039;&#039;In der Welt, aber nicht von der Welt. Die Gotteskinder der Neuapostolischen Kirche.&#039;&#039; Books on Demand 2000, ISBN 978-3831104994&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gemeindemitglied, Geburtsjahr 1913, berichtete in der Zeitschrift „Spirit“:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das Wissen, dass der Herr kommt, das war fest verankert in unserer Seele. Als dann der Stammapostel Bischoff verkündete: ‚Der Herr hat mich wissen lassen, dass ich nicht sterben werde, sondern dass der Herr Jesus zu meiner Lebzeit kommt‘, war das für uns ein Gesetz. Wie ein feststehendes Gesetz: Der Herr kommt jetzt. ... Man hat sich an den Zeitraum geklammert. Der Stammapostel war damals schon über 80. Von da an hat man in jedem Jahr gedacht, in diesem Jahr kommt der Herr.&amp;lt;ref&amp;gt;„Spirit“ Ausgabe 04/2003, Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod Bischoffs und die Nichterfüllung der Verheißung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. April 1960 erlitt J.G. Bischoff eine plötzliche Herzerkrankung in seinem Haus in Frankfurt am Main. Ein am nächsten Tag herbeigerufener Arzt bescheinigte der Familie, dass Bischoff nie wieder reisen könne. Verordnete Medikamente nahm und Anweisungen des Arztes befolgte Bischoff nicht, da er nach wie vor der festen Überzeugung war, dass der Herr zu seiner Zeit kommen würde. So verschlechterte sich sein Zustand, bis er schließlich zustimmte, den neuapostolischen Arzt Dr. Walter Gorenflos in Karlsruhe aufzusuchen. Am 5. Juli 1960 bestätigte Bischoff am Krankenbett noch dem späteren Stammapostel Walter Schmidt das Bestehenbleiben der Verheißung. Am Mittwochabend, den 6. Juli 1960, starb Johann Gottfried Bischoff in den Armen seiner Pflegetochter Gretel Jacob auf den Weg zur Nachtruhe.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 117 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den 7. Juli wurde deshalb übereilt eine Mitgliederversammlung des „Apostelkollegiums der Neuapostolischen Gemeinden Deutschlands e.V.“ nach Frankfurt am Main einberufen, an der 17 deutsche und ein französischer Apostel teilnahmen. Sie bestimmten den nordrhein-westfälischen Bezirksapostel [[Walter Schmidt (Geistlicher)|Walter Schmidt]] zum neuen Stammapostel, obwohl die „Botschaft“ Bischoffs hier eindeutig keinen Nachfolger vorsah. Er wurde formal dann erst auf einer Apostelversammlung im Herbst gewählt, da die Wahl in Frankfurt laut Statuten nicht beschlussfähig gewesen war. In einem Schreiben an die neuapostolischen Gemeinden wird die nicht eingetroffene Prophetie und der Tod Bischoffs so erklärt: Gott habe aus „&#039;&#039;unerforschlichen Gründen seinen Willen geändert&#039;&#039;“ ... Gott will durch den Tod des Stammapostels „&#039;&#039;alle Gläubigen heilsam aufschrecken und ihnen noch eine Gnadenfrist für ihre Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu Christi gewähren&#039;&#039;“. In der einzigen Biographie zu J.G. Bischoff, welche im kircheneigenen Verlag erschien heißt es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Warum das, was nach menschlichem Verstand die logische Konsequenz nach dem Heimgang des Stammapostels Bischoff gewesen wäre, nicht geschah, ist eines der vielen Wunder unseres himmlischen Vaters, die er an seinen Kindern tat und immer noch tut. ... J. G. Bischoffs Glaube, der Herr werde zu seiner Lebenszeit wiederkommen, war keine Folge seines hohen Alters und auch kein frommes Wunschdenken, sondern fest begründet. Warum die Botschaft nicht in Erfüllung ging, wissen wir nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 119 f&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Magazin „Der Spiegel“ beschrieb die Zeit nach dem Tod Bischoffs so: &#039;&#039;„Die Mehrzahl fühlte sich wie vor den Kopf geschlagen - und will nun überhaupt nichts mehr glauben ...“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43066714.html spiegel.de - Der Letzte]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Erfahrungsbericht eines Kirchenmitgliedes, Geburtsjahr 1913:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die ersten paar Tage, da hast du niemanden gesehen, den du getroffen hast, der nicht stehen geblieben ist und geweint hat. Was da für Tränen geflossen sind, das kann ich dir nicht schildern. ... Und vielleicht in vielen Geschwistern auch zweifelnde Fragen. ... Es hat einige Geschwister gegeben, die dann nicht mehr in die Gottesdienste kamen, aber es war ein kleiner Prozentsatz. ... Wir wussten vom ersten Tag an: Und wenn er doch heimgegangen ist, der Herr kommt trotzdem und holt uns heim. An dieser Tatsache konnte niemand etwas ändern. Da standen wir einfach ganz fest verwurzelt. ... Uns wurde dann gesagt, der Herr kann seinen Plan ändern. Er hat ihn geändert bei Hiskia usw. Und wenn man sich mit diesem Gedanken dann beschäftigt hat, konnte man verstehen, dass der Herr auch hier zur Prüfung seines Volkes diesen Heimgang geschehen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;„Spirit“ Ausgabe 04/2003, Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der für viele Mitglieder der Neuapostolischen Kirche überraschende Tod des Stammapostels führte zu einer Art geistigen und organisatorischen Stille. So waren in der darauffolgenden Zeit etliche Amtsträger unfähig, den Dienst anzutreten. Der nun neue Stammapostel verzichtete auch mehrere Jahre auf die Ordination von neuen Aposteln (außer Rudolf Dicke am 16.10.1960, der bereits von Bischoff vorgesehen war), da die nahe Wiederkunft Christi nach wie vor erwartet wurde. Weiter verbot er eine Diskussion mit Außenstehenden über die Botschaft, seine Devise war: „Wir schweigen und gehen unsern Weg.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher, Grübler, Enthusiasten&#039;&#039; Stuttgart 1981, Seite 512&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Neuapostolische Kirche versank in eine Starre und ließ äußere Einflüsse und gesellschaftliche Entwicklungen nicht in die Organisation eindringen. So lehnte Stammapostel Schmidt auch unter anderem 1963 die Einladung des [[Ökumenischer Rat der Kirchen|Ökumenischen Rates der Kirchen]] zu einem Gespräch ab. Dies führte in der Folge über Jahrzehnte zu einem Abbruch weiterer Gespräche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/GK-NAKund__kumene_07-12_.pdf nak.org - Neuapostolische Kirche und Ökumene]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erfolgte, trotz der Nichterfüllung der Botschaft, bei den zu Tausenden ausgeschlossenen Mitgliedern und Amtsträgern keine Bitte um Entschuldigung, bzw. auch keine Annullierung der Kirchenausschlüsse. Stattdessen wurden diese zum großen Teil weiterhin wie Ausgestoßene und Ungläubige betrachtet. Eine Ausnahme bildete der leitende Amtsträger Bezirksapostel Hermann Engelauf aus Westfalen, der seit der Trennung 1955 bis zu seinem Tod 2011 einen engen Kontakt zu Apostel Peter Kuhlen und dessen Familie pflegte. Dieser ehemalige Nachfolger im Stammapostelamt und dann aus der NAK ausgeschlossene Apostel Kuhlen schrieb nach dem Tod Bischoffs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Aber so sehr bedauerlich es auch ist, dass die einst so blühende Neuapostolische Kirche einen solchen Zusammenbruch erfährt, so war doch nach der Entwicklung, welche die Neuapostolische Kirche in Lehre, Führung und Methoden in letzten Jahren genommen hatte, der jetzt eingetretene Zusammensturz eines Gebäudes, das in vieler Hinsicht morsch geworden war, vorauszusehen. Wir erkennen darin sogar die waltende Hand Gottes, die ihren Segen zurückziehen musste von solchen, die in seinem Namen so viel trauriges verursacht haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Kuhlen in „Der Herold“ vom 15. August 1960&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurt Hutten, damaliger Sektenbeauftragter der EZW, schrieb in einem Artikel des Materialdienstes der [[Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen|Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Nach allen Berichten währte die durch Bischoffs Tod ausgelöste seelische Krise nur ganz kurze Zeit. Nach ein paar Tagen hatten sich die Gläubigen wieder gefangen...... Das ist gelungen. Die Neuapostolische Gemeinschaft blieb eine festgefügte Einheit und widerstand allen Vorstößen von kirchlicher und anderer Seite .... Aus zahlreichen Berichten von Gemeindepfarrern ergibt sich immer wieder das gleiche Bild: Jede Erschütterung ist ausgeblieben. Die Neuapostolischen tragen wieder den Kopf hoch und fühlen sich so sicher und überliegen wie eh und je. Jeder Versuch, ein Gespräch über die durch Bischoffs Tod entstandenen Fragen mit ihnen anzuknüpfen, prallt ab oder wird mit den Argumenten beantwortet, die in dem Wort des Apostelkollegiums enthalten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Materialdienst der EZW vom 1. September 1960&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heutiger Umgang mit der Thematik ===&lt;br /&gt;
Bis nach der Jahrtausendwende galt die Botschaft und die Erläuterung zur Nichterfüllung jener als Dogma. In vielen geschichtlichen Ausarbeitungen oder Lehrbüchern für die kircheneigene Kinderunterweisung wurden die leidvollen Geschehnisse nur unzureichend oder gar nicht erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stammapostel [[Richard Fehr]] erklärte in einem Interview 1996, auch in Reaktion auf die zunehmenden Konfrontationen durch Aussteiger, dass die Frage, warum sich die &#039;&#039;Botschaft&#039;&#039; nicht erfüllt habe, derzeit nicht beantwortet werden könne.&amp;lt;ref&amp;gt;„Unsere Familie“ 56. Jahrgang, 1996, Nummer 2, Seite 19&amp;lt;/ref&amp;gt; Er lud im Jahr 2000 und 2001 mehrere apostolische Glaubensgemeinschaften, welche ihren Ursprung in der Neuapostolischen Kirche hatten, zu einem „Konzil“ genannten Treffen nach Zürich ein. Dieses Treffen war der Beginn einer ersten Annäherung zwischen den Ausgeschlossenen und der NAK.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jetzige Stammapostel [[Wilhelm Leber]] (verheiratet mit einer Enkelin Bischoffs und selber Sohn einer Nichte Bischoffs) äußerte sich in einem Interview mit der Zeitschrift [[idea Spektrum]] im Jahr 2006 ebenfalls zur &#039;&#039;Botschaft&#039;&#039; und sagte: „Das Thema ist kein [[Dogma]] mehr, jeder kann sich sein eigenes Urteil darüber bilden.“&amp;lt;ref&amp;gt;ideaSpektrum Nr. 25/2006, S. 15–17&amp;lt;/ref&amp;gt; Er persönlich sei der Meinung, dass Bischoff zwar eine Botschaft von Gott erhalten habe, diese aber eventuell fehlinterpretiert habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Interview aus der Zeitschrift &#039;&#039;Unsere Familie&#039;&#039;, Ausgabe vom 5. Januar 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aufarbeitung der Botschaftskrise und deren Folgen wurde von der Neuapostolischen Kirche bis 2007 nie umfassend unternommen. Eine im Dezember 2007 von der NAK vorgelegte Geschichtsaufarbeitung wurde von internen und externen Kritikern als einseitig und unwissenschaftlich bezeichnet. Die Annäherungen und Gespräche zwischen der NAK und der Vereinigung Apostolischer Gemeinden (VAG) wurden aufgrund der Ausarbeitung von Seiten der VAG unterbrochen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.apostolisch.ch/pages/Information/ErklaerungZurGeschichte.pdf ERKLÄRUNG der Apostel und Bischöfe der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden in Europa zur Aufarbeitung gemeinsamer Geschichte mit der Neuapostolischen Kirche vom 01. Februar 2008] als pdf zum Download auf apostolisch.ch&amp;lt;/ref&amp;gt;. Erst vier Monate später äußerte sich die Neuapostolische Kirche offiziell zu den Vorwürfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|In einem Brief, den das Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche, Stammapostel Wilhelm Leber, in der heutigen Ausgabe der Kirchenzeitschrift „Unsere Familie“ (Ausgabe 6/2008) veröffentlichen lässt, entschuldigt er sich für „Verletzungen“, die dieser Abend hervorgerufen hat. Es sei nicht seine Absicht gewesen, jemanden zu verletzen, so der Stammapostel. „Nachträglich betrachtet müssen wir feststellen, dass wir im Vorfeld dieses Abends solche Reaktionen nicht erwartet haben.“ Der Vortrag sei als eine sachliche Auseinandersetzung mit der Vergangenheit gedacht gewesen, Emotionen und Gefühle sollten weitgehend unberührt bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/de/news/nak-international/article/15521/ nak.org - Es ist mir ernst mit dem Willen zur Versöhnung]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Gottesdienstes zum [[EJT 2009|Europa-Jugendtag der Neuapostolischen Kirche]] (EJT) 2009 kam es vor dem Abendmahl zu einer [[Versöhnungsgeste]] des Stammapostels Wilhelm Leber gegenüber anwesenden Mitgliedern der Vereinigung Apostolischer Gemeinden. Dazu sagte der Kirchenpräsident vor ca. 42.000 Gottesdienstteilnehmern und dem Fernsehpublikum unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das will ich gerne hier in der Öffentlichkeit zugestehen, ohne nun ins Detail zu gehen: Ja, es sind auch von unserer Seite, von der Seite der Neuapostolischen Kirche, Fehler gemacht worden. Wir strecken uns aus nach der Versöhnung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/de/news/nak-international/article/16241/ nak-org - Wir strecken uns nach der Versöhnung]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aussage ist einer der ersten öffentlichen Versöhnungsversuche der internationalen Kirchenleitung mit den ausgeschlossenen Gemeinschaften seit der Trennung. Eine durch den Stammapostel geleitete Zeitzeugenbefragung zu den Vorgängen zur Botschaftszeit im Jahre 2009 wurde im Internet und in der Zeitschrift „Unsere Familie“ veröffentlicht. Kritiker bemängelten, dass die Befragung nicht unabhängig geleitet wurde und sich ggf. Kirchenmitglieder in Anwesenheit des Stammapostels nicht offen geäußert hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/de/news/news-display/article/16368/ nak.org - Aussöhnung sollte fortgesetzt und unterstützt werden]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/ZurGeschichtederNeuapostolischenKirche1938-1955_GespraechmitZeitzeugen.pdf nak.org - Niederschrift „Zur Geschichte der Neuapostolischen Kirche 1938-1955 – Gespräch mit Zeitzeugen“]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Druck auf die Kirchenleitung ließ in der Folgezeit nicht nach, es wurden aus internen und externen Kreisen Stimmen laut, die eine eindeutige Entschuldigung und den Widerruf der Geschichtsarbeit forderten. Die ausführliche Arbeit wurde auf öffentlichen Druck des NAK-Kritikers [[Albrecht Schröter]] im Jahr 2010 zumindest von den Internetseiten der Neuapostolischen Kirche entfernt. Stammapostel Wilhelm Leber sagte dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich will zum 50. Todestag von Stammapostel Bischoff ein weiteres Zeichen der Versöhnung setzen. Zwar ist die von der AG Geschichte ausgearbeitete Gesamtschau über die Jahre 1938-1955 nach wie vor ein wichtiger Bestandteil unserer eigenen Geschichtsaufarbeitung, sie soll jedoch kein Zankapfel bleiben. Wir haben es gut gemeint und auf dem Boden von Archivmaterial eine Bewertung vorgenommen. Dennoch will ich nicht einen bleibenden Graben zu den anderen apostolischen Gemeinschaften aufrecht erhalten, sondern viel lieber eine Verständigung unter allen Beteiligten über diese schwierigen Jahre erreichen. Das geht offenbar nur, wenn wir die Ausarbeitung ersatzlos aus dem Internet entfernen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/de/news/nak-international/article/16810/ nak.org - Geschichtspapier wird aus dem Internet entfernt]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls im Jahr 2010, am 3. Oktober, kam es während des Gottesdienstes in Frankfurt-West anlässlich des 50. Todestages von J.G. Bischoff zu ersten Entschuldigungsworten durch den Stammapostel Wilhelm Leber, diese Ausführungen wurden jedoch später nicht weiter öffentlich bekannt gemacht. Die Nachrichtenagentur von „Unsere Familie Online“ berichtete: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|»Ich bin der Meinung, man muss Dinge auch ansprechen«, ging Wilhelm Leber ausdrücklich auf die Botschaft des 1960 verstorbenen Stammapostels Bischoff ein: dessen Ankündigung, der Herr Jesus werde noch zu seinen eigenen Lebzeiten wiederkommen. Anfangs habe das damalige Kirchenoberhaupt den Gemeindemitgliedern ausdrücklich freigestellt, den Glauben daran zu teilen, führte er Gottesdienst-Zitate an. Leider sei es später zu einer Zuspitzung gekommen, so Stammapostel Leber weiter: Die Glaubensbekundung sei zur Bedingung für Amtseinsetzungen und Versiegelungen gemacht worden. »Das ist nicht gut gewesen.« Dadurch habe die Botschaft einen viel zu hohen Stellenwert gewonnen. Er bedauere es, wenn Gläubige abgewiesen oder in ihrer Lebensgestaltung eingeschränkt worden seien. »Ich entschuldige mich dafür bei den Betreffenden.«&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bischoff-verlag.de/public_vfb/pages/de/family/archiv/news2010/101003bischoff.html bischoff-verlag.de - Stammapostel Leber spricht Bischoff-Botschaft an]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Apostel und Bischöfe der Apostolischen Gemeinschaften in Europa begrüßten die „erfreuliche Entwicklung im Umgang mit der Botschaft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.apostolisch.de/startseite/archive/73-entwicklungen apostolische.de vom 25.11.10 - Entwicklungen in der Neuapostolischen Kirche]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Externe Untersuchungen, zum Beispiel im Rahmen der Arbeiten im [[Netzwerk Apostolische Geschichte]] bzw. der o.g. umfassenden Arbeit von M. Koch, führten zu neuen Erkenntnissen rund um die Entstehung und Verbreitung des Dogmas. Demnach entwickelte sich die Botschaft und die angebliche Vision des J.G. Bischoff durch Einflüsse im Apostelkreis, sowie durch zugespielte Träume und Visionen einzelner Mitglieder. Es kann aufgrund der geschichtlichen Forschungsergebnisse sogar unterstellt werden, dass sie vom Umfeld des Stammapostels gezielt gefördert wurde, um unliebsamen Aposteln ein weiteres Mitgehen unmöglich zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Entstehung des Dogmas, der Herr käme zur Lebzeit Johann Gottfried Bischoffs - Eine Betrachtung der Jahre 1945-1952&#039;&#039; von Michael Koch in &#039;&#039;Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts.&#039;&#039;, Edition Punctum Saliens, Bielefeld 2009 ISBN:978-3-939291-06-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker und Teile der Kirchenbasis fordern nach wie vor einen Widerruf der Botschaft und eine öffentliche Bitte um Entschuldigung durch den Kirchenleiter der Neuapostolischen Kirche. Andere Teile der Kirchenbasis wollen das Kapitel endlich ruhen lassen oder haben sich selber eine Meinung dazu gebildet. So prägt die Botschaft und dessen Folgen noch 50 Jahre nach dem Tod des Stammapostels Bischoffs die Neuapostolische Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2013 äußerte sich Stammapostel Wilhelm Leber, kurz vor seinem Ruhestand, in einem Schreiben an die deutschsprachigen Gemeinden. Darin hält er fest, dass der Stammapostel Bischoff die Botschaft aller Voraussicht nach durch eine Vision erhalten und erstmals 1951 verkündigt habe. Leber reflektiert die Entstehung der Botschaft demnach nicht nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen und historischen Belegen, sondern verwendet die jahrzehntelang verwandte Meinung der NAK. Weiter spricht Leber in den Schreiben aber davon, dass die Botschaft keinen biblischen Grund hatte und ein Dogma nicht an einer Vision eines Stammapostels hätte fest gemacht werden dürfen. Stammapostel Leber bedauert, dass Mitglieder unter der Botschaft leiden mussten und die Kirche verlassen haben, erfasst aber nicht jene, die von der Kirchenleitung zu Tausenden ausgeschlossen wurden. Seine Bitte um Verzeihung ist auch in diesem Zusammenhang zu betrachten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/BotschaftBischoff/Stellungnahme_zur_Botschaft_von_Stammapostel_Bischoff.pdf nak.org - Stellungnahme zur Botschaft von Stammapostel Bischoff]&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Es ist mir ein Anliegen, jene um Verzeihung zu bitte, die unter der Botschaft des Stammapostels Bischoff gelitten haben oder sich sogar von der Kirche abwandten. Ich bedaure die Gewissensnöte und Zweifel, denen viele ausgesetzt waren.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ordinationen ==&lt;br /&gt;
*12. August   1906 [[Bezirksapostel]]&lt;br /&gt;
*10. Oktober  1920 [[Stammapostelhelfer]]&lt;br /&gt;
*12. Dezember 1924 [[Stammapostel]] (in diesem Amt aktiv ab 21. September 1930)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Apostolische Gemeinschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Vereinigung Apostolischer Christen]]&lt;br /&gt;
* [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Netzwerk Apostolische Geschichte: &#039;&#039;Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts.&#039;&#039; (mit Beitrag zur Botschaft des J.G. Bischoff von M. Koch) Bielefeld 2010, ISBN 978-3-939291-06-0&lt;br /&gt;
* Netzwerk Apostolische Geschichte: &#039;&#039;Frankfurt im Spiegel der Geschichte der apostolischen Gemeinschaften.&#039;&#039; (mit Beitrag zur Botschaft des J.G. Bischoff von M. Koch) Bielefeld 2013, ISBN 978-3-939291-07-7&lt;br /&gt;
* Volker Wissen: &#039;&#039;Der Konflikt Bischoff ./. Kuhlen: Beiträge zu Geschichte, Lehre und Leben der apostolischen Gemeinschaften&#039;&#039; Rediroma Verlag 2012, ISBN 978-3868704631&lt;br /&gt;
* Peter Kuhlen: &#039;&#039;Ereignisse in der Neuapostolischen Kirche die zur Gründung der Apostolischen Gemeinde geführt haben&#039;&#039; Eigenverlag, o.J. vermutlich um 1955, o. ISBN&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Manifest über die Zustände und Tendenzen in der Neuapostolischen Gemeinde&#039;&#039; ohne Autor, Eigenverlag / Schweiz, o.J., o. ISBN&lt;br /&gt;
* Herbert Schmidt: &#039;&#039;Die Wahrheit&#039;&#039;, Eigenverlag, o.J. vermutlich 1960-er Jahre, o. ISBN&lt;br /&gt;
* Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher – Grübler – Enthusiasten&#039;&#039;; 1982&lt;br /&gt;
* Karl E. Siegel: &#039;&#039;Die Botschaft des J. G. Bischoff: Eine kritische Auseinandersetzung mit einer der Endzeitbotschaften&#039;&#039; Lachesis 1994, ISBN 978-3-980407-60-1&lt;br /&gt;
* Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt, Ausgabe 1997, o. ISBN&lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Apostel und Propheten der Neuzeit&#039;&#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht 2000, 4. Auflage, ISBN 3-525-55439-7&lt;br /&gt;
* Rudolf J. Stiegelmeyer: &#039;&#039;Das tragische Erbe des J.G. Bischoff: Die Botschaft wird 60&#039;&#039;, Books on Demand 2011, ISBN 978-3844809992&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/BotschaftBischoff/Stellungnahme_zur_Botschaft_von_Stammapostel_Bischoff.pdf Stellungnahme zur Botschaft des Stammapostels Bischoff] des Stammapostels W. Leber auf nak.org&lt;br /&gt;
* [http://glaubenskultur.de/art-1748-Eine_weitere_Stellungnahme_zur_Botschaft_löst_leider_auch_keine_Probleme.html Kommentar zur Stellungnahme des Stammapostel Leber von Mathias Eberle] auf glaubenskultur.de&lt;br /&gt;
* [http://www.nak-badragaz.ch/botschaft_bischoff.php Der Stammapostel ist doch heimgegangen] Artikel über J.G. Bischoff auf einer neuapostolischen Gemeindewebsite&lt;br /&gt;
* [http://www.naktuell.de/0903/0903002.html Jesus wieder im Zentrum der Erwartung] Artikel über die Botschaft aus der heutigen Sicht auf naktuell.de&lt;br /&gt;
* [http://waechterstimme.orgfree.com/in-botsc.html Die Botschaft von Stammapostel Bischoff] Dokumentenarchiv, online abrufbar&lt;br /&gt;
* [http://nak-wissen.de/fehrbotschaft2.htm Botschaft des Stammapostel J.G. Bischoff] Stellungnahme des Stammapostels Richard Fehr aus 1998 auf nak-wissen.de&lt;br /&gt;
* [http://www.christ-im-dialog.de/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=484&amp;amp;Itemid=170 NAKI stellt kirchengeschichtliche Ausarbeitung vor] Bericht über den Informationsabend der NAK 2007 auf christ-im-dialog.de&lt;br /&gt;
* [http://www.me1542.de/downloads/ha7.pdf Zur Entstehung und den Auswirkungen der Botschaft von Stammapostel J.G. Bischoff] Vortrag zur Botschaftsthematik, gehalten von Mitgliedern der VAG und NAK in Bielefeld-Sennestadt&lt;br /&gt;
* [http://www.bischoff-verlag.de/public_vfb/pages/Downloads/Downloads_UF/Geleit-2010-12.pdf Erinnerungen an Stammapostel J. G. Bischoff] Leitartikel der Zeitschrift &amp;quot;Unsere Familie&amp;quot; vom 20. Juni 2010 anlässlich des 50. Todestages von J.G. Bischoff&lt;br /&gt;
* [http://kirchenreform.jimdo.com/auswahl-veroeffentlichter-aufsaetze/artikel-zur-nak/ Der Traum von einem der auszog, seine Botschaft zu verkündigen...] Aufsatz zur Botschaft des J.G. Bischoff von R. Stiegelmeyr&lt;br /&gt;
* [http://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostel_der_Neuapostolischen_Kirche Liste aller Apostel der Neuapostolischen Kirche mit zusätzlichen Daten] auf apwiki.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Bischoff, Johann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Überarbeitung notwendig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stammapostel (NAK)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= [[Hermann Niehaus]] |NACHFOLGER= [[Walter Schmidt]]|AMT=Stammapostel der Neuapostolischen Kirche|ZEIT= 1930-1960}}&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= [[Georg Gustav Adolf Ruff ]] |NACHFOLGER= [[Arthur Landgraf]] |AMT=Bezirksapostel für den Bezirk Frankfurt (Hessen) |ZEIT= 1906- 1933}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
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		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Johann_Gottfried_Bischoff&amp;diff=32351</id>
		<title>Johann Gottfried Bischoff</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Johann_Gottfried_Bischoff&amp;diff=32351"/>
		<updated>2026-06-04T09:10:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: /* Amtstätigkeiten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Johann_Gottfried_Bischoff.jpg|thumb|Johann Gottfried Bischoff (1871-1960)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039;&#039; (* 2. Januar [[1871]] in Unter-Mossau, Odenwald; † 6. Juli [[1960]] in Karlsruhe) war von 1930 bis 1960 [[Stammapostel]] der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] und bekleidete damit das höchste Amt dieser Religionsgemeinschaft. Während seiner Amtszeit dogmatisierte er die Naherwartung der Wiederkunft [[Jesus Christus|Jesu Christi]] und verkündigte ab 1951, dass die Wiederkunft Christi zu seiner Lebzeit erfolgen würde. Er stürzte damit die Gemeinschaft über Jahrzehnte in eine tiefe Krise und war demzufolge für etliche Abspaltungen und Kirchenausschlüsse mitverantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anfänge ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Gottfried Bischoff mit Frau Margarete.jpg|thumb|Johann Gottfried Bischoff mit Frau Margarete, 1907]]&lt;br /&gt;
Johann Gottfried Bischoff wurde als Sohn eines Maurers geboren und besuchte bis zum 14. Lebensjahr die Volksschule. Zusammen mit seinen elf Geschwistern verlebte er seine Kindheit in großer Armut. Seine Familie gehörte zu den wenigen katholischen Einwohnern von Unter-Mossau. Nach seiner Schulentlassung erlernte er das Schuhmacherhandwerk, arbeitete aber nebenher auch in der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Militärzeit in Mainz lernte er 1897 die [[Apostolische Gemeinde]] kennen und empfing am 20. Juni desselben Jahres die [[Versiegelung|Geistestaufe (Versiegelung)]] und damit die Mitgliedschaft in dieser Glaubensgemeinschaft. In seiner Familie stieß dieser Schritt auf Unverständnis. Nach seiner Entlassung aus dem Militärdienst verblieb er in Mainz und bestritt seinen Lebensunterhalt mit einem kleinen Tabakladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Januar 1898 wurde er zum Diakon ordiniert und bereits am 27. Februar 1898 zum Priester und ersten Vorsteher der Gemeinde Mainz. Im Auftrag seines Apostels [[Gustav Ruff]] bereiste Priester Bischoff schon in damaliger Zeit andere Gemeinden und hielt dort Gottesdienste. Am 9. September 1903 wurde er vom obersten Kirchenleiter, [[Stammapostel]] [[Friedrich Krebs]], zum Bischof ordiniert. Von Stammapostel [[Hermann Niehaus]], der seit 1905 dieses Amt innehatte, wurde er 1905 zum Apostelhelfer und am 12. August 1906 zum [[Apostel]] ausgesondert. In diesem Amt betreute er die Gemeinden in Mitteldeutschland und Württemberg, zeitweise auch in Baden, Elsass-Lothringen und der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1907 heiratete er in Dresden die Witwe Margarethe Engel, die aus erster Ehe eine Tochter mitbrachte. Die junge Familie verlegte ihren Wohnsitz nach Frankfurt am Main. Dem Ehepaar wurden die Söhne [[Friedrich Bischoff|Friedrich]] (1909), Ernst und Otto (1910) geboren (letzterer verstarb kurz nach der Geburt). Außerdem nahmen sie noch drei verwaiste Pflegetöchter bei sich auf, darunter die Mutter des ehemaligen Stammapostels [[Wilhelm Leber]]. Johann G. Bischoff wurde am 8. Oktober 1916 als Sergeant in den Heeresdienst eingezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der damalige Apostel [[Carl August Brückner]] beschrieb das Einrücken Bischoffs so: „... o wehe den Feinden Deutschlands, nun aber war die Bundeslade des Herrn ins deutsche Heerlager gekommen, nun aber war das Schicksal der Feinde besiegelt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Witlof: &#039;&#039;Durch Nacht zum Licht&#039;&#039; Dresden 1921, Seite 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 12. Mai 1917 wurde er aufgrund der Erreichung der Altersgrenze bereits wieder aus dem Heeresdienst entlassen. Ab 1918 wurde Bischoff zunehmend ein enger Vertrauter des Stammapostels Niehaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Oktober 1920 ordinierte ihn dieser in Anwesenheit aller Apostel zu seinem Helfer und Stellvertreter. Vier Jahre später, am 14. Dezember 1924, bestimmte Niehaus Bischoff zu seinem Nachfolger. Ursprünglich war dazu der sächsische Apostel Carl August Brückner vorgesehen gewesen. Dieser hatte jedoch seit 1917 die zunehmend von Träumen und Visionen geleitete Führung von Niehaus und den Machtanspruch des Stammapostelamtes in Frage gestellt und war am 17. April 1921 aus der Kirche ausgeschlossen worden. Er gründete mit dem sächsischen Apostel [[Max Ecke]], vielen Amtsträgern und etwa 6.000 Mitgliedern den [[RAG|Reformiert-Apostolischen Gemeindebund]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. September 1930 trat Bischoff das Stammapostelamt in einem Festgottesdienst in Berlin-Südost an, nachdem Niehaus einen Tag zuvor von der Apostelversammlung in den Ruhestand versetzt worden war. Niehaus war gesundheitlich stark angeschlagen, da er sich von einem Sturz, welchen er sich am Tag nach seinem 25. Amtsjubiläums am 25. Januar 1930 in Quelle zugezogen hatte, nicht mehr erholt hatte. Der niederländische Apostel van Oosbree teilte in Berlin mit, dass die Apostelversammlung während ihrer Tagung in Holland bereits am 25. August 1930 die Übernahme des Amtes durch Bischoff beschlossen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Gottesdienstbericht vom 21. September 1930 in Berlin-Südost&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1934 heiratete er 1936 Pauline Elsässer und verzog mit ihr in ein neu erbautes Haus in der Bernusstraße in Frankfurt am Main. Nach dem Tod seiner zweiten Ehefrau im Jahr 1944 ging er 1945 mit Elisabeth Hofmann seine dritte Ehe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Amtstätigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Weinkanne 1.jpg|thumb|right|Stammapostel Bischoff im Jahr 1935 am Altar bei einem Festgottesdienst in Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
Bischoff vertrat ursprünglich in der damaligen Neuapostolischen Gemeinde gemeinsam mit dem Apostel [[Carl August Brückner]] recht „freisinnige“ Ideen. 1918 schrieb er an seinen Mitapostel: „Es ist ein Wahn zu glauben, Jesus wohne nur im Fleisch des Apostels&amp;amp;nbsp;… Wie hart war man gegenüber Andersgläubigen! Wie hat man die oft verdammt?! Aber&amp;amp;nbsp;– man hat nicht bedacht, daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; in des Vaters Hause viele Wohnungen sind und daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; der liebe Gott viele Lehrkörper auf Erden hat&amp;amp;nbsp;… Es kommt leider nur zu oft vor, daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; den Gesandten [=den Aposteln] mehr Ehre gezollt wird als dem Sender, und dahin müssen wir kommen, daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; der Herr als Grund und Eckstein an den richtigen Platz kommt in seinem Werk“.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher – Grübler – Enthusiasten&#039;&#039;; 1982; S. 502&amp;lt;/ref&amp;gt; 1919/1920 kam es jedoch zu einem Bruch zwischen Bischoff und Brückner, da sich Bischoff von der reformatorischen Linie Brückners wieder entfernte und sich mehr zum Stammapostel Niehaus hielt, während Brückner von dessen Linie eher abrückte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war bei den Kirchenmitgliedern üblich, dass sie dem Stammapostel nicht nur restlos vertrauten, sondern ihn sogar als direkten Stellvertreter Jesu Christi auf Erden ansahen. Diese Tradition rührte noch aus den Zeiten von Stammapostel [[Friedrich Krebs]] und seiner später so genannten „Lehre vom Neuen Licht“, die unter anderem besagte, dass das Haupt Jesu Christi im Stammapostel, bzw. Jesus Christus im Apostelamt Fleisch geworden sei. In der &#039;&#039;Wächterstimme&#039;&#039; von 1949, deren Herausgeber J.G. Bischoff war, hieß es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wer sich dieses im Besitz des Stammapostels befindlichen Schlüssels bedienen will, muß das Herz jenes Mannes besitzen, der das völlige Vertrauen des Sohnes Gottes sein eigen nennen darf. Ihm nicht restlos zu vertrauen und seinem Worte nur in Gedanken widerstehen zu wollen heißt, sich wider den Sohn Gottes zu versündigen. Wem der Vater so sein Vertrauen schenkt, wie dem gegenwärtigen Stammapostel, dem sollten wir armen schwachen Menschen doch erst recht restlos vertrauen. Aber gerade darin liegt oft die Tragik einer von Gott besonders gesegneten Schar, daß sie das edelste, was sie besitzt, nicht zu schätzen weiß.&amp;lt;ref&amp;gt;J.G. Bischoff [Hrsg.]: &#039;&#039;Wächterstimme&#039;&#039;, 48. Jg. Nr. 1, 1.10.1949, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 empfahl Stammapostel Bischoff seinen Bezirksaposteln, den „Gottesdienst für die Entschlafenen [Toten]“ (eine Sonderlehre der Neuapostolischen Kirche) jeweils am 2. Weihnachtsfeiertag abzuhalten, 1950 verlegte er diesen Gottesdienst für alle verbindlich auf den ersten Novembersonntag, zwei Jahre später ordnete er unter dem Eindruck seiner „Botschaft“ an, dass die Totengottesdienste dreimal pro Jahr stattfinden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Knobloch und Walter Drave: &#039;&#039;Das Entschlafenenwesen&#039;&#039;, Zürich 1986, Eigenverlag, o. ISBN&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Federführung Bischoffs fand 1946 der erste „Übertragungsgottesdienst“ der Neuapostolischen Kirche in Reutlingen statt, zu welchem die Nachbargemeinde per Postkabel über Ton angeschlossen war. Diese neuen technischen Möglichkeiten gipfelten während seiner Amtszeit unter anderem 1956 in einem Gottesdienst in Frankfurt am Main, zu dem 196.000 Mitglieder in 321 Gemeinden über Postkabel angeschlossen waren. In den späten 1940er Jahren führte Bischoff auch die bezirksübergreifenden Kindergottesdienste in der Neuapostolischen Kirche ein, die bis heute Tradition haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 und 1956 besuchte er die Gemeinden in Nordamerika, weitere längere Reisen unternahm er nicht. Aus Erzählungen ist bekannt, dass er die schnelle Fahrt mit Kraftfahrzeugen liebte und sich damit auch zu den meisten Gottesdiensten in Deutschland und den umliegenden Gebieten fahren ließ. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren zwischen 1941 und 1946 war seine Reisetätigkeit stark eingeschränkt, so dass er in der Regel in Frankfurt und Umgebung Gottesdienste hielt. Für die Betreuung der Gemeindemitglieder in Afrika, Australien und Asien setzte er 1933 [[Heinrich Franz Schlaphoff]] aus Südafrika als Stammapostelhelfer ein, welcher nach unterschiedlicher Darstellung entweder 1954 sein Amt selbst zurückgab oder von Stammapostel Bischoff des Amtes enthoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Holland kommt es nach dem Tode des von Niehaus als Stammapostelhelfer eingesetzten Apostels van Oosbree 1946 zum Eklat. Dieser hatte testamentarisch Lambertus Slok zu seinem Nachfolger bestimmt, was in Frankfurt auf Ablehnung stieß. Bischoff setzte stattdessen Jan Jochems zum niederländischen Apostel und ging somit in Opposition zu den Oosbree-Getreuen. Die Mehrheit der apostolischen Gläubigen trennten sich: Rund 25.000 folgten Slok, der die Apostolisch Genootschap gründete, Bischoff blieben gerade noch 6.000 Mitglieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Koch: „Divergierende Tendenzen in der NAK der Nachkriegsjahre“ 2011, abgerufen am 23. Dezember 2011 unter [http://glaubenskultur.de/premiumartikel-1589.html]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon mindestens seit 1948 steht der Bezirksälteste [[Jakob Bitsch]] aus Gronau bei Bensheim, dessen Vater mit Bischoff aus der gemeinsamen Soldatenzeit befreundet war, in einem Konflikt mit dem Stammapostel. Er kritisiert „die aufwendige Lebensführung der Familie Bischoff“ und das autoritäre Stammapostel-System und spaltet sich schließlich 1949 mit etwa 21 Gemeinden von der Neuapostolischen Kirche ab. Die etwa 1000 Seelen schlossen sich unter dem Namen „Christen unserer Zeit“ zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Protokoll der Apostelversammlung vom 02.08.1948 in Quelle bei Bielefeld&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher Grübler Enthusiasten&#039;&#039; Stuttgart 1958, S. 642&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 kam es wohl zu einem Annäherungsversuch zwischen einigen 1921 ausgeschlossenen Mitgliedern, welche sich zum Reformiert-Apostolischen Gemeindebund zählten, und der Neuapostolischen Kirche. Stammapostel J.G. Bischoff wies dies, schon unter dem Einfluss der nahenden Botschaft, zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;J. G. Bischoff: Schreiben an die Apostel vom 2. September 1949, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Bischoffs Amtszeit wurden 74 Apostel ordiniert, das waren mehr Aposteleinsetzungen als in der Geschichte der Neuapostolischen Kirche zuvor. Acht dieser eingesetzten Apostel wurden von ihm des Amtes enthoben und diese und weitere aus der Kirche ausgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostel_der_Neuapostolischen_Kirche apwiki.de - Apostel der Neuapostolischen Kirche]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlegertätigkeiten und „Friedrich-Bischoff-Verlag“ ==&lt;br /&gt;
Bereits seit 1918 gab Bischoff regelmäßig gedruckte Rundschreiben mit Predigtanleitungen an die Amtsträger seines Arbeitsbereiches heraus, die ab 1922 dann sogar deutschlandweit an alle Amtsträger verschickt wurden. Ab 1926 hießen die Rundschreiben „Amtsblätter“. Im November 1928 verlegte J.G. Bischoff im Auftrag des damaligen Stammapostels Niehaus die Produktion der Schriften des Neuapostolischen Verlages von Leipzig nach Frankfurt. Seinen 19jährigen Sohn Friedrich Bischoff bestellte er als Geschäftsführer der neu gegründeten &amp;quot;Neuapostolischen Hausdruckerei&amp;quot; mit einem Gehalt von 400 Reichsmark. Ab Januar 1929 erschienen alle Zeitschriften in Frankfurt. Unter seiner Federführung wurden zwischen 1928 und 1933 auch die Bücher &#039;&#039;Der Größte unter ihnen&#039;&#039;, &#039;&#039;Das Leben nach dem Tode&#039;&#039;, &#039;&#039;Die Vollendung&#039;&#039; und &#039;&#039;Das Zeugnis der Apostel&#039;&#039; herausgegeben. Zu den beiden letztgenannten Werken gab es seit der Jahrtausendwende Plagiatsvorwürfe. Zumindest für das Buch &#039;&#039;Die Vollendung&#039;&#039; räumte die Kirche 2007 vollumfänglich ein, dass es sich um ein Plagiat handele.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/GNK_07_D_Stellungnahme_zu_Plagiatsvorw__rfen.pdf nak.org - Stellungnahme zu den Plagiats-Vorwürfen im Internet]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1932 schloss der Stammapostel Johann Gottfried Bischoff mit seinem Sohn Friedrich Bischoff einen Liefervertrag, der es dem Sohn erlaubte, für vorerst sieben Jahre die ehemalige Hausdruckerei der Neuapostolischen Kirche zu übernehmen. Der Stammapostel selbst verzichtete auf sein Gehalt als Kirchenoberhaupt und lebte von seinen schriftstellerischen Tantiemen der kircheneigenen Publikationen. Der Vertrag für den nunmehr „Friedrich-Bischoff-Verlag“ sah vor, dass dieser sich jeweils um fünf weitere Jahre verlängerte, wenn er nicht gekündigt würde. Im Jahr [[1950]] verlängerte der Stammapostel ohne Zustimmung des Apostelkollegiums die Laufzeit bis 1975. Begründet wurde diese Verlängerung mit „hohem Investitionsbedarf“ und der Notwendigkeit einer „langfristigen Absicherung“. Das Apostelkollegium wurde nachträglich davon in Kenntnis gesetzt. Dies führte zu Unstimmigkeiten bei den Aposteln der Neuapostolischen Kirche. Ein Anwalt überprüfte den Sachverhalt und stellte fest, dass die Verlängerung zumindest rechtlich einwandfrei vollzogen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Juni 1933 wurde der „Deutsche Buchverlag“, für den der Bischoff-Verlag druckte, verboten und Friedrich Bischoff zu Verhören bei der Gestapo vorgeladen. Grund war dessen enge Zusammenarbeit und freundschaftliche Beziehung mit dem Geschäftsführer des Buchverlages, dem bekennenden jüdischen NS-Gegner Frank Arnau. In dieser Situation schienen auch die kircheneigenen Zeitschriften in Gefahr, so dass Friedrich Bischoff einen Antrag die Mitgliedschaft in der NSDAP stellte. Etwa gleichzeitig stellte er einen Antrag auf Mitgliedschaft in der SS, der aber später zurückgezogen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Rother: „Geschichte des Friedrich Bischoff Verlages“, vorgetragen am 2. Oktober 2011 in Frankfurt am Main anlässlich einer Vortragsveranstaltung des Netzwerk Apostolische Geschichte, basierend auf einer bis 2011 unveröffentlichten Magisterarbeit aus den 1980-er Jahren und unveröffentlichten Quellen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. Dezember 1933 wird im Friedrich-Bischoff-Verlag auch die Zeitschrift „Unsere Familie“ herausgegeben. Die Erstausgabe musste rechtzeitig vor dem von der NS-Regierung geplanten Verbot von Zeitschriftenneugründungen vorgenommen werden, da ab [[1934]] eine neue Zeitschrift nicht mehr zugelassen worden wäre. Diesen wertvollen Hinweis bekam die Familie Bischoff von Frank Arnau. Ab jener Zeit wurde zunehmend auch nationalsozialistische Propaganda in den kircheneigenen Erzeugnissen gedruckt. Ebenso musste ein Vertreter der Reichsschrifttumskammer im Verlag zwangsbeschäftigt werden. Die Zeitschriften und die Verlagsproduktion wurden während der Kriegsjahre ab 1941 schrittweise eingestellt und die Druckerei zwangsverpachtet. [[1949]] nahm der Verlag die Produktion wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 kam es zwischen dem Schweizer Apostel Ernst Güttinger und Friedrich Bischoff zu einem Streit, welcher auch durch die Einwirkung von Stammapostel Bischoff nicht geschlichtet werden konnte. Ernst Güttinger verkündete, dass die Bezirksvorsteherversammlung in der Schweiz beschlossen hatte, dass die NS-gefärbten Zeitschriften des Verlages nicht mehr abgenommen werden und die Schweizer Neuapostolische Kirche eigene Druckerzeugnisse herstellen würde. Obwohl der Verlag anscheinend das Recht hatte, auch von Propaganda bereinigte Versionen der Zeitschriften ins Ausland zu liefern, tat Friedrich Bischoff dies nicht. Der Streit schien neben den politischen Implikationen auch persönliche Gründe zu haben. Letztendlich verbot Friedrich Bischoff den Schweizern die Nutzung der deutschen Titel der Zeitschriften, so dass die Neuapostolische Kirche in der Schweiz bis in die 1960er Jahre eigene Zeitschriften herausbrachte. Entgegen Behauptungen in manchen älteren Ausarbeitungen waren nach aktueller Quellenlage eventuelle Ausfuhrbeschränkungen kein Grund für die Einstellung der Lieferungen in die Schweiz. Es gibt auch keine Hinweise darauf, warum es J.G. Bischoff als Stammapostel nicht gelang, diesen Streit zu schlichten, oder wie seine letztliche Haltung zu dieser Frage war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker werfen der Familie Bischoff vor, dass sie sich durch die Übernahme des Verlages durch die Familie bereichern wollte. Tatsächlich erlangte die Familie um J.G. Bischoff und seinen Sohn auch in Zeiten der Not augenscheinlich einen recht großen Reichtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(siehe auch: [[Neuapostolische Kirche im Dritten Reich]])&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon unter den Stammaposteln Krebs und Niehaus entwickelte sich ein Führerkult, ebenso waren jene der Ansicht, dass auch der Staat durch einen Führer geleitet werden muss. Deshalb war ein nationalistisches Denken durchaus üblich und wurde ebenso auch durch Predigt oder Beiträgen in Druckerzeugnissen unterstützt. Zur Zeit des ersten Weltkrieges trat dies besonders heraus, aber auch danach waren Bismarck-Zitate in der „Neuapostolischen Rundschau“ nicht unüblich. Über die Führerkultur schreibt Niehaus 1929 im Heft „Ist das Stammapostelamt eine göttliche Einrichtung“: &#039;&#039;„Jedes Land hat seinen Führer. Eine zielbewußte, geordnete Obrigkeit ist auch Gottes Wille und lag von jeher in seiner Vorsehung.“&#039;&#039; oder &#039;&#039;„Ohne einen von Gott erwählten Führer ist die Vollendung des Erlösungswerkes unmöglich.“&#039;&#039; Im „Neuapostolischen Sonntagsblatt“ vom 19. Juni 1908 schrieb Niehaus: &#039;&#039;„Treue zu Gott und Treue zum Kaiser!“&#039;&#039; Auch in einer anderen Weise wurde die Übertragung und Befürwortung des Führerkultes auf die Neuapostolische Kirche deutlich, denn man dichtete das volkstümliche Kaisergeburtstagslied &#039;&#039;„[[Vater, kröne du mit Segen]]“&#039;&#039; auf den Stammapostel und Apostel um und sang es an dessen Geburtstagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Ordnung wuchs auch Stammapostel Bischoff auf und lernte die Neuapostolische Kirche kennen. Er übernahm die Führerkultur und sah die Pflichten gegenüber dem Staat und der Obrigkeit nach wie vor als wichtiges Merkmal eines neuapostolischen Christen: &#039;&#039;„Von einem neuapostolischen Christen wird gefordert, daß er seine Pflichten gegenüber Staat und Obrigkeit gewissenhaft erfüllt und daß er sich als wertvolles Glied der menschlichen Gemeinschaft erweist.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Fragen und Antworten über den Neuapostolischen Glauben&#039;&#039;, Hrsg. Apostelkollegium 1930, Frage 254&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nimmt er 1930 in „&#039;&#039;Fragen und Antworten&#039;&#039;“, eine Art [[Katechismus]] der NAK, den zehnten Glaubensartikel wieder auf: &#039;&#039;„Ich glaube, dass&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; die Obrigkeit Gottes Dienerin ist uns zugute, und wer der Obrigkeit widerstrebt, der widerstrebt Gottes Ordnung, weil sie von Gott verordnet ist.“&#039;&#039; (Römer 13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 lässt Bischoff die neuen Richtlinien für die Amtsträger der Neuapostolischen Kirche herausgegeben, darin heißt es auf Seite 15: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Auch sollten sich die Amtsbrüder besonders davor hüten, von Politik etwas zu erwähnen oder in die Politik einzugreifen und die Geschwister damit in irgendeiner Weise zu beeinflussen. Die NAK betreibt keine Politik.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser eindeutigen Aussage predigt Bischoff zum &#039;&#039;[[Tag von Potsdam]]&#039;&#039;, dem 21. März 1933, in einem Festgottesdienst über [[Jesus Sirach|Sirach 10,5]], dass jetzt der von Gott gesandte Führer gekommen sei. Den Text der Ansprache ließ er samt vielen Unterlagen in die Reichskanzlei schicken. In einem Rundschreiben an die Amtsträger vom 25. April 1933 heißt es, dass es bei Eintrittsgesuchen von Mitgliedern aufgelöster staatsfeindlicher und freidenkerischer Organisationen in Zweifelsfällen gut sein werde, „die Personalien solcher Personen der zuständigen Ortsgruppe der NSDAP zur Nachprüfung vorzulegen“ und ihre Aufnahme erst nach dem Vorliegen einer Unbedenklichkeitserklärung der NSDAP zu vollziehen. Am 1. August 1933 wurde in den „Frankfurter Nachrichten“ ein Bericht unter dem Titel „Unsere Zukunft liegt in Deutschland“ abgedruckt. Demzufolge sagte der &#039;&#039;Beauftragte der NSDAP&#039;&#039;, Fritz Bischoff, dass die NAK etwa 2.000 Gemeinden mit 100.000 Mitglieder in Deutschland hat und die meisten davon Nationalsozialisten sind und ihren Dienst der Regierung zur Verfügung stellen. Weiter werden Sammlungen für wohltätige Zwecke erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;„Frankfurter Nachrichten“ vom  1. August 1933&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1935]] strich man im Titel der Zeitschrift &#039;&#039;Wächterstimme aus Zion&#039;&#039; das hebräische Wort „Zion“. Im 1938er &#039;&#039;Lehrbuch&#039;&#039; der NAK wurde zu der Frage 172 festgestellt, dass „dem Aufnahmegesuch nicht entsprochen werden kann, wenn der Aufzunehmende sich im Widerspruch zur Staatsführung befindet, die der Neuapostolischen Kirche die Ausführung ihrer seelsorgerischen Tätigkeiten gestattet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher – Grübler – Enthusiasten&#039;&#039;; 1982; S. 477&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gründe für diese Veränderungen waren ein Anfang 1933 plötzlich auftretendes Verbot aller religiösen Sondergemeinschaften und damit auch der Neuapostolischen Kirche. Johann Gottfried Bischoff versuchte gute Beziehungen zum nationalsozialistischen Regime aufzubauen, um einen Teil der Verbote aufzuheben. Nach Schilderung der NAK sei es unter größten Schwierigkeiten gelungen, einen Teil dieser Verbote rückgängig zu machen. Darauf würden auch die anderen gegen die NAK ergriffenen Maßnahmen hinweisen: Die Nazi-Regierung habe die NAK mit ungewöhnlich hohen Steuern belastet, die Betreuung der Jugend sei unterdrückt worden, der Kauf von Grundstücken und der Bau von Kapellen abgelehnt worden, die Opfer durften nicht mehr erhoben werden, das Erscheinen der kircheneigenen Zeitschriften sei verboten worden, Bibeln und Gesangbücher hätten nicht mehr gedruckt werden dürfen. Die zur Gemeinde gehörenden Mitglieder jüdischer Abstammung seien nicht abgestoßen, sondern in jeder nur möglichen Weise unterstützt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;naki.org: [http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/Infoabend_041207_Geschichte_Internetversion.pdf Geschichte der Neuapostolischen Kirche]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem 1. September 1940 durften laut Vorgabe durch den Reichsminister für kirchliche Angelegenheiten Wehrmachtsangehörige nicht mehr religiös betreut werden, damit entfiel auch die Versendung der ausgesonderten Hostien per Feldpostbriefe. Ab 1941 wurde sukzessive die Herausgabe aller kircheneigenen Zeitschriften verboten und eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen diesen Darstellungen verzeichnete die NAK im Dritten Reich jedoch in Deutschland ein recht großes Mitgliederwachstum, während andere Glaubensgemeinschaften gezwungen waren, in den Untergrund zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Gottfried Bischoff musste nach Kriegsende sein unversehrtes Haus zwangsräumen und verzog zurück in das kircheneigene Gebäude in der Sophienstraße. Unter Einwirkung eines amerikanischen Mitgliedes der NAK bei der Besatzungsmacht durfte Bischoff später wieder zurück in sein Haus ziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 65 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit – Bischoffs „Botschaft“ ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;weiteres siehe auch im Artikel : [[Botschaft|Botschaft des Stammapostels Bischoff]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung der „Botschaft“ ===&lt;br /&gt;
Bereits 1940 und dann besonders nach dem Krieg wurde im Apostelkollegium der Wunsch zur Ernennung eines Nachfolgers für den bereits über 65jährigen Stammapostel thematisiert. Die Apostel stimmten sich 1947 untereinander ab und bei der ersten regulären Apostelversammlung nach dem Krieg am 21. Mai 1948 in Frankfurt wurde mittels Stimmkarten Bezirkspostel [[Peter Kuhlen]] aus dem Rheinland und Westfalen im 2. Wahlgang einstimmig zum Nachfolger gewählt. Er wurde dann in einem festlichen Gottesdienst am 1. August 1948 in der Bielefelder Oetkerhalle ins Stammapostelamt eingesetzt und sollte bis zur Amtsübernahme als Stammapostelhelfer wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit kam es außerdem zu Satzungsänderungen, die eine eher kollektive Kirchenleitung durch das Apostelkollegium etablierten. Dem Stammapostel und insbesondere seinem Sohn, dem Verlagsinhaber der neuapostolischen Presse, missfiel dies und es kam offenbar zu Intrigen gegen den designierten Nachfolger Kuhlen. Auch wurden vom Stammapostel 1950 und 1951 besonders viele treue Apostel ordiniert, die die Mehrheitsverhältnisse im Apostelkollegium zu seinen Gunsten verschoben. Insbesondere in der neuapostolischen Presse wurde indirekt gegen die Legitimität des Nachfolgers Stellung bezogen, so schrieb das „Amtsblatt“ vom 15. September 1950:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Eine Reihe von Menschen kann durch Mehrheitsbeschluß eine Meinung äußern, ohne dabei eins zu sein. Die Apostel des Herrn aber wollen mit dem ihnen von Gott gegebenen Haupt eins sein, so wie der Sohn mit dem Vater eins war und ist. Für sie gibt es keinen Mehrheitsbeschluß, keine Wahl und kein Stimmverhältnis. Auf solchen Voraussetzungen getroffene Entscheide hätten vor der Kraft des Glaubens keinen Bestand und müßten von allen Gläubigen und Getreuen verworfen werden. ... Völlig eins werden können nur solche Menschen, in denen ein und derselbe Geist herrscht. Ist man also mit den Gedanken, den Ausführungen und Anordnungen des Stammapostels nicht ganz einverstanden und hat noch seine eigene Meinung, dann – ja dann herrscht eben ein anderer Geist in den Betreffenden. Der Stammapostel ist eben nicht sein Haupt. Wäre es denkbar, dass ein gesundes Glied eines gesunden Körpers etwas anderes wollte oder tun würde, als was das Haupt will? Kann in einer Rebe ein anderer Saft sein, als im Stamm? – Das alles ist undenkbar im alltäglichen Erleben sowohl wie im Werk Gottes.&amp;lt;ref&amp;gt;„Amtsblatt“ vom 15. September 1950&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf folgte eine Predigtoffensive im Oktober in Württemberg (siehe unten). Es kam dann im November 1950 zu einem Artikel im Kalender für 1951, in dem es hieß, „dass dem Stammapostel noch kein Nachfolger gezeigt worden sei“. Dies stand in offenem Widerspruch zur Ordination und zum Wirken des Stammapostel(helfer)s Kuhlen seit 1948, der sich aufgrund der vielen Vorfälle am 25. November 1950 zum Rücktritt entschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit kam es in den Gemeinden im Saarland, das nach dem Krieg nicht von den deutschen Aposteln wegen deren NSDAP-Mitgliedschaft betreut werden durfte, zu Konflikten. Eine Zeitlang betreuten die Schweizer Apostel Ernst Güttinger und Rudolf Schneider die Saarländer, doch wurden diese besonders von den deutschnationalen Mitgliedern nicht akzeptiert. Es bildeten sich im Saarland zwei Gruppen. Als zur Apostelversammlung am 27. März 1951 die Altersgrenze für Apostel auf 70 Jahre gesetzt wurde, gingen die Apostel Güttinger und Schneider auf Veranlassung von Stammapostel Bischoff in den Ruhestand. Die Leitung übernahm kurzfristig Apostel Otto Güttinger aus der Schweiz und dann Apostel Georg Schall aus Württemberg ohne dass die Konflikte beigelegt werden konnten. Wenige Monate später wurde Apostel Chrétien Dauber aus Frankreich als neuer Bezirksapostel für das Saarland eingesetzt, welcher besonders intensiv auch die aufkommende „Botschaft“ des Stammapostels predigte. Dies verstärkte die Fronten und den Widerstand, so dass am 17. Dezember 1951 über 1.200 Mitglieder durch Beschluss des Apostelkollegiums aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen wurden und dann die „Apostolische Gemeinde des Saarlandes“ gründeten.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Schmidt: &#039;&#039;Die Wahrheit&#039;&#039;, Eigenverlag, o.J. vermutlich 1960-er Jahre&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Protokoll der Mitglieder-Versammlung des Apostelkollegiums der Neuapostolischen Kirche vom 17. Dezember 1951&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am ersten [[Weihnachten|Weihnachtstag]] 1951 verkündete Bischoff in Gießen, dass er der letzte Stammapostel sei. Jesus werde zu seinen Lebzeiten wiederkommen. Wörtlich hieß es:&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Kuhlen: &#039;&#039;Ereignisse in der NAK, die zur Gründung der Apostolischen Gemeinde geführt haben&#039;&#039;; S. 48; [ohne Ort, ohne Jahr]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat|Tag und Stunde, wann der Herr kommt, wissen wir nicht. Aber ich persönlich bin überzeugt, dass die Zubereitung des königlichen Priestertums in der Zeit erfolgt, in der ich noch vorhanden bin,&amp;amp;nbsp;… Das Zeichen hierfür besteht darin, daß der Herr zu meiner Zeit in Erscheinung tritt und Abschluss seines Werkes macht&amp;amp;nbsp;… Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. So steht es im Ratschluß unseres Gottes, so ist es festgelegt, und so wird es der Herr bestätigen!}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Tag galt fast 60 Jahre lang als erster Tag der Verkündigung der sogenannten &#039;&#039;Botschaft&#039;&#039; von J.G. Bischoff. Über viele Jahre hinweg gab es verschiedene Gerüchte über die Entstehung der Verheißung, die wegen ihrer Nichterfüllung aufgrund des Todes des Stammapostels 1960, bis heute offiziell ein Tabuthema in der Neuapostolischen Kirche darstellt. Alle kircheneigenen Quellen waren verschlossen, und erst im Jahr 2010 lieferte Michael Koch, Redakteur des Webmagazins &#039;&#039;glaubenskultur.de&#039;&#039; und Mitglied der Neuapostolischen Kirche, eine erste neuapostolische Ausarbeitung und stellte darin fest, dass die Botschaft nicht plötzlich entstanden, demzufolge keine Offenbarung war und auch nicht in Gießen das erste Mal verkündigt worden sei.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Entstehung des Dogmas, der Herr käme zur Lebzeit Johann Gottfried Bischoffs - Eine Betrachtung der Jahre 1945-1952&#039;&#039; von Miachel Koch in &#039;&#039;Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts&#039;&#039;, Edition Punctum Saliens, Bielefeld 2009 ISBN:978-3-939291-06-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„Die Geburt eines Mythos“, Ausarbeitungsreihe veröffentlicht auf [http://glaubenskultur.de/premiumartikel.php?id=1562 glaubenskultur.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnliche Ansätze hatte es bereits in den 1950er Jahren von der abgespalteten [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] und auch schon von  [[Helmut Obst|Prof. Dr. Helmut Obst]] in seinem Standardwerk &#039;&#039;Apostel und Propheten der Neuzeit&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Obst: &#039;&#039;Apostel und Propheten der Neuzeit&#039;&#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht 2000, 4. Auflage, ISBN 3-525-55439-7&amp;lt;/ref&amp;gt;, welches bereits in den 1980-er Jahren erschien, oder beispielsweise auch R. Stiegelmeyr in seiner Botschafts-Ausarbeitung von 2007&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kirchenreform.jimdo.com/app/download/5536088209/4ef060c7/5fd1e9c8f6d7c47c6637b642c3d2d9195081c0f0/MIR-Botschaftsaufsatz.pdf?t=1324142891 Botschaftsaufsatz von Rudolf Stieglmeyr aus dem Jahr 2007 als PDF]&amp;lt;/ref&amp;gt; gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der Amtstätigkeit Bischoffs als Stammapostel war er noch deutlich gegen eine zeitliche Festlegung der Wiederkunft Christi gewesen. So druckte die „Wächterstimme“ am 1. Mai 1932 einen Artikel: „Es gebührt euch nicht zu wissen Zeit oder Stunde ... Alle, die sich damit befaßt haben, mußten bis jetzt eine schmähliche Enttäuschung erleben. Für die Kinder Gottes ist es nicht Hauptsache, zu wissen, wann der Herr kommt ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Materialdienst der EZW, 19. Jahrgang, 1956, Nummer 3, Seite 30&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch ab dem Beginn der 1940-er Jahre vertrat er in seinen Predigten die Meinung, dass die Vollendungszeit angebrochen sei, dies war in den Jahrzehnten zuvor keine unmittelbare Lehrgrundlage in der Neuapostolischen Kirche. Er deutete 1945, unter dem Eindruck der Bombenangriffe zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland, die Zeit als jene der Ausgießung der siebenten Zornschale, von welcher in der Offenbarung Johannes zu lesen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 20. Mai 1945&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem Jahre 1947 begann Bischoff darüber zu predigen, dass er persönlich den Herrn täglich erwarten würde, dies aber sein persönlicher Glaube sei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich persönlich erwarte den Herrn täglich. Damit will ich nicht sagen, dass er heute, morgen oder in 4 Wochen oder in 1 Jahr oder wie es auch sei kommt; den Tag und Stunde weiss einfach niemand. ... Aber es kann mir doch niemand für übel nehmen, dass ich den Herrn täglich erwarte und mich entsprechend einstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 25. Mai 1947 in Stuttgart-Süd&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Naherwartung der Wiederkunft Christi war jedoch seit der Gründung der Kirche ein fundamentaler Glaubensstandpunkt und in soweit nichts Besonderes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er predigte aber auch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich sage euch nicht zu viel, wenn ich erwähne, daß wir verschiedene Geschwister, selbst Amtsträger haben, die bereits die Verheißung des Herrn empfingen, daß sie nicht mehr sterben, sondern verwandelt werden. Das sind doch auch göttliche Zusagen!&amp;lt;ref&amp;gt;Gottesdienst am 22. Juni 1947 in Dinslaken. Zitiert nach „Brief der Apostel, Bischöfe und Bezirksältesten des Apostelbezirks Düsseldorf an den Stammapostel J.G. Bischoff“, Düsseldorf, den 6. Januar 1955&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 führte der Stammapostel auf eine Co-Predigt eines Amtsträgers aus, dass er persönlich an die Wiederkunft Jesu Christi zu seiner Lebenszeit glaube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Nun freue ich mich ganz besonders, daß ihr das auch einmal aus dem Munde eines Bezirksältesten aus einem anderen Apostelbezirk gehört habt; denn wenn ich da und dort gesagt habe: ‚Jedes Gotteskind hat das Recht zu glauben, daß der Herr in der Zeit seiner Erdentage kommt,’ dann hat man mir das verschiedentlich übel genommen und gesagt: Ja, wie kann denn der Stammapostel, wo er doch so alt ist, so etwas sagen als ob der Herr zu seiner Zeit kommen würde! Ich habe noch nie behauptet: Der Herr muß zu meiner Zeit kommen! sondern gesagt: Ich glaube und hoffe, daß er zu meiner Zeit kommt. – Diesen Glauben und diese Hoffnung darf jedes Gotteskind für seine Person haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 27. Juni 1948 in Frankfurt-Südwest&amp;lt;/ref&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren relativierte er mehrmals die Aussagen, dass der Herr zu seiner Lebenszeit kommen müsste. Es sei lediglich sein persönlicher Glaube, so Bischoff, doch stellte er jedem Gläubigen frei, dieses ebenfalls zu glauben: „Ich habe noch nie gelehrt, daß der Herr das tun müßte. Zu glauben, daß der Herr zu unserer Zeit kommt, das kann uns niemand verbieten und wird auch nicht verboten, denn die, die ein Ziel vor Augen haben, bereiten sich auch entsprechend vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Brot des Lebens - Zeitschrift zur Förderung des Glaubens der Neuapostolischen Gemeinden der Schweiz&#039;&#039; 9. Jahrgang, Nr. 20 vom 15.10.1948, Seite 154, Hrsg: Neuapostolische Gemeinden der Schweiz&amp;lt;/ref&amp;gt; In jener Zeit verstärkte die kircheneigene Zeitschrift „Das Amtsblatt - Monatsschrift für die Amtsträger der Neuapostolischen Kirche“ durch Artikel den Glauben an die unmittelbar bevorstehende Wiederkunft Christi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1950 predigte erstmals der von J.G. Bischoff frisch eingesetzte Apostel Gottfried Rockenfelder aus Wiesbaden, dass er die felsenfeste Überzeugung hätte, „dass Gott, unser Herr, uns den Stammapostel bis zum herrlichen Morgen der ersten Auferstehung erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 13. August 1950 in Bochum (Nachmittag)&amp;lt;/ref&amp;gt; M. Koch schrieb in der Ausarbeitung dazu: „Es ist das erste Mal, dass offen eine solche Überzeugung vertreten wird: Gott wird den Stammapostel so lange erhalten, bis Jesus kommt, um die Seinen zu entrücken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Entstehung des Dogmas, der Herr käme zur Lebzeit Johann Gottfried Bischoffs - Eine Betrachtung der Jahre 1945-1952&#039;&#039; von Michael Koch in &#039;&#039;Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts.&#039;&#039; Seite 186, Edition Punctum Saliens, Bielefeld 2009 ISBN:978-3-939291-06-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 1. Oktober 1950 predigte Bischoff in zahlreichen Gottesdiensten in Süddeutschland massiv seine Überzeugung, dass der Herr zu seiner Zeit kommen würde und ein Großteil der Gläubigen nicht mehr sterben würde. Im kircheneigenen Kalender für 1951 wurde nun erstmalig auch kirchenweit die feste Ansicht Bischoffs publiziert. Die vielen Äußerungen blieben jedoch nicht ohne Wirkung, so relativierte der Stammapostel seine Überzeugung im Februar 1951 während eines Gottesdienstes in Stuttgart:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Meine lieben Brüder und Schwestern, ich möchte hier kurz erwähnen: Tag und Stunde weiss niemand. ... Weil wir aber das nicht wissen, darum habe ich mich, wenigstens für meine Person, an die Worte Jesu gehalten, in dem er sagte: ,Wachet, denn ihr wisset nicht, welcher Stunde euer Herr kommen wird’ (Matth. 24, 42). ... Ich erwarte den Herrn täglich! Das habe ich oft genug in den Gottesdiensten und auch in meinen Schriften bekanntgegeben, und das Recht hat jedes apostolische Gotteskind, das zu glauben. Ausserdem glaube ich, dass der Herr Jesus zu meiner Lebzeit kommt. Ich habe aber nicht gesagt, dass er in der Zeit kommen muss, sondern ich glaube, dass er in meiner Lebzeit kommt. Dies glaube ich nicht etwa auf Grund eines Traumes oder aus irgend einer anderen Ursache, sondern auch hierin ist mir nur sein Wort maßgebend.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Ämtergottesdienst am Sonntag nachmittag, den 18.2.1951, gehalten vom Stammapostel Bischoff in Stuttgart-Süd, wozu auch ein Teil der Frauen und Amtsbrüder eingeladen wurden.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zitat ist auch in soweit bemerkenswert, da Bischoff sagte, dass er keinen Traum hatte oder ein sonstiges prägendes Ereignis. In den folgenden Wochen schwankte J.G. Bischoff in seinen Predigten zwischen massiver Predigt seiner Überzeugung, der Herr käme zu seiner Lebenszeit und der Relativierung jener. Im Herbst 1951, zehn Wochen vor dem eigentlichen so genannten „Botschafts-Gottesdienst“, predigte Bischoff:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich habe vor Monaten gesagt: Ich glaube, dass der Herr zu meiner Lebzeit kommt. Als ich das sagte, gingen die Wogen des Unglaubens hoch und wurde die Sprache laut: Wie kann er so etwas sagen, er ist doch auch ein sterblicher Mensch gleich wie die anderen! Das änderte aber meine Überzeugung nicht. Wenn es dem lieben Gott gefällt, dass er seinen Sohn zu meiner Zeit sendet, um die Seinen zu sich zu nehmen, wer will das hindern?&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst am Sonntag vormittag, 14. Okt. 1951, gehalten vom Stammapostel Bischoff in München&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammapostel begründete nun immer mehr seine Auffassung mit den vielen Erlebnissen und Zuschriften von Kirchenmitgliedern, die entsprechende Eingebungen und Gesichte hatten. In dem nun folgendem Weihnachtsgottesdienst 1951 in Gießen wurde schon zu Beginn des Gottesdienstes der Stammapostel mittels eines vorgetragenen Gedichtes als derjenige bezeichnet, der die Braut heimführt. Diese Tendenz führte sich durch den Gottesdienst und endete in der Aussage: „Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. So steht es im Ratschluß unseres Gottes, so ist es festgelegt, und so wird es der Herr bestätigen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch wurde dieser Gottesdienst weder in der internen Verkündigung noch in der Berichterstattung in der Zeitschrift „Unsere Familie“ im März 1952 oder in der „Wächterstimme“ vom April 1952 als etwas Herausragendes betitelt, auch das Wort „Botschaft“ fiel nicht. In den folgenden Gottesdiensten vertrat J.G. Bischoff seine Auffassung ebenso nicht konsequent in jedem Gottesdienst weiter. In einem Ämtergottesdienst im Frühjahr 1952 in Frankfurt las Bischoff einige Briefe von Mitgliedern vor, die Erlebnisse und Träume schilderten, welche seine Überzeugung untermauerten.&amp;lt;ref&amp;gt;„Amtsblatt“, Sondernummer vom 8. Juni 1952&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gottesdienst bestand demnach nur aus einer kurzen Einleitung und dem Vorlesen der Briefe. Es ist weder aus diesem, noch vielen anderen Gottesdiensten eindeutig herauszulesen, wie J.G. Bischoff seine Überzeugung erlangt hatte. Einmal sprach er von einer Offenbarung&amp;lt;ref&amp;gt;Gottesdienst am 16. März 1952 in Ulm&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein anderes Mal von mehreren Offenbarungen&amp;lt;ref&amp;gt;Gottesdienst am 17. März in Stuttgart-Süd&amp;lt;/ref&amp;gt; oder aber auch von einer persönlichen Erscheinung durch Jesus Christus&amp;lt;ref&amp;gt;„Wächterstimme“ vom 15. April 1955&amp;lt;/ref&amp;gt;. Angeblich soll Bischoff nicht einmal im Familienkreis erzählt haben, wie er die vermeintliche Offenbarung erhalten habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach aktueller Quellenlage sprach erstmals Apostel Friedrich Bischoff, allerdings noch nicht im Rückblick auf den 25. Dezember 1951, im April 1952 von einer Botschaft: „Wenn nun so jemand die Botschaft hört: Jetzt ist die Zeit gekommen, in der der Herr erscheint! und er würde dann sagen: Das kann ich nicht recht fassen, das kann ich nicht glauben; wie kommt der Stammapostel dazu, so etwas zu verkündigen?, ist da der Glaubensgehorsam vollständig? Nein, ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst am Ostersonntag nachmittag, 13.4.1952, gehalten vom Stammapostel Bischoff in Tübingen a.N.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die „Botschaftszeit“ und ihre Folgen ===&lt;br /&gt;
Die Naherwartung der Wiederkunft Christi wurde nun sogar organisatorisch eingebettet, denn Bischoff selber verlegte im Juni 1952 den alljährlich am ersten Novembersonntag stattfindenden Entschlafenengottesdienst auf den 6. Juli 1952 vor, da er der Meinung war, dass der Herr noch vor November kommen würde. Seither begeht die Neuapostolische Kirche den Entschlafenengottesdienst dreimal jährlich.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Manifest über die Zustände und Tendenzen in der Neuapostolischen Gemeinde&#039;&#039;, Otto Güttinger, Zofingen 1954, Seite 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Gottesdienst am 13. Juli 1952 in Stuttgart-Süd sprach J.G. Bischoff selber von „seiner Botschaft“, die er an Weihnachten 1951 gepredigt habe. Dieser Gottesdienst gilt nach aktueller Quellenlage als Geburtsstunde der „Botschaft des J.G. Bischoff“. Erst ab jetzt stand der Weihnachtsgottesdienst 1951 im Mittelpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Bezirken wurde die Botschaft zunächst mit einer gewissen Toleranz weitergegeben bzw. gepredigt. In der Folgezeit wurde diese innerhalb der NAK allerdings immer bedeutsamer. Unter anderem sollten Aufnahmen in die NAK, die so genannten Versiegelungen, sowie Berufungen in die neuapostolischen Ämter ab September 1954 von der Annahme der Botschaft abhängig gemacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Neuapostolische Kirche: &#039;&#039;Die NAK von 1938 bis 1955, Entwicklungen und Probleme&#039;&#039;; Zürich 2007; S. 37&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Trennungen von Bischoff und der NAK ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Die_Apostolischen_in_Deutschland.jpg|thumb|Die Apostolischen in Deutschland - Eine Übersicht]]&lt;br /&gt;
Ab 1953 entstanden in der Neuapostolischen Kirche zwei Fronten, die Botschaftsbefürworter und stammaposteltreuen Mitglieder und Ämter sowie die Botschaftskritiker und Reformer. Die beiden Gruppen bildeten sich quer durch alle Gesellschafts- und Amtsschichten in der Kirche. Die heiße Zeit der Widerstände dauerte drei Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 1.000 Gemeindeglieder und höchste Amtsträger widersetzten sich in der Schweiz dem „Botschaftsdruck“ und wurden 1954 daraufhin ausgeschlossen, darunter auch der Apostel [[Otto Güttinger]], welcher mit seinem Vater, dem ehemaligen Apostel [[Ernst Güttinger]], die [[Vereinigung Apostolischer Christen]] gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1953 kam es in Südafrika zu Ablehnungen der Botschaft, sogar unter der Duldung des Stammapostelhelfers H.F. Schlaphoff, welcher für Afrika, Asien uns Australien zuständig war. In Südafrika wurden 1954 die Apostel [[Philipus Jacobus Erasmus]] und [[Daniel Carel Smuts Malan]] des Amtes enthoben und aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Der Stammapostelhelfer soll 1954, nach unterschiedlichen Angaben, nach einer Europareise entweder das Amt selber zurück gegeben haben oder durch ein Telegramm des Amtes enthoben worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Sonderposition nahmen ab 1954 die Niederlande ein. Dort existierte die &#039;&#039;Hersteld Apostolische Zendinggemeente in de Eenheid der Apostelen&#039;&#039;, sozusagen der deutsche Ableger der Neuapostolischen Kirche, unter der Leitung des Bezirksapostels [[Gerrit Kamphuis]]. Dieser verkündigte aber die Botschaft Bischoffs nach Auffassung einiger niederländischer Gemeindemitglieder nicht im ausreichendem Maße, so dass Apostel Walter Schmidt, mit Genehmigung des Stammapostels, von Deutschland aus die &#039;&#039;Nieuw-Apostolische Kerk in Nederland&#039;&#039; (Neuapostolische Kirche in Niederlande) am 1. April 1954 gründete. Es ist anzunehmen, dass dies auf Initiative des niederländischen Älteste Bijl und einigen Mitgliedern geschah. In der neu gegründeten Gemeinschaft befand sich nun die Bischoffstreue Fraktion, sie umfasste im Anfangsjahr 21 Gemeinden und etwa 1.070 Mitglieder. So gab es also gleichzeitig zwei unterschiedliche neuapostolische Kirchen in den Niederlanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresstatistik der Nieuw-Apostolische Kerk in Nederland für das Jahr 1954&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Edwin Diersmann: &#039;&#039;An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.&#039;&#039;, Rediroma-Verlag 2007, ISBN 978-3-940450-20-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland kam es ab 1954 zu ersten offenen Auseinandersetzungen, welche sich größtenteils im Arbeitsgebiet des ehemals als Stammapostel ordinierten Apostel Peter Kuhlen abspielten. So ereigneten sich besonders im Januar 1955 skandalöse Szenen in Gottesdiensten rund um Düsseldorf, so zum Beispiel am 9. Januar 1955 in [[Neuapostolische Kirche - Kirche Kerpen-Horrem|Horrem]], als der Apostel [[Siegfried Dehmel]] mit großer Ablehnung empfangen wurde: „Zu gleicher Zeit erhoben sich alle anderen in der Gemeinde und schickten sich an, den Saal zu verlassen. Dabei kamen von einzelnen Drohungen gegen den Apostel zum Ausdruck, indem auch diese sich vor dem Altar in drohender Stellung besonders hervortraten. Schimpfnamen wie: Sie sind ein Lügner, Betrüger usw. mußte der Apostel über sich ergehen lassen ...“ Einige riefen: „Wir wollen mit euch nichts mehr zu tun haben, wir sind nur noch mit dem Stammapostel verbunden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ereignisse in der Neuapostolischen Kirche, die zur Gründung der Apostolischen Gemeinde geführt haben&#039;&#039; o.O., o.J.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der rheinische Bezirksapostel Peter Kuhlen, sowie seine zwei Mitapostel Dehmel und Dunkmann wurden am 23. Januar 1955 des Amtes enthoben und aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Mit ihnen gingen etwa 15.000 Mitglieder. Die Ausgeschlossenen gründeten zum Teil neue Gemeinschaften wie die [[Apostolische Gemeinschaft]] oder die Vereinigung Apostolischer Christen in der Schweiz, die sich 1956 in Düsseldorf mit anderen, früher ausgeschlossenen Gemeinschaften, zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zusammenschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Wissen: &#039;&#039;Zur Freiheit berufen - Ein Portrait der Vereinigung Apostolischer Gemeinden und ihrer Gliedkirchen&#039;&#039; Re Di Roma-Verlag 2008, ISBN 978-3-86870-030-5&amp;lt;/ref&amp;gt; In der NAK wurden sie fortan als „Zweifler, Rechthaber und Eigenbrötler“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Württemberg, besonders im Raum Heilbronn und Stuttgart, kam es zwischen 1953 und 1955 zu Auseinandersetzungen, welche fast zu einer erneuten Kirchenspaltung geführt hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Koch: &#039;&#039;Botschaftszeit: Wie Württemberg knapp der Spaltung entging&#039;&#039; glaubenskultur 2007, abgerufen am 20. Dezember 2011: [http://www.glaubenskultur.de/premium.php?id=900]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits im Februar 1954 bekam der Bezirksapostelbereich einen zusätzlichen Bezirksapostel, [[Gotthilf Volz]], obwohl [[Georg Schall]] noch im Amt war&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über die Ämterversammlung am Sonntag nachm., 21. Februar 1954, gehalten vom Stammapostel Bischoff in der Kirche Stuttgart-Süd für die Amtsträger des Apostelbezirks Stuttgart&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bischoff bangte darum, ob Schall denn auch ausreichend zuverlässig die Botschaft verkündigen würde. Heilbronn galt damals als Zentrum des Konflikts, dort verweigerte der zuständige Bischof Wilhelm Pfäffle bei einer Bezirksämterversammlung dem Apostel [[Wilhelm Jaggi]] den Zutritt, da er und seine Amtsträger der Meinung waren, dass der Apostel die Botschaft unzureichend verkündigen würde. Die Versammelten verlangten stattdessen den Bezirksältesten Georg Thomas als Apostel&amp;lt;ref&amp;gt;Kuhlen, Peter: &#039;&#039;Nachdenkliches über die Botschaft des Stammapostels J.G. Bischoff ...&#039;&#039;, Düsseldorf 1955; S. 15f.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieser wurde sehr kurze Zeit später ordiniert und mit ihm fünf Bischöfe und zwei Bezirksälteste. In dem Einsetzungsgottesdienst ging Stammapostel Bischoff auf die Zwistigkeiten ein und bat darum, „die Kluft zu beseitigen“. Dennoch klang der Aufruhr in Württemberg nicht ab, auch nicht, nachdem Bischoff im Spätjahr 1955 den Bezirk abermals besucht und deutlich aufgerufen hatte, den „Bruderstreit“ zu beenden. Am 18. November 1955 kam es bei einer Bezirksämterversammlung in Stuttgart-Süd mit einer, in der Neuapostolischen Kirche einmaligen, Handlung zur Beruhigung der Sache. Apostel Walter Schmidt hielt mit Apostel [[Friedrich Bischoff]] die Versammlung, kam ohne Umschweife auf die Streitigkeiten zu sprechen und verlangte einen Neuanfang. Er forderte jede Amtsträgergruppe auf, sich zu erheben und ein Gelöbnis zu leisten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Da möchte ich zunächst die lieben Bischöfe bitten, einmal aufzustehen. Wenn ihr nun vor Gottes Angesicht bestätigt, dass ihr euch willig in den Dienst des Stammapostels der Bezirksapostel stellt und sie erhöht, mit ihnen Hand in Hand, Schulter an Schulter geht, und wenn ihr nun gelobt, das, was dahinten, das wird schwinden es soll nicht wieder berührt werden, und wenn ihr gelobt, dass diese Sache nie wieder angerührt wird, dann bestätigt es mit einem Ja.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über die Ämterversammlung für die Bezirksämter von Württemberg, gehalten von Apostel Walter Schmidt am Freitag abend, 18.11.1955, in Stuttgart-Süd unter Mitwirkung von Apostel F. Bischoff“&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Amtsträger gelobten, das Vergangene ruhen zu lassen, dem Stammapostel nachzufolgen und über die Sache in Zukunft zu schweigen. Dieser Gottesdienstbericht wurde wenige Wochen später allen Amtsträgern in Süddeutschland ausgehändigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bischoffstreue und Blütezeit der NAK ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei denen, die blieben, wuchs das Ansehen des Stammapostels Bischoff. In der Zeitschrift „Unsere Familie“ hieß es am 15. September 1959 in einem Bericht über den Auftritt des Stammapostels:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der Stammapostel ist mit seiner Begleitung in die Halle getreten. Wir können ihn noch nicht sehen, aber wir spüren, dass jetzt ein Ereignis von überirdischer Bedeutung seinen Anfang genommen hat. Eine einzige Bewegung liegt über der versammelten Schar, Himmelskräfte haben sich gelöst und fluten durch den Raum.}}&lt;br /&gt;
Am 1. Dezember desselben Jahres war dort zu lesen: &lt;br /&gt;
{{Zitat|Es gibt auf Erden keinen Menschen, durch den die Göttlichkeit uns so nahe kommt wie durch den Stammapostel …}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Kirchenausschlüsse war die Ära Bischoff eine der Blütezeiten der Neuapostolischen Kirche, das Magazin [[Der Spiegel]] berichtete über die Neuapostolischen: &#039;&#039;Bischoffs Botschaft gewann der Neuapostolischen Gemeinde sogar neue Mitglieder - zumeist Christen, die evangelischen Landeskirchen angehört hatten. Allein 13.000 Endzeit-Erwartende wohnten im April dieses Jahres (1960) dem vorösterlichen Gottesdienst in der Berliner Deutschlandhalle bei, in dem Bischoff bekanntgab: „Uns tröstet das Bewußtsein, daß der Sohn Gottes zu unserer Zeit kommt und uns zu sich nimmt.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43066714.html spiegel.de - Der Letzte]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitere Dogmatisierung der Botschaft führte zu überstürzten Handlungen mancher Kirchenmitglieder. So wurden Ausbildungs- oder Studienplätze nicht mehr angetreten, die Felder nicht bestellt oder Hab und Gut verschenkt, da die nahe Wiederkunft Christi bevor stand. Der feste Glaube an die baldige Wiederkunft veränderte das gesellschaftliche Leben vieler Mitglieder, denn es galt auf den Tag Jesu Christi vorbereitet zu sein. Zu viele irdische Bindungen und Freuden hätten, nach damaliger Glaubensauffassung, die Möglichkeit der Teilhabe am Glaubensziel unterbunden. Diese Angst vor der mangelnden Würdigkeit prägte auch die Erziehung der Kinder und Jugendlichen dieser Zeit. Es war nicht unüblich, dass Kinder und Jugendliche von ihresgleichen abgeschottet aufwuchsen, oder in Angst vor dem Alleinbleiben nach dem Heimholen der Eltern am Jüngsten Tag lebten. Diese Furcht wurde bei jenen auch mit Aussagen wie: „Der Herr sieht alles, hört alles und weiß alles!“ weiter geschürt. Insbesondere Aussteiger aus der Neuapostolischen Kirche berichteten in den 1990-er Jahren in verschiedenen Medien von solchen psychischen Drücken.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Hartmann: &#039;&#039;In der Welt, aber nicht von der Welt. Die Gotteskinder der Neuapostolischen Kirche.&#039;&#039; Books on Demand 2000, ISBN 978-3831104994&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gemeindemitglied, Geburtsjahr 1913, berichtete in der Zeitschrift „Spirit“:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das Wissen, dass der Herr kommt, das war fest verankert in unserer Seele. Als dann der Stammapostel Bischoff verkündete: ‚Der Herr hat mich wissen lassen, dass ich nicht sterben werde, sondern dass der Herr Jesus zu meiner Lebzeit kommt‘, war das für uns ein Gesetz. Wie ein feststehendes Gesetz: Der Herr kommt jetzt. ... Man hat sich an den Zeitraum geklammert. Der Stammapostel war damals schon über 80. Von da an hat man in jedem Jahr gedacht, in diesem Jahr kommt der Herr.&amp;lt;ref&amp;gt;„Spirit“ Ausgabe 04/2003, Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod Bischoffs und die Nichterfüllung der Verheißung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. April 1960 erlitt J.G. Bischoff eine plötzliche Herzerkrankung in seinem Haus in Frankfurt am Main. Ein am nächsten Tag herbeigerufener Arzt bescheinigte der Familie, dass Bischoff nie wieder reisen könne. Verordnete Medikamente nahm und Anweisungen des Arztes befolgte Bischoff nicht, da er nach wie vor der festen Überzeugung war, dass der Herr zu seiner Zeit kommen würde. So verschlechterte sich sein Zustand, bis er schließlich zustimmte, den neuapostolischen Arzt Dr. Walter Gorenflos in Karlsruhe aufzusuchen. Am 5. Juli 1960 bestätigte Bischoff am Krankenbett noch dem späteren Stammapostel Walter Schmidt das Bestehenbleiben der Verheißung. Am Mittwochabend, den 6. Juli 1960, starb Johann Gottfried Bischoff in den Armen seiner Pflegetochter Gretel Jacob auf den Weg zur Nachtruhe.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 117 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den 7. Juli wurde deshalb übereilt eine Mitgliederversammlung des „Apostelkollegiums der Neuapostolischen Gemeinden Deutschlands e.V.“ nach Frankfurt am Main einberufen, an der 17 deutsche und ein französischer Apostel teilnahmen. Sie bestimmten den nordrhein-westfälischen Bezirksapostel [[Walter Schmidt (Geistlicher)|Walter Schmidt]] zum neuen Stammapostel, obwohl die „Botschaft“ Bischoffs hier eindeutig keinen Nachfolger vorsah. Er wurde formal dann erst auf einer Apostelversammlung im Herbst gewählt, da die Wahl in Frankfurt laut Statuten nicht beschlussfähig gewesen war. In einem Schreiben an die neuapostolischen Gemeinden wird die nicht eingetroffene Prophetie und der Tod Bischoffs so erklärt: Gott habe aus „&#039;&#039;unerforschlichen Gründen seinen Willen geändert&#039;&#039;“ ... Gott will durch den Tod des Stammapostels „&#039;&#039;alle Gläubigen heilsam aufschrecken und ihnen noch eine Gnadenfrist für ihre Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu Christi gewähren&#039;&#039;“. In der einzigen Biographie zu J.G. Bischoff, welche im kircheneigenen Verlag erschien heißt es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Warum das, was nach menschlichem Verstand die logische Konsequenz nach dem Heimgang des Stammapostels Bischoff gewesen wäre, nicht geschah, ist eines der vielen Wunder unseres himmlischen Vaters, die er an seinen Kindern tat und immer noch tut. ... J. G. Bischoffs Glaube, der Herr werde zu seiner Lebenszeit wiederkommen, war keine Folge seines hohen Alters und auch kein frommes Wunschdenken, sondern fest begründet. Warum die Botschaft nicht in Erfüllung ging, wissen wir nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 119 f&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Magazin „Der Spiegel“ beschrieb die Zeit nach dem Tod Bischoffs so: &#039;&#039;„Die Mehrzahl fühlte sich wie vor den Kopf geschlagen - und will nun überhaupt nichts mehr glauben ...“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43066714.html spiegel.de - Der Letzte]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Erfahrungsbericht eines Kirchenmitgliedes, Geburtsjahr 1913:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die ersten paar Tage, da hast du niemanden gesehen, den du getroffen hast, der nicht stehen geblieben ist und geweint hat. Was da für Tränen geflossen sind, das kann ich dir nicht schildern. ... Und vielleicht in vielen Geschwistern auch zweifelnde Fragen. ... Es hat einige Geschwister gegeben, die dann nicht mehr in die Gottesdienste kamen, aber es war ein kleiner Prozentsatz. ... Wir wussten vom ersten Tag an: Und wenn er doch heimgegangen ist, der Herr kommt trotzdem und holt uns heim. An dieser Tatsache konnte niemand etwas ändern. Da standen wir einfach ganz fest verwurzelt. ... Uns wurde dann gesagt, der Herr kann seinen Plan ändern. Er hat ihn geändert bei Hiskia usw. Und wenn man sich mit diesem Gedanken dann beschäftigt hat, konnte man verstehen, dass der Herr auch hier zur Prüfung seines Volkes diesen Heimgang geschehen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;„Spirit“ Ausgabe 04/2003, Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der für viele Mitglieder der Neuapostolischen Kirche überraschende Tod des Stammapostels führte zu einer Art geistigen und organisatorischen Stille. So waren in der darauffolgenden Zeit etliche Amtsträger unfähig, den Dienst anzutreten. Der nun neue Stammapostel verzichtete auch mehrere Jahre auf die Ordination von neuen Aposteln (außer Rudolf Dicke am 16.10.1960, der bereits von Bischoff vorgesehen war), da die nahe Wiederkunft Christi nach wie vor erwartet wurde. Weiter verbot er eine Diskussion mit Außenstehenden über die Botschaft, seine Devise war: „Wir schweigen und gehen unsern Weg.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher, Grübler, Enthusiasten&#039;&#039; Stuttgart 1981, Seite 512&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Neuapostolische Kirche versank in eine Starre und ließ äußere Einflüsse und gesellschaftliche Entwicklungen nicht in die Organisation eindringen. So lehnte Stammapostel Schmidt auch unter anderem 1963 die Einladung des [[Ökumenischer Rat der Kirchen|Ökumenischen Rates der Kirchen]] zu einem Gespräch ab. Dies führte in der Folge über Jahrzehnte zu einem Abbruch weiterer Gespräche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/GK-NAKund__kumene_07-12_.pdf nak.org - Neuapostolische Kirche und Ökumene]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erfolgte, trotz der Nichterfüllung der Botschaft, bei den zu Tausenden ausgeschlossenen Mitgliedern und Amtsträgern keine Bitte um Entschuldigung, bzw. auch keine Annullierung der Kirchenausschlüsse. Stattdessen wurden diese zum großen Teil weiterhin wie Ausgestoßene und Ungläubige betrachtet. Eine Ausnahme bildete der leitende Amtsträger Bezirksapostel Hermann Engelauf aus Westfalen, der seit der Trennung 1955 bis zu seinem Tod 2011 einen engen Kontakt zu Apostel Peter Kuhlen und dessen Familie pflegte. Dieser ehemalige Nachfolger im Stammapostelamt und dann aus der NAK ausgeschlossene Apostel Kuhlen schrieb nach dem Tod Bischoffs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Aber so sehr bedauerlich es auch ist, dass die einst so blühende Neuapostolische Kirche einen solchen Zusammenbruch erfährt, so war doch nach der Entwicklung, welche die Neuapostolische Kirche in Lehre, Führung und Methoden in letzten Jahren genommen hatte, der jetzt eingetretene Zusammensturz eines Gebäudes, das in vieler Hinsicht morsch geworden war, vorauszusehen. Wir erkennen darin sogar die waltende Hand Gottes, die ihren Segen zurückziehen musste von solchen, die in seinem Namen so viel trauriges verursacht haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Kuhlen in „Der Herold“ vom 15. August 1960&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurt Hutten, damaliger Sektenbeauftragter der EZW, schrieb in einem Artikel des Materialdienstes der [[Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen|Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Nach allen Berichten währte die durch Bischoffs Tod ausgelöste seelische Krise nur ganz kurze Zeit. Nach ein paar Tagen hatten sich die Gläubigen wieder gefangen...... Das ist gelungen. Die Neuapostolische Gemeinschaft blieb eine festgefügte Einheit und widerstand allen Vorstößen von kirchlicher und anderer Seite .... Aus zahlreichen Berichten von Gemeindepfarrern ergibt sich immer wieder das gleiche Bild: Jede Erschütterung ist ausgeblieben. Die Neuapostolischen tragen wieder den Kopf hoch und fühlen sich so sicher und überliegen wie eh und je. Jeder Versuch, ein Gespräch über die durch Bischoffs Tod entstandenen Fragen mit ihnen anzuknüpfen, prallt ab oder wird mit den Argumenten beantwortet, die in dem Wort des Apostelkollegiums enthalten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Materialdienst der EZW vom 1. September 1960&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heutiger Umgang mit der Thematik ===&lt;br /&gt;
Bis nach der Jahrtausendwende galt die Botschaft und die Erläuterung zur Nichterfüllung jener als Dogma. In vielen geschichtlichen Ausarbeitungen oder Lehrbüchern für die kircheneigene Kinderunterweisung wurden die leidvollen Geschehnisse nur unzureichend oder gar nicht erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stammapostel [[Richard Fehr]] erklärte in einem Interview 1996, auch in Reaktion auf die zunehmenden Konfrontationen durch Aussteiger, dass die Frage, warum sich die &#039;&#039;Botschaft&#039;&#039; nicht erfüllt habe, derzeit nicht beantwortet werden könne.&amp;lt;ref&amp;gt;„Unsere Familie“ 56. Jahrgang, 1996, Nummer 2, Seite 19&amp;lt;/ref&amp;gt; Er lud im Jahr 2000 und 2001 mehrere apostolische Glaubensgemeinschaften, welche ihren Ursprung in der Neuapostolischen Kirche hatten, zu einem „Konzil“ genannten Treffen nach Zürich ein. Dieses Treffen war der Beginn einer ersten Annäherung zwischen den Ausgeschlossenen und der NAK.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jetzige Stammapostel [[Wilhelm Leber]] (verheiratet mit einer Enkelin Bischoffs und selber Sohn einer Nichte Bischoffs) äußerte sich in einem Interview mit der Zeitschrift [[idea Spektrum]] im Jahr 2006 ebenfalls zur &#039;&#039;Botschaft&#039;&#039; und sagte: „Das Thema ist kein [[Dogma]] mehr, jeder kann sich sein eigenes Urteil darüber bilden.“&amp;lt;ref&amp;gt;ideaSpektrum Nr. 25/2006, S. 15–17&amp;lt;/ref&amp;gt; Er persönlich sei der Meinung, dass Bischoff zwar eine Botschaft von Gott erhalten habe, diese aber eventuell fehlinterpretiert habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Interview aus der Zeitschrift &#039;&#039;Unsere Familie&#039;&#039;, Ausgabe vom 5. Januar 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aufarbeitung der Botschaftskrise und deren Folgen wurde von der Neuapostolischen Kirche bis 2007 nie umfassend unternommen. Eine im Dezember 2007 von der NAK vorgelegte Geschichtsaufarbeitung wurde von internen und externen Kritikern als einseitig und unwissenschaftlich bezeichnet. Die Annäherungen und Gespräche zwischen der NAK und der Vereinigung Apostolischer Gemeinden (VAG) wurden aufgrund der Ausarbeitung von Seiten der VAG unterbrochen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.apostolisch.ch/pages/Information/ErklaerungZurGeschichte.pdf ERKLÄRUNG der Apostel und Bischöfe der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden in Europa zur Aufarbeitung gemeinsamer Geschichte mit der Neuapostolischen Kirche vom 01. Februar 2008] als pdf zum Download auf apostolisch.ch&amp;lt;/ref&amp;gt;. Erst vier Monate später äußerte sich die Neuapostolische Kirche offiziell zu den Vorwürfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|In einem Brief, den das Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche, Stammapostel Wilhelm Leber, in der heutigen Ausgabe der Kirchenzeitschrift „Unsere Familie“ (Ausgabe 6/2008) veröffentlichen lässt, entschuldigt er sich für „Verletzungen“, die dieser Abend hervorgerufen hat. Es sei nicht seine Absicht gewesen, jemanden zu verletzen, so der Stammapostel. „Nachträglich betrachtet müssen wir feststellen, dass wir im Vorfeld dieses Abends solche Reaktionen nicht erwartet haben.“ Der Vortrag sei als eine sachliche Auseinandersetzung mit der Vergangenheit gedacht gewesen, Emotionen und Gefühle sollten weitgehend unberührt bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/de/news/nak-international/article/15521/ nak.org - Es ist mir ernst mit dem Willen zur Versöhnung]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Gottesdienstes zum [[EJT 2009|Europa-Jugendtag der Neuapostolischen Kirche]] (EJT) 2009 kam es vor dem Abendmahl zu einer [[Versöhnungsgeste]] des Stammapostels Wilhelm Leber gegenüber anwesenden Mitgliedern der Vereinigung Apostolischer Gemeinden. Dazu sagte der Kirchenpräsident vor ca. 42.000 Gottesdienstteilnehmern und dem Fernsehpublikum unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das will ich gerne hier in der Öffentlichkeit zugestehen, ohne nun ins Detail zu gehen: Ja, es sind auch von unserer Seite, von der Seite der Neuapostolischen Kirche, Fehler gemacht worden. Wir strecken uns aus nach der Versöhnung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/de/news/nak-international/article/16241/ nak-org - Wir strecken uns nach der Versöhnung]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aussage ist einer der ersten öffentlichen Versöhnungsversuche der internationalen Kirchenleitung mit den ausgeschlossenen Gemeinschaften seit der Trennung. Eine durch den Stammapostel geleitete Zeitzeugenbefragung zu den Vorgängen zur Botschaftszeit im Jahre 2009 wurde im Internet und in der Zeitschrift „Unsere Familie“ veröffentlicht. Kritiker bemängelten, dass die Befragung nicht unabhängig geleitet wurde und sich ggf. Kirchenmitglieder in Anwesenheit des Stammapostels nicht offen geäußert hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/de/news/news-display/article/16368/ nak.org - Aussöhnung sollte fortgesetzt und unterstützt werden]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/ZurGeschichtederNeuapostolischenKirche1938-1955_GespraechmitZeitzeugen.pdf nak.org - Niederschrift „Zur Geschichte der Neuapostolischen Kirche 1938-1955 – Gespräch mit Zeitzeugen“]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Druck auf die Kirchenleitung ließ in der Folgezeit nicht nach, es wurden aus internen und externen Kreisen Stimmen laut, die eine eindeutige Entschuldigung und den Widerruf der Geschichtsarbeit forderten. Die ausführliche Arbeit wurde auf öffentlichen Druck des NAK-Kritikers [[Albrecht Schröter]] im Jahr 2010 zumindest von den Internetseiten der Neuapostolischen Kirche entfernt. Stammapostel Wilhelm Leber sagte dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich will zum 50. Todestag von Stammapostel Bischoff ein weiteres Zeichen der Versöhnung setzen. Zwar ist die von der AG Geschichte ausgearbeitete Gesamtschau über die Jahre 1938-1955 nach wie vor ein wichtiger Bestandteil unserer eigenen Geschichtsaufarbeitung, sie soll jedoch kein Zankapfel bleiben. Wir haben es gut gemeint und auf dem Boden von Archivmaterial eine Bewertung vorgenommen. Dennoch will ich nicht einen bleibenden Graben zu den anderen apostolischen Gemeinschaften aufrecht erhalten, sondern viel lieber eine Verständigung unter allen Beteiligten über diese schwierigen Jahre erreichen. Das geht offenbar nur, wenn wir die Ausarbeitung ersatzlos aus dem Internet entfernen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/de/news/nak-international/article/16810/ nak.org - Geschichtspapier wird aus dem Internet entfernt]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls im Jahr 2010, am 3. Oktober, kam es während des Gottesdienstes in Frankfurt-West anlässlich des 50. Todestages von J.G. Bischoff zu ersten Entschuldigungsworten durch den Stammapostel Wilhelm Leber, diese Ausführungen wurden jedoch später nicht weiter öffentlich bekannt gemacht. Die Nachrichtenagentur von „Unsere Familie Online“ berichtete: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|»Ich bin der Meinung, man muss Dinge auch ansprechen«, ging Wilhelm Leber ausdrücklich auf die Botschaft des 1960 verstorbenen Stammapostels Bischoff ein: dessen Ankündigung, der Herr Jesus werde noch zu seinen eigenen Lebzeiten wiederkommen. Anfangs habe das damalige Kirchenoberhaupt den Gemeindemitgliedern ausdrücklich freigestellt, den Glauben daran zu teilen, führte er Gottesdienst-Zitate an. Leider sei es später zu einer Zuspitzung gekommen, so Stammapostel Leber weiter: Die Glaubensbekundung sei zur Bedingung für Amtseinsetzungen und Versiegelungen gemacht worden. »Das ist nicht gut gewesen.« Dadurch habe die Botschaft einen viel zu hohen Stellenwert gewonnen. Er bedauere es, wenn Gläubige abgewiesen oder in ihrer Lebensgestaltung eingeschränkt worden seien. »Ich entschuldige mich dafür bei den Betreffenden.«&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bischoff-verlag.de/public_vfb/pages/de/family/archiv/news2010/101003bischoff.html bischoff-verlag.de - Stammapostel Leber spricht Bischoff-Botschaft an]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Apostel und Bischöfe der Apostolischen Gemeinschaften in Europa begrüßten die „erfreuliche Entwicklung im Umgang mit der Botschaft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.apostolisch.de/startseite/archive/73-entwicklungen apostolische.de vom 25.11.10 - Entwicklungen in der Neuapostolischen Kirche]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Externe Untersuchungen, zum Beispiel im Rahmen der Arbeiten im [[Netzwerk Apostolische Geschichte]] bzw. der o.g. umfassenden Arbeit von M. Koch, führten zu neuen Erkenntnissen rund um die Entstehung und Verbreitung des Dogmas. Demnach entwickelte sich die Botschaft und die angebliche Vision des J.G. Bischoff durch Einflüsse im Apostelkreis, sowie durch zugespielte Träume und Visionen einzelner Mitglieder. Es kann aufgrund der geschichtlichen Forschungsergebnisse sogar unterstellt werden, dass sie vom Umfeld des Stammapostels gezielt gefördert wurde, um unliebsamen Aposteln ein weiteres Mitgehen unmöglich zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Entstehung des Dogmas, der Herr käme zur Lebzeit Johann Gottfried Bischoffs - Eine Betrachtung der Jahre 1945-1952&#039;&#039; von Michael Koch in &#039;&#039;Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts.&#039;&#039;, Edition Punctum Saliens, Bielefeld 2009 ISBN:978-3-939291-06-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker und Teile der Kirchenbasis fordern nach wie vor einen Widerruf der Botschaft und eine öffentliche Bitte um Entschuldigung durch den Kirchenleiter der Neuapostolischen Kirche. Andere Teile der Kirchenbasis wollen das Kapitel endlich ruhen lassen oder haben sich selber eine Meinung dazu gebildet. So prägt die Botschaft und dessen Folgen noch 50 Jahre nach dem Tod des Stammapostels Bischoffs die Neuapostolische Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2013 äußerte sich Stammapostel Wilhelm Leber, kurz vor seinem Ruhestand, in einem Schreiben an die deutschsprachigen Gemeinden. Darin hält er fest, dass der Stammapostel Bischoff die Botschaft aller Voraussicht nach durch eine Vision erhalten und erstmals 1951 verkündigt habe. Leber reflektiert die Entstehung der Botschaft demnach nicht nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen und historischen Belegen, sondern verwendet die jahrzehntelang verwandte Meinung der NAK. Weiter spricht Leber in den Schreiben aber davon, dass die Botschaft keinen biblischen Grund hatte und ein Dogma nicht an einer Vision eines Stammapostels hätte fest gemacht werden dürfen. Stammapostel Leber bedauert, dass Mitglieder unter der Botschaft leiden mussten und die Kirche verlassen haben, erfasst aber nicht jene, die von der Kirchenleitung zu Tausenden ausgeschlossen wurden. Seine Bitte um Verzeihung ist auch in diesem Zusammenhang zu betrachten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/BotschaftBischoff/Stellungnahme_zur_Botschaft_von_Stammapostel_Bischoff.pdf nak.org - Stellungnahme zur Botschaft von Stammapostel Bischoff]&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Es ist mir ein Anliegen, jene um Verzeihung zu bitte, die unter der Botschaft des Stammapostels Bischoff gelitten haben oder sich sogar von der Kirche abwandten. Ich bedaure die Gewissensnöte und Zweifel, denen viele ausgesetzt waren.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ordinationen ==&lt;br /&gt;
*12. August   1906 [[Bezirksapostel]]&lt;br /&gt;
*10. Oktober  1920 [[Stammapostelhelfer]]&lt;br /&gt;
*12. Dezember 1924 [[Stammapostel]] (in diesem Amt aktiv ab 21. September 1930)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Apostolische Gemeinschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Vereinigung Apostolischer Christen]]&lt;br /&gt;
* [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Netzwerk Apostolische Geschichte: &#039;&#039;Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts.&#039;&#039; (mit Beitrag zur Botschaft des J.G. Bischoff von M. Koch) Bielefeld 2010, ISBN 978-3-939291-06-0&lt;br /&gt;
* Netzwerk Apostolische Geschichte: &#039;&#039;Frankfurt im Spiegel der Geschichte der apostolischen Gemeinschaften.&#039;&#039; (mit Beitrag zur Botschaft des J.G. Bischoff von M. Koch) Bielefeld 2013, ISBN 978-3-939291-07-7&lt;br /&gt;
* Volker Wissen: &#039;&#039;Der Konflikt Bischoff ./. Kuhlen: Beiträge zu Geschichte, Lehre und Leben der apostolischen Gemeinschaften&#039;&#039; Rediroma Verlag 2012, ISBN 978-3868704631&lt;br /&gt;
* Peter Kuhlen: &#039;&#039;Ereignisse in der Neuapostolischen Kirche die zur Gründung der Apostolischen Gemeinde geführt haben&#039;&#039; Eigenverlag, o.J. vermutlich um 1955, o. ISBN&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Manifest über die Zustände und Tendenzen in der Neuapostolischen Gemeinde&#039;&#039; ohne Autor, Eigenverlag / Schweiz, o.J., o. ISBN&lt;br /&gt;
* Herbert Schmidt: &#039;&#039;Die Wahrheit&#039;&#039;, Eigenverlag, o.J. vermutlich 1960-er Jahre, o. ISBN&lt;br /&gt;
* Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher – Grübler – Enthusiasten&#039;&#039;; 1982&lt;br /&gt;
* Karl E. Siegel: &#039;&#039;Die Botschaft des J. G. Bischoff: Eine kritische Auseinandersetzung mit einer der Endzeitbotschaften&#039;&#039; Lachesis 1994, ISBN 978-3-980407-60-1&lt;br /&gt;
* Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt, Ausgabe 1997, o. ISBN&lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Apostel und Propheten der Neuzeit&#039;&#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht 2000, 4. Auflage, ISBN 3-525-55439-7&lt;br /&gt;
* Rudolf J. Stiegelmeyer: &#039;&#039;Das tragische Erbe des J.G. Bischoff: Die Botschaft wird 60&#039;&#039;, Books on Demand 2011, ISBN 978-3844809992&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/BotschaftBischoff/Stellungnahme_zur_Botschaft_von_Stammapostel_Bischoff.pdf Stellungnahme zur Botschaft des Stammapostels Bischoff] des Stammapostels W. Leber auf nak.org&lt;br /&gt;
* [http://glaubenskultur.de/art-1748-Eine_weitere_Stellungnahme_zur_Botschaft_löst_leider_auch_keine_Probleme.html Kommentar zur Stellungnahme des Stammapostel Leber von Mathias Eberle] auf glaubenskultur.de&lt;br /&gt;
* [http://www.nak-badragaz.ch/botschaft_bischoff.php Der Stammapostel ist doch heimgegangen] Artikel über J.G. Bischoff auf einer neuapostolischen Gemeindewebsite&lt;br /&gt;
* [http://www.naktuell.de/0903/0903002.html Jesus wieder im Zentrum der Erwartung] Artikel über die Botschaft aus der heutigen Sicht auf naktuell.de&lt;br /&gt;
* [http://waechterstimme.orgfree.com/in-botsc.html Die Botschaft von Stammapostel Bischoff] Dokumentenarchiv, online abrufbar&lt;br /&gt;
* [http://nak-wissen.de/fehrbotschaft2.htm Botschaft des Stammapostel J.G. Bischoff] Stellungnahme des Stammapostels Richard Fehr aus 1998 auf nak-wissen.de&lt;br /&gt;
* [http://www.christ-im-dialog.de/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=484&amp;amp;Itemid=170 NAKI stellt kirchengeschichtliche Ausarbeitung vor] Bericht über den Informationsabend der NAK 2007 auf christ-im-dialog.de&lt;br /&gt;
* [http://www.me1542.de/downloads/ha7.pdf Zur Entstehung und den Auswirkungen der Botschaft von Stammapostel J.G. Bischoff] Vortrag zur Botschaftsthematik, gehalten von Mitgliedern der VAG und NAK in Bielefeld-Sennestadt&lt;br /&gt;
* [http://www.bischoff-verlag.de/public_vfb/pages/Downloads/Downloads_UF/Geleit-2010-12.pdf Erinnerungen an Stammapostel J. G. Bischoff] Leitartikel der Zeitschrift &amp;quot;Unsere Familie&amp;quot; vom 20. Juni 2010 anlässlich des 50. Todestages von J.G. Bischoff&lt;br /&gt;
* [http://kirchenreform.jimdo.com/auswahl-veroeffentlichter-aufsaetze/artikel-zur-nak/ Der Traum von einem der auszog, seine Botschaft zu verkündigen...] Aufsatz zur Botschaft des J.G. Bischoff von R. Stiegelmeyr&lt;br /&gt;
* [http://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostel_der_Neuapostolischen_Kirche Liste aller Apostel der Neuapostolischen Kirche mit zusätzlichen Daten] auf apwiki.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Bischoff, Johann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Überarbeitung notwendig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stammapostel (NAK)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= [[Hermann Niehaus]] |NACHFOLGER= [[Walter Schmidt]]|AMT=Stammapostel der Neuapostolischen Kirche|ZEIT= 1930-1960}}&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= [[Georg Gustav Adolf Ruff ]] |NACHFOLGER= [[Arthur Landgraf]] |AMT=Bezirksapostel für den Bezirk Frankfurt (Hessen) |ZEIT= 1906- 1933}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Johann_Gottfried_Bischoff&amp;diff=32350</id>
		<title>Johann Gottfried Bischoff</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Johann_Gottfried_Bischoff&amp;diff=32350"/>
		<updated>2026-06-04T09:08:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: /* Anfänge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Johann_Gottfried_Bischoff.jpg|thumb|Johann Gottfried Bischoff (1871-1960)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039;&#039; (* 2. Januar [[1871]] in Unter-Mossau, Odenwald; † 6. Juli [[1960]] in Karlsruhe) war von 1930 bis 1960 [[Stammapostel]] der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] und bekleidete damit das höchste Amt dieser Religionsgemeinschaft. Während seiner Amtszeit dogmatisierte er die Naherwartung der Wiederkunft [[Jesus Christus|Jesu Christi]] und verkündigte ab 1951, dass die Wiederkunft Christi zu seiner Lebzeit erfolgen würde. Er stürzte damit die Gemeinschaft über Jahrzehnte in eine tiefe Krise und war demzufolge für etliche Abspaltungen und Kirchenausschlüsse mitverantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anfänge ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Gottfried Bischoff mit Frau Margarete.jpg|thumb|Johann Gottfried Bischoff mit Frau Margarete, 1907]]&lt;br /&gt;
Johann Gottfried Bischoff wurde als Sohn eines Maurers geboren und besuchte bis zum 14. Lebensjahr die Volksschule. Zusammen mit seinen elf Geschwistern verlebte er seine Kindheit in großer Armut. Seine Familie gehörte zu den wenigen katholischen Einwohnern von Unter-Mossau. Nach seiner Schulentlassung erlernte er das Schuhmacherhandwerk, arbeitete aber nebenher auch in der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Militärzeit in Mainz lernte er 1897 die [[Apostolische Gemeinde]] kennen und empfing am 20. Juni desselben Jahres die [[Versiegelung|Geistestaufe (Versiegelung)]] und damit die Mitgliedschaft in dieser Glaubensgemeinschaft. In seiner Familie stieß dieser Schritt auf Unverständnis. Nach seiner Entlassung aus dem Militärdienst verblieb er in Mainz und bestritt seinen Lebensunterhalt mit einem kleinen Tabakladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Januar 1898 wurde er zum Diakon ordiniert und bereits am 27. Februar 1898 zum Priester und ersten Vorsteher der Gemeinde Mainz. Im Auftrag seines Apostels [[Gustav Ruff]] bereiste Priester Bischoff schon in damaliger Zeit andere Gemeinden und hielt dort Gottesdienste. Am 9. September 1903 wurde er vom obersten Kirchenleiter, [[Stammapostel]] [[Friedrich Krebs]], zum Bischof ordiniert. Von Stammapostel [[Hermann Niehaus]], der seit 1905 dieses Amt innehatte, wurde er 1905 zum Apostelhelfer und am 12. August 1906 zum [[Apostel]] ausgesondert. In diesem Amt betreute er die Gemeinden in Mitteldeutschland und Württemberg, zeitweise auch in Baden, Elsass-Lothringen und der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1907 heiratete er in Dresden die Witwe Margarethe Engel, die aus erster Ehe eine Tochter mitbrachte. Die junge Familie verlegte ihren Wohnsitz nach Frankfurt am Main. Dem Ehepaar wurden die Söhne [[Friedrich Bischoff|Friedrich]] (1909), Ernst und Otto (1910) geboren (letzterer verstarb kurz nach der Geburt). Außerdem nahmen sie noch drei verwaiste Pflegetöchter bei sich auf, darunter die Mutter des ehemaligen Stammapostels [[Wilhelm Leber]]. Johann G. Bischoff wurde am 8. Oktober 1916 als Sergeant in den Heeresdienst eingezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der damalige Apostel [[Carl August Brückner]] beschrieb das Einrücken Bischoffs so: „... o wehe den Feinden Deutschlands, nun aber war die Bundeslade des Herrn ins deutsche Heerlager gekommen, nun aber war das Schicksal der Feinde besiegelt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Witlof: &#039;&#039;Durch Nacht zum Licht&#039;&#039; Dresden 1921, Seite 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 12. Mai 1917 wurde er aufgrund der Erreichung der Altersgrenze bereits wieder aus dem Heeresdienst entlassen. Ab 1918 wurde Bischoff zunehmend ein enger Vertrauter des Stammapostels Niehaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Oktober 1920 ordinierte ihn dieser in Anwesenheit aller Apostel zu seinem Helfer und Stellvertreter. Vier Jahre später, am 14. Dezember 1924, bestimmte Niehaus Bischoff zu seinem Nachfolger. Ursprünglich war dazu der sächsische Apostel Carl August Brückner vorgesehen gewesen. Dieser hatte jedoch seit 1917 die zunehmend von Träumen und Visionen geleitete Führung von Niehaus und den Machtanspruch des Stammapostelamtes in Frage gestellt und war am 17. April 1921 aus der Kirche ausgeschlossen worden. Er gründete mit dem sächsischen Apostel [[Max Ecke]], vielen Amtsträgern und etwa 6.000 Mitgliedern den [[RAG|Reformiert-Apostolischen Gemeindebund]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. September 1930 trat Bischoff das Stammapostelamt in einem Festgottesdienst in Berlin-Südost an, nachdem Niehaus einen Tag zuvor von der Apostelversammlung in den Ruhestand versetzt worden war. Niehaus war gesundheitlich stark angeschlagen, da er sich von einem Sturz, welchen er sich am Tag nach seinem 25. Amtsjubiläums am 25. Januar 1930 in Quelle zugezogen hatte, nicht mehr erholt hatte. Der niederländische Apostel van Oosbree teilte in Berlin mit, dass die Apostelversammlung während ihrer Tagung in Holland bereits am 25. August 1930 die Übernahme des Amtes durch Bischoff beschlossen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Gottesdienstbericht vom 21. September 1930 in Berlin-Südost&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1934 heiratete er 1936 Pauline Elsässer und verzog mit ihr in ein neu erbautes Haus in der Bernusstraße in Frankfurt am Main. Nach dem Tod seiner zweiten Ehefrau im Jahr 1944 ging er 1945 mit Elisabeth Hofmann seine dritte Ehe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Amtstätigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Weinkanne 1.jpg|thumb|right|Stammapostel Bischoff im Jahr 1935 am Altar bei einem Festgottesdienst in Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
Bischoff vertrat ursprünglich in der damaligen Neuapostolischen Gemeinde gemeinsam mit dem Apostel [[Carl August Brückner]] recht „freisinnige“ Ideen. 1918 schrieb er an seinen Mitapostel: „Es ist ein Wahn zu glauben, Jesus wohne nur im Fleisch des Apostels&amp;amp;nbsp;… Wie hart war man gegenüber Andersgläubigen! Wie hat man die oft verdammt?! Aber&amp;amp;nbsp;– man hat nicht bedacht, daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; in des Vaters Hause viele Wohnungen sind und daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; der liebe Gott viele Lehrkörper auf Erden hat&amp;amp;nbsp;… Es kommt leider nur zu oft vor, daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; den Gesandten [=den Aposteln] mehr Ehre gezollt wird als dem Sender, und dahin müssen wir kommen, daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; der Herr als Grund und Eckstein an den richtigen Platz kommt in seinem Werk“.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher – Grübler – Enthusiasten&#039;&#039;; 1982; S. 502&amp;lt;/ref&amp;gt; 1919/1920 kam es jedoch zu einem Bruch zwischen Bischoff und Brückner, da sich Bischoff von der reformatorischen Linie Brückners wieder entfernte und sich mehr zum Stammapostel Niehaus hielt, während Brückner von dessen Linie eher abrückte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war bei den Kirchenmitgliedern üblich, dass sie dem Stammapostel nicht nur restlos vertrauten, sondern ihn sogar als direkten Stellvertreter Jesu Christi auf Erden ansahen. Diese Tradition rührte noch aus den Zeiten von Stammapostel [[Friedrich Krebs]] und seiner später so genannten „Lehre vom Neuen Licht“, die unter anderem besagte, dass das Haupt Jesu Christi im Stammapostel, bzw. Jesus Christus im Apostelamt Fleisch geworden sei. In der &#039;&#039;Wächterstimme&#039;&#039; von 1949, deren Herausgeber J.G. Bischoff war, hieß es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wer sich dieses im Besitz des Stammapostels befindlichen Schlüssels bedienen will, muß das Herz jenes Mannes besitzen, der das völlige Vertrauen des Sohnes Gottes sein eigen nennen darf. Ihm nicht restlos zu vertrauen und seinem Worte nur in Gedanken widerstehen zu wollen heißt, sich wider den Sohn Gottes zu versündigen. Wem der Vater so sein Vertrauen schenkt, wie dem gegenwärtigen Stammapostel, dem sollten wir armen schwachen Menschen doch erst recht restlos vertrauen. Aber gerade darin liegt oft die Tragik einer von Gott besonders gesegneten Schar, daß sie das edelste, was sie besitzt, nicht zu schätzen weiß.&amp;lt;ref&amp;gt;J.G. Bischoff [Hrsg.]: &#039;&#039;Wächterstimme&#039;&#039;, 48. Jg. Nr. 1, 1.10.1949, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 empfahl Stammapostel Bischoff seinen Bezirksaposteln, den „Gottesdienst für die Entschlafenen [Toten]“ (eine Sonderlehre der Neuapostolischen Kirche) jeweils am 2. Weihnachtsfeiertag abzuhalten, 1950 verlegte er diesen Gottesdienst für alle verbindlich auf den ersten Novembersonntag, zwei Jahre später ordnete er unter dem Eindruck seiner „Botschaft“ an, dass die Totengottesdienste dreimal pro Jahr stattfinden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Knobloch und Walter Drave: &#039;&#039;Das Entschlafenenwesen&#039;&#039;, Zürich 1986, Eigenverlag, o. ISBN&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Federführung Bischoffs fand 1946 der erste „Übertragungsgottesdienst“ der Neuapostolischen Kirche in Reutlingen statt, zu welchem die Nachbargemeinde per Postkabel über Ton angeschlossen war. Diese neuen technischen Möglichkeiten gipfelten während seiner Amtszeit unter anderem 1956 in einem Gottesdienst in Frankfurt am Main, zu dem 196.000 Mitglieder in 321 Gemeinden über Postkabel angeschlossen waren. In den späten 1940er Jahren führte Bischoff auch die bezirksübergreifenden Kindergottesdienste in der Neuapostolischen Kirche ein, die bis heute Tradition haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 und 1956 besuchte er die Gemeinden in Nordamerika, weitere längere Reisen unternahm er nicht. Aus Erzählungen ist bekannt, dass er die schnelle Fahrt mit Kraftfahrzeugen liebte und sich damit auch zu den meisten Gottesdiensten in Deutschland und den umliegenden Gebieten fahren ließ. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren zwischen 1941 und 1946 war seine Reisetätigkeit stark eingeschränkt, so dass er in der Regel in Frankfurt und Umgebung Gottesdienste hielt. Für die Betreuung der Gemeindemitglieder in Afrika, Australien und Asien setzte er 1933 [[Heinrich Franz Schlaphoff]] aus Südafrika als Stammapostelhelfer ein, welcher nach unterschiedlicher Darstellung entweder 1954 sein Amt selbst zurückgab oder von Stammapostel Bischoff des Amtes enthoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Holland kommt es nach dem Tode des von Niehaus als Stammapostelhelfer eingesetzten Apostels van Oosbree 1946 zum Eklat. Dieser hatte testamentarisch Lambertus Slok zu seinem Nachfolger bestimmt, was in Frankfurt auf Ablehnung stieß. Bischoff setzte stattdessen Jan Jochems zum niederländischen Apostel und ging somit in Opposition zu den Oosbree-Getreuen. Die Mehrheit der apostolischen Gläubigen trennten sich: Rund 25.000 folgten Slok, der die Apostolisch Genootschap gründete, Bischoff blieben gerade noch 6.000 Mitglieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Koch: „Divergierende Tendenzen in der NAK der Nachkriegsjahre“ 2011, abgerufen am 23. Dezember 2011 unter [http://glaubenskultur.de/premiumartikel-1589.html]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon mindestens seit 1948 steht der Bezirksälteste Jakob Bitsch aus Gronau bei Bensheim, dessen Vater mit Bischoff aus der gemeinsamen Soldatenzeit befreundet war, in einem Konflikt mit dem Stammapostel. Er kritisiert „die aufwendige Lebensführung der Familie Bischoff“ und das autoritären Stammapostel-System und spaltet sich schließlich 1949 mit etwa 21 Gemeinden von der Neuapostolischen Kirche ab. Die etwa 1000 Seelen schlossen sich unter dem Namen „Christen unserer Zeit“ zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Protokoll der Apostelversammlung vom 2.08.1948 in Quelle bei Bielefeld&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher Grübler Enthusiasten&#039;&#039; Stuttgart 1958, S. 642&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 kam es wohl zu einem Annäherungsversuch zwischen einigen 1921 ausgeschlossenen Mitgliedern, welche sich zum Reformiert Apostolischen Gemeindebund zählten, und der Neuapostolischen Kirche. Stammapostel J.G. Bischoff wies dies, schon unter dem Einfluss der nahenden Botschaft, zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;J. G. Bischoff: Schreiben an die Apostel vom 2. September 1949, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Bischoffs Amtszeit wurden 74 Apostel ordiniert, das waren mehr Aposteleinsetzungen als in der Geschichte der Neuapostolischen Kirche zuvor. Acht dieser eingesetzten Apostel wurden von ihm des Amtes enthoben und diese und weitere aus der Kirche ausgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostel_der_Neuapostolischen_Kirche apwiki.de - Apostel der Neuapostolischen Kirche]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlegertätigkeiten und „Friedrich-Bischoff-Verlag“ ==&lt;br /&gt;
Bereits seit 1918 gab Bischoff regelmäßig gedruckte Rundschreiben mit Predigtanleitungen an die Amtsträger seines Arbeitsbereiches heraus, die ab 1922 dann sogar deutschlandweit an alle Amtsträger verschickt wurden. Ab 1926 hießen die Rundschreiben „Amtsblätter“. Im November 1928 verlegte J.G. Bischoff im Auftrag des damaligen Stammapostels Niehaus die Produktion der Schriften des Neuapostolischen Verlages von Leipzig nach Frankfurt. Seinen 19jährigen Sohn Friedrich Bischoff bestellte er als Geschäftsführer der neu gegründeten &amp;quot;Neuapostolischen Hausdruckerei&amp;quot; mit einem Gehalt von 400 Reichsmark. Ab Januar 1929 erschienen alle Zeitschriften in Frankfurt. Unter seiner Federführung wurden zwischen 1928 und 1933 auch die Bücher &#039;&#039;Der Größte unter ihnen&#039;&#039;, &#039;&#039;Das Leben nach dem Tode&#039;&#039;, &#039;&#039;Die Vollendung&#039;&#039; und &#039;&#039;Das Zeugnis der Apostel&#039;&#039; herausgegeben. Zu den beiden letztgenannten Werken gab es seit der Jahrtausendwende Plagiatsvorwürfe. Zumindest für das Buch &#039;&#039;Die Vollendung&#039;&#039; räumte die Kirche 2007 vollumfänglich ein, dass es sich um ein Plagiat handele.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/GNK_07_D_Stellungnahme_zu_Plagiatsvorw__rfen.pdf nak.org - Stellungnahme zu den Plagiats-Vorwürfen im Internet]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1932 schloss der Stammapostel Johann Gottfried Bischoff mit seinem Sohn Friedrich Bischoff einen Liefervertrag, der es dem Sohn erlaubte, für vorerst sieben Jahre die ehemalige Hausdruckerei der Neuapostolischen Kirche zu übernehmen. Der Stammapostel selbst verzichtete auf sein Gehalt als Kirchenoberhaupt und lebte von seinen schriftstellerischen Tantiemen der kircheneigenen Publikationen. Der Vertrag für den nunmehr „Friedrich-Bischoff-Verlag“ sah vor, dass dieser sich jeweils um fünf weitere Jahre verlängerte, wenn er nicht gekündigt würde. Im Jahr [[1950]] verlängerte der Stammapostel ohne Zustimmung des Apostelkollegiums die Laufzeit bis 1975. Begründet wurde diese Verlängerung mit „hohem Investitionsbedarf“ und der Notwendigkeit einer „langfristigen Absicherung“. Das Apostelkollegium wurde nachträglich davon in Kenntnis gesetzt. Dies führte zu Unstimmigkeiten bei den Aposteln der Neuapostolischen Kirche. Ein Anwalt überprüfte den Sachverhalt und stellte fest, dass die Verlängerung zumindest rechtlich einwandfrei vollzogen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Juni 1933 wurde der „Deutsche Buchverlag“, für den der Bischoff-Verlag druckte, verboten und Friedrich Bischoff zu Verhören bei der Gestapo vorgeladen. Grund war dessen enge Zusammenarbeit und freundschaftliche Beziehung mit dem Geschäftsführer des Buchverlages, dem bekennenden jüdischen NS-Gegner Frank Arnau. In dieser Situation schienen auch die kircheneigenen Zeitschriften in Gefahr, so dass Friedrich Bischoff einen Antrag die Mitgliedschaft in der NSDAP stellte. Etwa gleichzeitig stellte er einen Antrag auf Mitgliedschaft in der SS, der aber später zurückgezogen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Rother: „Geschichte des Friedrich Bischoff Verlages“, vorgetragen am 2. Oktober 2011 in Frankfurt am Main anlässlich einer Vortragsveranstaltung des Netzwerk Apostolische Geschichte, basierend auf einer bis 2011 unveröffentlichten Magisterarbeit aus den 1980-er Jahren und unveröffentlichten Quellen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. Dezember 1933 wird im Friedrich-Bischoff-Verlag auch die Zeitschrift „Unsere Familie“ herausgegeben. Die Erstausgabe musste rechtzeitig vor dem von der NS-Regierung geplanten Verbot von Zeitschriftenneugründungen vorgenommen werden, da ab [[1934]] eine neue Zeitschrift nicht mehr zugelassen worden wäre. Diesen wertvollen Hinweis bekam die Familie Bischoff von Frank Arnau. Ab jener Zeit wurde zunehmend auch nationalsozialistische Propaganda in den kircheneigenen Erzeugnissen gedruckt. Ebenso musste ein Vertreter der Reichsschrifttumskammer im Verlag zwangsbeschäftigt werden. Die Zeitschriften und die Verlagsproduktion wurden während der Kriegsjahre ab 1941 schrittweise eingestellt und die Druckerei zwangsverpachtet. [[1949]] nahm der Verlag die Produktion wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 kam es zwischen dem Schweizer Apostel Ernst Güttinger und Friedrich Bischoff zu einem Streit, welcher auch durch die Einwirkung von Stammapostel Bischoff nicht geschlichtet werden konnte. Ernst Güttinger verkündete, dass die Bezirksvorsteherversammlung in der Schweiz beschlossen hatte, dass die NS-gefärbten Zeitschriften des Verlages nicht mehr abgenommen werden und die Schweizer Neuapostolische Kirche eigene Druckerzeugnisse herstellen würde. Obwohl der Verlag anscheinend das Recht hatte, auch von Propaganda bereinigte Versionen der Zeitschriften ins Ausland zu liefern, tat Friedrich Bischoff dies nicht. Der Streit schien neben den politischen Implikationen auch persönliche Gründe zu haben. Letztendlich verbot Friedrich Bischoff den Schweizern die Nutzung der deutschen Titel der Zeitschriften, so dass die Neuapostolische Kirche in der Schweiz bis in die 1960er Jahre eigene Zeitschriften herausbrachte. Entgegen Behauptungen in manchen älteren Ausarbeitungen waren nach aktueller Quellenlage eventuelle Ausfuhrbeschränkungen kein Grund für die Einstellung der Lieferungen in die Schweiz. Es gibt auch keine Hinweise darauf, warum es J.G. Bischoff als Stammapostel nicht gelang, diesen Streit zu schlichten, oder wie seine letztliche Haltung zu dieser Frage war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker werfen der Familie Bischoff vor, dass sie sich durch die Übernahme des Verlages durch die Familie bereichern wollte. Tatsächlich erlangte die Familie um J.G. Bischoff und seinen Sohn auch in Zeiten der Not augenscheinlich einen recht großen Reichtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(siehe auch: [[Neuapostolische Kirche im Dritten Reich]])&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon unter den Stammaposteln Krebs und Niehaus entwickelte sich ein Führerkult, ebenso waren jene der Ansicht, dass auch der Staat durch einen Führer geleitet werden muss. Deshalb war ein nationalistisches Denken durchaus üblich und wurde ebenso auch durch Predigt oder Beiträgen in Druckerzeugnissen unterstützt. Zur Zeit des ersten Weltkrieges trat dies besonders heraus, aber auch danach waren Bismarck-Zitate in der „Neuapostolischen Rundschau“ nicht unüblich. Über die Führerkultur schreibt Niehaus 1929 im Heft „Ist das Stammapostelamt eine göttliche Einrichtung“: &#039;&#039;„Jedes Land hat seinen Führer. Eine zielbewußte, geordnete Obrigkeit ist auch Gottes Wille und lag von jeher in seiner Vorsehung.“&#039;&#039; oder &#039;&#039;„Ohne einen von Gott erwählten Führer ist die Vollendung des Erlösungswerkes unmöglich.“&#039;&#039; Im „Neuapostolischen Sonntagsblatt“ vom 19. Juni 1908 schrieb Niehaus: &#039;&#039;„Treue zu Gott und Treue zum Kaiser!“&#039;&#039; Auch in einer anderen Weise wurde die Übertragung und Befürwortung des Führerkultes auf die Neuapostolische Kirche deutlich, denn man dichtete das volkstümliche Kaisergeburtstagslied &#039;&#039;„[[Vater, kröne du mit Segen]]“&#039;&#039; auf den Stammapostel und Apostel um und sang es an dessen Geburtstagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Ordnung wuchs auch Stammapostel Bischoff auf und lernte die Neuapostolische Kirche kennen. Er übernahm die Führerkultur und sah die Pflichten gegenüber dem Staat und der Obrigkeit nach wie vor als wichtiges Merkmal eines neuapostolischen Christen: &#039;&#039;„Von einem neuapostolischen Christen wird gefordert, daß er seine Pflichten gegenüber Staat und Obrigkeit gewissenhaft erfüllt und daß er sich als wertvolles Glied der menschlichen Gemeinschaft erweist.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Fragen und Antworten über den Neuapostolischen Glauben&#039;&#039;, Hrsg. Apostelkollegium 1930, Frage 254&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nimmt er 1930 in „&#039;&#039;Fragen und Antworten&#039;&#039;“, eine Art [[Katechismus]] der NAK, den zehnten Glaubensartikel wieder auf: &#039;&#039;„Ich glaube, dass&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; die Obrigkeit Gottes Dienerin ist uns zugute, und wer der Obrigkeit widerstrebt, der widerstrebt Gottes Ordnung, weil sie von Gott verordnet ist.“&#039;&#039; (Römer 13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 lässt Bischoff die neuen Richtlinien für die Amtsträger der Neuapostolischen Kirche herausgegeben, darin heißt es auf Seite 15: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Auch sollten sich die Amtsbrüder besonders davor hüten, von Politik etwas zu erwähnen oder in die Politik einzugreifen und die Geschwister damit in irgendeiner Weise zu beeinflussen. Die NAK betreibt keine Politik.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser eindeutigen Aussage predigt Bischoff zum &#039;&#039;[[Tag von Potsdam]]&#039;&#039;, dem 21. März 1933, in einem Festgottesdienst über [[Jesus Sirach|Sirach 10,5]], dass jetzt der von Gott gesandte Führer gekommen sei. Den Text der Ansprache ließ er samt vielen Unterlagen in die Reichskanzlei schicken. In einem Rundschreiben an die Amtsträger vom 25. April 1933 heißt es, dass es bei Eintrittsgesuchen von Mitgliedern aufgelöster staatsfeindlicher und freidenkerischer Organisationen in Zweifelsfällen gut sein werde, „die Personalien solcher Personen der zuständigen Ortsgruppe der NSDAP zur Nachprüfung vorzulegen“ und ihre Aufnahme erst nach dem Vorliegen einer Unbedenklichkeitserklärung der NSDAP zu vollziehen. Am 1. August 1933 wurde in den „Frankfurter Nachrichten“ ein Bericht unter dem Titel „Unsere Zukunft liegt in Deutschland“ abgedruckt. Demzufolge sagte der &#039;&#039;Beauftragte der NSDAP&#039;&#039;, Fritz Bischoff, dass die NAK etwa 2.000 Gemeinden mit 100.000 Mitglieder in Deutschland hat und die meisten davon Nationalsozialisten sind und ihren Dienst der Regierung zur Verfügung stellen. Weiter werden Sammlungen für wohltätige Zwecke erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;„Frankfurter Nachrichten“ vom  1. August 1933&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1935]] strich man im Titel der Zeitschrift &#039;&#039;Wächterstimme aus Zion&#039;&#039; das hebräische Wort „Zion“. Im 1938er &#039;&#039;Lehrbuch&#039;&#039; der NAK wurde zu der Frage 172 festgestellt, dass „dem Aufnahmegesuch nicht entsprochen werden kann, wenn der Aufzunehmende sich im Widerspruch zur Staatsführung befindet, die der Neuapostolischen Kirche die Ausführung ihrer seelsorgerischen Tätigkeiten gestattet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher – Grübler – Enthusiasten&#039;&#039;; 1982; S. 477&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gründe für diese Veränderungen waren ein Anfang 1933 plötzlich auftretendes Verbot aller religiösen Sondergemeinschaften und damit auch der Neuapostolischen Kirche. Johann Gottfried Bischoff versuchte gute Beziehungen zum nationalsozialistischen Regime aufzubauen, um einen Teil der Verbote aufzuheben. Nach Schilderung der NAK sei es unter größten Schwierigkeiten gelungen, einen Teil dieser Verbote rückgängig zu machen. Darauf würden auch die anderen gegen die NAK ergriffenen Maßnahmen hinweisen: Die Nazi-Regierung habe die NAK mit ungewöhnlich hohen Steuern belastet, die Betreuung der Jugend sei unterdrückt worden, der Kauf von Grundstücken und der Bau von Kapellen abgelehnt worden, die Opfer durften nicht mehr erhoben werden, das Erscheinen der kircheneigenen Zeitschriften sei verboten worden, Bibeln und Gesangbücher hätten nicht mehr gedruckt werden dürfen. Die zur Gemeinde gehörenden Mitglieder jüdischer Abstammung seien nicht abgestoßen, sondern in jeder nur möglichen Weise unterstützt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;naki.org: [http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/Infoabend_041207_Geschichte_Internetversion.pdf Geschichte der Neuapostolischen Kirche]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem 1. September 1940 durften laut Vorgabe durch den Reichsminister für kirchliche Angelegenheiten Wehrmachtsangehörige nicht mehr religiös betreut werden, damit entfiel auch die Versendung der ausgesonderten Hostien per Feldpostbriefe. Ab 1941 wurde sukzessive die Herausgabe aller kircheneigenen Zeitschriften verboten und eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen diesen Darstellungen verzeichnete die NAK im Dritten Reich jedoch in Deutschland ein recht großes Mitgliederwachstum, während andere Glaubensgemeinschaften gezwungen waren, in den Untergrund zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Gottfried Bischoff musste nach Kriegsende sein unversehrtes Haus zwangsräumen und verzog zurück in das kircheneigene Gebäude in der Sophienstraße. Unter Einwirkung eines amerikanischen Mitgliedes der NAK bei der Besatzungsmacht durfte Bischoff später wieder zurück in sein Haus ziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 65 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit – Bischoffs „Botschaft“ ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;weiteres siehe auch im Artikel : [[Botschaft|Botschaft des Stammapostels Bischoff]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung der „Botschaft“ ===&lt;br /&gt;
Bereits 1940 und dann besonders nach dem Krieg wurde im Apostelkollegium der Wunsch zur Ernennung eines Nachfolgers für den bereits über 65jährigen Stammapostel thematisiert. Die Apostel stimmten sich 1947 untereinander ab und bei der ersten regulären Apostelversammlung nach dem Krieg am 21. Mai 1948 in Frankfurt wurde mittels Stimmkarten Bezirkspostel [[Peter Kuhlen]] aus dem Rheinland und Westfalen im 2. Wahlgang einstimmig zum Nachfolger gewählt. Er wurde dann in einem festlichen Gottesdienst am 1. August 1948 in der Bielefelder Oetkerhalle ins Stammapostelamt eingesetzt und sollte bis zur Amtsübernahme als Stammapostelhelfer wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit kam es außerdem zu Satzungsänderungen, die eine eher kollektive Kirchenleitung durch das Apostelkollegium etablierten. Dem Stammapostel und insbesondere seinem Sohn, dem Verlagsinhaber der neuapostolischen Presse, missfiel dies und es kam offenbar zu Intrigen gegen den designierten Nachfolger Kuhlen. Auch wurden vom Stammapostel 1950 und 1951 besonders viele treue Apostel ordiniert, die die Mehrheitsverhältnisse im Apostelkollegium zu seinen Gunsten verschoben. Insbesondere in der neuapostolischen Presse wurde indirekt gegen die Legitimität des Nachfolgers Stellung bezogen, so schrieb das „Amtsblatt“ vom 15. September 1950:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Eine Reihe von Menschen kann durch Mehrheitsbeschluß eine Meinung äußern, ohne dabei eins zu sein. Die Apostel des Herrn aber wollen mit dem ihnen von Gott gegebenen Haupt eins sein, so wie der Sohn mit dem Vater eins war und ist. Für sie gibt es keinen Mehrheitsbeschluß, keine Wahl und kein Stimmverhältnis. Auf solchen Voraussetzungen getroffene Entscheide hätten vor der Kraft des Glaubens keinen Bestand und müßten von allen Gläubigen und Getreuen verworfen werden. ... Völlig eins werden können nur solche Menschen, in denen ein und derselbe Geist herrscht. Ist man also mit den Gedanken, den Ausführungen und Anordnungen des Stammapostels nicht ganz einverstanden und hat noch seine eigene Meinung, dann – ja dann herrscht eben ein anderer Geist in den Betreffenden. Der Stammapostel ist eben nicht sein Haupt. Wäre es denkbar, dass ein gesundes Glied eines gesunden Körpers etwas anderes wollte oder tun würde, als was das Haupt will? Kann in einer Rebe ein anderer Saft sein, als im Stamm? – Das alles ist undenkbar im alltäglichen Erleben sowohl wie im Werk Gottes.&amp;lt;ref&amp;gt;„Amtsblatt“ vom 15. September 1950&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf folgte eine Predigtoffensive im Oktober in Württemberg (siehe unten). Es kam dann im November 1950 zu einem Artikel im Kalender für 1951, in dem es hieß, „dass dem Stammapostel noch kein Nachfolger gezeigt worden sei“. Dies stand in offenem Widerspruch zur Ordination und zum Wirken des Stammapostel(helfer)s Kuhlen seit 1948, der sich aufgrund der vielen Vorfälle am 25. November 1950 zum Rücktritt entschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit kam es in den Gemeinden im Saarland, das nach dem Krieg nicht von den deutschen Aposteln wegen deren NSDAP-Mitgliedschaft betreut werden durfte, zu Konflikten. Eine Zeitlang betreuten die Schweizer Apostel Ernst Güttinger und Rudolf Schneider die Saarländer, doch wurden diese besonders von den deutschnationalen Mitgliedern nicht akzeptiert. Es bildeten sich im Saarland zwei Gruppen. Als zur Apostelversammlung am 27. März 1951 die Altersgrenze für Apostel auf 70 Jahre gesetzt wurde, gingen die Apostel Güttinger und Schneider auf Veranlassung von Stammapostel Bischoff in den Ruhestand. Die Leitung übernahm kurzfristig Apostel Otto Güttinger aus der Schweiz und dann Apostel Georg Schall aus Württemberg ohne dass die Konflikte beigelegt werden konnten. Wenige Monate später wurde Apostel Chrétien Dauber aus Frankreich als neuer Bezirksapostel für das Saarland eingesetzt, welcher besonders intensiv auch die aufkommende „Botschaft“ des Stammapostels predigte. Dies verstärkte die Fronten und den Widerstand, so dass am 17. Dezember 1951 über 1.200 Mitglieder durch Beschluss des Apostelkollegiums aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen wurden und dann die „Apostolische Gemeinde des Saarlandes“ gründeten.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Schmidt: &#039;&#039;Die Wahrheit&#039;&#039;, Eigenverlag, o.J. vermutlich 1960-er Jahre&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Protokoll der Mitglieder-Versammlung des Apostelkollegiums der Neuapostolischen Kirche vom 17. Dezember 1951&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am ersten [[Weihnachten|Weihnachtstag]] 1951 verkündete Bischoff in Gießen, dass er der letzte Stammapostel sei. Jesus werde zu seinen Lebzeiten wiederkommen. Wörtlich hieß es:&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Kuhlen: &#039;&#039;Ereignisse in der NAK, die zur Gründung der Apostolischen Gemeinde geführt haben&#039;&#039;; S. 48; [ohne Ort, ohne Jahr]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat|Tag und Stunde, wann der Herr kommt, wissen wir nicht. Aber ich persönlich bin überzeugt, dass die Zubereitung des königlichen Priestertums in der Zeit erfolgt, in der ich noch vorhanden bin,&amp;amp;nbsp;… Das Zeichen hierfür besteht darin, daß der Herr zu meiner Zeit in Erscheinung tritt und Abschluss seines Werkes macht&amp;amp;nbsp;… Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. So steht es im Ratschluß unseres Gottes, so ist es festgelegt, und so wird es der Herr bestätigen!}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Tag galt fast 60 Jahre lang als erster Tag der Verkündigung der sogenannten &#039;&#039;Botschaft&#039;&#039; von J.G. Bischoff. Über viele Jahre hinweg gab es verschiedene Gerüchte über die Entstehung der Verheißung, die wegen ihrer Nichterfüllung aufgrund des Todes des Stammapostels 1960, bis heute offiziell ein Tabuthema in der Neuapostolischen Kirche darstellt. Alle kircheneigenen Quellen waren verschlossen, und erst im Jahr 2010 lieferte Michael Koch, Redakteur des Webmagazins &#039;&#039;glaubenskultur.de&#039;&#039; und Mitglied der Neuapostolischen Kirche, eine erste neuapostolische Ausarbeitung und stellte darin fest, dass die Botschaft nicht plötzlich entstanden, demzufolge keine Offenbarung war und auch nicht in Gießen das erste Mal verkündigt worden sei.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Entstehung des Dogmas, der Herr käme zur Lebzeit Johann Gottfried Bischoffs - Eine Betrachtung der Jahre 1945-1952&#039;&#039; von Miachel Koch in &#039;&#039;Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts&#039;&#039;, Edition Punctum Saliens, Bielefeld 2009 ISBN:978-3-939291-06-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„Die Geburt eines Mythos“, Ausarbeitungsreihe veröffentlicht auf [http://glaubenskultur.de/premiumartikel.php?id=1562 glaubenskultur.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnliche Ansätze hatte es bereits in den 1950er Jahren von der abgespalteten [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] und auch schon von  [[Helmut Obst|Prof. Dr. Helmut Obst]] in seinem Standardwerk &#039;&#039;Apostel und Propheten der Neuzeit&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Obst: &#039;&#039;Apostel und Propheten der Neuzeit&#039;&#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht 2000, 4. Auflage, ISBN 3-525-55439-7&amp;lt;/ref&amp;gt;, welches bereits in den 1980-er Jahren erschien, oder beispielsweise auch R. Stiegelmeyr in seiner Botschafts-Ausarbeitung von 2007&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kirchenreform.jimdo.com/app/download/5536088209/4ef060c7/5fd1e9c8f6d7c47c6637b642c3d2d9195081c0f0/MIR-Botschaftsaufsatz.pdf?t=1324142891 Botschaftsaufsatz von Rudolf Stieglmeyr aus dem Jahr 2007 als PDF]&amp;lt;/ref&amp;gt; gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der Amtstätigkeit Bischoffs als Stammapostel war er noch deutlich gegen eine zeitliche Festlegung der Wiederkunft Christi gewesen. So druckte die „Wächterstimme“ am 1. Mai 1932 einen Artikel: „Es gebührt euch nicht zu wissen Zeit oder Stunde ... Alle, die sich damit befaßt haben, mußten bis jetzt eine schmähliche Enttäuschung erleben. Für die Kinder Gottes ist es nicht Hauptsache, zu wissen, wann der Herr kommt ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Materialdienst der EZW, 19. Jahrgang, 1956, Nummer 3, Seite 30&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch ab dem Beginn der 1940-er Jahre vertrat er in seinen Predigten die Meinung, dass die Vollendungszeit angebrochen sei, dies war in den Jahrzehnten zuvor keine unmittelbare Lehrgrundlage in der Neuapostolischen Kirche. Er deutete 1945, unter dem Eindruck der Bombenangriffe zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland, die Zeit als jene der Ausgießung der siebenten Zornschale, von welcher in der Offenbarung Johannes zu lesen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 20. Mai 1945&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem Jahre 1947 begann Bischoff darüber zu predigen, dass er persönlich den Herrn täglich erwarten würde, dies aber sein persönlicher Glaube sei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich persönlich erwarte den Herrn täglich. Damit will ich nicht sagen, dass er heute, morgen oder in 4 Wochen oder in 1 Jahr oder wie es auch sei kommt; den Tag und Stunde weiss einfach niemand. ... Aber es kann mir doch niemand für übel nehmen, dass ich den Herrn täglich erwarte und mich entsprechend einstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 25. Mai 1947 in Stuttgart-Süd&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Naherwartung der Wiederkunft Christi war jedoch seit der Gründung der Kirche ein fundamentaler Glaubensstandpunkt und in soweit nichts Besonderes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er predigte aber auch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich sage euch nicht zu viel, wenn ich erwähne, daß wir verschiedene Geschwister, selbst Amtsträger haben, die bereits die Verheißung des Herrn empfingen, daß sie nicht mehr sterben, sondern verwandelt werden. Das sind doch auch göttliche Zusagen!&amp;lt;ref&amp;gt;Gottesdienst am 22. Juni 1947 in Dinslaken. Zitiert nach „Brief der Apostel, Bischöfe und Bezirksältesten des Apostelbezirks Düsseldorf an den Stammapostel J.G. Bischoff“, Düsseldorf, den 6. Januar 1955&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 führte der Stammapostel auf eine Co-Predigt eines Amtsträgers aus, dass er persönlich an die Wiederkunft Jesu Christi zu seiner Lebenszeit glaube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Nun freue ich mich ganz besonders, daß ihr das auch einmal aus dem Munde eines Bezirksältesten aus einem anderen Apostelbezirk gehört habt; denn wenn ich da und dort gesagt habe: ‚Jedes Gotteskind hat das Recht zu glauben, daß der Herr in der Zeit seiner Erdentage kommt,’ dann hat man mir das verschiedentlich übel genommen und gesagt: Ja, wie kann denn der Stammapostel, wo er doch so alt ist, so etwas sagen als ob der Herr zu seiner Zeit kommen würde! Ich habe noch nie behauptet: Der Herr muß zu meiner Zeit kommen! sondern gesagt: Ich glaube und hoffe, daß er zu meiner Zeit kommt. – Diesen Glauben und diese Hoffnung darf jedes Gotteskind für seine Person haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 27. Juni 1948 in Frankfurt-Südwest&amp;lt;/ref&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren relativierte er mehrmals die Aussagen, dass der Herr zu seiner Lebenszeit kommen müsste. Es sei lediglich sein persönlicher Glaube, so Bischoff, doch stellte er jedem Gläubigen frei, dieses ebenfalls zu glauben: „Ich habe noch nie gelehrt, daß der Herr das tun müßte. Zu glauben, daß der Herr zu unserer Zeit kommt, das kann uns niemand verbieten und wird auch nicht verboten, denn die, die ein Ziel vor Augen haben, bereiten sich auch entsprechend vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Brot des Lebens - Zeitschrift zur Förderung des Glaubens der Neuapostolischen Gemeinden der Schweiz&#039;&#039; 9. Jahrgang, Nr. 20 vom 15.10.1948, Seite 154, Hrsg: Neuapostolische Gemeinden der Schweiz&amp;lt;/ref&amp;gt; In jener Zeit verstärkte die kircheneigene Zeitschrift „Das Amtsblatt - Monatsschrift für die Amtsträger der Neuapostolischen Kirche“ durch Artikel den Glauben an die unmittelbar bevorstehende Wiederkunft Christi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1950 predigte erstmals der von J.G. Bischoff frisch eingesetzte Apostel Gottfried Rockenfelder aus Wiesbaden, dass er die felsenfeste Überzeugung hätte, „dass Gott, unser Herr, uns den Stammapostel bis zum herrlichen Morgen der ersten Auferstehung erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 13. August 1950 in Bochum (Nachmittag)&amp;lt;/ref&amp;gt; M. Koch schrieb in der Ausarbeitung dazu: „Es ist das erste Mal, dass offen eine solche Überzeugung vertreten wird: Gott wird den Stammapostel so lange erhalten, bis Jesus kommt, um die Seinen zu entrücken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Entstehung des Dogmas, der Herr käme zur Lebzeit Johann Gottfried Bischoffs - Eine Betrachtung der Jahre 1945-1952&#039;&#039; von Michael Koch in &#039;&#039;Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts.&#039;&#039; Seite 186, Edition Punctum Saliens, Bielefeld 2009 ISBN:978-3-939291-06-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 1. Oktober 1950 predigte Bischoff in zahlreichen Gottesdiensten in Süddeutschland massiv seine Überzeugung, dass der Herr zu seiner Zeit kommen würde und ein Großteil der Gläubigen nicht mehr sterben würde. Im kircheneigenen Kalender für 1951 wurde nun erstmalig auch kirchenweit die feste Ansicht Bischoffs publiziert. Die vielen Äußerungen blieben jedoch nicht ohne Wirkung, so relativierte der Stammapostel seine Überzeugung im Februar 1951 während eines Gottesdienstes in Stuttgart:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Meine lieben Brüder und Schwestern, ich möchte hier kurz erwähnen: Tag und Stunde weiss niemand. ... Weil wir aber das nicht wissen, darum habe ich mich, wenigstens für meine Person, an die Worte Jesu gehalten, in dem er sagte: ,Wachet, denn ihr wisset nicht, welcher Stunde euer Herr kommen wird’ (Matth. 24, 42). ... Ich erwarte den Herrn täglich! Das habe ich oft genug in den Gottesdiensten und auch in meinen Schriften bekanntgegeben, und das Recht hat jedes apostolische Gotteskind, das zu glauben. Ausserdem glaube ich, dass der Herr Jesus zu meiner Lebzeit kommt. Ich habe aber nicht gesagt, dass er in der Zeit kommen muss, sondern ich glaube, dass er in meiner Lebzeit kommt. Dies glaube ich nicht etwa auf Grund eines Traumes oder aus irgend einer anderen Ursache, sondern auch hierin ist mir nur sein Wort maßgebend.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Ämtergottesdienst am Sonntag nachmittag, den 18.2.1951, gehalten vom Stammapostel Bischoff in Stuttgart-Süd, wozu auch ein Teil der Frauen und Amtsbrüder eingeladen wurden.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zitat ist auch in soweit bemerkenswert, da Bischoff sagte, dass er keinen Traum hatte oder ein sonstiges prägendes Ereignis. In den folgenden Wochen schwankte J.G. Bischoff in seinen Predigten zwischen massiver Predigt seiner Überzeugung, der Herr käme zu seiner Lebenszeit und der Relativierung jener. Im Herbst 1951, zehn Wochen vor dem eigentlichen so genannten „Botschafts-Gottesdienst“, predigte Bischoff:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich habe vor Monaten gesagt: Ich glaube, dass der Herr zu meiner Lebzeit kommt. Als ich das sagte, gingen die Wogen des Unglaubens hoch und wurde die Sprache laut: Wie kann er so etwas sagen, er ist doch auch ein sterblicher Mensch gleich wie die anderen! Das änderte aber meine Überzeugung nicht. Wenn es dem lieben Gott gefällt, dass er seinen Sohn zu meiner Zeit sendet, um die Seinen zu sich zu nehmen, wer will das hindern?&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst am Sonntag vormittag, 14. Okt. 1951, gehalten vom Stammapostel Bischoff in München&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammapostel begründete nun immer mehr seine Auffassung mit den vielen Erlebnissen und Zuschriften von Kirchenmitgliedern, die entsprechende Eingebungen und Gesichte hatten. In dem nun folgendem Weihnachtsgottesdienst 1951 in Gießen wurde schon zu Beginn des Gottesdienstes der Stammapostel mittels eines vorgetragenen Gedichtes als derjenige bezeichnet, der die Braut heimführt. Diese Tendenz führte sich durch den Gottesdienst und endete in der Aussage: „Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. So steht es im Ratschluß unseres Gottes, so ist es festgelegt, und so wird es der Herr bestätigen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch wurde dieser Gottesdienst weder in der internen Verkündigung noch in der Berichterstattung in der Zeitschrift „Unsere Familie“ im März 1952 oder in der „Wächterstimme“ vom April 1952 als etwas Herausragendes betitelt, auch das Wort „Botschaft“ fiel nicht. In den folgenden Gottesdiensten vertrat J.G. Bischoff seine Auffassung ebenso nicht konsequent in jedem Gottesdienst weiter. In einem Ämtergottesdienst im Frühjahr 1952 in Frankfurt las Bischoff einige Briefe von Mitgliedern vor, die Erlebnisse und Träume schilderten, welche seine Überzeugung untermauerten.&amp;lt;ref&amp;gt;„Amtsblatt“, Sondernummer vom 8. Juni 1952&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gottesdienst bestand demnach nur aus einer kurzen Einleitung und dem Vorlesen der Briefe. Es ist weder aus diesem, noch vielen anderen Gottesdiensten eindeutig herauszulesen, wie J.G. Bischoff seine Überzeugung erlangt hatte. Einmal sprach er von einer Offenbarung&amp;lt;ref&amp;gt;Gottesdienst am 16. März 1952 in Ulm&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein anderes Mal von mehreren Offenbarungen&amp;lt;ref&amp;gt;Gottesdienst am 17. März in Stuttgart-Süd&amp;lt;/ref&amp;gt; oder aber auch von einer persönlichen Erscheinung durch Jesus Christus&amp;lt;ref&amp;gt;„Wächterstimme“ vom 15. April 1955&amp;lt;/ref&amp;gt;. Angeblich soll Bischoff nicht einmal im Familienkreis erzählt haben, wie er die vermeintliche Offenbarung erhalten habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach aktueller Quellenlage sprach erstmals Apostel Friedrich Bischoff, allerdings noch nicht im Rückblick auf den 25. Dezember 1951, im April 1952 von einer Botschaft: „Wenn nun so jemand die Botschaft hört: Jetzt ist die Zeit gekommen, in der der Herr erscheint! und er würde dann sagen: Das kann ich nicht recht fassen, das kann ich nicht glauben; wie kommt der Stammapostel dazu, so etwas zu verkündigen?, ist da der Glaubensgehorsam vollständig? Nein, ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst am Ostersonntag nachmittag, 13.4.1952, gehalten vom Stammapostel Bischoff in Tübingen a.N.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die „Botschaftszeit“ und ihre Folgen ===&lt;br /&gt;
Die Naherwartung der Wiederkunft Christi wurde nun sogar organisatorisch eingebettet, denn Bischoff selber verlegte im Juni 1952 den alljährlich am ersten Novembersonntag stattfindenden Entschlafenengottesdienst auf den 6. Juli 1952 vor, da er der Meinung war, dass der Herr noch vor November kommen würde. Seither begeht die Neuapostolische Kirche den Entschlafenengottesdienst dreimal jährlich.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Manifest über die Zustände und Tendenzen in der Neuapostolischen Gemeinde&#039;&#039;, Otto Güttinger, Zofingen 1954, Seite 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Gottesdienst am 13. Juli 1952 in Stuttgart-Süd sprach J.G. Bischoff selber von „seiner Botschaft“, die er an Weihnachten 1951 gepredigt habe. Dieser Gottesdienst gilt nach aktueller Quellenlage als Geburtsstunde der „Botschaft des J.G. Bischoff“. Erst ab jetzt stand der Weihnachtsgottesdienst 1951 im Mittelpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Bezirken wurde die Botschaft zunächst mit einer gewissen Toleranz weitergegeben bzw. gepredigt. In der Folgezeit wurde diese innerhalb der NAK allerdings immer bedeutsamer. Unter anderem sollten Aufnahmen in die NAK, die so genannten Versiegelungen, sowie Berufungen in die neuapostolischen Ämter ab September 1954 von der Annahme der Botschaft abhängig gemacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Neuapostolische Kirche: &#039;&#039;Die NAK von 1938 bis 1955, Entwicklungen und Probleme&#039;&#039;; Zürich 2007; S. 37&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Trennungen von Bischoff und der NAK ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Die_Apostolischen_in_Deutschland.jpg|thumb|Die Apostolischen in Deutschland - Eine Übersicht]]&lt;br /&gt;
Ab 1953 entstanden in der Neuapostolischen Kirche zwei Fronten, die Botschaftsbefürworter und stammaposteltreuen Mitglieder und Ämter sowie die Botschaftskritiker und Reformer. Die beiden Gruppen bildeten sich quer durch alle Gesellschafts- und Amtsschichten in der Kirche. Die heiße Zeit der Widerstände dauerte drei Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 1.000 Gemeindeglieder und höchste Amtsträger widersetzten sich in der Schweiz dem „Botschaftsdruck“ und wurden 1954 daraufhin ausgeschlossen, darunter auch der Apostel [[Otto Güttinger]], welcher mit seinem Vater, dem ehemaligen Apostel [[Ernst Güttinger]], die [[Vereinigung Apostolischer Christen]] gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1953 kam es in Südafrika zu Ablehnungen der Botschaft, sogar unter der Duldung des Stammapostelhelfers H.F. Schlaphoff, welcher für Afrika, Asien uns Australien zuständig war. In Südafrika wurden 1954 die Apostel [[Philipus Jacobus Erasmus]] und [[Daniel Carel Smuts Malan]] des Amtes enthoben und aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Der Stammapostelhelfer soll 1954, nach unterschiedlichen Angaben, nach einer Europareise entweder das Amt selber zurück gegeben haben oder durch ein Telegramm des Amtes enthoben worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Sonderposition nahmen ab 1954 die Niederlande ein. Dort existierte die &#039;&#039;Hersteld Apostolische Zendinggemeente in de Eenheid der Apostelen&#039;&#039;, sozusagen der deutsche Ableger der Neuapostolischen Kirche, unter der Leitung des Bezirksapostels [[Gerrit Kamphuis]]. Dieser verkündigte aber die Botschaft Bischoffs nach Auffassung einiger niederländischer Gemeindemitglieder nicht im ausreichendem Maße, so dass Apostel Walter Schmidt, mit Genehmigung des Stammapostels, von Deutschland aus die &#039;&#039;Nieuw-Apostolische Kerk in Nederland&#039;&#039; (Neuapostolische Kirche in Niederlande) am 1. April 1954 gründete. Es ist anzunehmen, dass dies auf Initiative des niederländischen Älteste Bijl und einigen Mitgliedern geschah. In der neu gegründeten Gemeinschaft befand sich nun die Bischoffstreue Fraktion, sie umfasste im Anfangsjahr 21 Gemeinden und etwa 1.070 Mitglieder. So gab es also gleichzeitig zwei unterschiedliche neuapostolische Kirchen in den Niederlanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresstatistik der Nieuw-Apostolische Kerk in Nederland für das Jahr 1954&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Edwin Diersmann: &#039;&#039;An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.&#039;&#039;, Rediroma-Verlag 2007, ISBN 978-3-940450-20-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland kam es ab 1954 zu ersten offenen Auseinandersetzungen, welche sich größtenteils im Arbeitsgebiet des ehemals als Stammapostel ordinierten Apostel Peter Kuhlen abspielten. So ereigneten sich besonders im Januar 1955 skandalöse Szenen in Gottesdiensten rund um Düsseldorf, so zum Beispiel am 9. Januar 1955 in [[Neuapostolische Kirche - Kirche Kerpen-Horrem|Horrem]], als der Apostel [[Siegfried Dehmel]] mit großer Ablehnung empfangen wurde: „Zu gleicher Zeit erhoben sich alle anderen in der Gemeinde und schickten sich an, den Saal zu verlassen. Dabei kamen von einzelnen Drohungen gegen den Apostel zum Ausdruck, indem auch diese sich vor dem Altar in drohender Stellung besonders hervortraten. Schimpfnamen wie: Sie sind ein Lügner, Betrüger usw. mußte der Apostel über sich ergehen lassen ...“ Einige riefen: „Wir wollen mit euch nichts mehr zu tun haben, wir sind nur noch mit dem Stammapostel verbunden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ereignisse in der Neuapostolischen Kirche, die zur Gründung der Apostolischen Gemeinde geführt haben&#039;&#039; o.O., o.J.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der rheinische Bezirksapostel Peter Kuhlen, sowie seine zwei Mitapostel Dehmel und Dunkmann wurden am 23. Januar 1955 des Amtes enthoben und aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Mit ihnen gingen etwa 15.000 Mitglieder. Die Ausgeschlossenen gründeten zum Teil neue Gemeinschaften wie die [[Apostolische Gemeinschaft]] oder die Vereinigung Apostolischer Christen in der Schweiz, die sich 1956 in Düsseldorf mit anderen, früher ausgeschlossenen Gemeinschaften, zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zusammenschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Wissen: &#039;&#039;Zur Freiheit berufen - Ein Portrait der Vereinigung Apostolischer Gemeinden und ihrer Gliedkirchen&#039;&#039; Re Di Roma-Verlag 2008, ISBN 978-3-86870-030-5&amp;lt;/ref&amp;gt; In der NAK wurden sie fortan als „Zweifler, Rechthaber und Eigenbrötler“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Württemberg, besonders im Raum Heilbronn und Stuttgart, kam es zwischen 1953 und 1955 zu Auseinandersetzungen, welche fast zu einer erneuten Kirchenspaltung geführt hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Koch: &#039;&#039;Botschaftszeit: Wie Württemberg knapp der Spaltung entging&#039;&#039; glaubenskultur 2007, abgerufen am 20. Dezember 2011: [http://www.glaubenskultur.de/premium.php?id=900]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits im Februar 1954 bekam der Bezirksapostelbereich einen zusätzlichen Bezirksapostel, [[Gotthilf Volz]], obwohl [[Georg Schall]] noch im Amt war&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über die Ämterversammlung am Sonntag nachm., 21. Februar 1954, gehalten vom Stammapostel Bischoff in der Kirche Stuttgart-Süd für die Amtsträger des Apostelbezirks Stuttgart&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bischoff bangte darum, ob Schall denn auch ausreichend zuverlässig die Botschaft verkündigen würde. Heilbronn galt damals als Zentrum des Konflikts, dort verweigerte der zuständige Bischof Wilhelm Pfäffle bei einer Bezirksämterversammlung dem Apostel [[Wilhelm Jaggi]] den Zutritt, da er und seine Amtsträger der Meinung waren, dass der Apostel die Botschaft unzureichend verkündigen würde. Die Versammelten verlangten stattdessen den Bezirksältesten Georg Thomas als Apostel&amp;lt;ref&amp;gt;Kuhlen, Peter: &#039;&#039;Nachdenkliches über die Botschaft des Stammapostels J.G. Bischoff ...&#039;&#039;, Düsseldorf 1955; S. 15f.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieser wurde sehr kurze Zeit später ordiniert und mit ihm fünf Bischöfe und zwei Bezirksälteste. In dem Einsetzungsgottesdienst ging Stammapostel Bischoff auf die Zwistigkeiten ein und bat darum, „die Kluft zu beseitigen“. Dennoch klang der Aufruhr in Württemberg nicht ab, auch nicht, nachdem Bischoff im Spätjahr 1955 den Bezirk abermals besucht und deutlich aufgerufen hatte, den „Bruderstreit“ zu beenden. Am 18. November 1955 kam es bei einer Bezirksämterversammlung in Stuttgart-Süd mit einer, in der Neuapostolischen Kirche einmaligen, Handlung zur Beruhigung der Sache. Apostel Walter Schmidt hielt mit Apostel [[Friedrich Bischoff]] die Versammlung, kam ohne Umschweife auf die Streitigkeiten zu sprechen und verlangte einen Neuanfang. Er forderte jede Amtsträgergruppe auf, sich zu erheben und ein Gelöbnis zu leisten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Da möchte ich zunächst die lieben Bischöfe bitten, einmal aufzustehen. Wenn ihr nun vor Gottes Angesicht bestätigt, dass ihr euch willig in den Dienst des Stammapostels der Bezirksapostel stellt und sie erhöht, mit ihnen Hand in Hand, Schulter an Schulter geht, und wenn ihr nun gelobt, das, was dahinten, das wird schwinden es soll nicht wieder berührt werden, und wenn ihr gelobt, dass diese Sache nie wieder angerührt wird, dann bestätigt es mit einem Ja.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über die Ämterversammlung für die Bezirksämter von Württemberg, gehalten von Apostel Walter Schmidt am Freitag abend, 18.11.1955, in Stuttgart-Süd unter Mitwirkung von Apostel F. Bischoff“&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Amtsträger gelobten, das Vergangene ruhen zu lassen, dem Stammapostel nachzufolgen und über die Sache in Zukunft zu schweigen. Dieser Gottesdienstbericht wurde wenige Wochen später allen Amtsträgern in Süddeutschland ausgehändigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bischoffstreue und Blütezeit der NAK ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei denen, die blieben, wuchs das Ansehen des Stammapostels Bischoff. In der Zeitschrift „Unsere Familie“ hieß es am 15. September 1959 in einem Bericht über den Auftritt des Stammapostels:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der Stammapostel ist mit seiner Begleitung in die Halle getreten. Wir können ihn noch nicht sehen, aber wir spüren, dass jetzt ein Ereignis von überirdischer Bedeutung seinen Anfang genommen hat. Eine einzige Bewegung liegt über der versammelten Schar, Himmelskräfte haben sich gelöst und fluten durch den Raum.}}&lt;br /&gt;
Am 1. Dezember desselben Jahres war dort zu lesen: &lt;br /&gt;
{{Zitat|Es gibt auf Erden keinen Menschen, durch den die Göttlichkeit uns so nahe kommt wie durch den Stammapostel …}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Kirchenausschlüsse war die Ära Bischoff eine der Blütezeiten der Neuapostolischen Kirche, das Magazin [[Der Spiegel]] berichtete über die Neuapostolischen: &#039;&#039;Bischoffs Botschaft gewann der Neuapostolischen Gemeinde sogar neue Mitglieder - zumeist Christen, die evangelischen Landeskirchen angehört hatten. Allein 13.000 Endzeit-Erwartende wohnten im April dieses Jahres (1960) dem vorösterlichen Gottesdienst in der Berliner Deutschlandhalle bei, in dem Bischoff bekanntgab: „Uns tröstet das Bewußtsein, daß der Sohn Gottes zu unserer Zeit kommt und uns zu sich nimmt.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43066714.html spiegel.de - Der Letzte]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitere Dogmatisierung der Botschaft führte zu überstürzten Handlungen mancher Kirchenmitglieder. So wurden Ausbildungs- oder Studienplätze nicht mehr angetreten, die Felder nicht bestellt oder Hab und Gut verschenkt, da die nahe Wiederkunft Christi bevor stand. Der feste Glaube an die baldige Wiederkunft veränderte das gesellschaftliche Leben vieler Mitglieder, denn es galt auf den Tag Jesu Christi vorbereitet zu sein. Zu viele irdische Bindungen und Freuden hätten, nach damaliger Glaubensauffassung, die Möglichkeit der Teilhabe am Glaubensziel unterbunden. Diese Angst vor der mangelnden Würdigkeit prägte auch die Erziehung der Kinder und Jugendlichen dieser Zeit. Es war nicht unüblich, dass Kinder und Jugendliche von ihresgleichen abgeschottet aufwuchsen, oder in Angst vor dem Alleinbleiben nach dem Heimholen der Eltern am Jüngsten Tag lebten. Diese Furcht wurde bei jenen auch mit Aussagen wie: „Der Herr sieht alles, hört alles und weiß alles!“ weiter geschürt. Insbesondere Aussteiger aus der Neuapostolischen Kirche berichteten in den 1990-er Jahren in verschiedenen Medien von solchen psychischen Drücken.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Hartmann: &#039;&#039;In der Welt, aber nicht von der Welt. Die Gotteskinder der Neuapostolischen Kirche.&#039;&#039; Books on Demand 2000, ISBN 978-3831104994&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gemeindemitglied, Geburtsjahr 1913, berichtete in der Zeitschrift „Spirit“:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das Wissen, dass der Herr kommt, das war fest verankert in unserer Seele. Als dann der Stammapostel Bischoff verkündete: ‚Der Herr hat mich wissen lassen, dass ich nicht sterben werde, sondern dass der Herr Jesus zu meiner Lebzeit kommt‘, war das für uns ein Gesetz. Wie ein feststehendes Gesetz: Der Herr kommt jetzt. ... Man hat sich an den Zeitraum geklammert. Der Stammapostel war damals schon über 80. Von da an hat man in jedem Jahr gedacht, in diesem Jahr kommt der Herr.&amp;lt;ref&amp;gt;„Spirit“ Ausgabe 04/2003, Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod Bischoffs und die Nichterfüllung der Verheißung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. April 1960 erlitt J.G. Bischoff eine plötzliche Herzerkrankung in seinem Haus in Frankfurt am Main. Ein am nächsten Tag herbeigerufener Arzt bescheinigte der Familie, dass Bischoff nie wieder reisen könne. Verordnete Medikamente nahm und Anweisungen des Arztes befolgte Bischoff nicht, da er nach wie vor der festen Überzeugung war, dass der Herr zu seiner Zeit kommen würde. So verschlechterte sich sein Zustand, bis er schließlich zustimmte, den neuapostolischen Arzt Dr. Walter Gorenflos in Karlsruhe aufzusuchen. Am 5. Juli 1960 bestätigte Bischoff am Krankenbett noch dem späteren Stammapostel Walter Schmidt das Bestehenbleiben der Verheißung. Am Mittwochabend, den 6. Juli 1960, starb Johann Gottfried Bischoff in den Armen seiner Pflegetochter Gretel Jacob auf den Weg zur Nachtruhe.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 117 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den 7. Juli wurde deshalb übereilt eine Mitgliederversammlung des „Apostelkollegiums der Neuapostolischen Gemeinden Deutschlands e.V.“ nach Frankfurt am Main einberufen, an der 17 deutsche und ein französischer Apostel teilnahmen. Sie bestimmten den nordrhein-westfälischen Bezirksapostel [[Walter Schmidt (Geistlicher)|Walter Schmidt]] zum neuen Stammapostel, obwohl die „Botschaft“ Bischoffs hier eindeutig keinen Nachfolger vorsah. Er wurde formal dann erst auf einer Apostelversammlung im Herbst gewählt, da die Wahl in Frankfurt laut Statuten nicht beschlussfähig gewesen war. In einem Schreiben an die neuapostolischen Gemeinden wird die nicht eingetroffene Prophetie und der Tod Bischoffs so erklärt: Gott habe aus „&#039;&#039;unerforschlichen Gründen seinen Willen geändert&#039;&#039;“ ... Gott will durch den Tod des Stammapostels „&#039;&#039;alle Gläubigen heilsam aufschrecken und ihnen noch eine Gnadenfrist für ihre Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu Christi gewähren&#039;&#039;“. In der einzigen Biographie zu J.G. Bischoff, welche im kircheneigenen Verlag erschien heißt es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Warum das, was nach menschlichem Verstand die logische Konsequenz nach dem Heimgang des Stammapostels Bischoff gewesen wäre, nicht geschah, ist eines der vielen Wunder unseres himmlischen Vaters, die er an seinen Kindern tat und immer noch tut. ... J. G. Bischoffs Glaube, der Herr werde zu seiner Lebenszeit wiederkommen, war keine Folge seines hohen Alters und auch kein frommes Wunschdenken, sondern fest begründet. Warum die Botschaft nicht in Erfüllung ging, wissen wir nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 119 f&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Magazin „Der Spiegel“ beschrieb die Zeit nach dem Tod Bischoffs so: &#039;&#039;„Die Mehrzahl fühlte sich wie vor den Kopf geschlagen - und will nun überhaupt nichts mehr glauben ...“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43066714.html spiegel.de - Der Letzte]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Erfahrungsbericht eines Kirchenmitgliedes, Geburtsjahr 1913:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die ersten paar Tage, da hast du niemanden gesehen, den du getroffen hast, der nicht stehen geblieben ist und geweint hat. Was da für Tränen geflossen sind, das kann ich dir nicht schildern. ... Und vielleicht in vielen Geschwistern auch zweifelnde Fragen. ... Es hat einige Geschwister gegeben, die dann nicht mehr in die Gottesdienste kamen, aber es war ein kleiner Prozentsatz. ... Wir wussten vom ersten Tag an: Und wenn er doch heimgegangen ist, der Herr kommt trotzdem und holt uns heim. An dieser Tatsache konnte niemand etwas ändern. Da standen wir einfach ganz fest verwurzelt. ... Uns wurde dann gesagt, der Herr kann seinen Plan ändern. Er hat ihn geändert bei Hiskia usw. Und wenn man sich mit diesem Gedanken dann beschäftigt hat, konnte man verstehen, dass der Herr auch hier zur Prüfung seines Volkes diesen Heimgang geschehen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;„Spirit“ Ausgabe 04/2003, Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der für viele Mitglieder der Neuapostolischen Kirche überraschende Tod des Stammapostels führte zu einer Art geistigen und organisatorischen Stille. So waren in der darauffolgenden Zeit etliche Amtsträger unfähig, den Dienst anzutreten. Der nun neue Stammapostel verzichtete auch mehrere Jahre auf die Ordination von neuen Aposteln (außer Rudolf Dicke am 16.10.1960, der bereits von Bischoff vorgesehen war), da die nahe Wiederkunft Christi nach wie vor erwartet wurde. Weiter verbot er eine Diskussion mit Außenstehenden über die Botschaft, seine Devise war: „Wir schweigen und gehen unsern Weg.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher, Grübler, Enthusiasten&#039;&#039; Stuttgart 1981, Seite 512&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Neuapostolische Kirche versank in eine Starre und ließ äußere Einflüsse und gesellschaftliche Entwicklungen nicht in die Organisation eindringen. So lehnte Stammapostel Schmidt auch unter anderem 1963 die Einladung des [[Ökumenischer Rat der Kirchen|Ökumenischen Rates der Kirchen]] zu einem Gespräch ab. Dies führte in der Folge über Jahrzehnte zu einem Abbruch weiterer Gespräche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/GK-NAKund__kumene_07-12_.pdf nak.org - Neuapostolische Kirche und Ökumene]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erfolgte, trotz der Nichterfüllung der Botschaft, bei den zu Tausenden ausgeschlossenen Mitgliedern und Amtsträgern keine Bitte um Entschuldigung, bzw. auch keine Annullierung der Kirchenausschlüsse. Stattdessen wurden diese zum großen Teil weiterhin wie Ausgestoßene und Ungläubige betrachtet. Eine Ausnahme bildete der leitende Amtsträger Bezirksapostel Hermann Engelauf aus Westfalen, der seit der Trennung 1955 bis zu seinem Tod 2011 einen engen Kontakt zu Apostel Peter Kuhlen und dessen Familie pflegte. Dieser ehemalige Nachfolger im Stammapostelamt und dann aus der NAK ausgeschlossene Apostel Kuhlen schrieb nach dem Tod Bischoffs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Aber so sehr bedauerlich es auch ist, dass die einst so blühende Neuapostolische Kirche einen solchen Zusammenbruch erfährt, so war doch nach der Entwicklung, welche die Neuapostolische Kirche in Lehre, Führung und Methoden in letzten Jahren genommen hatte, der jetzt eingetretene Zusammensturz eines Gebäudes, das in vieler Hinsicht morsch geworden war, vorauszusehen. Wir erkennen darin sogar die waltende Hand Gottes, die ihren Segen zurückziehen musste von solchen, die in seinem Namen so viel trauriges verursacht haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Kuhlen in „Der Herold“ vom 15. August 1960&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurt Hutten, damaliger Sektenbeauftragter der EZW, schrieb in einem Artikel des Materialdienstes der [[Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen|Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Nach allen Berichten währte die durch Bischoffs Tod ausgelöste seelische Krise nur ganz kurze Zeit. Nach ein paar Tagen hatten sich die Gläubigen wieder gefangen...... Das ist gelungen. Die Neuapostolische Gemeinschaft blieb eine festgefügte Einheit und widerstand allen Vorstößen von kirchlicher und anderer Seite .... Aus zahlreichen Berichten von Gemeindepfarrern ergibt sich immer wieder das gleiche Bild: Jede Erschütterung ist ausgeblieben. Die Neuapostolischen tragen wieder den Kopf hoch und fühlen sich so sicher und überliegen wie eh und je. Jeder Versuch, ein Gespräch über die durch Bischoffs Tod entstandenen Fragen mit ihnen anzuknüpfen, prallt ab oder wird mit den Argumenten beantwortet, die in dem Wort des Apostelkollegiums enthalten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Materialdienst der EZW vom 1. September 1960&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heutiger Umgang mit der Thematik ===&lt;br /&gt;
Bis nach der Jahrtausendwende galt die Botschaft und die Erläuterung zur Nichterfüllung jener als Dogma. In vielen geschichtlichen Ausarbeitungen oder Lehrbüchern für die kircheneigene Kinderunterweisung wurden die leidvollen Geschehnisse nur unzureichend oder gar nicht erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stammapostel [[Richard Fehr]] erklärte in einem Interview 1996, auch in Reaktion auf die zunehmenden Konfrontationen durch Aussteiger, dass die Frage, warum sich die &#039;&#039;Botschaft&#039;&#039; nicht erfüllt habe, derzeit nicht beantwortet werden könne.&amp;lt;ref&amp;gt;„Unsere Familie“ 56. Jahrgang, 1996, Nummer 2, Seite 19&amp;lt;/ref&amp;gt; Er lud im Jahr 2000 und 2001 mehrere apostolische Glaubensgemeinschaften, welche ihren Ursprung in der Neuapostolischen Kirche hatten, zu einem „Konzil“ genannten Treffen nach Zürich ein. Dieses Treffen war der Beginn einer ersten Annäherung zwischen den Ausgeschlossenen und der NAK.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jetzige Stammapostel [[Wilhelm Leber]] (verheiratet mit einer Enkelin Bischoffs und selber Sohn einer Nichte Bischoffs) äußerte sich in einem Interview mit der Zeitschrift [[idea Spektrum]] im Jahr 2006 ebenfalls zur &#039;&#039;Botschaft&#039;&#039; und sagte: „Das Thema ist kein [[Dogma]] mehr, jeder kann sich sein eigenes Urteil darüber bilden.“&amp;lt;ref&amp;gt;ideaSpektrum Nr. 25/2006, S. 15–17&amp;lt;/ref&amp;gt; Er persönlich sei der Meinung, dass Bischoff zwar eine Botschaft von Gott erhalten habe, diese aber eventuell fehlinterpretiert habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Interview aus der Zeitschrift &#039;&#039;Unsere Familie&#039;&#039;, Ausgabe vom 5. Januar 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aufarbeitung der Botschaftskrise und deren Folgen wurde von der Neuapostolischen Kirche bis 2007 nie umfassend unternommen. Eine im Dezember 2007 von der NAK vorgelegte Geschichtsaufarbeitung wurde von internen und externen Kritikern als einseitig und unwissenschaftlich bezeichnet. Die Annäherungen und Gespräche zwischen der NAK und der Vereinigung Apostolischer Gemeinden (VAG) wurden aufgrund der Ausarbeitung von Seiten der VAG unterbrochen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.apostolisch.ch/pages/Information/ErklaerungZurGeschichte.pdf ERKLÄRUNG der Apostel und Bischöfe der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden in Europa zur Aufarbeitung gemeinsamer Geschichte mit der Neuapostolischen Kirche vom 01. Februar 2008] als pdf zum Download auf apostolisch.ch&amp;lt;/ref&amp;gt;. Erst vier Monate später äußerte sich die Neuapostolische Kirche offiziell zu den Vorwürfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|In einem Brief, den das Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche, Stammapostel Wilhelm Leber, in der heutigen Ausgabe der Kirchenzeitschrift „Unsere Familie“ (Ausgabe 6/2008) veröffentlichen lässt, entschuldigt er sich für „Verletzungen“, die dieser Abend hervorgerufen hat. Es sei nicht seine Absicht gewesen, jemanden zu verletzen, so der Stammapostel. „Nachträglich betrachtet müssen wir feststellen, dass wir im Vorfeld dieses Abends solche Reaktionen nicht erwartet haben.“ Der Vortrag sei als eine sachliche Auseinandersetzung mit der Vergangenheit gedacht gewesen, Emotionen und Gefühle sollten weitgehend unberührt bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/de/news/nak-international/article/15521/ nak.org - Es ist mir ernst mit dem Willen zur Versöhnung]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Gottesdienstes zum [[EJT 2009|Europa-Jugendtag der Neuapostolischen Kirche]] (EJT) 2009 kam es vor dem Abendmahl zu einer [[Versöhnungsgeste]] des Stammapostels Wilhelm Leber gegenüber anwesenden Mitgliedern der Vereinigung Apostolischer Gemeinden. Dazu sagte der Kirchenpräsident vor ca. 42.000 Gottesdienstteilnehmern und dem Fernsehpublikum unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das will ich gerne hier in der Öffentlichkeit zugestehen, ohne nun ins Detail zu gehen: Ja, es sind auch von unserer Seite, von der Seite der Neuapostolischen Kirche, Fehler gemacht worden. Wir strecken uns aus nach der Versöhnung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/de/news/nak-international/article/16241/ nak-org - Wir strecken uns nach der Versöhnung]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aussage ist einer der ersten öffentlichen Versöhnungsversuche der internationalen Kirchenleitung mit den ausgeschlossenen Gemeinschaften seit der Trennung. Eine durch den Stammapostel geleitete Zeitzeugenbefragung zu den Vorgängen zur Botschaftszeit im Jahre 2009 wurde im Internet und in der Zeitschrift „Unsere Familie“ veröffentlicht. Kritiker bemängelten, dass die Befragung nicht unabhängig geleitet wurde und sich ggf. Kirchenmitglieder in Anwesenheit des Stammapostels nicht offen geäußert hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/de/news/news-display/article/16368/ nak.org - Aussöhnung sollte fortgesetzt und unterstützt werden]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/ZurGeschichtederNeuapostolischenKirche1938-1955_GespraechmitZeitzeugen.pdf nak.org - Niederschrift „Zur Geschichte der Neuapostolischen Kirche 1938-1955 – Gespräch mit Zeitzeugen“]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Druck auf die Kirchenleitung ließ in der Folgezeit nicht nach, es wurden aus internen und externen Kreisen Stimmen laut, die eine eindeutige Entschuldigung und den Widerruf der Geschichtsarbeit forderten. Die ausführliche Arbeit wurde auf öffentlichen Druck des NAK-Kritikers [[Albrecht Schröter]] im Jahr 2010 zumindest von den Internetseiten der Neuapostolischen Kirche entfernt. Stammapostel Wilhelm Leber sagte dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich will zum 50. Todestag von Stammapostel Bischoff ein weiteres Zeichen der Versöhnung setzen. Zwar ist die von der AG Geschichte ausgearbeitete Gesamtschau über die Jahre 1938-1955 nach wie vor ein wichtiger Bestandteil unserer eigenen Geschichtsaufarbeitung, sie soll jedoch kein Zankapfel bleiben. Wir haben es gut gemeint und auf dem Boden von Archivmaterial eine Bewertung vorgenommen. Dennoch will ich nicht einen bleibenden Graben zu den anderen apostolischen Gemeinschaften aufrecht erhalten, sondern viel lieber eine Verständigung unter allen Beteiligten über diese schwierigen Jahre erreichen. Das geht offenbar nur, wenn wir die Ausarbeitung ersatzlos aus dem Internet entfernen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/de/news/nak-international/article/16810/ nak.org - Geschichtspapier wird aus dem Internet entfernt]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls im Jahr 2010, am 3. Oktober, kam es während des Gottesdienstes in Frankfurt-West anlässlich des 50. Todestages von J.G. Bischoff zu ersten Entschuldigungsworten durch den Stammapostel Wilhelm Leber, diese Ausführungen wurden jedoch später nicht weiter öffentlich bekannt gemacht. Die Nachrichtenagentur von „Unsere Familie Online“ berichtete: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|»Ich bin der Meinung, man muss Dinge auch ansprechen«, ging Wilhelm Leber ausdrücklich auf die Botschaft des 1960 verstorbenen Stammapostels Bischoff ein: dessen Ankündigung, der Herr Jesus werde noch zu seinen eigenen Lebzeiten wiederkommen. Anfangs habe das damalige Kirchenoberhaupt den Gemeindemitgliedern ausdrücklich freigestellt, den Glauben daran zu teilen, führte er Gottesdienst-Zitate an. Leider sei es später zu einer Zuspitzung gekommen, so Stammapostel Leber weiter: Die Glaubensbekundung sei zur Bedingung für Amtseinsetzungen und Versiegelungen gemacht worden. »Das ist nicht gut gewesen.« Dadurch habe die Botschaft einen viel zu hohen Stellenwert gewonnen. Er bedauere es, wenn Gläubige abgewiesen oder in ihrer Lebensgestaltung eingeschränkt worden seien. »Ich entschuldige mich dafür bei den Betreffenden.«&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bischoff-verlag.de/public_vfb/pages/de/family/archiv/news2010/101003bischoff.html bischoff-verlag.de - Stammapostel Leber spricht Bischoff-Botschaft an]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Apostel und Bischöfe der Apostolischen Gemeinschaften in Europa begrüßten die „erfreuliche Entwicklung im Umgang mit der Botschaft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.apostolisch.de/startseite/archive/73-entwicklungen apostolische.de vom 25.11.10 - Entwicklungen in der Neuapostolischen Kirche]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Externe Untersuchungen, zum Beispiel im Rahmen der Arbeiten im [[Netzwerk Apostolische Geschichte]] bzw. der o.g. umfassenden Arbeit von M. Koch, führten zu neuen Erkenntnissen rund um die Entstehung und Verbreitung des Dogmas. Demnach entwickelte sich die Botschaft und die angebliche Vision des J.G. Bischoff durch Einflüsse im Apostelkreis, sowie durch zugespielte Träume und Visionen einzelner Mitglieder. Es kann aufgrund der geschichtlichen Forschungsergebnisse sogar unterstellt werden, dass sie vom Umfeld des Stammapostels gezielt gefördert wurde, um unliebsamen Aposteln ein weiteres Mitgehen unmöglich zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Entstehung des Dogmas, der Herr käme zur Lebzeit Johann Gottfried Bischoffs - Eine Betrachtung der Jahre 1945-1952&#039;&#039; von Michael Koch in &#039;&#039;Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts.&#039;&#039;, Edition Punctum Saliens, Bielefeld 2009 ISBN:978-3-939291-06-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker und Teile der Kirchenbasis fordern nach wie vor einen Widerruf der Botschaft und eine öffentliche Bitte um Entschuldigung durch den Kirchenleiter der Neuapostolischen Kirche. Andere Teile der Kirchenbasis wollen das Kapitel endlich ruhen lassen oder haben sich selber eine Meinung dazu gebildet. So prägt die Botschaft und dessen Folgen noch 50 Jahre nach dem Tod des Stammapostels Bischoffs die Neuapostolische Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2013 äußerte sich Stammapostel Wilhelm Leber, kurz vor seinem Ruhestand, in einem Schreiben an die deutschsprachigen Gemeinden. Darin hält er fest, dass der Stammapostel Bischoff die Botschaft aller Voraussicht nach durch eine Vision erhalten und erstmals 1951 verkündigt habe. Leber reflektiert die Entstehung der Botschaft demnach nicht nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen und historischen Belegen, sondern verwendet die jahrzehntelang verwandte Meinung der NAK. Weiter spricht Leber in den Schreiben aber davon, dass die Botschaft keinen biblischen Grund hatte und ein Dogma nicht an einer Vision eines Stammapostels hätte fest gemacht werden dürfen. Stammapostel Leber bedauert, dass Mitglieder unter der Botschaft leiden mussten und die Kirche verlassen haben, erfasst aber nicht jene, die von der Kirchenleitung zu Tausenden ausgeschlossen wurden. Seine Bitte um Verzeihung ist auch in diesem Zusammenhang zu betrachten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/BotschaftBischoff/Stellungnahme_zur_Botschaft_von_Stammapostel_Bischoff.pdf nak.org - Stellungnahme zur Botschaft von Stammapostel Bischoff]&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Es ist mir ein Anliegen, jene um Verzeihung zu bitte, die unter der Botschaft des Stammapostels Bischoff gelitten haben oder sich sogar von der Kirche abwandten. Ich bedaure die Gewissensnöte und Zweifel, denen viele ausgesetzt waren.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ordinationen ==&lt;br /&gt;
*12. August   1906 [[Bezirksapostel]]&lt;br /&gt;
*10. Oktober  1920 [[Stammapostelhelfer]]&lt;br /&gt;
*12. Dezember 1924 [[Stammapostel]] (in diesem Amt aktiv ab 21. September 1930)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Apostolische Gemeinschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Vereinigung Apostolischer Christen]]&lt;br /&gt;
* [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Netzwerk Apostolische Geschichte: &#039;&#039;Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts.&#039;&#039; (mit Beitrag zur Botschaft des J.G. Bischoff von M. Koch) Bielefeld 2010, ISBN 978-3-939291-06-0&lt;br /&gt;
* Netzwerk Apostolische Geschichte: &#039;&#039;Frankfurt im Spiegel der Geschichte der apostolischen Gemeinschaften.&#039;&#039; (mit Beitrag zur Botschaft des J.G. Bischoff von M. Koch) Bielefeld 2013, ISBN 978-3-939291-07-7&lt;br /&gt;
* Volker Wissen: &#039;&#039;Der Konflikt Bischoff ./. Kuhlen: Beiträge zu Geschichte, Lehre und Leben der apostolischen Gemeinschaften&#039;&#039; Rediroma Verlag 2012, ISBN 978-3868704631&lt;br /&gt;
* Peter Kuhlen: &#039;&#039;Ereignisse in der Neuapostolischen Kirche die zur Gründung der Apostolischen Gemeinde geführt haben&#039;&#039; Eigenverlag, o.J. vermutlich um 1955, o. ISBN&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Manifest über die Zustände und Tendenzen in der Neuapostolischen Gemeinde&#039;&#039; ohne Autor, Eigenverlag / Schweiz, o.J., o. ISBN&lt;br /&gt;
* Herbert Schmidt: &#039;&#039;Die Wahrheit&#039;&#039;, Eigenverlag, o.J. vermutlich 1960-er Jahre, o. ISBN&lt;br /&gt;
* Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher – Grübler – Enthusiasten&#039;&#039;; 1982&lt;br /&gt;
* Karl E. Siegel: &#039;&#039;Die Botschaft des J. G. Bischoff: Eine kritische Auseinandersetzung mit einer der Endzeitbotschaften&#039;&#039; Lachesis 1994, ISBN 978-3-980407-60-1&lt;br /&gt;
* Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt, Ausgabe 1997, o. ISBN&lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Apostel und Propheten der Neuzeit&#039;&#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht 2000, 4. Auflage, ISBN 3-525-55439-7&lt;br /&gt;
* Rudolf J. Stiegelmeyer: &#039;&#039;Das tragische Erbe des J.G. Bischoff: Die Botschaft wird 60&#039;&#039;, Books on Demand 2011, ISBN 978-3844809992&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/BotschaftBischoff/Stellungnahme_zur_Botschaft_von_Stammapostel_Bischoff.pdf Stellungnahme zur Botschaft des Stammapostels Bischoff] des Stammapostels W. Leber auf nak.org&lt;br /&gt;
* [http://glaubenskultur.de/art-1748-Eine_weitere_Stellungnahme_zur_Botschaft_löst_leider_auch_keine_Probleme.html Kommentar zur Stellungnahme des Stammapostel Leber von Mathias Eberle] auf glaubenskultur.de&lt;br /&gt;
* [http://www.nak-badragaz.ch/botschaft_bischoff.php Der Stammapostel ist doch heimgegangen] Artikel über J.G. Bischoff auf einer neuapostolischen Gemeindewebsite&lt;br /&gt;
* [http://www.naktuell.de/0903/0903002.html Jesus wieder im Zentrum der Erwartung] Artikel über die Botschaft aus der heutigen Sicht auf naktuell.de&lt;br /&gt;
* [http://waechterstimme.orgfree.com/in-botsc.html Die Botschaft von Stammapostel Bischoff] Dokumentenarchiv, online abrufbar&lt;br /&gt;
* [http://nak-wissen.de/fehrbotschaft2.htm Botschaft des Stammapostel J.G. Bischoff] Stellungnahme des Stammapostels Richard Fehr aus 1998 auf nak-wissen.de&lt;br /&gt;
* [http://www.christ-im-dialog.de/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=484&amp;amp;Itemid=170 NAKI stellt kirchengeschichtliche Ausarbeitung vor] Bericht über den Informationsabend der NAK 2007 auf christ-im-dialog.de&lt;br /&gt;
* [http://www.me1542.de/downloads/ha7.pdf Zur Entstehung und den Auswirkungen der Botschaft von Stammapostel J.G. Bischoff] Vortrag zur Botschaftsthematik, gehalten von Mitgliedern der VAG und NAK in Bielefeld-Sennestadt&lt;br /&gt;
* [http://www.bischoff-verlag.de/public_vfb/pages/Downloads/Downloads_UF/Geleit-2010-12.pdf Erinnerungen an Stammapostel J. G. Bischoff] Leitartikel der Zeitschrift &amp;quot;Unsere Familie&amp;quot; vom 20. Juni 2010 anlässlich des 50. Todestages von J.G. Bischoff&lt;br /&gt;
* [http://kirchenreform.jimdo.com/auswahl-veroeffentlichter-aufsaetze/artikel-zur-nak/ Der Traum von einem der auszog, seine Botschaft zu verkündigen...] Aufsatz zur Botschaft des J.G. Bischoff von R. Stiegelmeyr&lt;br /&gt;
* [http://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostel_der_Neuapostolischen_Kirche Liste aller Apostel der Neuapostolischen Kirche mit zusätzlichen Daten] auf apwiki.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Bischoff, Johann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Überarbeitung notwendig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stammapostel (NAK)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= [[Hermann Niehaus]] |NACHFOLGER= [[Walter Schmidt]]|AMT=Stammapostel der Neuapostolischen Kirche|ZEIT= 1930-1960}}&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= [[Georg Gustav Adolf Ruff ]] |NACHFOLGER= [[Arthur Landgraf]] |AMT=Bezirksapostel für den Bezirk Frankfurt (Hessen) |ZEIT= 1906- 1933}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Karl_Hartmann&amp;diff=32349</id>
		<title>Karl Hartmann</title>
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		<updated>2026-06-04T09:05:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Karl Hartmann Autogrammkarte.jpg|thumb|Autogrammkarte Karl Hartmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;Karl Hartmann&#039;&#039;&#039; (* 17. Februar 1873 in Barmen-Wichlinghausen; † 29. August 1950 in der [[Schweiz]]) war [[Bezirksapostel]] der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biografie==&lt;br /&gt;
Bezirksapostel Hartmann wurde in eine evangelisch-reformiert gläubige Familie geboren. Nach Abbruch einer kaufmännischen Lehre ging er für eine erneute Ausbildung nach Iserlohn, wo sich zu dieser Zeit die einzige - noch kleine - neuapostolische Gemeinde im weitern Umkreis befand.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 146&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Dort schloss er sich dem &amp;quot;Christlichen Verein junger Männer&amp;quot; an. In diesem Verein wurde von einer [[Krankenheilung]] in der apostolischen Gemeinde berichtet. 1890 besuchte er erstmals die [[apostolische Gemeinde]]. Der Gottesdienst fand in der Wohnung des späteren Apostels [[Ernst Heinrich Bornemann]] statt. Am 9. November 1890 wurde er bei einem Besuch von Apostel Menkhoff in Iserlohn versiegelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Krankheitsgründen ging Hartmann 1892 wieder zurück nach Barmen und nahm eine Stellung in Elberfeld an. Ein Jahr später, 1893, zog er nach Düsseldorf. Dort war er eines der ersten Mitglieder der apostolischen Gemeinde, die bis zu seinem Weggang 1899 auf 200 Mitglieder angewachsen war. 1897 wurde er dort als Unterdiakon eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;  In Düsseldorf lernte er auch seine spätere Frau Berta Terjung kennen, die er am 22. November 1899 heiratete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zog nach Dortmund und empfing dort am 11. November 1899 das Priesteramt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aus beruflichen Gründen zog die Familie 1903 nach Hagen i.W.. 1908 wurde er zum Bezirksevangelisten ordiniert und zog im Herbst 1911 auf Wunsch seiner Firma nach Karlsruhe, wo er am 12. August 1913 zum Bezirksältesten berufen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsteher in Karlsruhe war der Gemeindeälteste Bansbach. Am 8. Oktober 1916 wurde Apostel [[Johann Gottfried Bischoff]] zum Heeresdienst eingezogen und Stammapostel Niehaus betraute daher am 22. Oktober 1916 Hartmann in Frankfurt mit dem Bischofsamt. Am 2. Juli 1922 wurde er als Hilfsapostel für den inzwischen als Stammapostelhelfer wirkenden J.G. Bischoff eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
Das Wachstum des Apostelbezirks Frankfurt veranlasste Stammapostel Niehaus im Juli 1924 dazu, Württemberg, Bayern, Baden und die Pfalz von diesem abzutrennen und zu eigenständigen Apostelbezirken zu machen. Am 28. Juli 1924 wurde Karl Hartmann in Bielefeld als Bezirksapostel für die neu gegründeten [[Apostelbezirk Karlsruhe|Bezirke Baden und Pfalz]] und [[Karl Gutbrod]] für Württemberg und Bayern eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 erkrankte Bezirksapostel Hartmann schwer und starb während eines Erholungsaufenthaltes in der Schweiz. Die Trauerfeier hielt [[Stammapostelhelfer]] [[Peter Kuhlen]] mit mehreren Tausend Geschwistern auf dem Friedhof in Karlsruhe.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 146&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im Vorfeld hatte es Versuche von [[Friedrich Bischoff]] und [[Gottfried Rockenfelder]] gegeben, das zu verhindern und stattdessen Apostel [[Georg Schall]] die Beerdigung halten zu lassen. Dieser war anwesend und übergab den Sarg am Grab.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 146&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ordinationen==&lt;br /&gt;
*1897  [[Unterdiakon]]&lt;br /&gt;
*11. November 1899 [[Priester]]&lt;br /&gt;
*1908  Bezirks[[evangelist]]&lt;br /&gt;
*12. August 1913  Bezirks[[ältester]]&lt;br /&gt;
*22. Oktober 1916  [[Bischof]]&lt;br /&gt;
*2. Juli 1922  [[Apostel]]&lt;br /&gt;
*28. Juli 1924  [[Bezirksapostel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= - |NACHFOLGER= [[Friedrich Hahn]]|AMT=Bezirksapostel für Baden und die Pfalz&lt;br /&gt;
(Gegr. 1924)|ZEIT= 1924-1950}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Hartmann, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
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		<title>Karl Hartmann</title>
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		<updated>2026-06-04T09:04:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Karl Hartmann Autogrammkarte.jpg|thumb|Autogrammkarte Karl Hartmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;Karl Hartmann&#039;&#039;&#039; (* 17. Februar 1873 in Barmen-Wichlinghausen; † 29. August 1950 in der [[Schweiz]]) war [[Bezirksapostel]] der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biografie==&lt;br /&gt;
Bezirksapostel Hartmann wurde in eine evangelisch-reformiert gläubige Familie geboren. Nach Abbruch einer kaufmännischen Lehre ging er für eine erneute Ausbildung nach Iserlohn, wo sich zu dieser Zeit die einzige - noch kleine - neuapostolische Gemeinde im weitern Umkreis befand.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 146&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Dort schloss er sich dem &amp;quot;Christlichen Verein junger Männer&amp;quot; an. In diesem Verein wurde von einer [[Krankenheilung]] in der apostolischen Gemeinde berichtet. 1890 besuchte er erstmals die [[apostolische Gemeinde]]. Der Gottesdienst fand in der Wohnung des späteren Apostels [[Ernst Heinrich Bornemann]] statt. Am 9. November 1890 wurde er bei einem Besuch von Apostel Menkhoff in Iserlohn versiegelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Krankheitsgründen ging Hartmann 1892 wieder zurück nach Barmen und nahm eine Stellung in Elberfeld an. Ein Jahr später, 1893, zog er nach Düsseldorf. Dort war er eines der ersten Mitglieder der apostolischen Gemeinde, die bis zu seinem Weggang 1899 auf 200 Mitglieder angewachsen war. 1897 wurde er dort als Unterdiakon eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;  In Düsseldorf lernte er auch seine spätere Frau Berta Terjung kennen, die er am 22. November 1899 heiratete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er zog nach Dortmund und empfing dort am 11. November 1899 das Priesteramt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Aus beruflichen Gründen zog die Familie 1903 nach Hagen i.W.. 1908 wurde er zum Bezirksevangelisten ordiniert und zog im Herbst 1911 auf Wunsch seiner Firma nach Karlsruhe, wo er am 12. August 1913 zum Bezirksältesten berufen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorsteher in Karlsruhe war der Gemeindeälteste Bansbach. Am 8. Oktober 1916 wurde Apostel [[Johann Gottfried Bischoff]] zum Heeresdienst eingezogen und Stammapostel Niehaus betraute daher am 22. Oktober 1916 Hartmann in Frankfurt mit dem Bischofsamt. Am 2. Juli 1922 wurde er als Hilfsapostel für den inzwischen als Stammapostelhelfer wirkenden J.G. Bischoff eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
Das Wachstum des Apostelbezirks Frankfurt veranlasste Stammapostel Niehaus im Juli 1924 dazu, Württemberg, Bayern, Baden und die Pfalz von diesem abzutrennen und zu eigenständigen Apostelbezirken zu machen. Am 28. Juli 1924 wurde Karl Hartmann in Bielefeld als Bezirksapostel für die neu gegründeten [[Apostelbezirk Karlsruhe|Bezirke Baden und Pfalz]] und [[Karl Gutbrod]] für Württemberg und Bayern eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1950 erkrankte Bezirksapostel Hartmann schwer und starb während eines Erholungsaufenthaltes in der Schweiz. Die Trauerfeier hielt [[Stammapostelhelfer]] [[Peter Kuhlen]] mit mehreren Tausend Geschwistern auf dem Friedhof in Karlsruhe.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 146&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im Vorfeld hatte es Versuche von [[Friedrich Bischoff]] und [[Gottfried Rockenfelder]] gegeben, das zu verhindern und stattdessen Apostel [[Georg Schall]] die Beerdigung halten zu lassen. Dieser war anwesend und übergab den Sarg am Grab.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 146&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ordinationen==&lt;br /&gt;
*1897  [[Unterdiakon]]&lt;br /&gt;
*11. November 1899 [[Priester]]&lt;br /&gt;
*1908  Bezirks[[evangelist]]&lt;br /&gt;
*12. August 1913  Bezirks[[ältester]]&lt;br /&gt;
*22. Oktober 1916  [[Bischof]]&lt;br /&gt;
*2. Juli 1922  [[Apostel]]&lt;br /&gt;
*28. Juli 1924  [[Bezirksapostel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= - |NACHFOLGER= [[Friedrich Hahn]]|AMT=Bezirksapostel für Baden&lt;br /&gt;
(Gegr. 1924)|ZEIT= 1924-1950}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Hartmann, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Johann_Gottfried_Bischoff&amp;diff=32347</id>
		<title>Johann Gottfried Bischoff</title>
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		<updated>2026-06-04T08:54:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: /* Anfänge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Johann_Gottfried_Bischoff.jpg|thumb|Johann Gottfried Bischoff (1871-1960)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039;&#039; (* 2. Januar [[1871]] in Unter-Mossau, Odenwald; † 6. Juli [[1960]] in Karlsruhe) war von 1930 bis 1960 [[Stammapostel]] der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] und bekleidete damit das höchste Amt dieser Religionsgemeinschaft. Während seiner Amtszeit dogmatisierte er die Naherwartung der Wiederkunft [[Jesus Christus|Jesu Christi]] und verkündigte ab 1951, dass die Wiederkunft Christi zu seiner Lebzeit erfolgen würde. Er stürzte damit die Gemeinschaft über Jahrzehnte in eine tiefe Krise und war demzufolge für etliche Abspaltungen und Kirchenausschlüsse mitverantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anfänge ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Gottfried Bischoff mit Frau Margarete.jpg|thumb|Johann Gottfried Bischoff mit Frau Margarete, 1907]]&lt;br /&gt;
Johann Gottfried Bischoff wurde als Sohn eines Maurers geboren und besuchte bis zum 14. Lebensjahr die Volksschule. Zusammen mit seinen elf Geschwistern verlebte er seine Kindheit in großer Armut. Seine Familie gehörte zu den wenigen katholischen Einwohnern von Unter-Mossau. Nach seiner Schulentlassung erlernte er das Schuhmacherhandwerk, arbeitete aber nebenher auch in der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Militärzeit in Mainz lernte er 1897 die [[Apostolische Gemeinde]] kennen und empfing am 20. Juni desselben Jahres die [[Versiegelung|Geistestaufe (Versiegelung)]] und damit die Mitgliedschaft in dieser Glaubensgemeinschaft. In seiner Familie stieß dieser Schritt auf Unverständnis. Nach seiner Entlassung aus dem Militärdienst verblieb er in Mainz und bestritt seinen Lebensunterhalt mit einem kleinen Tabakladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Januar 1898 wurde er zum Diakon ordiniert und bereits am 27. Februar 1898 zum Priester und ersten Vorsteher der Gemeinde Mainz. Im Auftrag seines Apostels [[Gustav Ruff]] bereiste Priester Bischoff schon in damaliger Zeit andere Gemeinden und hielt dort Gottesdienste. Am 9. September 1903 wurde er vom obersten Kirchenleiter, [[Stammapostel]] [[Friedrich Krebs]], zum Bischof ordiniert. Von Stammapostel [[Hermann Niehaus]], der seit 1905 dieses Amt innehatte, wurde er 1905 zum Apostelhelfer und am 12. August 1906 zum [[Apostel]] ausgesondert. In diesem Amt betreute er die Gemeinden in Mitteldeutschland und Württemberg, zeitweise auch in Baden, Elsass-Lothringen und der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1907 heiratete er in Dresden die Witwe Margarethe Engel, die aus erster Ehe eine Tochter mitbrachte. Die junge Familie verlegte ihren Wohnsitz nach Frankfurt am Main. Dem Ehepaar wurden die Söhne [[Friedrich Bischoff|Friedrich]] (1909), Ernst und Otto (1910) geboren (letzterer verstarb kurz nach der Geburt). Außerdem nahmen sie noch drei verwaiste Pflegetöchter bei sich auf, darunter die Mutter des ehemaligen Stammapostels [[Wilhelm Leber]]. Johann G. Bischoff wurde am 8. Oktober 1916 als Sergeant in den Heeresdienst eingezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der damalige Apostel [[Carl August Brückner]] beschrieb das Einrücken Bischoffs so: „... o wehe den Feinden Deutschlands, nun aber war die Bundeslade des Herrn ins deutsche Heerlager gekommen, nun aber war das Schicksal der Feinde besiegelt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Witlof: &#039;&#039;Durch Nacht zum Licht&#039;&#039; Dresden 1921, Seite 91&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 12. Mai 1917 wurde er aufgrund der Erreichung der Altersgrenze bereits wieder aus dem Heeresdienst entlassen. Ab 1918 wurde Bischoff zunehmend ein enger Vertrauter des Stammapostels Niehaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Oktober 1920 ordinierte ihn dieser in Anwesenheit aller Apostel zu seinem Helfer und Stellvertreter. Vier Jahre später, am 14. Dezember 1924, bestimmte Niehaus Bischoff zu seinem Nachfolger. Ursprünglich war dazu der sächsische Apostel Carl August Brückner vorgesehen gewesen. Dieser hatte jedoch seit 1917 die zunehmend von Träumen und Visionen geleitete Führung von Niehaus und den Machtanspruch des Stammapostelamtes in Frage gestellt und war am 17. April 1921 aus der Kirche ausgeschlossen worden. Er gründete mit dem sächsischen Apostel Max Ecke, vielen Amtsträgern und etwa 6.000 Mitgliedern den [[RAG|Reformiert-Apostolischen Gemeindebund]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. September 1930 trat Bischoff das Stammapostelamt in einem Festgottesdienst in Berlin-Südost an, nachdem Niehaus einen Tag zuvor von der Apostelversammlung in den Ruhestand versetzt worden war. Niehaus war gesundheitlich stark angeschlagen, da er sich von einem Sturz, welchen er sich am Tag nach seinem 25. Amtsjubiläums am 25. Januar 1930 in Quelle zugezogen hatte, nicht mehr erholt hatte. Der niederländische Apostel van Oosbree teilte in Berlin mit, dass die Apostelversammlung während ihrer Tagung in Holland bereits am 25. August 1930 die Übernahme des Amtes durch Bischoff beschlossen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Gottesdienstbericht vom 21. September 1930 in Berlin-Südost&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1934 heiratete er 1936 Pauline Elsässer und verzog mit ihr in ein neu erbautes Haus in der Bernusstraße in Frankfurt am Main. Nach dem Tod seiner zweiten Ehefrau im Jahr 1944 ging er 1945 mit Elisabeth Hofmann seine dritte Ehe ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Amtstätigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Weinkanne 1.jpg|thumb|right|Stammapostel Bischoff im Jahr 1935 am Altar bei einem Festgottesdienst in Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
Bischoff vertrat ursprünglich in der damaligen Neuapostolischen Gemeinde gemeinsam mit dem Apostel [[Carl August Brückner]] recht „freisinnige“ Ideen. 1918 schrieb er an seinen Mitapostel: „Es ist ein Wahn zu glauben, Jesus wohne nur im Fleisch des Apostels&amp;amp;nbsp;… Wie hart war man gegenüber Andersgläubigen! Wie hat man die oft verdammt?! Aber&amp;amp;nbsp;– man hat nicht bedacht, daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; in des Vaters Hause viele Wohnungen sind und daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; der liebe Gott viele Lehrkörper auf Erden hat&amp;amp;nbsp;… Es kommt leider nur zu oft vor, daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; den Gesandten [=den Aposteln] mehr Ehre gezollt wird als dem Sender, und dahin müssen wir kommen, daß&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; der Herr als Grund und Eckstein an den richtigen Platz kommt in seinem Werk“.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher – Grübler – Enthusiasten&#039;&#039;; 1982; S. 502&amp;lt;/ref&amp;gt; 1919/1920 kam es jedoch zu einem Bruch zwischen Bischoff und Brückner, da sich Bischoff von der reformatorischen Linie Brückners wieder entfernte und sich mehr zum Stammapostel Niehaus hielt, während Brückner von dessen Linie eher abrückte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war bei den Kirchenmitgliedern üblich, dass sie dem Stammapostel nicht nur restlos vertrauten, sondern ihn sogar als direkten Stellvertreter Jesu Christi auf Erden ansahen. Diese Tradition rührte noch aus den Zeiten von Stammapostel [[Friedrich Krebs]] und seiner später so genannten „Lehre vom Neuen Licht“, die unter anderem besagte, dass das Haupt Jesu Christi im Stammapostel, bzw. Jesus Christus im Apostelamt Fleisch geworden sei. In der &#039;&#039;Wächterstimme&#039;&#039; von 1949, deren Herausgeber J.G. Bischoff war, hieß es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Wer sich dieses im Besitz des Stammapostels befindlichen Schlüssels bedienen will, muß das Herz jenes Mannes besitzen, der das völlige Vertrauen des Sohnes Gottes sein eigen nennen darf. Ihm nicht restlos zu vertrauen und seinem Worte nur in Gedanken widerstehen zu wollen heißt, sich wider den Sohn Gottes zu versündigen. Wem der Vater so sein Vertrauen schenkt, wie dem gegenwärtigen Stammapostel, dem sollten wir armen schwachen Menschen doch erst recht restlos vertrauen. Aber gerade darin liegt oft die Tragik einer von Gott besonders gesegneten Schar, daß sie das edelste, was sie besitzt, nicht zu schätzen weiß.&amp;lt;ref&amp;gt;J.G. Bischoff [Hrsg.]: &#039;&#039;Wächterstimme&#039;&#039;, 48. Jg. Nr. 1, 1.10.1949, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 empfahl Stammapostel Bischoff seinen Bezirksaposteln, den „Gottesdienst für die Entschlafenen [Toten]“ (eine Sonderlehre der Neuapostolischen Kirche) jeweils am 2. Weihnachtsfeiertag abzuhalten, 1950 verlegte er diesen Gottesdienst für alle verbindlich auf den ersten Novembersonntag, zwei Jahre später ordnete er unter dem Eindruck seiner „Botschaft“ an, dass die Totengottesdienste dreimal pro Jahr stattfinden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Knobloch und Walter Drave: &#039;&#039;Das Entschlafenenwesen&#039;&#039;, Zürich 1986, Eigenverlag, o. ISBN&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Federführung Bischoffs fand 1946 der erste „Übertragungsgottesdienst“ der Neuapostolischen Kirche in Reutlingen statt, zu welchem die Nachbargemeinde per Postkabel über Ton angeschlossen war. Diese neuen technischen Möglichkeiten gipfelten während seiner Amtszeit unter anderem 1956 in einem Gottesdienst in Frankfurt am Main, zu dem 196.000 Mitglieder in 321 Gemeinden über Postkabel angeschlossen waren. In den späten 1940er Jahren führte Bischoff auch die bezirksübergreifenden Kindergottesdienste in der Neuapostolischen Kirche ein, die bis heute Tradition haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 und 1956 besuchte er die Gemeinden in Nordamerika, weitere längere Reisen unternahm er nicht. Aus Erzählungen ist bekannt, dass er die schnelle Fahrt mit Kraftfahrzeugen liebte und sich damit auch zu den meisten Gottesdiensten in Deutschland und den umliegenden Gebieten fahren ließ. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren zwischen 1941 und 1946 war seine Reisetätigkeit stark eingeschränkt, so dass er in der Regel in Frankfurt und Umgebung Gottesdienste hielt. Für die Betreuung der Gemeindemitglieder in Afrika, Australien und Asien setzte er 1933 [[Heinrich Franz Schlaphoff]] aus Südafrika als Stammapostelhelfer ein, welcher nach unterschiedlicher Darstellung entweder 1954 sein Amt selbst zurückgab oder von Stammapostel Bischoff des Amtes enthoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Holland kommt es nach dem Tode des von Niehaus als Stammapostelhelfer eingesetzten Apostels van Oosbree 1946 zum Eklat. Dieser hatte testamentarisch Lambertus Slok zu seinem Nachfolger bestimmt, was in Frankfurt auf Ablehnung stieß. Bischoff setzte stattdessen Jan Jochems zum niederländischen Apostel und ging somit in Opposition zu den Oosbree-Getreuen. Die Mehrheit der apostolischen Gläubigen trennten sich: Rund 25.000 folgten Slok, der die Apostolisch Genootschap gründete, Bischoff blieben gerade noch 6.000 Mitglieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Koch: „Divergierende Tendenzen in der NAK der Nachkriegsjahre“ 2011, abgerufen am 23. Dezember 2011 unter [http://glaubenskultur.de/premiumartikel-1589.html]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon mindestens seit 1948 steht der Bezirksälteste Jakob Bitsch aus Gronau bei Bensheim, dessen Vater mit Bischoff aus der gemeinsamen Soldatenzeit befreundet war, in einem Konflikt mit dem Stammapostel. Er kritisiert „die aufwendige Lebensführung der Familie Bischoff“ und das autoritären Stammapostel-System und spaltet sich schließlich 1949 mit etwa 21 Gemeinden von der Neuapostolischen Kirche ab. Die etwa 1000 Seelen schlossen sich unter dem Namen „Christen unserer Zeit“ zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Protokoll der Apostelversammlung vom 2.08.1948 in Quelle bei Bielefeld&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher Grübler Enthusiasten&#039;&#039; Stuttgart 1958, S. 642&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 kam es wohl zu einem Annäherungsversuch zwischen einigen 1921 ausgeschlossenen Mitgliedern, welche sich zum Reformiert Apostolischen Gemeindebund zählten, und der Neuapostolischen Kirche. Stammapostel J.G. Bischoff wies dies, schon unter dem Einfluss der nahenden Botschaft, zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;J. G. Bischoff: Schreiben an die Apostel vom 2. September 1949, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Bischoffs Amtszeit wurden 74 Apostel ordiniert, das waren mehr Aposteleinsetzungen als in der Geschichte der Neuapostolischen Kirche zuvor. Acht dieser eingesetzten Apostel wurden von ihm des Amtes enthoben und diese und weitere aus der Kirche ausgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostel_der_Neuapostolischen_Kirche apwiki.de - Apostel der Neuapostolischen Kirche]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlegertätigkeiten und „Friedrich-Bischoff-Verlag“ ==&lt;br /&gt;
Bereits seit 1918 gab Bischoff regelmäßig gedruckte Rundschreiben mit Predigtanleitungen an die Amtsträger seines Arbeitsbereiches heraus, die ab 1922 dann sogar deutschlandweit an alle Amtsträger verschickt wurden. Ab 1926 hießen die Rundschreiben „Amtsblätter“. Im November 1928 verlegte J.G. Bischoff im Auftrag des damaligen Stammapostels Niehaus die Produktion der Schriften des Neuapostolischen Verlages von Leipzig nach Frankfurt. Seinen 19jährigen Sohn Friedrich Bischoff bestellte er als Geschäftsführer der neu gegründeten &amp;quot;Neuapostolischen Hausdruckerei&amp;quot; mit einem Gehalt von 400 Reichsmark. Ab Januar 1929 erschienen alle Zeitschriften in Frankfurt. Unter seiner Federführung wurden zwischen 1928 und 1933 auch die Bücher &#039;&#039;Der Größte unter ihnen&#039;&#039;, &#039;&#039;Das Leben nach dem Tode&#039;&#039;, &#039;&#039;Die Vollendung&#039;&#039; und &#039;&#039;Das Zeugnis der Apostel&#039;&#039; herausgegeben. Zu den beiden letztgenannten Werken gab es seit der Jahrtausendwende Plagiatsvorwürfe. Zumindest für das Buch &#039;&#039;Die Vollendung&#039;&#039; räumte die Kirche 2007 vollumfänglich ein, dass es sich um ein Plagiat handele.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/GNK_07_D_Stellungnahme_zu_Plagiatsvorw__rfen.pdf nak.org - Stellungnahme zu den Plagiats-Vorwürfen im Internet]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1932 schloss der Stammapostel Johann Gottfried Bischoff mit seinem Sohn Friedrich Bischoff einen Liefervertrag, der es dem Sohn erlaubte, für vorerst sieben Jahre die ehemalige Hausdruckerei der Neuapostolischen Kirche zu übernehmen. Der Stammapostel selbst verzichtete auf sein Gehalt als Kirchenoberhaupt und lebte von seinen schriftstellerischen Tantiemen der kircheneigenen Publikationen. Der Vertrag für den nunmehr „Friedrich-Bischoff-Verlag“ sah vor, dass dieser sich jeweils um fünf weitere Jahre verlängerte, wenn er nicht gekündigt würde. Im Jahr [[1950]] verlängerte der Stammapostel ohne Zustimmung des Apostelkollegiums die Laufzeit bis 1975. Begründet wurde diese Verlängerung mit „hohem Investitionsbedarf“ und der Notwendigkeit einer „langfristigen Absicherung“. Das Apostelkollegium wurde nachträglich davon in Kenntnis gesetzt. Dies führte zu Unstimmigkeiten bei den Aposteln der Neuapostolischen Kirche. Ein Anwalt überprüfte den Sachverhalt und stellte fest, dass die Verlängerung zumindest rechtlich einwandfrei vollzogen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Juni 1933 wurde der „Deutsche Buchverlag“, für den der Bischoff-Verlag druckte, verboten und Friedrich Bischoff zu Verhören bei der Gestapo vorgeladen. Grund war dessen enge Zusammenarbeit und freundschaftliche Beziehung mit dem Geschäftsführer des Buchverlages, dem bekennenden jüdischen NS-Gegner Frank Arnau. In dieser Situation schienen auch die kircheneigenen Zeitschriften in Gefahr, so dass Friedrich Bischoff einen Antrag die Mitgliedschaft in der NSDAP stellte. Etwa gleichzeitig stellte er einen Antrag auf Mitgliedschaft in der SS, der aber später zurückgezogen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Rother: „Geschichte des Friedrich Bischoff Verlages“, vorgetragen am 2. Oktober 2011 in Frankfurt am Main anlässlich einer Vortragsveranstaltung des Netzwerk Apostolische Geschichte, basierend auf einer bis 2011 unveröffentlichten Magisterarbeit aus den 1980-er Jahren und unveröffentlichten Quellen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 17. Dezember 1933 wird im Friedrich-Bischoff-Verlag auch die Zeitschrift „Unsere Familie“ herausgegeben. Die Erstausgabe musste rechtzeitig vor dem von der NS-Regierung geplanten Verbot von Zeitschriftenneugründungen vorgenommen werden, da ab [[1934]] eine neue Zeitschrift nicht mehr zugelassen worden wäre. Diesen wertvollen Hinweis bekam die Familie Bischoff von Frank Arnau. Ab jener Zeit wurde zunehmend auch nationalsozialistische Propaganda in den kircheneigenen Erzeugnissen gedruckt. Ebenso musste ein Vertreter der Reichsschrifttumskammer im Verlag zwangsbeschäftigt werden. Die Zeitschriften und die Verlagsproduktion wurden während der Kriegsjahre ab 1941 schrittweise eingestellt und die Druckerei zwangsverpachtet. [[1949]] nahm der Verlag die Produktion wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 kam es zwischen dem Schweizer Apostel Ernst Güttinger und Friedrich Bischoff zu einem Streit, welcher auch durch die Einwirkung von Stammapostel Bischoff nicht geschlichtet werden konnte. Ernst Güttinger verkündete, dass die Bezirksvorsteherversammlung in der Schweiz beschlossen hatte, dass die NS-gefärbten Zeitschriften des Verlages nicht mehr abgenommen werden und die Schweizer Neuapostolische Kirche eigene Druckerzeugnisse herstellen würde. Obwohl der Verlag anscheinend das Recht hatte, auch von Propaganda bereinigte Versionen der Zeitschriften ins Ausland zu liefern, tat Friedrich Bischoff dies nicht. Der Streit schien neben den politischen Implikationen auch persönliche Gründe zu haben. Letztendlich verbot Friedrich Bischoff den Schweizern die Nutzung der deutschen Titel der Zeitschriften, so dass die Neuapostolische Kirche in der Schweiz bis in die 1960er Jahre eigene Zeitschriften herausbrachte. Entgegen Behauptungen in manchen älteren Ausarbeitungen waren nach aktueller Quellenlage eventuelle Ausfuhrbeschränkungen kein Grund für die Einstellung der Lieferungen in die Schweiz. Es gibt auch keine Hinweise darauf, warum es J.G. Bischoff als Stammapostel nicht gelang, diesen Streit zu schlichten, oder wie seine letztliche Haltung zu dieser Frage war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker werfen der Familie Bischoff vor, dass sie sich durch die Übernahme des Verlages durch die Familie bereichern wollte. Tatsächlich erlangte die Familie um J.G. Bischoff und seinen Sohn auch in Zeiten der Not augenscheinlich einen recht großen Reichtum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;(siehe auch: [[Neuapostolische Kirche im Dritten Reich]])&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon unter den Stammaposteln Krebs und Niehaus entwickelte sich ein Führerkult, ebenso waren jene der Ansicht, dass auch der Staat durch einen Führer geleitet werden muss. Deshalb war ein nationalistisches Denken durchaus üblich und wurde ebenso auch durch Predigt oder Beiträgen in Druckerzeugnissen unterstützt. Zur Zeit des ersten Weltkrieges trat dies besonders heraus, aber auch danach waren Bismarck-Zitate in der „Neuapostolischen Rundschau“ nicht unüblich. Über die Führerkultur schreibt Niehaus 1929 im Heft „Ist das Stammapostelamt eine göttliche Einrichtung“: &#039;&#039;„Jedes Land hat seinen Führer. Eine zielbewußte, geordnete Obrigkeit ist auch Gottes Wille und lag von jeher in seiner Vorsehung.“&#039;&#039; oder &#039;&#039;„Ohne einen von Gott erwählten Führer ist die Vollendung des Erlösungswerkes unmöglich.“&#039;&#039; Im „Neuapostolischen Sonntagsblatt“ vom 19. Juni 1908 schrieb Niehaus: &#039;&#039;„Treue zu Gott und Treue zum Kaiser!“&#039;&#039; Auch in einer anderen Weise wurde die Übertragung und Befürwortung des Führerkultes auf die Neuapostolische Kirche deutlich, denn man dichtete das volkstümliche Kaisergeburtstagslied &#039;&#039;„[[Vater, kröne du mit Segen]]“&#039;&#039; auf den Stammapostel und Apostel um und sang es an dessen Geburtstagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Ordnung wuchs auch Stammapostel Bischoff auf und lernte die Neuapostolische Kirche kennen. Er übernahm die Führerkultur und sah die Pflichten gegenüber dem Staat und der Obrigkeit nach wie vor als wichtiges Merkmal eines neuapostolischen Christen: &#039;&#039;„Von einem neuapostolischen Christen wird gefordert, daß er seine Pflichten gegenüber Staat und Obrigkeit gewissenhaft erfüllt und daß er sich als wertvolles Glied der menschlichen Gemeinschaft erweist.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Fragen und Antworten über den Neuapostolischen Glauben&#039;&#039;, Hrsg. Apostelkollegium 1930, Frage 254&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nimmt er 1930 in „&#039;&#039;Fragen und Antworten&#039;&#039;“, eine Art [[Katechismus]] der NAK, den zehnten Glaubensartikel wieder auf: &#039;&#039;„Ich glaube, dass&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; die Obrigkeit Gottes Dienerin ist uns zugute, und wer der Obrigkeit widerstrebt, der widerstrebt Gottes Ordnung, weil sie von Gott verordnet ist.“&#039;&#039; (Römer 13)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 lässt Bischoff die neuen Richtlinien für die Amtsträger der Neuapostolischen Kirche herausgegeben, darin heißt es auf Seite 15: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Auch sollten sich die Amtsbrüder besonders davor hüten, von Politik etwas zu erwähnen oder in die Politik einzugreifen und die Geschwister damit in irgendeiner Weise zu beeinflussen. Die NAK betreibt keine Politik.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser eindeutigen Aussage predigt Bischoff zum &#039;&#039;[[Tag von Potsdam]]&#039;&#039;, dem 21. März 1933, in einem Festgottesdienst über [[Jesus Sirach|Sirach 10,5]], dass jetzt der von Gott gesandte Führer gekommen sei. Den Text der Ansprache ließ er samt vielen Unterlagen in die Reichskanzlei schicken. In einem Rundschreiben an die Amtsträger vom 25. April 1933 heißt es, dass es bei Eintrittsgesuchen von Mitgliedern aufgelöster staatsfeindlicher und freidenkerischer Organisationen in Zweifelsfällen gut sein werde, „die Personalien solcher Personen der zuständigen Ortsgruppe der NSDAP zur Nachprüfung vorzulegen“ und ihre Aufnahme erst nach dem Vorliegen einer Unbedenklichkeitserklärung der NSDAP zu vollziehen. Am 1. August 1933 wurde in den „Frankfurter Nachrichten“ ein Bericht unter dem Titel „Unsere Zukunft liegt in Deutschland“ abgedruckt. Demzufolge sagte der &#039;&#039;Beauftragte der NSDAP&#039;&#039;, Fritz Bischoff, dass die NAK etwa 2.000 Gemeinden mit 100.000 Mitglieder in Deutschland hat und die meisten davon Nationalsozialisten sind und ihren Dienst der Regierung zur Verfügung stellen. Weiter werden Sammlungen für wohltätige Zwecke erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;„Frankfurter Nachrichten“ vom  1. August 1933&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1935]] strich man im Titel der Zeitschrift &#039;&#039;Wächterstimme aus Zion&#039;&#039; das hebräische Wort „Zion“. Im 1938er &#039;&#039;Lehrbuch&#039;&#039; der NAK wurde zu der Frage 172 festgestellt, dass „dem Aufnahmegesuch nicht entsprochen werden kann, wenn der Aufzunehmende sich im Widerspruch zur Staatsführung befindet, die der Neuapostolischen Kirche die Ausführung ihrer seelsorgerischen Tätigkeiten gestattet.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher – Grübler – Enthusiasten&#039;&#039;; 1982; S. 477&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gründe für diese Veränderungen waren ein Anfang 1933 plötzlich auftretendes Verbot aller religiösen Sondergemeinschaften und damit auch der Neuapostolischen Kirche. Johann Gottfried Bischoff versuchte gute Beziehungen zum nationalsozialistischen Regime aufzubauen, um einen Teil der Verbote aufzuheben. Nach Schilderung der NAK sei es unter größten Schwierigkeiten gelungen, einen Teil dieser Verbote rückgängig zu machen. Darauf würden auch die anderen gegen die NAK ergriffenen Maßnahmen hinweisen: Die Nazi-Regierung habe die NAK mit ungewöhnlich hohen Steuern belastet, die Betreuung der Jugend sei unterdrückt worden, der Kauf von Grundstücken und der Bau von Kapellen abgelehnt worden, die Opfer durften nicht mehr erhoben werden, das Erscheinen der kircheneigenen Zeitschriften sei verboten worden, Bibeln und Gesangbücher hätten nicht mehr gedruckt werden dürfen. Die zur Gemeinde gehörenden Mitglieder jüdischer Abstammung seien nicht abgestoßen, sondern in jeder nur möglichen Weise unterstützt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;naki.org: [http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/Infoabend_041207_Geschichte_Internetversion.pdf Geschichte der Neuapostolischen Kirche]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem 1. September 1940 durften laut Vorgabe durch den Reichsminister für kirchliche Angelegenheiten Wehrmachtsangehörige nicht mehr religiös betreut werden, damit entfiel auch die Versendung der ausgesonderten Hostien per Feldpostbriefe. Ab 1941 wurde sukzessive die Herausgabe aller kircheneigenen Zeitschriften verboten und eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen diesen Darstellungen verzeichnete die NAK im Dritten Reich jedoch in Deutschland ein recht großes Mitgliederwachstum, während andere Glaubensgemeinschaften gezwungen waren, in den Untergrund zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Gottfried Bischoff musste nach Kriegsende sein unversehrtes Haus zwangsräumen und verzog zurück in das kircheneigene Gebäude in der Sophienstraße. Unter Einwirkung eines amerikanischen Mitgliedes der NAK bei der Besatzungsmacht durfte Bischoff später wieder zurück in sein Haus ziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 65 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit – Bischoffs „Botschaft“ ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;weiteres siehe auch im Artikel : [[Botschaft|Botschaft des Stammapostels Bischoff]]&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung der „Botschaft“ ===&lt;br /&gt;
Bereits 1940 und dann besonders nach dem Krieg wurde im Apostelkollegium der Wunsch zur Ernennung eines Nachfolgers für den bereits über 65jährigen Stammapostel thematisiert. Die Apostel stimmten sich 1947 untereinander ab und bei der ersten regulären Apostelversammlung nach dem Krieg am 21. Mai 1948 in Frankfurt wurde mittels Stimmkarten Bezirkspostel [[Peter Kuhlen]] aus dem Rheinland und Westfalen im 2. Wahlgang einstimmig zum Nachfolger gewählt. Er wurde dann in einem festlichen Gottesdienst am 1. August 1948 in der Bielefelder Oetkerhalle ins Stammapostelamt eingesetzt und sollte bis zur Amtsübernahme als Stammapostelhelfer wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folgezeit kam es außerdem zu Satzungsänderungen, die eine eher kollektive Kirchenleitung durch das Apostelkollegium etablierten. Dem Stammapostel und insbesondere seinem Sohn, dem Verlagsinhaber der neuapostolischen Presse, missfiel dies und es kam offenbar zu Intrigen gegen den designierten Nachfolger Kuhlen. Auch wurden vom Stammapostel 1950 und 1951 besonders viele treue Apostel ordiniert, die die Mehrheitsverhältnisse im Apostelkollegium zu seinen Gunsten verschoben. Insbesondere in der neuapostolischen Presse wurde indirekt gegen die Legitimität des Nachfolgers Stellung bezogen, so schrieb das „Amtsblatt“ vom 15. September 1950:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Eine Reihe von Menschen kann durch Mehrheitsbeschluß eine Meinung äußern, ohne dabei eins zu sein. Die Apostel des Herrn aber wollen mit dem ihnen von Gott gegebenen Haupt eins sein, so wie der Sohn mit dem Vater eins war und ist. Für sie gibt es keinen Mehrheitsbeschluß, keine Wahl und kein Stimmverhältnis. Auf solchen Voraussetzungen getroffene Entscheide hätten vor der Kraft des Glaubens keinen Bestand und müßten von allen Gläubigen und Getreuen verworfen werden. ... Völlig eins werden können nur solche Menschen, in denen ein und derselbe Geist herrscht. Ist man also mit den Gedanken, den Ausführungen und Anordnungen des Stammapostels nicht ganz einverstanden und hat noch seine eigene Meinung, dann – ja dann herrscht eben ein anderer Geist in den Betreffenden. Der Stammapostel ist eben nicht sein Haupt. Wäre es denkbar, dass ein gesundes Glied eines gesunden Körpers etwas anderes wollte oder tun würde, als was das Haupt will? Kann in einer Rebe ein anderer Saft sein, als im Stamm? – Das alles ist undenkbar im alltäglichen Erleben sowohl wie im Werk Gottes.&amp;lt;ref&amp;gt;„Amtsblatt“ vom 15. September 1950&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf folgte eine Predigtoffensive im Oktober in Württemberg (siehe unten). Es kam dann im November 1950 zu einem Artikel im Kalender für 1951, in dem es hieß, „dass dem Stammapostel noch kein Nachfolger gezeigt worden sei“. Dies stand in offenem Widerspruch zur Ordination und zum Wirken des Stammapostel(helfer)s Kuhlen seit 1948, der sich aufgrund der vielen Vorfälle am 25. November 1950 zum Rücktritt entschied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit kam es in den Gemeinden im Saarland, das nach dem Krieg nicht von den deutschen Aposteln wegen deren NSDAP-Mitgliedschaft betreut werden durfte, zu Konflikten. Eine Zeitlang betreuten die Schweizer Apostel Ernst Güttinger und Rudolf Schneider die Saarländer, doch wurden diese besonders von den deutschnationalen Mitgliedern nicht akzeptiert. Es bildeten sich im Saarland zwei Gruppen. Als zur Apostelversammlung am 27. März 1951 die Altersgrenze für Apostel auf 70 Jahre gesetzt wurde, gingen die Apostel Güttinger und Schneider auf Veranlassung von Stammapostel Bischoff in den Ruhestand. Die Leitung übernahm kurzfristig Apostel Otto Güttinger aus der Schweiz und dann Apostel Georg Schall aus Württemberg ohne dass die Konflikte beigelegt werden konnten. Wenige Monate später wurde Apostel Chrétien Dauber aus Frankreich als neuer Bezirksapostel für das Saarland eingesetzt, welcher besonders intensiv auch die aufkommende „Botschaft“ des Stammapostels predigte. Dies verstärkte die Fronten und den Widerstand, so dass am 17. Dezember 1951 über 1.200 Mitglieder durch Beschluss des Apostelkollegiums aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen wurden und dann die „Apostolische Gemeinde des Saarlandes“ gründeten.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Schmidt: &#039;&#039;Die Wahrheit&#039;&#039;, Eigenverlag, o.J. vermutlich 1960-er Jahre&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Protokoll der Mitglieder-Versammlung des Apostelkollegiums der Neuapostolischen Kirche vom 17. Dezember 1951&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am ersten [[Weihnachten|Weihnachtstag]] 1951 verkündete Bischoff in Gießen, dass er der letzte Stammapostel sei. Jesus werde zu seinen Lebzeiten wiederkommen. Wörtlich hieß es:&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Kuhlen: &#039;&#039;Ereignisse in der NAK, die zur Gründung der Apostolischen Gemeinde geführt haben&#039;&#039;; S. 48; [ohne Ort, ohne Jahr]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat|Tag und Stunde, wann der Herr kommt, wissen wir nicht. Aber ich persönlich bin überzeugt, dass die Zubereitung des königlichen Priestertums in der Zeit erfolgt, in der ich noch vorhanden bin,&amp;amp;nbsp;… Das Zeichen hierfür besteht darin, daß der Herr zu meiner Zeit in Erscheinung tritt und Abschluss seines Werkes macht&amp;amp;nbsp;… Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. So steht es im Ratschluß unseres Gottes, so ist es festgelegt, und so wird es der Herr bestätigen!}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Tag galt fast 60 Jahre lang als erster Tag der Verkündigung der sogenannten &#039;&#039;Botschaft&#039;&#039; von J.G. Bischoff. Über viele Jahre hinweg gab es verschiedene Gerüchte über die Entstehung der Verheißung, die wegen ihrer Nichterfüllung aufgrund des Todes des Stammapostels 1960, bis heute offiziell ein Tabuthema in der Neuapostolischen Kirche darstellt. Alle kircheneigenen Quellen waren verschlossen, und erst im Jahr 2010 lieferte Michael Koch, Redakteur des Webmagazins &#039;&#039;glaubenskultur.de&#039;&#039; und Mitglied der Neuapostolischen Kirche, eine erste neuapostolische Ausarbeitung und stellte darin fest, dass die Botschaft nicht plötzlich entstanden, demzufolge keine Offenbarung war und auch nicht in Gießen das erste Mal verkündigt worden sei.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Entstehung des Dogmas, der Herr käme zur Lebzeit Johann Gottfried Bischoffs - Eine Betrachtung der Jahre 1945-1952&#039;&#039; von Miachel Koch in &#039;&#039;Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts&#039;&#039;, Edition Punctum Saliens, Bielefeld 2009 ISBN:978-3-939291-06-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;„Die Geburt eines Mythos“, Ausarbeitungsreihe veröffentlicht auf [http://glaubenskultur.de/premiumartikel.php?id=1562 glaubenskultur.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnliche Ansätze hatte es bereits in den 1950er Jahren von der abgespalteten [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] und auch schon von  [[Helmut Obst|Prof. Dr. Helmut Obst]] in seinem Standardwerk &#039;&#039;Apostel und Propheten der Neuzeit&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Obst: &#039;&#039;Apostel und Propheten der Neuzeit&#039;&#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht 2000, 4. Auflage, ISBN 3-525-55439-7&amp;lt;/ref&amp;gt;, welches bereits in den 1980-er Jahren erschien, oder beispielsweise auch R. Stiegelmeyr in seiner Botschafts-Ausarbeitung von 2007&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kirchenreform.jimdo.com/app/download/5536088209/4ef060c7/5fd1e9c8f6d7c47c6637b642c3d2d9195081c0f0/MIR-Botschaftsaufsatz.pdf?t=1324142891 Botschaftsaufsatz von Rudolf Stieglmeyr aus dem Jahr 2007 als PDF]&amp;lt;/ref&amp;gt; gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn der Amtstätigkeit Bischoffs als Stammapostel war er noch deutlich gegen eine zeitliche Festlegung der Wiederkunft Christi gewesen. So druckte die „Wächterstimme“ am 1. Mai 1932 einen Artikel: „Es gebührt euch nicht zu wissen Zeit oder Stunde ... Alle, die sich damit befaßt haben, mußten bis jetzt eine schmähliche Enttäuschung erleben. Für die Kinder Gottes ist es nicht Hauptsache, zu wissen, wann der Herr kommt ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Materialdienst der EZW, 19. Jahrgang, 1956, Nummer 3, Seite 30&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch ab dem Beginn der 1940-er Jahre vertrat er in seinen Predigten die Meinung, dass die Vollendungszeit angebrochen sei, dies war in den Jahrzehnten zuvor keine unmittelbare Lehrgrundlage in der Neuapostolischen Kirche. Er deutete 1945, unter dem Eindruck der Bombenangriffe zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland, die Zeit als jene der Ausgießung der siebenten Zornschale, von welcher in der Offenbarung Johannes zu lesen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 20. Mai 1945&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab dem Jahre 1947 begann Bischoff darüber zu predigen, dass er persönlich den Herrn täglich erwarten würde, dies aber sein persönlicher Glaube sei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich persönlich erwarte den Herrn täglich. Damit will ich nicht sagen, dass er heute, morgen oder in 4 Wochen oder in 1 Jahr oder wie es auch sei kommt; den Tag und Stunde weiss einfach niemand. ... Aber es kann mir doch niemand für übel nehmen, dass ich den Herrn täglich erwarte und mich entsprechend einstelle.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 25. Mai 1947 in Stuttgart-Süd&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Naherwartung der Wiederkunft Christi war jedoch seit der Gründung der Kirche ein fundamentaler Glaubensstandpunkt und in soweit nichts Besonderes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er predigte aber auch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich sage euch nicht zu viel, wenn ich erwähne, daß wir verschiedene Geschwister, selbst Amtsträger haben, die bereits die Verheißung des Herrn empfingen, daß sie nicht mehr sterben, sondern verwandelt werden. Das sind doch auch göttliche Zusagen!&amp;lt;ref&amp;gt;Gottesdienst am 22. Juni 1947 in Dinslaken. Zitiert nach „Brief der Apostel, Bischöfe und Bezirksältesten des Apostelbezirks Düsseldorf an den Stammapostel J.G. Bischoff“, Düsseldorf, den 6. Januar 1955&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1948 führte der Stammapostel auf eine Co-Predigt eines Amtsträgers aus, dass er persönlich an die Wiederkunft Jesu Christi zu seiner Lebenszeit glaube:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Nun freue ich mich ganz besonders, daß ihr das auch einmal aus dem Munde eines Bezirksältesten aus einem anderen Apostelbezirk gehört habt; denn wenn ich da und dort gesagt habe: ‚Jedes Gotteskind hat das Recht zu glauben, daß der Herr in der Zeit seiner Erdentage kommt,’ dann hat man mir das verschiedentlich übel genommen und gesagt: Ja, wie kann denn der Stammapostel, wo er doch so alt ist, so etwas sagen als ob der Herr zu seiner Zeit kommen würde! Ich habe noch nie behauptet: Der Herr muß zu meiner Zeit kommen! sondern gesagt: Ich glaube und hoffe, daß er zu meiner Zeit kommt. – Diesen Glauben und diese Hoffnung darf jedes Gotteskind für seine Person haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 27. Juni 1948 in Frankfurt-Südwest&amp;lt;/ref&amp;gt;}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren relativierte er mehrmals die Aussagen, dass der Herr zu seiner Lebenszeit kommen müsste. Es sei lediglich sein persönlicher Glaube, so Bischoff, doch stellte er jedem Gläubigen frei, dieses ebenfalls zu glauben: „Ich habe noch nie gelehrt, daß der Herr das tun müßte. Zu glauben, daß der Herr zu unserer Zeit kommt, das kann uns niemand verbieten und wird auch nicht verboten, denn die, die ein Ziel vor Augen haben, bereiten sich auch entsprechend vor.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Brot des Lebens - Zeitschrift zur Förderung des Glaubens der Neuapostolischen Gemeinden der Schweiz&#039;&#039; 9. Jahrgang, Nr. 20 vom 15.10.1948, Seite 154, Hrsg: Neuapostolische Gemeinden der Schweiz&amp;lt;/ref&amp;gt; In jener Zeit verstärkte die kircheneigene Zeitschrift „Das Amtsblatt - Monatsschrift für die Amtsträger der Neuapostolischen Kirche“ durch Artikel den Glauben an die unmittelbar bevorstehende Wiederkunft Christi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1950 predigte erstmals der von J.G. Bischoff frisch eingesetzte Apostel Gottfried Rockenfelder aus Wiesbaden, dass er die felsenfeste Überzeugung hätte, „dass Gott, unser Herr, uns den Stammapostel bis zum herrlichen Morgen der ersten Auferstehung erhält.“&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst gehalten vom Stammapostel Bischoff am 13. August 1950 in Bochum (Nachmittag)&amp;lt;/ref&amp;gt; M. Koch schrieb in der Ausarbeitung dazu: „Es ist das erste Mal, dass offen eine solche Überzeugung vertreten wird: Gott wird den Stammapostel so lange erhalten, bis Jesus kommt, um die Seinen zu entrücken.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Entstehung des Dogmas, der Herr käme zur Lebzeit Johann Gottfried Bischoffs - Eine Betrachtung der Jahre 1945-1952&#039;&#039; von Michael Koch in &#039;&#039;Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts.&#039;&#039; Seite 186, Edition Punctum Saliens, Bielefeld 2009 ISBN:978-3-939291-06-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 1. Oktober 1950 predigte Bischoff in zahlreichen Gottesdiensten in Süddeutschland massiv seine Überzeugung, dass der Herr zu seiner Zeit kommen würde und ein Großteil der Gläubigen nicht mehr sterben würde. Im kircheneigenen Kalender für 1951 wurde nun erstmalig auch kirchenweit die feste Ansicht Bischoffs publiziert. Die vielen Äußerungen blieben jedoch nicht ohne Wirkung, so relativierte der Stammapostel seine Überzeugung im Februar 1951 während eines Gottesdienstes in Stuttgart:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Meine lieben Brüder und Schwestern, ich möchte hier kurz erwähnen: Tag und Stunde weiss niemand. ... Weil wir aber das nicht wissen, darum habe ich mich, wenigstens für meine Person, an die Worte Jesu gehalten, in dem er sagte: ,Wachet, denn ihr wisset nicht, welcher Stunde euer Herr kommen wird’ (Matth. 24, 42). ... Ich erwarte den Herrn täglich! Das habe ich oft genug in den Gottesdiensten und auch in meinen Schriften bekanntgegeben, und das Recht hat jedes apostolische Gotteskind, das zu glauben. Ausserdem glaube ich, dass der Herr Jesus zu meiner Lebzeit kommt. Ich habe aber nicht gesagt, dass er in der Zeit kommen muss, sondern ich glaube, dass er in meiner Lebzeit kommt. Dies glaube ich nicht etwa auf Grund eines Traumes oder aus irgend einer anderen Ursache, sondern auch hierin ist mir nur sein Wort maßgebend.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Ämtergottesdienst am Sonntag nachmittag, den 18.2.1951, gehalten vom Stammapostel Bischoff in Stuttgart-Süd, wozu auch ein Teil der Frauen und Amtsbrüder eingeladen wurden.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Zitat ist auch in soweit bemerkenswert, da Bischoff sagte, dass er keinen Traum hatte oder ein sonstiges prägendes Ereignis. In den folgenden Wochen schwankte J.G. Bischoff in seinen Predigten zwischen massiver Predigt seiner Überzeugung, der Herr käme zu seiner Lebenszeit und der Relativierung jener. Im Herbst 1951, zehn Wochen vor dem eigentlichen so genannten „Botschafts-Gottesdienst“, predigte Bischoff:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich habe vor Monaten gesagt: Ich glaube, dass der Herr zu meiner Lebzeit kommt. Als ich das sagte, gingen die Wogen des Unglaubens hoch und wurde die Sprache laut: Wie kann er so etwas sagen, er ist doch auch ein sterblicher Mensch gleich wie die anderen! Das änderte aber meine Überzeugung nicht. Wenn es dem lieben Gott gefällt, dass er seinen Sohn zu meiner Zeit sendet, um die Seinen zu sich zu nehmen, wer will das hindern?&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst am Sonntag vormittag, 14. Okt. 1951, gehalten vom Stammapostel Bischoff in München&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stammapostel begründete nun immer mehr seine Auffassung mit den vielen Erlebnissen und Zuschriften von Kirchenmitgliedern, die entsprechende Eingebungen und Gesichte hatten. In dem nun folgendem Weihnachtsgottesdienst 1951 in Gießen wurde schon zu Beginn des Gottesdienstes der Stammapostel mittels eines vorgetragenen Gedichtes als derjenige bezeichnet, der die Braut heimführt. Diese Tendenz führte sich durch den Gottesdienst und endete in der Aussage: „Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr. So steht es im Ratschluß unseres Gottes, so ist es festgelegt, und so wird es der Herr bestätigen!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch wurde dieser Gottesdienst weder in der internen Verkündigung noch in der Berichterstattung in der Zeitschrift „Unsere Familie“ im März 1952 oder in der „Wächterstimme“ vom April 1952 als etwas Herausragendes betitelt, auch das Wort „Botschaft“ fiel nicht. In den folgenden Gottesdiensten vertrat J.G. Bischoff seine Auffassung ebenso nicht konsequent in jedem Gottesdienst weiter. In einem Ämtergottesdienst im Frühjahr 1952 in Frankfurt las Bischoff einige Briefe von Mitgliedern vor, die Erlebnisse und Träume schilderten, welche seine Überzeugung untermauerten.&amp;lt;ref&amp;gt;„Amtsblatt“, Sondernummer vom 8. Juni 1952&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gottesdienst bestand demnach nur aus einer kurzen Einleitung und dem Vorlesen der Briefe. Es ist weder aus diesem, noch vielen anderen Gottesdiensten eindeutig herauszulesen, wie J.G. Bischoff seine Überzeugung erlangt hatte. Einmal sprach er von einer Offenbarung&amp;lt;ref&amp;gt;Gottesdienst am 16. März 1952 in Ulm&amp;lt;/ref&amp;gt;, ein anderes Mal von mehreren Offenbarungen&amp;lt;ref&amp;gt;Gottesdienst am 17. März in Stuttgart-Süd&amp;lt;/ref&amp;gt; oder aber auch von einer persönlichen Erscheinung durch Jesus Christus&amp;lt;ref&amp;gt;„Wächterstimme“ vom 15. April 1955&amp;lt;/ref&amp;gt;. Angeblich soll Bischoff nicht einmal im Familienkreis erzählt haben, wie er die vermeintliche Offenbarung erhalten habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 100&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach aktueller Quellenlage sprach erstmals Apostel Friedrich Bischoff, allerdings noch nicht im Rückblick auf den 25. Dezember 1951, im April 1952 von einer Botschaft: „Wenn nun so jemand die Botschaft hört: Jetzt ist die Zeit gekommen, in der der Herr erscheint! und er würde dann sagen: Das kann ich nicht recht fassen, das kann ich nicht glauben; wie kommt der Stammapostel dazu, so etwas zu verkündigen?, ist da der Glaubensgehorsam vollständig? Nein, ...“&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über den Gottesdienst am Ostersonntag nachmittag, 13.4.1952, gehalten vom Stammapostel Bischoff in Tübingen a.N.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die „Botschaftszeit“ und ihre Folgen ===&lt;br /&gt;
Die Naherwartung der Wiederkunft Christi wurde nun sogar organisatorisch eingebettet, denn Bischoff selber verlegte im Juni 1952 den alljährlich am ersten Novembersonntag stattfindenden Entschlafenengottesdienst auf den 6. Juli 1952 vor, da er der Meinung war, dass der Herr noch vor November kommen würde. Seither begeht die Neuapostolische Kirche den Entschlafenengottesdienst dreimal jährlich.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Manifest über die Zustände und Tendenzen in der Neuapostolischen Gemeinde&#039;&#039;, Otto Güttinger, Zofingen 1954, Seite 41&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Gottesdienst am 13. Juli 1952 in Stuttgart-Süd sprach J.G. Bischoff selber von „seiner Botschaft“, die er an Weihnachten 1951 gepredigt habe. Dieser Gottesdienst gilt nach aktueller Quellenlage als Geburtsstunde der „Botschaft des J.G. Bischoff“. Erst ab jetzt stand der Weihnachtsgottesdienst 1951 im Mittelpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Bezirken wurde die Botschaft zunächst mit einer gewissen Toleranz weitergegeben bzw. gepredigt. In der Folgezeit wurde diese innerhalb der NAK allerdings immer bedeutsamer. Unter anderem sollten Aufnahmen in die NAK, die so genannten Versiegelungen, sowie Berufungen in die neuapostolischen Ämter ab September 1954 von der Annahme der Botschaft abhängig gemacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Neuapostolische Kirche: &#039;&#039;Die NAK von 1938 bis 1955, Entwicklungen und Probleme&#039;&#039;; Zürich 2007; S. 37&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Trennungen von Bischoff und der NAK ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Die_Apostolischen_in_Deutschland.jpg|thumb|Die Apostolischen in Deutschland - Eine Übersicht]]&lt;br /&gt;
Ab 1953 entstanden in der Neuapostolischen Kirche zwei Fronten, die Botschaftsbefürworter und stammaposteltreuen Mitglieder und Ämter sowie die Botschaftskritiker und Reformer. Die beiden Gruppen bildeten sich quer durch alle Gesellschafts- und Amtsschichten in der Kirche. Die heiße Zeit der Widerstände dauerte drei Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 1.000 Gemeindeglieder und höchste Amtsträger widersetzten sich in der Schweiz dem „Botschaftsdruck“ und wurden 1954 daraufhin ausgeschlossen, darunter auch der Apostel [[Otto Güttinger]], welcher mit seinem Vater, dem ehemaligen Apostel [[Ernst Güttinger]], die [[Vereinigung Apostolischer Christen]] gründete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1953 kam es in Südafrika zu Ablehnungen der Botschaft, sogar unter der Duldung des Stammapostelhelfers H.F. Schlaphoff, welcher für Afrika, Asien uns Australien zuständig war. In Südafrika wurden 1954 die Apostel [[Philipus Jacobus Erasmus]] und [[Daniel Carel Smuts Malan]] des Amtes enthoben und aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Der Stammapostelhelfer soll 1954, nach unterschiedlichen Angaben, nach einer Europareise entweder das Amt selber zurück gegeben haben oder durch ein Telegramm des Amtes enthoben worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Sonderposition nahmen ab 1954 die Niederlande ein. Dort existierte die &#039;&#039;Hersteld Apostolische Zendinggemeente in de Eenheid der Apostelen&#039;&#039;, sozusagen der deutsche Ableger der Neuapostolischen Kirche, unter der Leitung des Bezirksapostels [[Gerrit Kamphuis]]. Dieser verkündigte aber die Botschaft Bischoffs nach Auffassung einiger niederländischer Gemeindemitglieder nicht im ausreichendem Maße, so dass Apostel Walter Schmidt, mit Genehmigung des Stammapostels, von Deutschland aus die &#039;&#039;Nieuw-Apostolische Kerk in Nederland&#039;&#039; (Neuapostolische Kirche in Niederlande) am 1. April 1954 gründete. Es ist anzunehmen, dass dies auf Initiative des niederländischen Älteste Bijl und einigen Mitgliedern geschah. In der neu gegründeten Gemeinschaft befand sich nun die Bischoffstreue Fraktion, sie umfasste im Anfangsjahr 21 Gemeinden und etwa 1.070 Mitglieder. So gab es also gleichzeitig zwei unterschiedliche neuapostolische Kirchen in den Niederlanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Jahresstatistik der Nieuw-Apostolische Kerk in Nederland für das Jahr 1954&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Edwin Diersmann: &#039;&#039;An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.&#039;&#039;, Rediroma-Verlag 2007, ISBN 978-3-940450-20-3&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland kam es ab 1954 zu ersten offenen Auseinandersetzungen, welche sich größtenteils im Arbeitsgebiet des ehemals als Stammapostel ordinierten Apostel Peter Kuhlen abspielten. So ereigneten sich besonders im Januar 1955 skandalöse Szenen in Gottesdiensten rund um Düsseldorf, so zum Beispiel am 9. Januar 1955 in [[Neuapostolische Kirche - Kirche Kerpen-Horrem|Horrem]], als der Apostel [[Siegfried Dehmel]] mit großer Ablehnung empfangen wurde: „Zu gleicher Zeit erhoben sich alle anderen in der Gemeinde und schickten sich an, den Saal zu verlassen. Dabei kamen von einzelnen Drohungen gegen den Apostel zum Ausdruck, indem auch diese sich vor dem Altar in drohender Stellung besonders hervortraten. Schimpfnamen wie: Sie sind ein Lügner, Betrüger usw. mußte der Apostel über sich ergehen lassen ...“ Einige riefen: „Wir wollen mit euch nichts mehr zu tun haben, wir sind nur noch mit dem Stammapostel verbunden.“&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Ereignisse in der Neuapostolischen Kirche, die zur Gründung der Apostolischen Gemeinde geführt haben&#039;&#039; o.O., o.J.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der rheinische Bezirksapostel Peter Kuhlen, sowie seine zwei Mitapostel Dehmel und Dunkmann wurden am 23. Januar 1955 des Amtes enthoben und aus der Neuapostolischen Kirche ausgeschlossen. Mit ihnen gingen etwa 15.000 Mitglieder. Die Ausgeschlossenen gründeten zum Teil neue Gemeinschaften wie die [[Apostolische Gemeinschaft]] oder die Vereinigung Apostolischer Christen in der Schweiz, die sich 1956 in Düsseldorf mit anderen, früher ausgeschlossenen Gemeinschaften, zur [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]] zusammenschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Wissen: &#039;&#039;Zur Freiheit berufen - Ein Portrait der Vereinigung Apostolischer Gemeinden und ihrer Gliedkirchen&#039;&#039; Re Di Roma-Verlag 2008, ISBN 978-3-86870-030-5&amp;lt;/ref&amp;gt; In der NAK wurden sie fortan als „Zweifler, Rechthaber und Eigenbrötler“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in Württemberg, besonders im Raum Heilbronn und Stuttgart, kam es zwischen 1953 und 1955 zu Auseinandersetzungen, welche fast zu einer erneuten Kirchenspaltung geführt hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Koch: &#039;&#039;Botschaftszeit: Wie Württemberg knapp der Spaltung entging&#039;&#039; glaubenskultur 2007, abgerufen am 20. Dezember 2011: [http://www.glaubenskultur.de/premium.php?id=900]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits im Februar 1954 bekam der Bezirksapostelbereich einen zusätzlichen Bezirksapostel, [[Gotthilf Volz]], obwohl [[Georg Schall]] noch im Amt war&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über die Ämterversammlung am Sonntag nachm., 21. Februar 1954, gehalten vom Stammapostel Bischoff in der Kirche Stuttgart-Süd für die Amtsträger des Apostelbezirks Stuttgart&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bischoff bangte darum, ob Schall denn auch ausreichend zuverlässig die Botschaft verkündigen würde. Heilbronn galt damals als Zentrum des Konflikts, dort verweigerte der zuständige Bischof Wilhelm Pfäffle bei einer Bezirksämterversammlung dem Apostel [[Wilhelm Jaggi]] den Zutritt, da er und seine Amtsträger der Meinung waren, dass der Apostel die Botschaft unzureichend verkündigen würde. Die Versammelten verlangten stattdessen den Bezirksältesten Georg Thomas als Apostel&amp;lt;ref&amp;gt;Kuhlen, Peter: &#039;&#039;Nachdenkliches über die Botschaft des Stammapostels J.G. Bischoff ...&#039;&#039;, Düsseldorf 1955; S. 15f.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieser wurde sehr kurze Zeit später ordiniert und mit ihm fünf Bischöfe und zwei Bezirksälteste. In dem Einsetzungsgottesdienst ging Stammapostel Bischoff auf die Zwistigkeiten ein und bat darum, „die Kluft zu beseitigen“. Dennoch klang der Aufruhr in Württemberg nicht ab, auch nicht, nachdem Bischoff im Spätjahr 1955 den Bezirk abermals besucht und deutlich aufgerufen hatte, den „Bruderstreit“ zu beenden. Am 18. November 1955 kam es bei einer Bezirksämterversammlung in Stuttgart-Süd mit einer, in der Neuapostolischen Kirche einmaligen, Handlung zur Beruhigung der Sache. Apostel Walter Schmidt hielt mit Apostel [[Friedrich Bischoff]] die Versammlung, kam ohne Umschweife auf die Streitigkeiten zu sprechen und verlangte einen Neuanfang. Er forderte jede Amtsträgergruppe auf, sich zu erheben und ein Gelöbnis zu leisten: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Da möchte ich zunächst die lieben Bischöfe bitten, einmal aufzustehen. Wenn ihr nun vor Gottes Angesicht bestätigt, dass ihr euch willig in den Dienst des Stammapostels der Bezirksapostel stellt und sie erhöht, mit ihnen Hand in Hand, Schulter an Schulter geht, und wenn ihr nun gelobt, das, was dahinten, das wird schwinden es soll nicht wieder berührt werden, und wenn ihr gelobt, dass diese Sache nie wieder angerührt wird, dann bestätigt es mit einem Ja.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht über die Ämterversammlung für die Bezirksämter von Württemberg, gehalten von Apostel Walter Schmidt am Freitag abend, 18.11.1955, in Stuttgart-Süd unter Mitwirkung von Apostel F. Bischoff“&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Amtsträger gelobten, das Vergangene ruhen zu lassen, dem Stammapostel nachzufolgen und über die Sache in Zukunft zu schweigen. Dieser Gottesdienstbericht wurde wenige Wochen später allen Amtsträgern in Süddeutschland ausgehändigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bischoffstreue und Blütezeit der NAK ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei denen, die blieben, wuchs das Ansehen des Stammapostels Bischoff. In der Zeitschrift „Unsere Familie“ hieß es am 15. September 1959 in einem Bericht über den Auftritt des Stammapostels:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der Stammapostel ist mit seiner Begleitung in die Halle getreten. Wir können ihn noch nicht sehen, aber wir spüren, dass jetzt ein Ereignis von überirdischer Bedeutung seinen Anfang genommen hat. Eine einzige Bewegung liegt über der versammelten Schar, Himmelskräfte haben sich gelöst und fluten durch den Raum.}}&lt;br /&gt;
Am 1. Dezember desselben Jahres war dort zu lesen: &lt;br /&gt;
{{Zitat|Es gibt auf Erden keinen Menschen, durch den die Göttlichkeit uns so nahe kommt wie durch den Stammapostel …}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Kirchenausschlüsse war die Ära Bischoff eine der Blütezeiten der Neuapostolischen Kirche, das Magazin [[Der Spiegel]] berichtete über die Neuapostolischen: &#039;&#039;Bischoffs Botschaft gewann der Neuapostolischen Gemeinde sogar neue Mitglieder - zumeist Christen, die evangelischen Landeskirchen angehört hatten. Allein 13.000 Endzeit-Erwartende wohnten im April dieses Jahres (1960) dem vorösterlichen Gottesdienst in der Berliner Deutschlandhalle bei, in dem Bischoff bekanntgab: „Uns tröstet das Bewußtsein, daß der Sohn Gottes zu unserer Zeit kommt und uns zu sich nimmt.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43066714.html spiegel.de - Der Letzte]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitere Dogmatisierung der Botschaft führte zu überstürzten Handlungen mancher Kirchenmitglieder. So wurden Ausbildungs- oder Studienplätze nicht mehr angetreten, die Felder nicht bestellt oder Hab und Gut verschenkt, da die nahe Wiederkunft Christi bevor stand. Der feste Glaube an die baldige Wiederkunft veränderte das gesellschaftliche Leben vieler Mitglieder, denn es galt auf den Tag Jesu Christi vorbereitet zu sein. Zu viele irdische Bindungen und Freuden hätten, nach damaliger Glaubensauffassung, die Möglichkeit der Teilhabe am Glaubensziel unterbunden. Diese Angst vor der mangelnden Würdigkeit prägte auch die Erziehung der Kinder und Jugendlichen dieser Zeit. Es war nicht unüblich, dass Kinder und Jugendliche von ihresgleichen abgeschottet aufwuchsen, oder in Angst vor dem Alleinbleiben nach dem Heimholen der Eltern am Jüngsten Tag lebten. Diese Furcht wurde bei jenen auch mit Aussagen wie: „Der Herr sieht alles, hört alles und weiß alles!“ weiter geschürt. Insbesondere Aussteiger aus der Neuapostolischen Kirche berichteten in den 1990-er Jahren in verschiedenen Medien von solchen psychischen Drücken.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Hartmann: &#039;&#039;In der Welt, aber nicht von der Welt. Die Gotteskinder der Neuapostolischen Kirche.&#039;&#039; Books on Demand 2000, ISBN 978-3831104994&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gemeindemitglied, Geburtsjahr 1913, berichtete in der Zeitschrift „Spirit“:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das Wissen, dass der Herr kommt, das war fest verankert in unserer Seele. Als dann der Stammapostel Bischoff verkündete: ‚Der Herr hat mich wissen lassen, dass ich nicht sterben werde, sondern dass der Herr Jesus zu meiner Lebzeit kommt‘, war das für uns ein Gesetz. Wie ein feststehendes Gesetz: Der Herr kommt jetzt. ... Man hat sich an den Zeitraum geklammert. Der Stammapostel war damals schon über 80. Von da an hat man in jedem Jahr gedacht, in diesem Jahr kommt der Herr.&amp;lt;ref&amp;gt;„Spirit“ Ausgabe 04/2003, Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod Bischoffs und die Nichterfüllung der Verheißung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. April 1960 erlitt J.G. Bischoff eine plötzliche Herzerkrankung in seinem Haus in Frankfurt am Main. Ein am nächsten Tag herbeigerufener Arzt bescheinigte der Familie, dass Bischoff nie wieder reisen könne. Verordnete Medikamente nahm und Anweisungen des Arztes befolgte Bischoff nicht, da er nach wie vor der festen Überzeugung war, dass der Herr zu seiner Zeit kommen würde. So verschlechterte sich sein Zustand, bis er schließlich zustimmte, den neuapostolischen Arzt Dr. Walter Gorenflos in Karlsruhe aufzusuchen. Am 5. Juli 1960 bestätigte Bischoff am Krankenbett noch dem späteren Stammapostel Walter Schmidt das Bestehenbleiben der Verheißung. Am Mittwochabend, den 6. Juli 1960, starb Johann Gottfried Bischoff in den Armen seiner Pflegetochter Gretel Jacob auf den Weg zur Nachtruhe.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 117 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den 7. Juli wurde deshalb übereilt eine Mitgliederversammlung des „Apostelkollegiums der Neuapostolischen Gemeinden Deutschlands e.V.“ nach Frankfurt am Main einberufen, an der 17 deutsche und ein französischer Apostel teilnahmen. Sie bestimmten den nordrhein-westfälischen Bezirksapostel [[Walter Schmidt (Geistlicher)|Walter Schmidt]] zum neuen Stammapostel, obwohl die „Botschaft“ Bischoffs hier eindeutig keinen Nachfolger vorsah. Er wurde formal dann erst auf einer Apostelversammlung im Herbst gewählt, da die Wahl in Frankfurt laut Statuten nicht beschlussfähig gewesen war. In einem Schreiben an die neuapostolischen Gemeinden wird die nicht eingetroffene Prophetie und der Tod Bischoffs so erklärt: Gott habe aus „&#039;&#039;unerforschlichen Gründen seinen Willen geändert&#039;&#039;“ ... Gott will durch den Tod des Stammapostels „&#039;&#039;alle Gläubigen heilsam aufschrecken und ihnen noch eine Gnadenfrist für ihre Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu Christi gewähren&#039;&#039;“. In der einzigen Biographie zu J.G. Bischoff, welche im kircheneigenen Verlag erschien heißt es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Warum das, was nach menschlichem Verstand die logische Konsequenz nach dem Heimgang des Stammapostels Bischoff gewesen wäre, nicht geschah, ist eines der vielen Wunder unseres himmlischen Vaters, die er an seinen Kindern tat und immer noch tut. ... J. G. Bischoffs Glaube, der Herr werde zu seiner Lebenszeit wiederkommen, war keine Folge seines hohen Alters und auch kein frommes Wunschdenken, sondern fest begründet. Warum die Botschaft nicht in Erfüllung ging, wissen wir nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main, Ausgabe 1997, Seite 119 f&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Magazin „Der Spiegel“ beschrieb die Zeit nach dem Tod Bischoffs so: &#039;&#039;„Die Mehrzahl fühlte sich wie vor den Kopf geschlagen - und will nun überhaupt nichts mehr glauben ...“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43066714.html spiegel.de - Der Letzte]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Erfahrungsbericht eines Kirchenmitgliedes, Geburtsjahr 1913:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die ersten paar Tage, da hast du niemanden gesehen, den du getroffen hast, der nicht stehen geblieben ist und geweint hat. Was da für Tränen geflossen sind, das kann ich dir nicht schildern. ... Und vielleicht in vielen Geschwistern auch zweifelnde Fragen. ... Es hat einige Geschwister gegeben, die dann nicht mehr in die Gottesdienste kamen, aber es war ein kleiner Prozentsatz. ... Wir wussten vom ersten Tag an: Und wenn er doch heimgegangen ist, der Herr kommt trotzdem und holt uns heim. An dieser Tatsache konnte niemand etwas ändern. Da standen wir einfach ganz fest verwurzelt. ... Uns wurde dann gesagt, der Herr kann seinen Plan ändern. Er hat ihn geändert bei Hiskia usw. Und wenn man sich mit diesem Gedanken dann beschäftigt hat, konnte man verstehen, dass der Herr auch hier zur Prüfung seines Volkes diesen Heimgang geschehen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;„Spirit“ Ausgabe 04/2003, Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt am Main&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der für viele Mitglieder der Neuapostolischen Kirche überraschende Tod des Stammapostels führte zu einer Art geistigen und organisatorischen Stille. So waren in der darauffolgenden Zeit etliche Amtsträger unfähig, den Dienst anzutreten. Der nun neue Stammapostel verzichtete auch mehrere Jahre auf die Ordination von neuen Aposteln (außer Rudolf Dicke am 16.10.1960, der bereits von Bischoff vorgesehen war), da die nahe Wiederkunft Christi nach wie vor erwartet wurde. Weiter verbot er eine Diskussion mit Außenstehenden über die Botschaft, seine Devise war: „Wir schweigen und gehen unsern Weg.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher, Grübler, Enthusiasten&#039;&#039; Stuttgart 1981, Seite 512&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Neuapostolische Kirche versank in eine Starre und ließ äußere Einflüsse und gesellschaftliche Entwicklungen nicht in die Organisation eindringen. So lehnte Stammapostel Schmidt auch unter anderem 1963 die Einladung des [[Ökumenischer Rat der Kirchen|Ökumenischen Rates der Kirchen]] zu einem Gespräch ab. Dies führte in der Folge über Jahrzehnte zu einem Abbruch weiterer Gespräche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/GK-NAKund__kumene_07-12_.pdf nak.org - Neuapostolische Kirche und Ökumene]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es erfolgte, trotz der Nichterfüllung der Botschaft, bei den zu Tausenden ausgeschlossenen Mitgliedern und Amtsträgern keine Bitte um Entschuldigung, bzw. auch keine Annullierung der Kirchenausschlüsse. Stattdessen wurden diese zum großen Teil weiterhin wie Ausgestoßene und Ungläubige betrachtet. Eine Ausnahme bildete der leitende Amtsträger Bezirksapostel Hermann Engelauf aus Westfalen, der seit der Trennung 1955 bis zu seinem Tod 2011 einen engen Kontakt zu Apostel Peter Kuhlen und dessen Familie pflegte. Dieser ehemalige Nachfolger im Stammapostelamt und dann aus der NAK ausgeschlossene Apostel Kuhlen schrieb nach dem Tod Bischoffs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Aber so sehr bedauerlich es auch ist, dass die einst so blühende Neuapostolische Kirche einen solchen Zusammenbruch erfährt, so war doch nach der Entwicklung, welche die Neuapostolische Kirche in Lehre, Führung und Methoden in letzten Jahren genommen hatte, der jetzt eingetretene Zusammensturz eines Gebäudes, das in vieler Hinsicht morsch geworden war, vorauszusehen. Wir erkennen darin sogar die waltende Hand Gottes, die ihren Segen zurückziehen musste von solchen, die in seinem Namen so viel trauriges verursacht haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Kuhlen in „Der Herold“ vom 15. August 1960&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurt Hutten, damaliger Sektenbeauftragter der EZW, schrieb in einem Artikel des Materialdienstes der [[Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen|Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Nach allen Berichten währte die durch Bischoffs Tod ausgelöste seelische Krise nur ganz kurze Zeit. Nach ein paar Tagen hatten sich die Gläubigen wieder gefangen...... Das ist gelungen. Die Neuapostolische Gemeinschaft blieb eine festgefügte Einheit und widerstand allen Vorstößen von kirchlicher und anderer Seite .... Aus zahlreichen Berichten von Gemeindepfarrern ergibt sich immer wieder das gleiche Bild: Jede Erschütterung ist ausgeblieben. Die Neuapostolischen tragen wieder den Kopf hoch und fühlen sich so sicher und überliegen wie eh und je. Jeder Versuch, ein Gespräch über die durch Bischoffs Tod entstandenen Fragen mit ihnen anzuknüpfen, prallt ab oder wird mit den Argumenten beantwortet, die in dem Wort des Apostelkollegiums enthalten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Materialdienst der EZW vom 1. September 1960&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heutiger Umgang mit der Thematik ===&lt;br /&gt;
Bis nach der Jahrtausendwende galt die Botschaft und die Erläuterung zur Nichterfüllung jener als Dogma. In vielen geschichtlichen Ausarbeitungen oder Lehrbüchern für die kircheneigene Kinderunterweisung wurden die leidvollen Geschehnisse nur unzureichend oder gar nicht erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stammapostel [[Richard Fehr]] erklärte in einem Interview 1996, auch in Reaktion auf die zunehmenden Konfrontationen durch Aussteiger, dass die Frage, warum sich die &#039;&#039;Botschaft&#039;&#039; nicht erfüllt habe, derzeit nicht beantwortet werden könne.&amp;lt;ref&amp;gt;„Unsere Familie“ 56. Jahrgang, 1996, Nummer 2, Seite 19&amp;lt;/ref&amp;gt; Er lud im Jahr 2000 und 2001 mehrere apostolische Glaubensgemeinschaften, welche ihren Ursprung in der Neuapostolischen Kirche hatten, zu einem „Konzil“ genannten Treffen nach Zürich ein. Dieses Treffen war der Beginn einer ersten Annäherung zwischen den Ausgeschlossenen und der NAK.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jetzige Stammapostel [[Wilhelm Leber]] (verheiratet mit einer Enkelin Bischoffs und selber Sohn einer Nichte Bischoffs) äußerte sich in einem Interview mit der Zeitschrift [[idea Spektrum]] im Jahr 2006 ebenfalls zur &#039;&#039;Botschaft&#039;&#039; und sagte: „Das Thema ist kein [[Dogma]] mehr, jeder kann sich sein eigenes Urteil darüber bilden.“&amp;lt;ref&amp;gt;ideaSpektrum Nr. 25/2006, S. 15–17&amp;lt;/ref&amp;gt; Er persönlich sei der Meinung, dass Bischoff zwar eine Botschaft von Gott erhalten habe, diese aber eventuell fehlinterpretiert habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Interview aus der Zeitschrift &#039;&#039;Unsere Familie&#039;&#039;, Ausgabe vom 5. Januar 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Aufarbeitung der Botschaftskrise und deren Folgen wurde von der Neuapostolischen Kirche bis 2007 nie umfassend unternommen. Eine im Dezember 2007 von der NAK vorgelegte Geschichtsaufarbeitung wurde von internen und externen Kritikern als einseitig und unwissenschaftlich bezeichnet. Die Annäherungen und Gespräche zwischen der NAK und der Vereinigung Apostolischer Gemeinden (VAG) wurden aufgrund der Ausarbeitung von Seiten der VAG unterbrochen&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.apostolisch.ch/pages/Information/ErklaerungZurGeschichte.pdf ERKLÄRUNG der Apostel und Bischöfe der Vereinigung der Apostolischen Gemeinden in Europa zur Aufarbeitung gemeinsamer Geschichte mit der Neuapostolischen Kirche vom 01. Februar 2008] als pdf zum Download auf apostolisch.ch&amp;lt;/ref&amp;gt;. Erst vier Monate später äußerte sich die Neuapostolische Kirche offiziell zu den Vorwürfen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|In einem Brief, den das Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche, Stammapostel Wilhelm Leber, in der heutigen Ausgabe der Kirchenzeitschrift „Unsere Familie“ (Ausgabe 6/2008) veröffentlichen lässt, entschuldigt er sich für „Verletzungen“, die dieser Abend hervorgerufen hat. Es sei nicht seine Absicht gewesen, jemanden zu verletzen, so der Stammapostel. „Nachträglich betrachtet müssen wir feststellen, dass wir im Vorfeld dieses Abends solche Reaktionen nicht erwartet haben.“ Der Vortrag sei als eine sachliche Auseinandersetzung mit der Vergangenheit gedacht gewesen, Emotionen und Gefühle sollten weitgehend unberührt bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/de/news/nak-international/article/15521/ nak.org - Es ist mir ernst mit dem Willen zur Versöhnung]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Gottesdienstes zum [[EJT 2009|Europa-Jugendtag der Neuapostolischen Kirche]] (EJT) 2009 kam es vor dem Abendmahl zu einer [[Versöhnungsgeste]] des Stammapostels Wilhelm Leber gegenüber anwesenden Mitgliedern der Vereinigung Apostolischer Gemeinden. Dazu sagte der Kirchenpräsident vor ca. 42.000 Gottesdienstteilnehmern und dem Fernsehpublikum unter anderem:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Das will ich gerne hier in der Öffentlichkeit zugestehen, ohne nun ins Detail zu gehen: Ja, es sind auch von unserer Seite, von der Seite der Neuapostolischen Kirche, Fehler gemacht worden. Wir strecken uns aus nach der Versöhnung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/de/news/nak-international/article/16241/ nak-org - Wir strecken uns nach der Versöhnung]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aussage ist einer der ersten öffentlichen Versöhnungsversuche der internationalen Kirchenleitung mit den ausgeschlossenen Gemeinschaften seit der Trennung. Eine durch den Stammapostel geleitete Zeitzeugenbefragung zu den Vorgängen zur Botschaftszeit im Jahre 2009 wurde im Internet und in der Zeitschrift „Unsere Familie“ veröffentlicht. Kritiker bemängelten, dass die Befragung nicht unabhängig geleitet wurde und sich ggf. Kirchenmitglieder in Anwesenheit des Stammapostels nicht offen geäußert hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/de/news/news-display/article/16368/ nak.org - Aussöhnung sollte fortgesetzt und unterstützt werden]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/ZurGeschichtederNeuapostolischenKirche1938-1955_GespraechmitZeitzeugen.pdf nak.org - Niederschrift „Zur Geschichte der Neuapostolischen Kirche 1938-1955 – Gespräch mit Zeitzeugen“]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Druck auf die Kirchenleitung ließ in der Folgezeit nicht nach, es wurden aus internen und externen Kreisen Stimmen laut, die eine eindeutige Entschuldigung und den Widerruf der Geschichtsarbeit forderten. Die ausführliche Arbeit wurde auf öffentlichen Druck des NAK-Kritikers [[Albrecht Schröter]] im Jahr 2010 zumindest von den Internetseiten der Neuapostolischen Kirche entfernt. Stammapostel Wilhelm Leber sagte dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich will zum 50. Todestag von Stammapostel Bischoff ein weiteres Zeichen der Versöhnung setzen. Zwar ist die von der AG Geschichte ausgearbeitete Gesamtschau über die Jahre 1938-1955 nach wie vor ein wichtiger Bestandteil unserer eigenen Geschichtsaufarbeitung, sie soll jedoch kein Zankapfel bleiben. Wir haben es gut gemeint und auf dem Boden von Archivmaterial eine Bewertung vorgenommen. Dennoch will ich nicht einen bleibenden Graben zu den anderen apostolischen Gemeinschaften aufrecht erhalten, sondern viel lieber eine Verständigung unter allen Beteiligten über diese schwierigen Jahre erreichen. Das geht offenbar nur, wenn wir die Ausarbeitung ersatzlos aus dem Internet entfernen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/de/news/nak-international/article/16810/ nak.org - Geschichtspapier wird aus dem Internet entfernt]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls im Jahr 2010, am 3. Oktober, kam es während des Gottesdienstes in Frankfurt-West anlässlich des 50. Todestages von J.G. Bischoff zu ersten Entschuldigungsworten durch den Stammapostel Wilhelm Leber, diese Ausführungen wurden jedoch später nicht weiter öffentlich bekannt gemacht. Die Nachrichtenagentur von „Unsere Familie Online“ berichtete: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|»Ich bin der Meinung, man muss Dinge auch ansprechen«, ging Wilhelm Leber ausdrücklich auf die Botschaft des 1960 verstorbenen Stammapostels Bischoff ein: dessen Ankündigung, der Herr Jesus werde noch zu seinen eigenen Lebzeiten wiederkommen. Anfangs habe das damalige Kirchenoberhaupt den Gemeindemitgliedern ausdrücklich freigestellt, den Glauben daran zu teilen, führte er Gottesdienst-Zitate an. Leider sei es später zu einer Zuspitzung gekommen, so Stammapostel Leber weiter: Die Glaubensbekundung sei zur Bedingung für Amtseinsetzungen und Versiegelungen gemacht worden. »Das ist nicht gut gewesen.« Dadurch habe die Botschaft einen viel zu hohen Stellenwert gewonnen. Er bedauere es, wenn Gläubige abgewiesen oder in ihrer Lebensgestaltung eingeschränkt worden seien. »Ich entschuldige mich dafür bei den Betreffenden.«&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bischoff-verlag.de/public_vfb/pages/de/family/archiv/news2010/101003bischoff.html bischoff-verlag.de - Stammapostel Leber spricht Bischoff-Botschaft an]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Apostel und Bischöfe der Apostolischen Gemeinschaften in Europa begrüßten die „erfreuliche Entwicklung im Umgang mit der Botschaft“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.apostolisch.de/startseite/archive/73-entwicklungen apostolische.de vom 25.11.10 - Entwicklungen in der Neuapostolischen Kirche]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Externe Untersuchungen, zum Beispiel im Rahmen der Arbeiten im [[Netzwerk Apostolische Geschichte]] bzw. der o.g. umfassenden Arbeit von M. Koch, führten zu neuen Erkenntnissen rund um die Entstehung und Verbreitung des Dogmas. Demnach entwickelte sich die Botschaft und die angebliche Vision des J.G. Bischoff durch Einflüsse im Apostelkreis, sowie durch zugespielte Träume und Visionen einzelner Mitglieder. Es kann aufgrund der geschichtlichen Forschungsergebnisse sogar unterstellt werden, dass sie vom Umfeld des Stammapostels gezielt gefördert wurde, um unliebsamen Aposteln ein weiteres Mitgehen unmöglich zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Die Entstehung des Dogmas, der Herr käme zur Lebzeit Johann Gottfried Bischoffs - Eine Betrachtung der Jahre 1945-1952&#039;&#039; von Michael Koch in &#039;&#039;Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts.&#039;&#039;, Edition Punctum Saliens, Bielefeld 2009 ISBN:978-3-939291-06-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker und Teile der Kirchenbasis fordern nach wie vor einen Widerruf der Botschaft und eine öffentliche Bitte um Entschuldigung durch den Kirchenleiter der Neuapostolischen Kirche. Andere Teile der Kirchenbasis wollen das Kapitel endlich ruhen lassen oder haben sich selber eine Meinung dazu gebildet. So prägt die Botschaft und dessen Folgen noch 50 Jahre nach dem Tod des Stammapostels Bischoffs die Neuapostolische Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2013 äußerte sich Stammapostel Wilhelm Leber, kurz vor seinem Ruhestand, in einem Schreiben an die deutschsprachigen Gemeinden. Darin hält er fest, dass der Stammapostel Bischoff die Botschaft aller Voraussicht nach durch eine Vision erhalten und erstmals 1951 verkündigt habe. Leber reflektiert die Entstehung der Botschaft demnach nicht nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen und historischen Belegen, sondern verwendet die jahrzehntelang verwandte Meinung der NAK. Weiter spricht Leber in den Schreiben aber davon, dass die Botschaft keinen biblischen Grund hatte und ein Dogma nicht an einer Vision eines Stammapostels hätte fest gemacht werden dürfen. Stammapostel Leber bedauert, dass Mitglieder unter der Botschaft leiden mussten und die Kirche verlassen haben, erfasst aber nicht jene, die von der Kirchenleitung zu Tausenden ausgeschlossen wurden. Seine Bitte um Verzeihung ist auch in diesem Zusammenhang zu betrachten&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/BotschaftBischoff/Stellungnahme_zur_Botschaft_von_Stammapostel_Bischoff.pdf nak.org - Stellungnahme zur Botschaft von Stammapostel Bischoff]&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Es ist mir ein Anliegen, jene um Verzeihung zu bitte, die unter der Botschaft des Stammapostels Bischoff gelitten haben oder sich sogar von der Kirche abwandten. Ich bedaure die Gewissensnöte und Zweifel, denen viele ausgesetzt waren.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ordinationen ==&lt;br /&gt;
*12. August   1906 [[Bezirksapostel]]&lt;br /&gt;
*10. Oktober  1920 [[Stammapostelhelfer]]&lt;br /&gt;
*12. Dezember 1924 [[Stammapostel]] (in diesem Amt aktiv ab 21. September 1930)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Apostolische Gemeinschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Vereinigung Apostolischer Christen]]&lt;br /&gt;
* [[Vereinigung Apostolischer Gemeinden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Netzwerk Apostolische Geschichte: &#039;&#039;Kirche auf dem Weg - die apostolischen Gemeinschaften im Verlauf des 20. Jahrhunderts.&#039;&#039; (mit Beitrag zur Botschaft des J.G. Bischoff von M. Koch) Bielefeld 2010, ISBN 978-3-939291-06-0&lt;br /&gt;
* Netzwerk Apostolische Geschichte: &#039;&#039;Frankfurt im Spiegel der Geschichte der apostolischen Gemeinschaften.&#039;&#039; (mit Beitrag zur Botschaft des J.G. Bischoff von M. Koch) Bielefeld 2013, ISBN 978-3-939291-07-7&lt;br /&gt;
* Volker Wissen: &#039;&#039;Der Konflikt Bischoff ./. Kuhlen: Beiträge zu Geschichte, Lehre und Leben der apostolischen Gemeinschaften&#039;&#039; Rediroma Verlag 2012, ISBN 978-3868704631&lt;br /&gt;
* Peter Kuhlen: &#039;&#039;Ereignisse in der Neuapostolischen Kirche die zur Gründung der Apostolischen Gemeinde geführt haben&#039;&#039; Eigenverlag, o.J. vermutlich um 1955, o. ISBN&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Manifest über die Zustände und Tendenzen in der Neuapostolischen Gemeinde&#039;&#039; ohne Autor, Eigenverlag / Schweiz, o.J., o. ISBN&lt;br /&gt;
* Herbert Schmidt: &#039;&#039;Die Wahrheit&#039;&#039;, Eigenverlag, o.J. vermutlich 1960-er Jahre, o. ISBN&lt;br /&gt;
* Kurt Hutten: &#039;&#039;Seher – Grübler – Enthusiasten&#039;&#039;; 1982&lt;br /&gt;
* Karl E. Siegel: &#039;&#039;Die Botschaft des J. G. Bischoff: Eine kritische Auseinandersetzung mit einer der Endzeitbotschaften&#039;&#039; Lachesis 1994, ISBN 978-3-980407-60-1&lt;br /&gt;
* Susanne Scheibler: &#039;&#039;Johann Gottfried Bischoff&#039;&#039; Friedrich Bischoff Verlag Frankfurt, Ausgabe 1997, o. ISBN&lt;br /&gt;
* Helmut Obst: &#039;&#039;Apostel und Propheten der Neuzeit&#039;&#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht 2000, 4. Auflage, ISBN 3-525-55439-7&lt;br /&gt;
* Rudolf J. Stiegelmeyer: &#039;&#039;Das tragische Erbe des J.G. Bischoff: Die Botschaft wird 60&#039;&#039;, Books on Demand 2011, ISBN 978-3844809992&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.nak.org/fileadmin/download/pdf/BotschaftBischoff/Stellungnahme_zur_Botschaft_von_Stammapostel_Bischoff.pdf Stellungnahme zur Botschaft des Stammapostels Bischoff] des Stammapostels W. Leber auf nak.org&lt;br /&gt;
* [http://glaubenskultur.de/art-1748-Eine_weitere_Stellungnahme_zur_Botschaft_löst_leider_auch_keine_Probleme.html Kommentar zur Stellungnahme des Stammapostel Leber von Mathias Eberle] auf glaubenskultur.de&lt;br /&gt;
* [http://www.nak-badragaz.ch/botschaft_bischoff.php Der Stammapostel ist doch heimgegangen] Artikel über J.G. Bischoff auf einer neuapostolischen Gemeindewebsite&lt;br /&gt;
* [http://www.naktuell.de/0903/0903002.html Jesus wieder im Zentrum der Erwartung] Artikel über die Botschaft aus der heutigen Sicht auf naktuell.de&lt;br /&gt;
* [http://waechterstimme.orgfree.com/in-botsc.html Die Botschaft von Stammapostel Bischoff] Dokumentenarchiv, online abrufbar&lt;br /&gt;
* [http://nak-wissen.de/fehrbotschaft2.htm Botschaft des Stammapostel J.G. Bischoff] Stellungnahme des Stammapostels Richard Fehr aus 1998 auf nak-wissen.de&lt;br /&gt;
* [http://www.christ-im-dialog.de/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=484&amp;amp;Itemid=170 NAKI stellt kirchengeschichtliche Ausarbeitung vor] Bericht über den Informationsabend der NAK 2007 auf christ-im-dialog.de&lt;br /&gt;
* [http://www.me1542.de/downloads/ha7.pdf Zur Entstehung und den Auswirkungen der Botschaft von Stammapostel J.G. Bischoff] Vortrag zur Botschaftsthematik, gehalten von Mitgliedern der VAG und NAK in Bielefeld-Sennestadt&lt;br /&gt;
* [http://www.bischoff-verlag.de/public_vfb/pages/Downloads/Downloads_UF/Geleit-2010-12.pdf Erinnerungen an Stammapostel J. G. Bischoff] Leitartikel der Zeitschrift &amp;quot;Unsere Familie&amp;quot; vom 20. Juni 2010 anlässlich des 50. Todestages von J.G. Bischoff&lt;br /&gt;
* [http://kirchenreform.jimdo.com/auswahl-veroeffentlichter-aufsaetze/artikel-zur-nak/ Der Traum von einem der auszog, seine Botschaft zu verkündigen...] Aufsatz zur Botschaft des J.G. Bischoff von R. Stiegelmeyr&lt;br /&gt;
* [http://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostel_der_Neuapostolischen_Kirche Liste aller Apostel der Neuapostolischen Kirche mit zusätzlichen Daten] auf apwiki.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Bischoff, Johann}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Überarbeitung notwendig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stammapostel (NAK)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= [[Hermann Niehaus]] |NACHFOLGER= [[Walter Schmidt]]|AMT=Stammapostel der Neuapostolischen Kirche|ZEIT= 1930-1960}}&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= [[Georg Gustav Adolf Ruff ]] |NACHFOLGER= [[Arthur Landgraf]] |AMT=Bezirksapostel für den Bezirk Frankfurt (Hessen) |ZEIT= 1906- 1933}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Gotthilf_Volz&amp;diff=32346</id>
		<title>Gotthilf Volz</title>
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		<updated>2026-06-04T08:34:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Gotthilf_Volz.jpg|thumb|Bezirksapostel Gotthilf Volz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Familie_Volz.JPG|thumb|300px|Gotthilf Volz mit seiner ersten Frau Rosa, der Tochter Margret und den Söhnen Konrad, Roland, Martin und Herbert (v.l.)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Volz_m._2._Ehefrau.JPG|thumb|300px|Gotthilf Volz mit seiner zweiten Frau Marie-Luise und der Tochter Margret]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gotthilf Volz&#039;&#039;&#039; (* 13. Februar 1893 in Sindelfingen; † 6. März 1967) war der 89. Apostel und [[Bezirksapostel]] der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biografie==&lt;br /&gt;
Gotthilf Volz lernte mit 18 Jahren die [[Apostolische Gemeinde]] kennen.&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ehe ich apostolisch war, habe ich mir recht gut gefallen; ich sah an mir so gut wie keine Fehler, sondern war mit mir selbst wohl zufrieden. Das änderte sich aber von dem Moment an, als ich ins Haus des Herrn gekommen war! Von da an sah ich so viele Fehler an mir selbst, ich erkannte so viele Unvollkommenheiten an mir! An den Geschwistern und an den Amtsträgern aber habe ich keinen Fehler gesehen. Diese Einstellung konnte ich mir dank Gottes Gnade bewahren bis zum heutigen Tag. Denn ich gefalle mir selbst noch nicht...}} So beschrieb er selbst einmal diese Anfangsjahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Februar 1912 wurde er als Gast aufgenommen und am 4. Juni 1912 wurde er durch Apostel [[Johann Gottfried Bischoff]] [[Versiegelung|versiegelt]]. Im Mai 1914 wurde er Diakon.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 91&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde Gotthilf Volz einberufen. Erst nach Kriegsende wurde er am 1. Januar 1919 als Priester gesetzt und gleichzeitig erhielt er den Auftrag, der Gemeinde Oberlenningen als [[Vorsteher]] zu betreuen. Unter seiner Leitung entstanden bald einige Tochtergemeinden in Dettingen und Kirchheim/Teck. Am 23. Oktober 1921 wurde er Gemeinde-Evangelist. &amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 91&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Kirchheim/Teck wuchs schnell und erhielt 1929 ein eigenes Kirchengebäude. Gotthilf Volz zog daraufhin nach Kirchheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Wächterstimme aus Zion]], 28. Jahrgang Nr. 26 vom 25. Juni 1922 ist zum ersten Mal der Name Gotthilf Volz in der neuapostolischen Literatur erwähnt. In dieser Ausgabe ist ein Bericht über die &amp;quot;Lokal-Einweihung in Heilbronn am 14. Mai 1922 durch den Apostel [[Karl Gutbrod]]&amp;quot; enthalten, der aus der Feder von Gotthilf Volz stammt. Dass er allerdings nicht nur einen schriftlichen Beitrag an diesem Werk geleistet hat, geht aus einem ebenfalls abgedruckten Ausschnitt aus dem &amp;quot;Heilbronner Generalanzeiger&amp;quot; hervor:&lt;br /&gt;
{{Zitat|In dankbarer Anerkennung für die Bauleitung und alle, die an dem Gotteshaus mitgeholfen und mitgearbeitet haben, knüpfte der Redner (Apostel Gutbrod) an Haggai 2, Vers 8 und 9 an, indem er Gott als die Quelle der Wahrheit und des Lebens pries, in dessen Dienst die neue Kirche stehen soll. In ähnlichem Sinne sprach der Bauausführende, Architekt Mößinger, bei der Übergabe des Schlüssels zu dem Haus an den Herrn Bezirksvorsteher, indem er zugleich auch seinerseits für die treue Mitarbeit des Herrn Bauwerkmeisters Volz und der am Bau tätigen Heilbronner Handwerker und Arbeiter dankte.}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser Zeit war Volz also schon ein Handwerksmeister, dem man die Bauleitung vor Ort anvertraute. Später machte sich Volz in Kirchheim/Teck selbständig und baute einen im süddeutschen Raum bekannten Elektrobetrieb auf, der heute noch Küchengeräte herstellt. Dass die Gründerjahre nicht einfach gewesen sind und manches Mal auch bei der Familie Volz Not herrschte, geht aus dem späteren Lebenslauf des Apostels [[Herbert Volz]] - eines Sohnes der Familie - hervor:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Inzwischen (1929) war die Familie auf sieben Köpfe angewachsen, und es ist mir noch gut in Erinnerung, wie meine Eltern in der Zeit der weltweiten Wirtschaftskrise manche Sorge hatten, mit dem Ertrag des noch nicht lange begonnenen Geschäftes alle satt zu bekommen. Schon in jener Zeit waren sie mir ein Vorbild darin, den Herrn immer an die erste Stelle zu setzen, stets für ihn Zeit, und auch ein offenes Herz und Heim für alles Gottesknechte und -kinder zu haben. Im Vertrauen auf den treuen Gott und seinen Segen hat mein Vater immer die Belange des Geschäftes hintenangestellt, um zuerst seine Aufgabe im Werke des Herrn zu erfüllen. Von diesem Segen dürfen wir Kinder heute noch leben; er ist uns geblieben.}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zweiten Weltkrieg wurde er wegen seines Alters nicht zur Wehrmacht eingezogen. So konnte er sich um die Betreuung der Gemeinden und Geschwister kümmern. Inmitten der Kriegswirren empfing er am 3. August 1941 durch Apostel [[Georg Schall]] das Amt als [[Ältester|Bezirksältester]] und wurde mit der Pflege des Bezirkes Nürtingen betraut. Am 31. Oktober übertrug ihm der Stammapostel Bischoff das Bischofsamt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 91&amp;lt;/ref&amp;gt; 1949 starb seine Frau, er schloss aber 1950 eine neue Ehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. April 1950 ordinierte der Stammapostel Bischoff den Bischof Volz zum Apostel und 1954 beauftragte er ihn als [[Bezirksapostel]] - ein Präzedenzfall - und dem Bezirksapostel [[Georg Schall]] zur Seite gestellt. So betreute er fortan die Ältestenbezirke Kirchheim/Teck, Esslingen, Nürtingen, Göppingen, Reutlingen, Tübingen, Dornhan und Freudenstadt in Württemberg sowie die südbayrischen Gemeinden. Der Tod des Apostels [[Carl Ludwig]] am 8. Mai 1952 sowie weitere Fortschritte des Bezirks erforderten zu Beginn der 50er Jahre die Einsetzung weiterer Amtsträger. Als Nachfolger für Apostel Ludwig sonderte der Stammapostel den Hilfsbischof [[Wilhelm Jaggi]] zum Apostel aus. Gleichzeitig gründete er den selbständigen Apostelbezirk [[Bayern]] und stellte ihn unter die Leitung des Bezirksapostels [[Eugen Startz]], wodurch Apostel Volz wesentlich entlastet wurde. Zu weiteren Apostel im Bezirk [[Württemberg]] wurden im Jahre 1953 der Bischof [[Gottlob Herrmann]] und im Jahre 1954 der Bezirksälteste [[Georg Thomas]] ausgesondert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reisebegleiter des Stammapostels Bischof war Bezirksapostel Volz oft vertreten. Im Jahreskalender [[Unsere Familie]] sowie in der [[Wächterstimme]] und im [[Amtsblatt]] finden sich viele Beiträge von ihm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch eine Herzerkrankung zog er sich zunächst beruflich zurück und übergab seinen Söhnen seinen inzwischen florierenden Betrieb. Zusammen mit seinem Bezirksapostel Schall wurde Volz dann auch am 18. August 1965 in den [[Ruhestand]] gesetzt. Zu dessen Amtsnachfolger setzte Stammapostel [[Walter Schmidt]] den in der Schweiz tätigen Bezirksapostel&lt;br /&gt;
[[Ernst Streckeisen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alter von 74 Jahren starb er am Montag 6. März 1967 nach langer Krankheit. Die Trauerfeier führte Stammapostel Walter Schmidt im Beisein fast aller europäischen Apostel am Freitag, dem 10. März 1967 in der Kirche Kirchheim/Teck durch. Seiner Trauerrede stellte er unter das Wort aus Psalm 119,30: &amp;quot;Ich habe den Weg der Wahrheit erwählt...&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezirksapostel [[Friedrich Bischoff]] fasste das Leben des Verstorbenen mit den Worten zusammen: &amp;quot;Warmherzigkeit und Güte prägten ihn. Seine Sorge galt stets den anvertrauten Schafen Christi, um sie nach dem Sinn und Willen des großen Hirten Jesus zu pflegen und zu bewahren.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ordinationen==&lt;br /&gt;
*31. Mai 1914 [[Diakon]]&lt;br /&gt;
*1. Januar 1919 [[Priester]]&lt;br /&gt;
*23. Oktober 1921 [[Evangelist|Gemeindeevangelist]]&lt;br /&gt;
*19. November 1933 [[Bezirksevangelist]]&lt;br /&gt;
*3. August 1941 [[Ältester|Bezirksältester]]&lt;br /&gt;
*31. Oktober 1948 [[Bischof]]&lt;br /&gt;
*9. April 1950 [[Apostel]]&lt;br /&gt;
*21. Februar 1954 [[Bezirksapostel]]&lt;br /&gt;
*18. August 1965 [[Ruhesetzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= [[Karl Gutbrod]] |NACHFOLGER= [[Ernst Streckeisen]] |AMT=Bezirksapostel für den Bezirk Württemberg|Süddeutschland |ZEIT= 1938 - 1965}}&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= zusammen mit [[Georg Schall]] |NACHFOLGER= [[Ernst Streckeisen]] |AMT=Bezirksapostel für den Bezirk Württemberg|Süddeutschland |ZEIT= 1954 - 1965}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Volz, Gotthilf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Rudolf_Wicht&amp;diff=32345</id>
		<title>Rudolf Wicht</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Rudolf_Wicht&amp;diff=32345"/>
		<updated>2026-06-04T08:07:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Rudolf_Wicht.jpg|thumb|Apostel Rudolf Wicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:NAK_Schmiedefeld_um_1950.JPG|thumb|NAK in Schmiedefeld; Aufnahme ca. um 1950]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Apostelhelfer_Heinrich_Wolf.JPG|thumb|Apostelhelfer Heinrich Wolf]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rudolf Wicht&#039;&#039;&#039; (* 19. Dezember 1899 in Vesser, Thüringer Wald; † 3. September 1959) war der 88. [[Apostel]] der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] im [[Gebietskirche Sachsen/Thüringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biografie==&lt;br /&gt;
Rudolf Wicht kam als Sohn des Glasbläsers Bruno und Emilie Wicht als zweitjüngstes, von neuen Kindern in dem kleinen Walddörfchen Vesser mit damals 275 Einwohnern zur Welt.  Er wurde in einem evangelischen Haushalt erzogen, sein Vater war im evangelischen Kirchenrat. Am Palmsonntag 1914 wurde er in der evangelischen Kirche konfirmiert. Sein Konfirmationsspruch war Jes 43,1-2.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der Volksschule kam Rudolf Wicht beim Landratsamt Schleusingen in die Lehre. Zu dieser Zeit brach der Erste Weltkrieg aus, und kaum hatte er seine Lehrzeit abgeschlossen, wurde er 1917, wie auch seine Brüder, zum Heeresdienst eingezogen. Weihnachten 1918 konnte er zu Hause erleben und erfuhr dabei, dass seine Mutter und vier seiner Geschwister nach dem zwischenzeitlich eingetretenen Tod seines Vaters - er war im Januar 1918 gestorben - in die [[Neuapostolisch|Neuapostolische Gemeinde]] gewechselt waren. Er besuchte im Januar und März 1919 einen neuapostolischen Gottesdienst in Kassel.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im März 1919 wurde er aus dem Militärdienst entlassen und wurde am 18. Mai 1919 in Erfurt versiegelt. Mit Freuden stellte er sich in den Dienst der Gemeinde, zunächst als Sänger und ab 1924 auch als Dirigent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Mai 1924 heiratete er die jüngste Tochter, Frieda, des [[Ältester|Bezirksältesten]] und späteren [[Apostelhelfer]]s Heinrich Wolf. Ab dem 8. August 1927 diente er als Unterdiakon in der Gemeinde Schmiedefeld, am 14. Juli 1929 wurde er von Bezirksapostel [[Arthur Landgraf]] zum Diakon eingesetzt, am 14. Dezember 1930 zum Priester.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 90&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sein Bruder Philipp Wicht, der das Amt eines Bezirksältesten trug, unerwartet am 13. Februar 1941 mit nur 46 Jahren starb, übertrug der Apostel [[Bruno Rockstroh]] ihm das Amt des [[Evangelist|Bezirksevangelisten]]. Ab dem 15. Mai 1947 diente er als Bezirksältester im Bezirk Schmiedefeld.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 90&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seinen Beruf als kaufmännischer Angestellter gab er am 30. Juni 1947 auf, um sich ganz dem Werke Gottes zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. März 1950 empfing er, der seit 4. April 1948 mit dem Bischofsamt betraut war, durch [[Stammapostelhelfer]] [[Peter Kuhlen]] das Apostelamt für den Bezirk Leipzig.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 90&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Erfüllung seines Auftrages waren in jener Zeit ungeheure Strapazen verbunden. So musste er einmal im Winter auf einer Reise 65 Kilometer auf &amp;quot;Schusters Rappen&amp;quot; im hohen Schnee zurücklegen. Sein Lebensmotto kleidete er in die Worte:&amp;quot; Was du sein willst, das sei ganz!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verstarb am 3. September 1959 im Alter von nur knapp 60 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kuriosität ==&lt;br /&gt;
In einer Zeitschrift [[Unsere Familie]] aus dem [[Friedrich Bischoff Verlag]] von 1962 wurde von der Tochter, Frieda, des Apostelhelfers Heinrich Wolf folgendes berichtet: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der Theologiestudent Bernhard Wiesel hörte vom Werk unter Aposteln und kam eines Sonnabends nach Ranis, um sich mit meinem Vater darüber zu unterhalten. Dieser stand aber noch in seiner Backstube und so fragte der studierte Herr: &amp;quot;Aber, lieber Mann, wann studieren sie denn ihre Predigt für morgen?&amp;quot; &amp;quot;Der Herr gibt es zur Zeit, wenn es nötig ist, denn es heißt in der Schrift: &amp;quot;Sorget nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zur Stunde gegeben werden&amp;quot;, sagte darauf mein Vater zu ihm. Der Herr Wiesel beobachtete unseren Vater und bat dann sogar, bei ihm übernachten zu dürfen, was ihm auch gestattet wurde. Er konnte nicht fassen, dass man ohne Studium eine Predigt halten wolle. Mein Vater bat den Herrn, den Gast das Geisteswirken spüren zu lassen und ihn von seinem Unglauben frei zu machen. Und der Gast erlebte in dem ersten Gottesdienst folgendes: Nach dem Vorlesen des Textwortes aus der Bibel kamen Weissagungen in fremder Sprache. Zunächst von einer einfachen Schwester, dann von einem einfachen Bruder. Der Gast saß zwischen den beiden; sein Gesicht drückte großes Erstaunen aus. Nach dem Gottesdienst fragte Herr Wiesel meinen Vater, wo die Frau und der Mann die fremden Sprachen gelernt hätten; sie habe griechisch gesprochen, er hebräisch. &amp;quot;Ich selbst studiere schon sechs Jahre diese Sprachen und beherrsche sie nur ungenau&amp;quot;, sagte er, &amp;quot;diese aber haben vollkommenen geredet.&amp;quot; &amp;quot;Die Frau ist Tagelöhnerin, der Mann ein Weber&amp;quot;, antwortete mein Vater, &amp;quot;nie sind die beiden aus Ranis hinausgekommen.&amp;quot; So kam Herr Wiesel dann jeden Sonntag und erlebte sogar noch am eigenen Leibe eine Heilung. Dann wurde er apostolisch. Sein Studium setzte er aber trotzdem bis zum Abschluss fort. Als er seine Prüfungspredigt vor hohen Geistlichen halten musste, wählte er das Wort: &amp;quot;Was ist Wahrheit?&amp;quot; Er predigte ohne Manuskript, allein gestützt auf sein Vertrauen zu Gott und geborgen unter der Fürbitte des Apostelhelfers Heinrich Wolf. Die Geistlichen waren von den Worten so beeindruckt, dass sie Bernhard Wiesel eine große Karriere zusicherten. Doch dieser sagte, dass er keine Pfarrstelle annehme, er sei inzwischen neuapostolisch... Später wirkte Bernhard Wiesel als Evangelist in [[Schweden]].}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ordinationen==&lt;br /&gt;
*08.08.1927 [[Unterdiakon]]&lt;br /&gt;
*14.07.1929 [[Diakon]]&lt;br /&gt;
*14.12.1930 [[Priester]]&lt;br /&gt;
*29.06.1936 [[Evangelist|Gemeindeevangelist]]&lt;br /&gt;
*17.02.1941 [[Bezirksevangelist]]&lt;br /&gt;
*15.05.1947 [[Bezirksältester]]&lt;br /&gt;
*04.04.1948 [[Bischof]]&lt;br /&gt;
*19.03.1950 [[Apostel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Wicht, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
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		<title>Rudolf Wicht</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Rudolf_Wicht.jpg|thumb|Apostel Rudolf Wicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:NAK_Schmiedefeld_um_1950.JPG|thumb|NAK in Schmiedefeld; Aufnahme ca. um 1950]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Apostelhelfer_Heinrich_Wolf.JPG|thumb|Apostelhelfer Heinrich Wolf]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rudolf Wicht&#039;&#039;&#039; (* 19. Dezember 1899 in Vesser, Thüringer Wald; † 3. September 1959) war der 88. [[Apostel]] der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] im [[Gebietskirche Sachsen/Thüringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biografie==&lt;br /&gt;
Rudolf Wicht kam als Sohn des Glasbläsers Bruno und Emilie Wicht als zweitjüngstes, von neuen Kindern in dem kleinen Walddörfchen Vesser mit damals 275 Einwohnern zur Welt.  Er wurde in einem evangelischen Haushalt erzogen, sein Vater war im evangelischen Kirchenrat. Am Palmsonntag 1914 wurde er in der evangelischen Kirche konfirmiert. Sein Konfirmationsspruch war Jes 43,1-2.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der Volksschule kam Rudolf Wicht beim Landratsamt Schleusingen in die Lehre. Zu dieser Zeit brach der Erste Weltkrieg aus, und kaum hatte er seine Lehrzeit abgeschlossen, wurde er 1917, wie auch seine Brüder, zum Heeresdienst eingezogen. Weihnachten 1918 konnte er zu Hause erleben und erfuhr dabei, dass seine Mutter und vier seiner Geschwister nach dem zwischenzeitlich eingetretenen Tod seines Vaters - er war im Januar 1918 gestorben - in die [[Neuapostolisch|Neuapostolische Gemeinde]] gewechselt waren. Er besuchte im Januar und März 1919 einen neuapostolischen Gottesdienst in Kassel.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im März 1919 wurde er aus dem Militärdienst entlassen und wurde am 18. Mai 1919 in Erfurt versiegelt. Mit Freuden stellte er sich in den Dienst der Gemeinde, zunächst als Sänger und ab 1924 auch als Dirigent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Mai 1924 heiratete er die jüngste Tochter, Frieda, des [[Ältester|Bezirksältesten]] und späteren [[Apostelhelfer]]s Heinrich Wolf. Ab dem 8. August 1927 diente er als Unterdiakon in der Gemeinde Schmiedefeld, am 14. Juli 1929 wurde er von Bezirksapostel [[Arthur Landgraf]] zum Diakon eingesetzt, am 14. Dezember 1930 zum Priester.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 90&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sein Bruder Philipp Wicht, der das Amt eines Bezirksältesten trug, unerwartet am 13. Februar 1941 mit nur 46 Jahren starb, übertrug der Apostel [[Bruno Rockstroh]] ihm das Amt des [[Evangelist|Bezirksevangelisten]]. Ab dem 15. Mai 1947 diente er als Bezirksältester im Bezirk Schmiedefeld.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 90&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seinen Beruf als kaufmännischer Angestellter gab er am 30. Juni 1947 auf, um sich ganz dem Werke Gottes zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. März 1950 empfing er, der seit 4. April 1948 mit dem Bischofsamt betraut war durch [[Stammapostelhelfer]] [[Peter Kuhlen]] das Apostelamt für den Bezirk Leipzig.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 90&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Erfüllung seines Auftrages waren in jener Zeit ungeheure Strapazen verbunden. So musste er einmal im Winter auf einer Reise 65 Kilometer auf &amp;quot;Schusters Rappen&amp;quot; im hohen Schnee zurücklegen. Sein Lebensmotto kleidete er in die Worte:&amp;quot; Was du sein willst, das sei ganz!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er verstarb am 3. September 1959 im Alter von nur knapp 60 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kuriosität ==&lt;br /&gt;
In einer Zeitschrift [[Unsere Familie]] aus dem [[Friedrich Bischoff Verlag]] von 1962 wurde von der Tochter, Frieda, des Apostelhelfers Heinrich Wolf folgendes berichtet: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der Theologiestudent Bernhard Wiesel hörte vom Werk unter Aposteln und kam eines Sonnabends nach Ranis, um sich mit meinem Vater darüber zu unterhalten. Dieser stand aber noch in seiner Backstube und so fragte der studierte Herr: &amp;quot;Aber, lieber Mann, wann studieren sie denn ihre Predigt für morgen?&amp;quot; &amp;quot;Der Herr gibt es zur Zeit, wenn es nötig ist, denn es heißt in der Schrift: &amp;quot;Sorget nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zur Stunde gegeben werden&amp;quot;, sagte darauf mein Vater zu ihm. Der Herr Wiesel beobachtete unseren Vater und bat dann sogar, bei ihm übernachten zu dürfen, was ihm auch gestattet wurde. Er konnte nicht fassen, dass man ohne Studium eine Predigt halten wolle. Mein Vater bat den Herrn, den Gast das Geisteswirken spüren zu lassen und ihn von seinem Unglauben frei zu machen. Und der Gast erlebte in dem ersten Gottesdienst folgendes: Nach dem Vorlesen des Textwortes aus der Bibel kamen Weissagungen in fremder Sprache. Zunächst von einer einfachen Schwester, dann von einem einfachen Bruder. Der Gast saß zwischen den beiden; sein Gesicht drückte großes Erstaunen aus. Nach dem Gottesdienst fragte Herr Wiesel meinen Vater, wo die Frau und der Mann die fremden Sprachen gelernt hätten; sie habe griechisch gesprochen, er hebräisch. &amp;quot;Ich selbst studiere schon sechs Jahre diese Sprachen und beherrsche sie nur ungenau&amp;quot;, sagte er, &amp;quot;diese aber haben vollkommenen geredet.&amp;quot; &amp;quot;Die Frau ist Tagelöhnerin, der Mann ein Weber&amp;quot;, antwortete mein Vater, &amp;quot;nie sind die beiden aus Ranis hinausgekommen.&amp;quot; So kam Herr Wiesel dann jeden Sonntag und erlebte sogar noch am eigenen Leibe eine Heilung. Dann wurde er apostolisch. Sein Studium setzte er aber trotzdem bis zum Abschluss fort. Als er seine Prüfungspredigt vor hohen Geistlichen halten musste, wählte er das Wort: &amp;quot;Was ist Wahrheit?&amp;quot; Er predigte ohne Manuskript, allein gestützt auf sein Vertrauen zu Gott und geborgen unter der Fürbitte des Apostelhelfers Heinrich Wolf. Die Geistlichen waren von den Worten so beeindruckt, dass sie Bernhard Wiesel eine große Karriere zusicherten. Doch dieser sagte, dass er keine Pfarrstelle annehme, er sei inzwischen neuapostolisch... Später wirkte Bernhard Wiesel als Evangelist in [[Schweden]].}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ordinationen==&lt;br /&gt;
*08.08.1927 [[Unterdiakon]]&lt;br /&gt;
*14.07.1929 [[Diakon]]&lt;br /&gt;
*14.12.1930 [[Priester]]&lt;br /&gt;
*29.06.1936 [[Evangelist|Gemeindeevangelist]]&lt;br /&gt;
*17.02.1941 [[Bezirksevangelist]]&lt;br /&gt;
*15.05.1947 [[Bezirksältester]]&lt;br /&gt;
*04.04.1948 [[Bischof]]&lt;br /&gt;
*19.03.1950 [[Apostel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Wicht, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
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		<title>Rudolf Wicht</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: Überarbeitung und Referenzen zugefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Rudolf_Wicht.jpg|thumb|Apostel Rudolf Wicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:NAK_Schmiedefeld_um_1950.JPG|thumb|NAK in Schmiedefeld; Aufnahme ca. um 1950]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Apostelhelfer_Heinrich_Wolf.JPG|thumb|Apostelhelfer Heinrich Wolf]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rudolf Wicht&#039;&#039;&#039; (* 19. Dezember 1899 in Vesser, Thüringer Wald; † 3. September 1959) war der 88. [[Apostel]] der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] im [[Gebietskirche Sachsen/Thüringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biografie==&lt;br /&gt;
Rudolf Wicht kam als Sohn des Glasbläsers Bruno und Emilie Wicht als zweitjüngstes, von neuen Kindern in dem kleinen Walddörfchen Vesser mit damals 275 Einwohnern zur Welt.  Er wurde in einem evangelischen Haushalt erzogen, sein Vater war im evangelischen Kirchenrat. Am Palmsonntag 1914 wurde er in der evangelischen Kirche konfirmiert. Sein Konfirmationsspruch war Jes 43,1-2.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der Volksschule kam Rudolf Wicht beim Landratsamt Schleusingen in die Lehre. Zu dieser Zeit brach der Erste Weltkrieg aus, und kaum hatte er seine Lehrzeit abgeschlossen, wurde er 1917, wie auch seine Brüder, zum Heeresdienst eingezogen. Weihnachten 1918 konnte er zu Hause erleben und erfuhr dabei, dass seine Mutter und vier seiner Geschwister nach dem zwischenzeitlich eingetretenen Tod seines Vaters - er war im Januar 1918 gestorben - in die [[Neuapostolisch|Neuapostolische Gemeinde]] gewechselt waren. Er besuchte im Januar und März 1919 einen neuapostolischen Gottesdienst in Kassel.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 89&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im März 1919 wurde er aus dem Militärdienst entlassen und wurde am 18. Mai 1919 in Erfurt versiegelt. Mit Freuden stellte er sich in den Dienst der Gemeinde, zunächst als Sänger und ab 1924 auch als Dirigent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Mai 1924 heiratete er die jüngste Tochter, Frieda, des [[Ältester|Bezirksältesten]] und späteren [[Apostelhelfer]]s Heinrich Wolf. Ab dem 8. August 1927 diente er als Unterdiakon in der Gemeinde Schmiedefeld, am 14. Juli 1929 wurde er von Bezirksapostel [[Arthur Landgraf]] zum Diakon eingesetzt, am 14. Dezember 1930 zum Priester.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 90&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als sein Bruder Philipp Wicht, der das Amt eines Bezirksältesten trug, unerwartet am 13. Februar 1941 mit nur 46 Jahren starb, übertrug der Apostel [[Bruno Rockstroh]] ihm das Amt des [[Evangelist|Bezirksevangelisten]]. Ab dem 15. Mai 1947 diente er als Bezirksältester im Bezirk Schmiedefeld.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 90&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seinen Beruf als kaufmännischer Angestellter gab er am 30. Juni 1947 auf, um sich ganz dem Werke Gottes zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. März 1950 empfing er, der seit 4. April 1948 mit dem Bischofsamt betraut war durch [[Stammapostelhelfer]] [[Peter Kuhlen]] das Apostelamt für den Bezirk Leipzig.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 90&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Erfüllung seines Auftrages waren in jener Zeit ungeheure Strapazen verbunden. So musste er einmal im Winter auf einer Reise 65 Kilometer auf &amp;quot;Schusters Rappen&amp;quot; im hohen Schnee zurücklegen. Sein Lebensmotto kleidete er in die Worte:&amp;quot; Was du sein willst, das sei ganz!&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leider verstarb er nach menschlichem Ermessen viel zu früh am 3. September 1959 im Alter von fast 60 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kuriosität ==&lt;br /&gt;
In einer Zeitschrift [[Unsere Familie]] aus dem [[Friedrich Bischoff Verlag]] von 1962 wurde von der Tochter, Frieda, des Apostelhelfers Heinrich Wolf folgendes berichtet: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der Theologiestudent Bernhard Wiesel hörte vom Werk unter Aposteln und kam eines Sonnabends nach Ranis, um sich mit meinem Vater darüber zu unterhalten. Dieser stand aber noch in seiner Backstube und so fragte der studierte Herr: &amp;quot;Aber, lieber Mann, wann studieren sie denn ihre Predigt für morgen?&amp;quot; &amp;quot;Der Herr gibt es zur Zeit, wenn es nötig ist, denn es heißt in der Schrift: &amp;quot;Sorget nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zur Stunde gegeben werden&amp;quot;, sagte darauf mein Vater zu ihm. Der Herr Wiesel beobachtete unseren Vater und bat dann sogar, bei ihm übernachten zu dürfen, was ihm auch gestattet wurde. Er konnte nicht fassen, dass man ohne Studium eine Predigt halten wolle. Mein Vater bat den Herrn, den Gast das Geisteswirken spüren zu lassen und ihn von seinem Unglauben frei zu machen. Und der Gast erlebte in dem ersten Gottesdienst folgendes: Nach dem Vorlesen des Textwortes aus der Bibel kamen Weissagungen in fremder Sprache. Zunächst von einer einfachen Schwester, dann von einem einfachen Bruder. Der Gast saß zwischen den beiden; sein Gesicht drückte großes Erstaunen aus. Nach dem Gottesdienst fragte Herr Wiesel meinen Vater, wo die Frau und der Mann die fremden Sprachen gelernt hätten; sie habe griechisch gesprochen, er hebräisch. &amp;quot;Ich selbst studiere schon sechs Jahre diese Sprachen und beherrsche sie nur ungenau&amp;quot;, sagte er, &amp;quot;diese aber haben vollkommenen geredet.&amp;quot; &amp;quot;Die Frau ist Tagelöhnerin, der Mann ein Weber&amp;quot;, antwortete mein Vater, &amp;quot;nie sind die beiden aus Ranis hinausgekommen.&amp;quot; So kam Herr Wiesel dann jeden Sonntag und erlebte sogar noch am eigenen Leibe eine Heilung. Dann wurde er apostolisch. Sein Studium setzte er aber trotzdem bis zum Abschluss fort. Als er seine Prüfungspredigt vor hohen Geistlichen halten musste, wählte er das Wort: &amp;quot;Was ist Wahrheit?&amp;quot; Er predigte ohne Manuskript, allein gestützt auf sein Vertrauen zu Gott und geborgen unter der Fürbitte des Apostelhelfers Heinrich Wolf. Die Geistlichen waren von den Worten so beeindruckt, dass sie Bernhard Wiesel eine große Karriere zusicherten. Doch dieser sagte, dass er keine Pfarrstelle annehme, er sei inzwischen neuapostolisch... Später wirkte Bernhard Wiesel als Evangelist in [[Schweden]].}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ordinationen==&lt;br /&gt;
*08.08.1927 [[Unterdiakon]]&lt;br /&gt;
*14.07.1929 [[Diakon]]&lt;br /&gt;
*14.12.1930 [[Priester]]&lt;br /&gt;
*29.06.1936 [[Evangelist|Gemeindeevangelist]]&lt;br /&gt;
*17.02.1941 [[Bezirksevangelist]]&lt;br /&gt;
*15.05.1947 [[Bezirksältester]]&lt;br /&gt;
*04.04.1948 [[Bischof]]&lt;br /&gt;
*19.03.1950 [[Apostel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Wicht, Rudolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
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		<title>Gottfried Rockenfelder</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Gottfried_Rockenfelder.jpg|thumb|Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gottfried Rockenfelder&#039;&#039;&#039; (* 30. April [[1904]] in Mainz; † 01. Mai [[1989]] in Wiesbaden) war der 87. Apostel und vom 01.01.1952 bis zum 29.04.1984 [[Bezirksapostel]] der [[Neuapostolische Kirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland|Neuapostolischen Kirche in Hessen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Gottfried Rockenfelder wurde als Sohn des apostolischen Ehepaares Anna und Daniel Rockenfelder am 30. April 1904 in Mainz geboren. Er wurde am 15. Mai 1904 durch [[Bischof]] [[Johann Gottfried Bischoff]] [[Heilige Taufe|getauft]]. Am 21. Mai 1904 empfing er durch [[Apostel]] [[Georg Gustav Adolf Ruff|Ruff]] die [[Heilige Versiegelung]]. Zwei Jahre später verlegten seine Eltern auf Wunsch ihres Vorstehers ihren Wohnsitz nach Darmstadt. 1922 verzog die Familie aus familiären Gründen von Darmstadt nach Saarbrücken. Dort wohnte die Familie im Hause von Bischof Phillip Rockenfelder, einem Onkel von Gottfried, der dort auch eine kaufmännische Lehre absolvierte. Gottfried Rockenfelder heiratete am 15. November 1925 Maria Müller aus Saarbrücken. Aus dieser Ehe ging ein Sohn, der spätere Apostel [[Hermann Gottfried Rockenfelder]], hervor. Danach kehrte er aus beruflichen Gründen nach Darmstadt zurück. Gottfried Rockenfelder diente in verschiedenen Amtsstufen in verschiedenen Gemeinden. Im Juni 1930 wurde er von [[Stammapostel]] [[Johann Gottfried Bischoff]] nach Wiesbaden gesandt und ihm die Leitung des Bezirks anvertraut&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt;, wo er seitdem ansässig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeit als Apostel ==&lt;br /&gt;
Gottfried Rockenfelder diente zunächst an der Seite von Bezirksapostel [[Emil Buchner|Buchner]]. 1952 übernahm er dessen Nachfolge. Bis 1953 unterstützte ihn Apostel [[Friedrich Bischoff]]. Im gleichen Jahr wurde die Gemeinden in Rheinland-Pfalz, welche Gottfried Rockenfelder auch betreute, zum selbständigen Apostelbezirk Mainz zusammengefasst, deren Leitung [[Friedrich Bischoff]] übernahm. In den ersten Jahren vertraten sich die Bezirksapostel oft gegenseitig in ihren Bezirken. Zu seinen Arbeitsbereichen gehöhrten neben Hessen, auch [[Luxemburg]] und [[Belgien]]. 1954 begann Gottfried Rockenfelder mit einer ersten [[Mission]]sreise in die [[Türkei]], deren eine umfassende neuapostolische Missionstätigkeit im Nahen Osten, in Nord- und Westafrika folgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. April [[1984]], einen Tag vor seinem 80. Geburtstag, wurde Gottfried Rockenfelder von Stammapostel [[Hans Urwyler|Urwyler]] in den [[Ruhestand]] versetzt. Seine Nachfolge übernahm der badische Bezirksapostel [[Klaus Saur]].&lt;br /&gt;
Nach längerer Krankheit verstarb Gottfried Rockenfelder am 01. Mai 1989, einem Tag nach seinem 85. Geburtstag. Stammapostel [[Richard Fehr]] der die Trauerfeier am 09. Mai 1989 in der Kirche Wiesbaden durchführte stellte die Stunde unter das Wort aus Psalm 118, 19 &#039;&#039;Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dass ich dahin eingehe und dem Herrn danke!&#039;&#039; und würdigte den Verstorbenen als &#039;&#039;einen eifrigen Missionar und weisen Apostel&#039;&#039; und &#039;&#039;Säule des Apostolats&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
== Kontroversen ==&lt;br /&gt;
Gottfried Rockenfelder wird von der [[Apostolische Gemeinde Wiesbaden|Apostolischen Gemeinde Wiesbaden]] als eine Art &amp;quot;geistiger Vater&amp;quot; angesehen. Unklar ist, welche Rolle er bei der Gründung dieser Gemeinschaft eingenommen hat. Er scheint zunächst das Wirken seines Sohnes unterstützt zu haben, hat sich jedoch später eindeutig von diesem distanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Magazin [[Glaubenskultur.de|glaubenskultur]] berichtet:[http://www.glaubenskultur.de/artikel-74.html]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gottfried Rockenfelder, der sich durch seine Forschungen zur Geschichte der NAK einen Ruf erwarb, wandte sich im Laufe der Jahre verstärkt den katholisch-apostolischen Wurzeln seiner Kirche zu: die Wiedererweckung und Wertschätzung der Geistesgaben ([[Charismen]]), besonders des Prophetenamtes, waren ihm ein Anliegen. Sein Sohn und enger Mitarbeiter schlug den selben Weg ein, was ihm 1983 eine Vermahnung wegen abweichender Lehraussagen einbrachte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ordinationen ==&lt;br /&gt;
* 2. Dezember 1923 [[Unterdiakon]] durch Apostel [[August Hölzel]] in Saarbrücken&lt;br /&gt;
* 2. Oktober 1927 [[Diakon]] in Darmstadt&lt;br /&gt;
* 8. Januar 1928 [[Priester]] in Roßdorf&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 10. November 1929 [[Evangelist|Bezirksevangelist]]&lt;br /&gt;
* 30. August 1931 [[Ältester|Bezirksältester]]&lt;br /&gt;
* 28. Dezember 1947 [[Bischof]] durch Stammapostel [[Johann Gottfried Bischoff]]&lt;br /&gt;
* 5. Februar [[1950]] [[Apostel]] durch Stammapostel [[Johann Gottfried Bischoff]] in Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
* 1. Januar [[1952]] [[Bezirksapostel]]&lt;br /&gt;
* 29. April [[1984]] [[Ruhesetzung]] durch Stammapostel [[Hans Urwyler]] in Wiesbaden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= [[Emil Buchner]] |NACHFOLGER= [[Klaus Saur]] |AMT=Bezirksapostel für Bezirk Wiesbaden (Hessen)|ZEIT= 1952-1984}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Rockenfelder, Gottfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
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		<title>Wilhelm Sebastian jun.</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Sebastian jun.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* 17. Januar 1876 in Wolfenbüttel, + 8. März 1950) war der Sohn von Apostel Wilhelm Sebastian.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;  Er wurde 1876 in Wolfenbüttel geboren und am 20. Februar 1876 getauft und versiegelt.  ==Ordinationen== *1899 Unterdiakon *1924 Bezirksältester *1942 Ruhestand  {{refs}}“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Wilhelm Sebastian jun.&#039;&#039;&#039; (* 17. Januar 1876 in Wolfenbüttel, + 8. März 1950) war der Sohn von Apostel [[Wilhelm Sebastian]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde 1876 in Wolfenbüttel geboren und am 20. Februar 1876 getauft und versiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ordinationen==&lt;br /&gt;
*1899 Unterdiakon&lt;br /&gt;
*1924 Bezirksältester&lt;br /&gt;
*1942 Ruhestand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: /* Biografie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Wilhelm Sebastian&#039;&#039;&#039; (* 13. Juni 1846 in Ballenstedt/Harz; + 9.Juni 1912 in Wolfenbüttel) war ein [[neuapostolisch]]er Geistlicher und [[Bezirksapostel]] im nachmaligen &#039;&#039;Apostelbezirk Braunschweig&#039;&#039;. Wilhelm Sebastian zählt zu den sogenannten &amp;quot;Pionieren&amp;quot; der frühen neuapostolischen Bewegung.&lt;br /&gt;
[[Datei: Wilhelm_Sebastian.jpg|thumb|200px|Wilhelm Sebastian mit 26 Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Datei: Wilhelm_Sebastian_2.jpg|thumb|200px|Wilhelm Sebastian]]&lt;br /&gt;
== Biografie== &lt;br /&gt;
In jungen Jahren kam Sebastian nach Braunschweig. Hier erhielt er das Zeugnis über das wiederaufgerichteten [[Apostel|Apostolat]] und erhielt 1868 durch Apostel [[Carl Wilhelm Louis Preuß|Preuß]] die [[Versiegelung (Religion)|Heilige Versiegelung]]. 1869 verzog er nach Hamburg, da er in Braunschweig seine Arbeitsstelle verloren hatte. Dort beteiligte er sich aktiv in der apostolischen Gemeinde ([[AcaM]]). Er baute dort ein intensives Verhältnis zu Apostel Preuß auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Deutsch-Französchen Krieg 1870/71 bat [[Priester]] [[Friedrich Krebs]] aus Braunschweig schriftlich den Apostel Preuß um Hilfe für die Gemeinde in Braunschweig. Preuß las den Brief vor einigen jungen Gemeindemitgliedern vor und fragte: &amp;quot;Wer will hin?&amp;quot;, worauf sich niemand meldete. Apostel Preuß fragte daraufhin Wilhelm Sebastian, welcher antwortete: &amp;quot;Wenn sie mich senden, dann gehe ich.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Sebastian kündigte draufhin seine Arbeitsstelle in Hamburg und zog nach Braunschweig.&lt;br /&gt;
Ab 1871 diente er in Braunschweig als [[Unterdiakon]]. 1872 wurde er ins benachbarte Wolfenbüttel gesandt. In der dortigen Gemeinde diente er in verschiedenen [[Amt|Ämtern]].&lt;br /&gt;
Am 17. Januar 1876 wurde sein Sohn [[Wilhelm Sebastian jun.|Wilhelm]] geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1899 wurde er als Apostel tätig und diente an der Seite des Stammapostel Krebs. Nachdem dieser verstarb, übernahm Sebastian die Leitung des Bezirkes. Diese Tätigkeit hat ihn so ausgezehrt, dass er bereits nach zwei Jahren in den Ruhestand versetzt werden musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Amtsstufen ==&lt;br /&gt;
*1871 - [[Unterdiakon]]&lt;br /&gt;
*1872 - [[Diakon]]&lt;br /&gt;
*1874 - Priester&lt;br /&gt;
*1880 - [[Ältester|Bezirksältester]]&lt;br /&gt;
*1894 - [[Bischof]]&lt;br /&gt;
*1899 - [[Apostel]]&lt;br /&gt;
*1905 - Bezirksapostel&lt;br /&gt;
*1907 - [[Ruhestand| Ruhesetzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
*Karl Weinmann: [[100 Jahre Neuapostolische Kirche]] 1863–1963 – Apostelbezirk Hamburg, Verlag Friedrich Bischoff, Frankfurt am Main 1963&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER=[[Friedrich Krebs]]|NACHFOLGER= [[Otto Steinweg]]|AMT=Bezirksapostel der Gebietskirche Niedersachsen|ZEIT= 1905-1907}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Sebastian, Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Gottfried_Rockenfelder&amp;diff=32339</id>
		<title>Gottfried Rockenfelder</title>
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		<updated>2026-06-03T07:21:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: /* Ordinationen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Gottfried_Rockenfelder.jpg|thumb|Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gottfried Rockenfelder&#039;&#039;&#039; (* 30. April [[1904]] in Mainz; † 01. Mai [[1989]] in Wiesbaden) war der 87. Apostel und vom 01.01.1952 bis zum 29.04.1984 [[Bezirksapostel]] der [[Neuapostolische Kirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland|Neuapostolischen Kirche in Hessen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Gottfried Rockenfelder wurde als Sohn des apostolischen Ehepaares Anna und Daniel Rockenfelder am 30. April 1904 in Mainz geboren. Er wurde am 15. Mai 1904 durch [[Bischof]] [[Johann Gottfried Bischoff]] [[Heilige Taufe|getauft]]. Am 21. Mai 1904 empfing er durch [[Apostel]] [[Georg Gustav Adolf Ruff|Ruff]] die [[Heilige Versiegelung]]. Zwei Jahre später verlegten seine Eltern auf Wunsch ihres Vorstehers ihren Wohnsitz nach Darmstadt. 1922 verzog die Familie aus familiären Gründen von Darmstadt nach Saarbrücken. Dort wohnte die Familie im Hause von Bischof Phillip Rockenfelder, einem Onkel von Gottfried, der dort auch eine kaufmännische Lehre absolvierte. Gottfried Rockenfelder heiratete am 15. November 1925 Maria Müller aus Saarbrücken. Aus dieser Ehe ging ein Sohn, der spätere Apostel [[Hermann Gottfried Rockenfelder]], hervor. Danach kehrte er aus beruflichen Gründen nach Darmstadt zurück. Gottfried Rockenfelder diente in verschiedenen Amtsstufen in verschiedenen Gemeinden. Im Juni 1930 wurde er von [[Stammapostel]] [[Johann Gottfried Bischoff]] nach Wiesbaden gesandt und ihm die Leitung des Bezirks anvertraut&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt;, wo er seitdem ansässig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeit als Apostel ==&lt;br /&gt;
Gottfried Rockenfelder diente zunächst an der Seite von Bezirksapostel [[Emil Buchner|Buchner]]. 1952 übernahm er dessen Nachfolge. Bis 1953 unterstützte ihn Apostel [[Friedrich Bischoff]]. Im gleichen Jahr wurde die Gemeinden in Rheinland-Pfalz, welche Gottfried Rockenfelder auch betreute, zum selbständigen Apostelbezirk Mainz zusammengefasst, deren Leitung [[Friedrich Bischoff]] übernahm. In den ersten Jahren vertraten sich die Bezirksapostel oft gegenseitig in ihren Bezirken. Zu seinen Arbeitsbereichen gehöhrten neben Hessen, auch [[Luxemburg]] und [[Belgien]]. 1954 begann Gottfried Rockenfelder mit einer ersten [[Mission]]sreise in die [[Türkei]], deren eine umfassende neuapostolische Missionstätigkeit im Nahen Osten, in Nord- und Westafrika folgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. April [[1984]], einen Tag vor seinem 80. Geburtstag, wurde Gottfried Rockenfelder von Stammapostel [[Hans Urwyler|Urwyler]] in den [[Ruhestand]] versetzt. Seine Nachfolge übernahm der badische Bezirksapostel [[Klaus Saur]].&lt;br /&gt;
Nach längerer Krankheit verstarb Gottfried Rockenfelder am 01. Mai 1989, einem Tag nach seinem 85. Geburtstag. Stammapostel [[Richard Fehr]] der die Trauerfeier am 09. Mai 1989 in der Kirche Wiesbaden durchführte stellte die Stunde unter das Wort aus Psalm 118, 19 &#039;&#039;Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dass ich dahin eingehe und dem Herrn danke!&#039;&#039; und würdigte den Verstorbenen als &#039;&#039;einen eifrigen Missionar und weisen Apostel&#039;&#039; und &#039;&#039;Säule des Apostolats&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
== Kontroversen ==&lt;br /&gt;
Gottfried Rockenfelder wird von der [[Apostolische Gemeinde Wiesbaden|Apostolischen Gemeinde Wiesbaden]] als eine Art &amp;quot;geistiger Vater&amp;quot; angesehen. Unklar ist, welche Rolle er bei der Gründung dieser Gemeinschaft eingenommen hat. Er scheint zunächst das Wirken seines Sohnes unterstützt zu haben, hat sich jedoch später eindeutig von diesem distanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Magazin [[Glaubenskultur.de|glaubenskultur]] berichtet:[http://www.glaubenskultur.de/artikel-74.html]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gottfried Rockenfelder, der sich durch seine Forschungen zur Geschichte der NAK einen Ruf erwarb, wandte sich im Laufe der Jahre verstärkt den katholisch-apostolischen Wurzeln seiner Kirche zu: die Wiedererweckung und Wertschätzung der Geistesgaben ([[Charismen]]), besonders des Prophetenamtes, waren ihm ein Anliegen. Sein Sohn und enger Mitarbeiter schlug den selben Weg ein, was ihm 1983 eine Vermahnung wegen abweichender Lehraussagen einbrachte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ordinationen ==&lt;br /&gt;
* 2. Dezember 1923 [[Unterdiakon]] durch Apostel [[August Hölzel]] in Saarbrücken&lt;br /&gt;
* 2. Oktober 1927 [[Diakon]] in Darmstadt&lt;br /&gt;
* 8. Januar 1928 [[Priester]] in Roßdorf&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 10. November 1929 [[Evangelist|Bezirksevangelist]]&lt;br /&gt;
* 30. August 1931 [[Ältester|Bezirksältester]]&lt;br /&gt;
* 28. Dezember 1947 [[Bischof]] durch Stammapostel [[Johann Gottfried Bischoff]]&lt;br /&gt;
* 5. Februar [[1950]] [[Apostel]] durch Stammapostel [[Johann Gottfried Bischoff]] in Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
* 1. Januar [[1952]] [[Bezirksapostel]]&lt;br /&gt;
* 29. April [[1984]] [[Ruhesetzung]] durch Stammapostel [[Hans Urwyler]] in Wiesbaden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= [[Emil Buchner]] |NACHFOLGER= [[Klaus Saur]] |AMT=Bezirksapostel für Bezirk Wiesbaden (Hessen)|ZEIT= 1952-1984}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Rockenfelder, Gottfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Gottfried_Rockenfelder&amp;diff=32338</id>
		<title>Gottfried Rockenfelder</title>
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		<updated>2026-06-03T07:20:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: /* Herkunft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Gottfried_Rockenfelder.jpg|thumb|Bezirksapostel Gottfried Rockenfelder]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Gottfried Rockenfelder&#039;&#039;&#039; (* 30. April [[1904]] in Mainz; † 01. Mai [[1989]] in Wiesbaden) war der 87. Apostel und vom 01.01.1952 bis zum 29.04.1984 [[Bezirksapostel]] der [[Neuapostolische Kirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland|Neuapostolischen Kirche in Hessen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Gottfried Rockenfelder wurde als Sohn des apostolischen Ehepaares Anna und Daniel Rockenfelder am 30. April 1904 in Mainz geboren. Er wurde am 15. Mai 1904 durch [[Bischof]] [[Johann Gottfried Bischoff]] [[Heilige Taufe|getauft]]. Am 21. Mai 1904 empfing er durch [[Apostel]] [[Georg Gustav Adolf Ruff|Ruff]] die [[Heilige Versiegelung]]. Zwei Jahre später verlegten seine Eltern auf Wunsch ihres Vorstehers ihren Wohnsitz nach Darmstadt. 1922 verzog die Familie aus familiären Gründen von Darmstadt nach Saarbrücken. Dort wohnte die Familie im Hause von Bischof Phillip Rockenfelder, einem Onkel von Gottfried, der dort auch eine kaufmännische Lehre absolvierte. Gottfried Rockenfelder heiratete am 15. November 1925 Maria Müller aus Saarbrücken. Aus dieser Ehe ging ein Sohn, der spätere Apostel [[Hermann Gottfried Rockenfelder]], hervor. Danach kehrte er aus beruflichen Gründen nach Darmstadt zurück. Gottfried Rockenfelder diente in verschiedenen Amtsstufen in verschiedenen Gemeinden. Im Juni 1930 wurde er von [[Stammapostel]] [[Johann Gottfried Bischoff]] nach Wiesbaden gesandt und ihm die Leitung des Bezirks anvertraut&amp;lt;ref&amp;gt;Wächterstimme 1950, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt;, wo er seitdem ansässig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeit als Apostel ==&lt;br /&gt;
Gottfried Rockenfelder diente zunächst an der Seite von Bezirksapostel [[Emil Buchner|Buchner]]. 1952 übernahm er dessen Nachfolge. Bis 1953 unterstützte ihn Apostel [[Friedrich Bischoff]]. Im gleichen Jahr wurde die Gemeinden in Rheinland-Pfalz, welche Gottfried Rockenfelder auch betreute, zum selbständigen Apostelbezirk Mainz zusammengefasst, deren Leitung [[Friedrich Bischoff]] übernahm. In den ersten Jahren vertraten sich die Bezirksapostel oft gegenseitig in ihren Bezirken. Zu seinen Arbeitsbereichen gehöhrten neben Hessen, auch [[Luxemburg]] und [[Belgien]]. 1954 begann Gottfried Rockenfelder mit einer ersten [[Mission]]sreise in die [[Türkei]], deren eine umfassende neuapostolische Missionstätigkeit im Nahen Osten, in Nord- und Westafrika folgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. April [[1984]], einen Tag vor seinem 80. Geburtstag, wurde Gottfried Rockenfelder von Stammapostel [[Hans Urwyler|Urwyler]] in den [[Ruhestand]] versetzt. Seine Nachfolge übernahm der badische Bezirksapostel [[Klaus Saur]].&lt;br /&gt;
Nach längerer Krankheit verstarb Gottfried Rockenfelder am 01. Mai 1989, einem Tag nach seinem 85. Geburtstag. Stammapostel [[Richard Fehr]] der die Trauerfeier am 09. Mai 1989 in der Kirche Wiesbaden durchführte stellte die Stunde unter das Wort aus Psalm 118, 19 &#039;&#039;Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, dass ich dahin eingehe und dem Herrn danke!&#039;&#039; und würdigte den Verstorbenen als &#039;&#039;einen eifrigen Missionar und weisen Apostel&#039;&#039; und &#039;&#039;Säule des Apostolats&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
== Kontroversen ==&lt;br /&gt;
Gottfried Rockenfelder wird von der [[Apostolische Gemeinde Wiesbaden|Apostolischen Gemeinde Wiesbaden]] als eine Art &amp;quot;geistiger Vater&amp;quot; angesehen. Unklar ist, welche Rolle er bei der Gründung dieser Gemeinschaft eingenommen hat. Er scheint zunächst das Wirken seines Sohnes unterstützt zu haben, hat sich jedoch später eindeutig von diesem distanziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Magazin [[Glaubenskultur.de|glaubenskultur]] berichtet:[http://www.glaubenskultur.de/artikel-74.html]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gottfried Rockenfelder, der sich durch seine Forschungen zur Geschichte der NAK einen Ruf erwarb, wandte sich im Laufe der Jahre verstärkt den katholisch-apostolischen Wurzeln seiner Kirche zu: die Wiedererweckung und Wertschätzung der Geistesgaben ([[Charismen]]), besonders des Prophetenamtes, waren ihm ein Anliegen. Sein Sohn und enger Mitarbeiter schlug den selben Weg ein, was ihm 1983 eine Vermahnung wegen abweichender Lehraussagen einbrachte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ordinationen ==&lt;br /&gt;
* 02. Dezember 1923 [[Unterdiakon]] durch Apostel [[August Hölzel]] in Saarbrücken&lt;br /&gt;
* 02. Oktober 1927 [[Diakon]] in Darmstadt&lt;br /&gt;
* 01. Januar 1928 [[Priester]] in Roßdorf&lt;br /&gt;
* 10. November 1929 [[Evangelist|Bezirksevangelist]]&lt;br /&gt;
* 30. August 1931 [[Ältester|Bezirksältester]]&lt;br /&gt;
* 28. Dezember 1947 [[Bischof]] durch Stammapostel [[Johann Gottfried Bischoff]]&lt;br /&gt;
* 05. Februar [[1950]] [[Apostel]] durch Stammapostel [[Johann Gottfried Bischoff]] in Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
* 01. Januar [[1952]] [[Bezirksapostel]]&lt;br /&gt;
* 29. April [[1984]] [[Ruhesetzung]] durch Stammapostel [[Hans Urwyler]] in Wiesbaden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= [[Emil Buchner]] |NACHFOLGER= [[Klaus Saur]] |AMT=Bezirksapostel für Bezirk Wiesbaden (Hessen)|ZEIT= 1952-1984}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Rockenfelder, Gottfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Helge_Mutschler&amp;diff=32337</id>
		<title>Helge Mutschler</title>
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		<updated>2026-05-24T12:44:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mutschler,_Helge.JPG|thumb|300px|Älteres Foto von Apostel H. Mutschler]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfingsten 2025 Screenshot.PNG|thumb|300px|Screenshot aus dem offiziellen Pfingstvideo 2025]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Helge Mutschler&#039;&#039;&#039; (* 8. August 1974 in Tübingen ; † ) ist der 875. [[Apostel]] der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] und seit dem 24. Mai 2026 als [[Stammapostel]] das Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche. Zu Pfingsten 2025 wurde er bereits als [[Stammapostelhelfer]] beauftragt. Pfingsten 2026 folgte er [[Jean-Luc Schneider]] im Kirchenleitungsamt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biografie==  &lt;br /&gt;
Helge Mutschler wurde als viertes Kind und erster Sohn der Familie geboren und noch 1974 getauft und versiegelt. Seine Kindheit und Jugend erlebte er in Freudenstadt im Schwarzwald. Seinen Zivildienst absolvierte er in einem Alten- und Pflegeheim und lernte in dieser Zeit seine erste Frau kennen. Im August 1995 zogen sie nach Garbsen. Im Mai 2003 wurde er zum Rechtsanwalt bestellt und arbeitet seither in der Steuerberaterkammer Niedersachsen. Er promovierte im Jahr 2005. Am 18. Mai 2007 heiratete er seine zweite Frau. Die beiden haben zwei Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war in den Jahren 2009 und 2010 in der Gemeindeleitung Hannover-Herrenhausen tätig. Als Bezirksältester war er bis Dezember 2013 für den Bezirk Hannover-West zuständig. Nach einer Umstrukturierung der hannoverschen Bezirke zum 1. Januar 2014 übernahm er den Bezirk Hannover-Nordost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Februar 2021 übernahm er als Bezirksapostelhelfer Mitverantwortung für den gesamten Bezirksapostelbereich [[Neuapostolische Kirche in Nord- und Ostdeutschland]]. Am 14. November 2021 wurde er explizit zusätzlich als Bezirksapostelhelfer für die damalige Gebietskirche Berlin-Brandenburg beauftragt, um den Fusionsprozess der Gebietskirchen Nordost und Berlin-Brandenburg zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begann, Stammapostel Jean-Luc Schneider auf Auslandsreisen zu begleiten, und wurde 2025 zum Stammapostelhelfer beauftragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Person]] [[Kategorie: Apostel]] [[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ordinationen== &lt;br /&gt;
* 1994 [[Unterdiakon]] durch Bezirksapostel [[Karl Kühnle]]&lt;br /&gt;
* August 1996 [[Diakon]] durch Apostel [[Achim Burchard]] in Hannover-Herrenhausen&lt;br /&gt;
* Mai 2008 [[Priester]] durch Apostel [[Achim Burchard]]&lt;br /&gt;
* Dezember 2008 [[Evangelist]] durch Apostel [[Achim Burchard]]&lt;br /&gt;
* Ende 2010 [[Bezirksevangelist]] durch Bezirksapostel [[Wilfried Klingler]]&lt;br /&gt;
* Ende 2012 [[Bezirksältester]] durch Bezirksapostel [[Wilfried Klingler]]&lt;br /&gt;
* 15. November 2015 [[Apostel]] für Niedersachsen durch Stammapostel [[Jean-Luc Schneider]] in der Stadthalle Zwickau, Sachsen&lt;br /&gt;
* 28. Februar 2021 [[Bezirksapostelhelfer]] für die NAK Nordost durch Stammapostel [[Jean-Luc Schneider]] in Gaggenau, Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
* 14. November 2021 zusätzliche Beauftragung als Bezirksapostelhelfer für die Gebietskirche Berlin-Brandenburg durch Stammapostel [[Jean-Luc Schneider]] in Berlin-Charlottenburg&lt;br /&gt;
* 8. Juni 2025 [[Stammapostelhelfer]] durch Stammapostel [[Jean-Luc Schneider]] im Rahmen des weltweit übertragenen Pfingstgottesdienstes in Wiesbaden&lt;br /&gt;
* 24. Mai 2026 Ordination zum [[Stammapostel]] im Pfingstgottesdienst in Tafelsig, Kapstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=-ooLqdmCFYc Offizielles Video zur Beauftragung von Helge Mutschler als Stammapostelhelfer Pfingsten 2025 (YouTube)]&lt;br /&gt;
* [https://www.nak-zentralarchiv.de/db/6528140/Lebensdaten/Helge-Mutschler-N0875 Seite des Zentralarchivs der NAK West]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Helge_Mutschler&amp;diff=32336</id>
		<title>Helge Mutschler</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Helge_Mutschler&amp;diff=32336"/>
		<updated>2026-05-24T12:40:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: /* Ordinationen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Mutschler,_Helge.JPG|thumb|300px|Älteres Foto von Apostel H. Mutschler]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfingsten 2025 Screenshot.PNG|thumb|300px|Screenshot aus dem offiziellen Pfingstvideo 2025]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Helge Mutschler&#039;&#039;&#039; (* 08. August 1974 in Tübingen ; † ) ist der 875. [[Apostel]] der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]]. Zu Pfingsten 2025 wurde er als [[Stammapostelhelfer]] beauftragt. Er soll Pfingsten 2026 [[Jean-Luc Schneider]] als [[Stammapostel]] der Neuapostolischen Kirche ablösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biografie==  &lt;br /&gt;
Helge Mutschler wurde als viertes Kind und erster Sohn der Familie geboren und noch 1974 getauft und versiegelt. Seine Kindheit und Jugend erlebte er in Freudenstadt im Schwarzwald. Seinen Zivildienst absolvierte er in einem Alten- und Pflegeheim und lernte in dieser Zeit seine erste Frau kennen. Im August 1995 zogen sie nach Garbsen. Im Mai 2003 wurde er zum Rechtsanwalt bestellt und arbeitet seither in der Steuerberaterkammer Niedersachsen. Er promovierte im Jahr 2005. Am 18. Mai 2007 heiratete er seine zweite Frau. Die beiden haben zwei Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war in den Jahren 2009 und 2010 in der Gemeindeleitung Hannover-Herrenhausen tätig. Als Bezirksältester war er bis Dezember 2013 für den Bezirk Hannover-West zuständig. Nach einer Umstrukturierung der hannoverschen Bezirke zum 01. Januar 2014 übernahm er den Bezirk Hannover-Nordost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Februar 2021 übernahm er als Bezirksapostelhelfer Mitverantwortung für den gesamten Bezirksapostelbereich NAK Nordost. Am 14. November 2021 wurde er explizit zusätzlich als Bezirksapostelhelfer für die damalige Gebietskirche Berlin-Brandenburg beauftragt, um den Fusionsprozess der Gebietskirchen Nordost und Berlin-Brandenburg zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er begann, Stammapostel Jean-Luc Schneider auf Auslandsreisen zu begleiten, und wurde 2025 zum Stammapostelhelfer beauftragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Person]] [[Kategorie: Apostel]] [[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ordinationen== &lt;br /&gt;
* 1994 [[Unterdiakon]] durch Bezirksapostel [[Karl Kühnle]]&lt;br /&gt;
* August 1996 [[Diakon]] durch Apostel [[Achim Burchard]] in Hannover-Herrenhausen&lt;br /&gt;
* Mai 2008 [[Priester]] durch Apostel [[Achim Burchard]]&lt;br /&gt;
* Dezember 2008 [[Evangelist]] durch Apostel [[Achim Burchard]]&lt;br /&gt;
* Ende 2010 [[Bezirksevangelist]] durch Bezirksapostel [[Wilfried Klingler]]&lt;br /&gt;
* Ende 2012 [[Bezirksältester]] durch Bezirksapostel [[Wilfried Klingler]]&lt;br /&gt;
* 15. November 2015 [[Apostel]] für Niedersachsen durch Stammapostel [[Jean-Luc Schneider]] in der Stadthalle Zwickau, Sachsen&lt;br /&gt;
* 28. Februar 2021 [[Bezirksapostelhelfer]] für die NAK Nordost durch Stammapostel [[Jean-Luc Schneider]] in Gaggenau, Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
* 14. November 2021 zusätzliche Beauftragung als Bezirksapostelhelfer für die Gebietskirche Berlin-Brandenburg durch Stammapostel [[Jean-Luc Schneider]] in Berlin-Charlottenburg&lt;br /&gt;
* 8. Juni 2025 [[Stammapostelhelfer]] durch Stammapostel [[Jean-Luc Schneider]] im Rahmen des weltweit übertragenen Pfingstgottesdienstes in Wiesbaden&lt;br /&gt;
* 24. Mai 2026 Ordination zum [[Stammapostel]] im Pfingstgottesdienst in Tafelsig, Kapstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Links==&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=-ooLqdmCFYc Offizielles Video zur Beauftragung von Helge Mutschler als Stammapostelhelfer Pfingsten 2025 (YouTube)]&lt;br /&gt;
* [https://www.nak-zentralarchiv.de/db/6528140/Lebensdaten/Helge-Mutschler-N0875 Seite des Zentralarchivs der NAK West]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
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		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Vereinigung_Evangelischer_Freikirchen&amp;diff=32335</id>
		<title>Vereinigung Evangelischer Freikirchen</title>
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		<updated>2026-05-21T16:34:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: Die Seite wurde neu angelegt: „Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vereinigung Evangelischer Freikirchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (VEF) ist ein Zusammenschluss von derzeit 13 Voll- und 2 Gastmitgliedern, die sich als evangelische Freikirchen verstehen. Sie wurde 1926 gegründet und vertritt derzeit mehr als 270.000 Mitglieder in Deutschland. Sie ist damit der älteste ökumenische Zusammenschluss in Deutschland. Gründungsmitglieder waren der Bund der Baptistengemeinden, aus dem später der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden wu…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Vereinigung Evangelischer Freikirchen&#039;&#039;&#039; (VEF) ist ein Zusammenschluss von derzeit 13 Voll- und 2 Gastmitgliedern, die sich als evangelische Freikirchen verstehen. Sie wurde 1926 gegründet und vertritt derzeit mehr als 270.000 Mitglieder in Deutschland. Sie ist damit der älteste ökumenische Zusammenschluss in Deutschland. Gründungsmitglieder waren der Bund der Baptistengemeinden, aus dem später der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden wurde, der Bund Freier evangelischer Gemeinden sowie die Bischöfliche Methodistenkirche und die Evangelische Gemeinschaft, die sich 1968 zur Evangelisch-methodistischen Kirche vereinigten. Seit den Anfängen ist ein Schwerpunkt der Arbeit die gemeinsame Interessenvertretung gegenüber den Landeskirchen und den staatlichen Behörden. Das Ende des Staatskirchentums in der Weimarer Republik hatte den Freikirchen erstmals die Möglichkeit eröffnet, rechtliche Anerkennung zu erlangen. Daneben ist der VEF das theologische Gespräch untereinander und mit den evangelischen Landeskirchen sowie mit der Römisch-katholischen Kirche wichtig.Seit dem 13. Januar 2009 firmiert die VEF als eingetragener Verein und ist im Vereinsregister in Berlin eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Mitglieder==&lt;br /&gt;
*Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden&lt;br /&gt;
*Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden&lt;br /&gt;
*Bund Freier evangelischer Gemeinden&lt;br /&gt;
*Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden&lt;br /&gt;
*Evangelisch-methodistische Kirche&lt;br /&gt;
*Heilsarmee&lt;br /&gt;
*Kirche des Nazareners&lt;br /&gt;
*Mülheimer Verband&lt;br /&gt;
*Gemeinde Gottes&lt;br /&gt;
*Freikirchlicher Bund der Gemeinde Gottes&lt;br /&gt;
*Ansgar Kirche&lt;br /&gt;
*Foursquare&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft]]&lt;br /&gt;
==Gastmitglieder==&lt;br /&gt;
*Herrnhuter Brüdergemeine&lt;br /&gt;
*Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.vef.de/ Vereinigung Evangelischer Freikirchen in Deutschland (VEF)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ökumene]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Ulrich_Hykes&amp;diff=32334</id>
		<title>Ulrich Hykes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Ulrich_Hykes&amp;diff=32334"/>
		<updated>2026-05-21T16:24:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:ulrich-hykes.jpg|thumb|Bischof Ulrich Hykes, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ulrich-hykes2019.jpg|thumb|Bischof Ulrich Hykes, 2019]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ulrich Hykes&#039;&#039;&#039; (* 3. Juli 1958) war ein [[Apostel]] der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] und damit Mitglied der Kirchenleitung, die seit Januar 2019 gemeinsam ohne regionale Zuständigkeit für alle deutschen Gemeinden verantwortlich ist. Vorher war er zusammen mit Apostel [[Armin Groß]] ehrenamtlich als [[Bischof]] zuständig für den [[Apostelbezirk Süd-West]]. Er war von Dezember 1989 bis zur Gemeindeschließung 2014 auch Vorsteher der Gemeinde Hagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biografie==&lt;br /&gt;
Ulrich Hykes ist verheiratet mit Frau Birgit und hat zwei Söhne, Benjamin und Lukas. Im Dezember 1989 wurde er zum Priester ordiniert und übernahm die Gemeinde Hagen als Vorsteher. Im Dezember 1993 wurde er zusätzlich Vorsteher der Gemeinde [[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Düsseldorf-Eller|Düsseldorf-Eller]]. In einem Bezirksgottesdienst in [[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Düsseldorf-Mitte|Düsseldorf-Mitte]] wurde der Älteste am 19. November 2006 mit dem Textwort Math 8, 18-22 von Apostel [[Wilfried Baron]] zum Bischof ordiniert. Bis zum 8. Juni 2008 übte er die Ältestenaufgabe des Bezirks Düsseldorf ebenfalls noch aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist automatisch Mitglied des Vorstandes der Apostolischen Gemeinschaft und Mitglied der Apostel- und Bischofskonferenz der [[Vereinigung der Apostel der Apostolischen Gemeinden|VAG]], wo er maßgeblich an der Entstehung der [[Gemeinde- und Gottesdienstordnung]], die im Januar 2012 eingeführt wurde, mitgewirkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. Januar 2018 war er der Sprecher der [[Kirchenleitung]] der Apostolischen Gemeinschaft e.V.. Am 2. Februar 2020 wurde er in Düsseldorf von Apostel [[Armin Groß]] im Rahmen des Jahresmitarbeitergottesdienstes in den Aposteldienst berufen. Hierbei waren ca. 340 Mitarbeiter und Geschwister anwesend. Er war federführend in der Erstellung der [[Gemeinde- und Gottesdienstordnung]] und des Katechismus [[Schrift und Glaube]]. Er hat die Apostolische Gemeinschaft überdies in der [[Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen]] auf Bundesebene und in der [[Vereinigung Evangelischer Freikirchen]] vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. April 2026 wurde er in der Gemeinde Düsseldorf-Mitte in den Ruhestand verabschiedet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ordinationen==&lt;br /&gt;
* Oktober 1987 [[Diakon]]&lt;br /&gt;
* Dezember 1989 [[Priester]]&lt;br /&gt;
* Dezember 1998 [[Evangelist]]&lt;br /&gt;
* Januar 2002 [[Ältester]]&lt;br /&gt;
*  19. November 2006 [[Bischof]]&lt;br /&gt;
* 2. Februar 2020 [[Apostel]]&lt;br /&gt;
* 19. April 2026 Ruhestand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
*Der Herold 53. Jahrgang, Januar 2007, Düsseldorf, S. 12-13&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Hykes, Ulrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vereinigung Apostolischer Gemeinden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Gemeinde-_und_Gottesdienstordnung&amp;diff=32333</id>
		<title>Gemeinde- und Gottesdienstordnung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Gemeinde-_und_Gottesdienstordnung&amp;diff=32333"/>
		<updated>2026-05-21T16:14:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Gemeinde- und Gottesdienstordnung&#039;&#039;&#039; (GGO) regelt die Aufgaben und Abläufe in den Gemeinden der [[Vereinigung der Apostel der Apostolischen Gemeinden|Vereinigung der Apostel und Bischöfe der Apostolischen Gemeinschaften]] in Europa. Sie ersetzt die aus den 1960er Jahren stammenden [[Anleitungen für Amtsbrüder]] und die [[Kirchen- und Kultusordnung]] und trägt neueren Entwicklungen im Kirchen-, Amts- und Sakramentsverständnis Rechnung ebenso wie sie die neuere Rechtssprechung und steuerlichen Vorgaben aufnimmt. Sie gilt seit Januar 2012 und ist noch nicht in allen Kapiteln vollständig. Sobald die noch fehlenden Kapitel fertig gestellt sein werden, wird es eine gedruckte Ausgabe geben. Bis dahin gilt die aktuelle &amp;quot;Loseblattsammlung&amp;quot;. Die GGO gilt mit unterschiedlichen Regelungen aufgrund des unterschiedlichen Rechtsstatus in folgenden Gemeinschaften: [[Apostolische Gemeinschaft]], [[Gemeente van Apostolische Christenen]], [[Union des Chrétiens Apostoliques]] und der [[Vereinigung Apostolischer Christen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2025 wurde die Version 1.0 gedruckt und an jede Gemeinde zwei Exemplare geliefert. Aufgrund eines Vorstandsbeschlusses vom 4. April 2025 ist sie in der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] verbindlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die GGO gliedert sich in 13 Kapitel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Gemeinde&lt;br /&gt;
# Leitbild&lt;br /&gt;
# Handlungsgrundsätze&lt;br /&gt;
# Mitarbeit&lt;br /&gt;
# Kirchliche Räume&lt;br /&gt;
# Liturgie und Gottesdienst&lt;br /&gt;
# Seelsorge&lt;br /&gt;
# Verwaltungsaufgaben&lt;br /&gt;
# Öffentliches Auftreten&lt;br /&gt;
# Ökumene&lt;br /&gt;
# Sonstiges&lt;br /&gt;
# Grundlagen, Geltungsbereich, Inkrafttreten&lt;br /&gt;
# Stichwortverzeichnis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liturgie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Sendungskirche&amp;diff=32332</id>
		<title>Apostolische Sendungskirche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Sendungskirche&amp;diff=32332"/>
		<updated>2026-05-21T16:06:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die  &#039;&#039;&#039;Apostolische Sendungskirche&#039;&#039;&#039; - als Verein in Deutschland registriert unter &#039;&#039;&#039;Allgemeine-Apostolische-Gemeinde e.V.&#039;&#039;&#039;, nicht zu verwechseln mit der [[Allgemeine Apostolische Gemeinde]],-  ist der deutsche Ableger der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk II]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Apostolische Sendungskirche war zunächst der 1928 entstandene Zweig der [[Hersteld Apostolische Zendingkerk]]. 1925 gab es Kontakt zwischen Apostel [[Martinus van Bemmel|van Bemmel]] und Gemeindegliedern der verwaisten [[Echt-Apostolische Gemeinde|Echt-Apostolischen Gemeinde]] in Braunschweig, die von [[Heinrich F. Niemeyer]] gegründet worden war. Im Juli 1926 reiste der Evangelist [[Alder Jan Korff]] nach Braunschweig, wo er diese Personen auf die [[Versiegelung]] vorbereitete, welche im Oktober des gleichen Jahres von Apostel Kalwij vollzogen wurde.&lt;br /&gt;
Während eines [[Berufungsgottesdienst]]es in [[Amsterdam]] am 15. August 1928 wurde Korff zum Apostel für den deutschen [[Stamm Isaschar]] gerufen. Am 7. November 1928 wurde er zu diesem Amt ausgesondert. Infolge jahrelanger schwerer Krankheit seiner Frau konnte sich Korff vorlaufig nicht in Deutschland niederlassen. Er mußte sich auf regelmäßige Besuche und schriftliche Kontakte beschränken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Korff wegen staatsfeindlicher Äußerungen von den Nationalsozialisten 1935 aus Deutschland ausgewiesen wurde, bestand bis 1948 nur schriftlicher Kontakt zwischen den deutschen Gemeindemitgliedern und ihrem Apostel. 1953 verstarb Apostel Korff. 1956 wurde L.J. Korff zum Apostel der Apostolischen Sendungskirche gerufen. 1970 wurde er von Apostel Ossebar suspendiert und an seiner Statt P. Bols zum Apostel gerufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ASK geriet auch mit in die Krise der niederländischen HAZK hinein. Korff wirkte bis zu seinem Tod im Frühjahr 1995 &amp;lt;ref&amp;gt;Auskunft Roland Klessinger, 19. 09. 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;weiter als Apostel für Deutschland, hielt aber die ASK zunächst auf Distanz zur sich formierenden HAZK II.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bislang ist ungeklärt, wie und wann die Anbindung an die HAZK II zu Stande kam. Auch über das Wirken und den Verbleib des &amp;quot;Gegenapostels&amp;quot; P. Bols ist bisher nichts Hinreichendes bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Späterer Vorsitzender des AAG e.V. und ebenfalls im Amte des [[Prophet|Propheten]] war lange Zeit [[Hans-Eduard Winter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1995 wurde [[Roland Klessinger]] (geb. 1934) zum Apostel berufen und amtierte bis 2019, als er wegen körperlicher Gebrechen (vgl. Num 21, 16 ff.) amtsunfähig wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ebd.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwart ==&lt;br /&gt;
Unter der Leitung des Apostels [[Andreas Klessinger]] (Sohn von Roland Klessinger) bestehen in Deutschland drei Gemeinden (in Braunschweig, Völklingen und Mülheim an der Ruhr), zudem wird eine Gemeinde in Luxemburg betreut. Sitz des Vereins ist Braunschweig. Ein Großteil der Gemeindemitglieder in den Gemeinden hat ursprünglich einen neuapostolischen Familienhintergrund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde in Braunschweig zählte 2021 sieben Mitglieder. Neben dem Apostel Klessinger wird sie von einem Diakon bedient. Die Gemeinde singt aus dem [[Apostolisches Gesangbuch (VAG)|Gesangbuch für Apostolische Christen]], herausgegeben von der [[Vereinigung der Apostel der Apostolischen Gemeinden]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.apostolische-sendungskirche.de/index.html Internetpräsenz der Apostolischen Sendungskirche]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolische Gemeinschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: HAZK]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Neuapostolische_Kirche_Berlin-Brandenburg&amp;diff=32330</id>
		<title>Neuapostolische Kirche Berlin-Brandenburg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Neuapostolische_Kirche_Berlin-Brandenburg&amp;diff=32330"/>
		<updated>2026-05-10T13:02:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{| border=&amp;quot;2&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;4&amp;quot; rules=&amp;quot;all&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; clear:right; margin:1em 0 1em 1em; border-style: solid; border-width: 1px; border-collapse:collapse; font-size:95%; empty-cells:show; &amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Basisdaten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Bezirksapostel]](Präsident):||[[Wolfgang Nadolny]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|valign=&amp;quot;top&amp;quot;|weitere Apostel:||[[Klaus Katens]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Sitz der Gebietskirche: 	||Berlin&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|älteste Gemeinde :|| Berlin (1865) 1879&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|gegründet:|| 1905&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|valign=&amp;quot;top&amp;quot;|Unterbezirke:|| 6 (Stand: 01.01.2021)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Gemeinden:|| 75 (Stand: 01.01.2021)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Mitglieder:||23.131 (Stand: 01.01.2021)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Amtsträger:||1.073 (Stand: 01.01.2021)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Website:||[http://www.nak-berlin-brandenburg.de/ www.nak-berlin-brandenburg.de/]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Neuapostolische Kirche Berlin-Brandenburg&#039;&#039;&#039; war eine [[Gebietskirche]] der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] und umfasste – bis auf wenige Abweichungen – Berlin und Brandenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner werden von der Gebietskirche - ausserhalb [[Deutschland]]s- auch Russland, Kasachstan, Kirgisistan, Mongolei, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan und Mittel-Asien betreut. Dort sind die Apostel [[Sergey Petrowitsch Bastrikov]], [[Vladimir Lazarev]] und [[Marat Akchurin]] tätig. Bis zu seinem Ruhestand im März 2014 war [[Bezirksapostelhelfer]] [[Viktor Bezgans]] für ganz Russland zuständig.&lt;br /&gt;
Von 2005 bis 2022 wurde die Kirche von [[Bezirksapostel]] [[Wolfgang Nadolny]] geleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte: Erstes apostolisches Wirken in Berlin ===&lt;br /&gt;
Berlin gehörte zum Arbeitsbereich des katholisch-apostolischen Apostels Carlyle. Dieser siedelte im Januar 1848 nach Berlin über und nahm dort seine Tätigkeiten auf. Am 19. März konnte er inmitten der Wirren der Märzrevolution 1848 zum ersten Mal das Sakrament der [[Versiegelung|apostolischen Handauflegung]] in einem Gottesdienst in Berlin feiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Born schreibt in &amp;quot;Das Werk des Herrn unter Aposteln&amp;quot; über diese Ereignisse: &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Die Kandidaten mußten die aufgerichteten Barrikaden überklettern, an denen am Tage zuvor Straßenkämpfe stattgefunden hatten. Der Dienst wurde gehalten in dem Tagungsraum eines Hotels in der Friedrichstraße gleichzeitig mit der ersten Feier der hl. Eucharistie. Es war dies der einzige Gottesdienst, der in Berlin in der Innenstadt an diesem Sonntag stattfand; alle Gotteshäuser blieben unter den Auswirkungen der Revolutionswirren geschlossen. - Damit war die Gemeinde in Berlin als die erste in Preußen aufgerichtet. Ihr [[Vorsteher]] war zunächst der [[Evangelist]] [[Charles Böhm]] und dann seit 20.8.1848 der ehemalige evangelische Pastor [[Carl Rothe]], der zu den 60 Versiegelten des 19. März 1848 gehörte und zunächst als [[Ältester]] und seit dem 17. April 1849 als [[Engel (Amt)|Engel]] der Gemeinde vorgestanden hat. Sein erster Engelgehilfe wurde der Obertribunalrat [[Friedrich Rathmann]]. - Die folgenden Gottesdienste waren in einem gemieteten Saal in der Zimmerstraße Nr. 78 und, als dieser zu klein wurde - nach 3 Jahren -, in dem großen Bechsteinsaal in der Johannisstraße Nr. 4. Im April 1861 erhielt die Gemeinde ihre eigene Kapelle in der Stallschreiberstraße 8 A.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirken der Allgemein christlich apostolischen Mission in Berlin ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Rufung von [[Rudolf Rosochacki]] und später von [[Carl Wilhelm Louis Preuß]] und [[Friedrich Wilhelm Schwarz]] zu Aposteln, kam es zu einer Kirchenspaltung in Hamburg und zur Gründung einer Gemeinde &amp;quot;neuer Ordnung&amp;quot; - der [[AcaM|Allgemein christlich apostolische Mission]]. Auch in Berlin schlossen sich einige wenige katholisch-apostolische Gemeindemitglieder der AcaM an. Die Leitung der wenigen Gläubigen, die sich in Berlin an die Hamburger Gemeinde hielten, übernahm der Prophet [[Heinrich Geyer|Geyer]]. Am 24. Dezember 1865 zeigte er dem Königlichen Polizei-Präsidium die erste &amp;quot;Missions- und Bibelstunde&amp;quot; an, die  in seiner Wohnung, Linienstraße 103, stattfand. Im März 1866 wurde beim Polizeipräsidium eine Mitgliederliste eingerichtet. Diese umfaßte neben Geyer 15 Namen, darunter auch den Porzellanhändler [[Johann August Ludwig Bösecke|Ludwig Bösecke]]. Dieser war schon im Oktober 1864 in Hamburg zum Apostel für Schlesien berufen worden, ging jedoch offenbar auf Bitten des Apostels Preuß nach Berlin, um dort bei der Gemeindegründung zu helfen. Die kleine Gemeinde der AcaM versammelte sich ab 1866 in einem Schuhmacherkeller in der Frankfurter Allee, Ecke Fruchtstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine AcaM-Gemeinde versammelte sich in Berlin mit jeweils 12-16 Personen bis zum Sommer 1866 regelmäßig. Danach fanden Versammlungen nur noch in größeren Abständen statt. Grund hierfür war, das Geyer für längere Zeit zu seiner Familie und der Gemeinde nach Hamburg zurückgekehrt war. Apostel Bösecke hatte bereits im Mai 1866 Berlin wieder verlassen. Ab Dezember 1866 kam die Gemeinde vorübergehend in Geyers neuer Wohnung (Sophienstr. 18 II) zusammen; ab Februar 1867 versammelte man sich in Böseckes Wohnung (Bergstr. 1/2, Hof, letzte Tür, 2 Tr.).&lt;br /&gt;
Bis 1872 wirkte Apostel Bösecke sowohl in Berlin als auch in Hamburg und Umgebung. Nach 1872 wurde es ihm möglich, seiner Berufung entsprechend nach Schlesien zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Berliner Gemeinde nach 1878 ===&lt;br /&gt;
Ludwig Bösecke kehrte im Dezember 1878 aus Schlesien nach Berlin zurück, um die dortige Gemeinde, &amp;quot;welche sich inzwischen aufgelöst hatte, wieder zusammenzubringen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt; (Zitat:Landesarchiv Berlin A Pr. Br. Rep. 030, Nr. 15311, „Acta des Königlichen Polizei-Präsidii zu Berlin, betreffend die Gemeinde der allgem. christlichen apostolischen Mission 1866-1900“)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die von ihm am 12. Dezember 1878 eingereichte Mitgliederliste umfaßt noch 10 Namen. &lt;br /&gt;
Bösecke rief zu seiner Unterstützung den Priester [[Ernst Traugott Hallmann]] aus Schlesien nach Berlin und beauftragte ihn mit der Leitung der Berliner Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Priester]] Hallmann sorgte zunächst dafür, daß ein neues Gottesdienstlokal gesucht wurde und die Gemeinde sich nicht mehr in einem Kellerraum versammeln musste. Er mietete bei den Gemeindemitgliedern Richter, Fischerstraße 12 (im Altberliner Fischerkiez) eine Stube. Langsam wuchs die Gemeinde und man suchte einen neuen Versammlungsort. 1883 zog die Gemeinde in die Josephstraße 3 (am Michaelkirchplatz) auf den Hof in einen ehemaligen Pferdestall und richtete ihn als Versammlungsstätte her. Hier versammelten sich anfänglich etwa 40 Personen zum Gottesdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1884]] übernahm Apostel [[Friedrich Krebs]] von Apostel Bösecke die Betreuung der Berliner Gemeinde. Im November 1886 stellte man die Weise, wie der Gottesdienst gefeiert wurde, von der traditionellen katholisch-apostolisch inspirierten [[Liturgie]] zur schlichteren- [[calvinismus|calvinistisch]] geprägten Gottesdienstform der Apostel [[Friedrich Wilhelm Menkhoff]] und Schwarz um. Ab Juli 1888 wurde der Name &#039;&#039;&amp;quot;[[Apostolische Gemeinde]]&amp;quot;&#039;&#039; verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Berlin entfaltete nunmehr auch missionarische Aktivitäten für das Umland. Von ihr ausgehend kam es ab den 1880er Jahren zu zahlreichen Gemeindegründungen. 1883/84 wurde mit der Gemeinde in Küstrin die zweite Gemeinde im Berliner Raum gegründet. 1887 folgte die Gemeinde in Eberswalde. Die Berliner Gemeinde wechselte in diesen Jahren wieder ihren Standort und mietete einen Fabrikraum in der Kleinen Markusstraße (an der Jannowitzbrücke) an. Sie zählte zu dieser Zeit ca. 100 Personen und stand unter der Leitung des [[Ältester|Ältesten]] Hallmann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1890er Jahren nahm das Wachstum der Gemeinden weiter zu und wurde immer stärker. In diesem Jahrzehnt entstanden im Berliner Raum unter anderem die Gemeinden Schöneberg, Nordwest (heute Charlottenburg), Reinickendorf und Tempelhof. 1897 empfing Ernst Hallmann in Hamburg das Apostelamt für [[Apostelbezirk Ostpreußen|Ostpreußen]]. Die Leitung der Berliner Gemeinden übernahm der [[Bischof]] [[Emil Klautzsch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung 1900-1945 ===&lt;br /&gt;
Nachdem Stammapostel Krebs im Jahr 1905 verstorben war, wurde im Rahmen einer Ämterversammlung in Berlin Apostel Hallmann durch Stammapostel [[Hermann Niehaus|Niehaus]] von Ostpreußen wieder nach Berlin zurückgesandt. Die Gemeinden in und um Berlin bildeten nun den neu gegründeten Apostelbezirk Berlin, der 1905 aus vier Bischofsbezirken mit über 60 Gemeinden bestand. Im Jahr 1907 besuchte Stammapostel Niehaus Berlin erneut und ordinierte unter anderem die Apostelhelfer Woike und [[August Zander]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 war der &#039;&#039;Apostelbezirk Berlin&#039;&#039; auf 17.200 Mitglieder angewachsen, die in sechs [[Bezirk]]e eingeteilt waren. Der Bezirksälteste Martin Lax wurde 1919 zum [[Apostelhelfer]] für Berlin eingesetzt. Nachdem 1922 Apostel Hallmann verstorben war, wurde er am 14. Januar 1923 von Stammapostel Niehaus zum neuen Bezirksapostel ordiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 wurden die bestehenden sechs Bezirke umstrukturiert und erneut geteilt. So entstanden insgesamt 15 Bezirke. Insgesamt umfaßte der Apostelbezirk Berlin zum Ende des Jahres 1925 22.000 Mitglieder. 1934 war die Zahl auf 35.000 angewachsen. Der Bezirk umfasste neben Berlin und Brandenburg auch die neuapostolischen Gemeinden in Teilen Mecklenburgs und Pommerns, sowie auch den damaligen Gebieten Brandenburgs östlich der Oder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezirksapostel [[Martin Lax]] mußte sich 1934 aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzen lassen. Apostel [[Arthur Landgraf]] wurde zu seinem Nachfolger bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der NS-Zeit konnten zunächst weiter Gottesdienste gehalten werden. Die Kriegszeit brachte jedoch immer mehr Einschränkungen. Ab 1944 waren in Ostpommern und den Gemeinden östlich der Oder keine Gottesdienste mehr möglich. Der Apostelbezirk Berlin zählte Ende 1945 in Folge von Flucht, Vertreinbung und Zerstörung nur noch 24.430 Personen. Der Wiederaufbau nach 1945 gestaltete sich wegen der politischen Lage schwierig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== nach 1945 ===&lt;br /&gt;
1950 besuchte Stammapostel Bischoff zum ersten Mal seit 1941 den Berliner Bezirk. Ein Jahr später, am 3. Juni 1951, kam der Stammapostel erneut nach Berlin und ordinierte den Bezirksältesten [[Herbert Tiedt]] zum Apostel. Tiedt konnte so Bezirksapostel Landgraf deutlich entlasten, und war vor allem für die Gemeinden im Raum Mecklenburg zuständig, die vom Hamburger Bezirk übernommen worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. April 1953 setzte der Stammapostel in einem großen Gottesdienst in den Messehallen am Funkturm den bisherigen Bezirksältesten Wilhelm Schmidt zum Apostel. Apostel Schmidt hatte seinen Wohnsitz in Ostberlin und sollte vor allem die Betreuung der Bezirke in der DDR vornehmen. Die Kirchenspaltung aufgrund der Botschaft 1955 - vorwiegend im Rheinland - hatte im Berliner Bezirk kaum Auswirkungen. Nach dem Heimgang des Bezirksapostels Landgraf am 15. Dezember 1956 wurde der Apostelbezirk Berlin geteilt. Apostel Herbert Tiedt übernahm als Bezirksapostel den neu geschaffenen [[Apostelbezirk Mecklenburg]] und Apostel [[Wilhelm Schmidt]] wurde beauftragt, den Bezirk Berlin-Brandenburg zu leiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mauerbau ===&lt;br /&gt;
Der Tag des Mauerbaus, der 13. August 1961, bewirkte auch die einstweilige Trennung der Westberliner Gemeinden vom Rest des Bezirkes Berlin-Brandenburg. Auch Berliner Gemeindemitglieder wurde dadurch von ihren angestammten Gemeinden getrennt. Bezirksapostel Schmidt konnte die Gemeinden in Berlin (West) nicht mehr besuchen. Nachdem deutlich wurde, dass die Mauer kein kurzweiliges Bestehen haben würde, ordnete Stammapostel Schmidt im Dezmeber 1961 an, daß Apostel Hermann Knigge aus Hannover die Gemeinden in Berlin (West) bis auf weiteres betreuen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt; NAK Berlin-West, &amp;quot;Chronik der Neuapostolischen Kirche in Berlin&amp;quot;, Berlin 1986, 137&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1965 war Apostel Arno Steinweg, zunächst als Hilfe für Apostel Knigge, für die Westberliner Gemeinden zuständig. 1968 wurde Apostel Steinweg durch Stammapostel Schmidt zum Bezirksapostel für Hannover gesetzt und übernahm damit auch die Oberaufsicht über die Westberliner Gemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. März 1976 starb Bezirksapostel Wilhelm Schmidt. Er konnte in seiner Zeit als Apostel 15.697 Personen versiegeln.&amp;lt;ref&amp;gt; NAK Berlin-West, &amp;quot;Chronik der Neuapostolischen Kirche in Berlin&amp;quot;, Berlin 1986, 151&amp;lt;/ref&amp;gt; Apostel Wilhelm Pusch wurde mit der Leitung des Bezirkes Berlin-DDR beauftragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fall der Mauer und Wiedervereinigung ===&lt;br /&gt;
Bezirksapostel Fritz Schröder wurde 1988 zum Nachfolger des Bezirksapostels Pusch für den Bezirk Berlin-DDR berufen. 1991 wurde er auch damit beauftragt, wieder die Leitung der Westberliner Gemeinden zu übernehmen. In seiner Amtszeit begann ein Prozess des Zusammenwachsens, der helfen sollte, die zwischenzeitlich entstandenen Unterschiede zwischen den Gemeinden in West und Ost zu heilen. 2005 setzte Stammapostel [[Richard Fehr]] Bezirksapostel Schröder in den Ruhestand. Seitdem leitete Bezirksapostel Wolfgang Nadolny die Gebietskirche. Unter seiner Leitung wurden die Berliner Bezirke neugegliedert und etliche Gemeinden geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bezirksapostel der Gebietskirche ==&lt;br /&gt;
*1905-1922  Apostel [[Ernst Traugott Hallmann]]&lt;br /&gt;
*1923-1934 	Bezirksapostel [[Martin Lax]]&lt;br /&gt;
*1934-1956 	Bezirksapostel [[Arthur Landgraf]]&lt;br /&gt;
*1957-1976 	Bezirksapostel [[Wilhelm Schmidt]] (Berlin-DDR)&lt;br /&gt;
*1976-1988 	Bezirksapostel [[Wilhelm Pusch]] (Berlin-DDR)&lt;br /&gt;
*1961-1968 	&#039;&#039;Bezirksapostel [[Hermann Knigge]] (Hannover, für Berlin-West)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*1968-1991 	&#039;&#039;Bezirksapostel [[Arno Steinweg]] (Hannover, für Berlin-West)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*1988-2005 	Bezirksapostel [[Fritz Schröder]]&lt;br /&gt;
*2005-2022 	Bezirksapostel [[Wolfgang Nadolny]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.nak-berlin-brandenburg.de/ Website der &#039;&#039;Neuapostolischen Kirche Berlin-Brandenburg&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur &amp;amp; Quellen ==&lt;br /&gt;
* Landesarchiv Berlin A Pr. Br. Rep. 030, Nr. 15311, „Acta des Königlichen Polizei-Präsidii zu Berlin, betreffend die Gemeinde der allgem. christlichen apostolischen Mission 1866-1900“&lt;br /&gt;
* NAK Berlin-West, &amp;quot;Chronik der Neuapostolischen Kirche in Berlin&amp;quot;, Berlin 1986&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellennachweis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Ehemalige Gebietskirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Berlin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Volker_Wissen&amp;diff=32328</id>
		<title>Volker Wissen</title>
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		<updated>2026-04-23T16:17:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Volkerwissenfeb2026.JPG|thumb|Volker Wissen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:volker-wissen1.jpg|thumb|Volker Wissen bei der Präsentation der Masterarbeit am 31.10.2025]]&lt;br /&gt;
[[Datei:volker-wissen2.jpg|thumb|Volker Wissen auf dem DEKT in Hannover 2025]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Volker Wissen&#039;&#039;&#039; (* 6. Mai 1965 in Duisburg) ist apostolischer Christ und Ältester im Vorstand der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] sowie Finanzvorstand des [[Netzwerk Apostolische Geschichte|Netzwerkes Apostolische Geschichte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biografie==&lt;br /&gt;
Volker Wissen wuchs in einem christlichen Elternhaus auf. Nach erfolgter Schul- und Berufsausbildung begann er parallel zum Zivildienst das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität Hagen, welches er 1991 mit Diplom abschloss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits seit der Konfirmandenzeit, zu der er erstmalig mit der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]], in der er als Säugling getauft worden war, in Kontakt kam, interessierte er sich für Konfessionskunde und Kirchengeschichte. Von 1995 bis 1997 studierte er am Ostasieninstitut der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität &amp;quot;Modernes Japan&amp;quot;, dass er im Mai 1997 als Diplom-Regionalwissenschaftler abschloss. Im Jahr 2010 war er Mitbegründer des Vereins Netzwerks Apostolische Geschichte und ist seitdem dort für die Finanzen zuständig. Er engagiert sich für die Versöhnung mit der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] und hielt bei den Tagungen des Netzwerks und im Raum Düsseldorf zahlreiche Vorträge im Rahmen der apostolischen Kirchengeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er engagiert sich auf kommunaler Ebene in der CDU Düsseldorf und war Mitglied im Landesvorstand NRW der LSU, der CDU-Sonderorganisation für Lesben-, Schwule und Diverse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. Mai 2022 wurde er nach längeren kircheninternen Diskussionen zum ersten offen schwul lebenden Gemeindeältesten der Apostolischen Gemeinschaft für die [[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Düsseldorf-Mitte|Gemeinde Düsseldorf-Mitte]] ordiniert. Seit 2022 vertritt er die Apostolische Gemeinschaft in der [[Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen]] in Düsseldorf. Er ist verheiratet und lebt in Düsseldorf. Seit April 2026 vertritt der die Apostolische Gemeinschaft auch im Verein für Freikirchenforschung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2022 bis 2025 studierte er Theologie an der kirchlichen Hochschule der Evangelischen Kirche im Rheinland in Wuppertal und schloss das Studium 2025 mit dem &amp;quot;Master of Theological Studies (MThSt)&amp;quot; ab. Während des Jahresmitarbeitergottesdienstes 2026 wurde er in der Gemeinde Düsseldorf-Mitte als Ältester in den Vorstand der Apostolischen Gemeinschaft berufen. Am 18. April 2026 wurde ihm vom Vorstand das Ressort &amp;quot;Kultur&amp;quot; (Gottesdienst, Liturgie, Kleingruppen) übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ordinationen==&lt;br /&gt;
* 29. Mai 2022 [[Gemeindeältester]]&lt;br /&gt;
* 1. Februar 2026 Beauftragung zum [[Ältester|Ältesten]] im Vorstand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Publikationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Volker Wissen veröffentlicht seit Jahren Artikel in den Kirchenzeitschriften [[Der Herold]] und [[BLICKPUNKT]] der Apostolischen Gemeinschaft, darunter eine längere Serie über die apostolische Kirchengeschichte mit dem Titel &amp;quot;Unsere Ursprünge - unser Weg&amp;quot; in den Jahren 2010-2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Theologische Entwicklungen der Vereinigung Apostolischer Gemeinden (VAG) von 1956 bis heute&#039;&#039;&#039; in: Beiträge zu Geschichte, Lehre und Leben der apostolischen Gemeinschaften, Nr. 1, Rediroma Verlag, Remscheid 2007 ISBN 978-3-940450-19-7&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Zur Freiheit berufen - Ein Porträt der Vereinigung Apostolischer Gemeinden und ihrer Gliedkirchen&#039;&#039;&#039; in: Beiträge zu Geschichte, Lehre und Leben der apostolischen Gemeinschaften, Nr. 3, Rediroma Verlag, Remscheid 2008, ISBN 978-3-86870-030-5&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Der Konflikt Bischoff ./. Kuhlen&#039;&#039;&#039; in: Beiträge zu Geschichte, Lehre und Leben der apostolischen Gemeinschaften, Nr. 5, Rediroma Verlag, Remscheid 2012, ISBN 978-3-86870-463-1&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Von Beichte, Fegefeuer und der Erbsünde&#039;&#039;&#039; in: Neuapostolisch - das Kirchenmagazin 07/2024, Verlag Friedrich Bischoff, Frankfurt, S. 30-31&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Der Laien Geist lenken - Verkündigung anleiten&#039;&#039;&#039;, Entwicklungen kirchlicher Identität, theologischer Grundgehalte und homiletischer Stile im Spiegel von Predigthilfen am Beispiel der Apostolischen Gemeinschaft als evangelischer Freikirche, Masterarbeit an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Wissen, Volker}} &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Netzwerk Apostolische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vereinigung Apostolischer Gemeinden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Sakramente_in_apostolischen_Gemeinden&amp;diff=32327</id>
		<title>Sakramente in apostolischen Gemeinden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Sakramente_in_apostolischen_Gemeinden&amp;diff=32327"/>
		<updated>2026-04-03T17:31:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:sakramente-in-apostolischen-gemeinden.jpg|thumb|right|Schrift SiaG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sakramente in apostolischen Gemeinden&#039;&#039;&#039; ist eine Schrift der Apostel der [[VAG]], die 2005 heraus gegeben wurde. Sie befasst sich mit der Sakramentenlehre der VAG und ersetzt die diesbezüglichen Kapitel der Glaubensbücher [[Was wir glauben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schrift gliedert sich in sechs Kapitel und umfasst 47 Seiten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Gedanken zur Glaubenslehre&lt;br /&gt;
#Sakramente - woher kam der Anstoß?&lt;br /&gt;
#Die Bedeutung des Wortes Sakrament&lt;br /&gt;
#Grundsätzliche Überlegungen&lt;br /&gt;
#Sakramente in apostolischen Gemeinden&lt;br /&gt;
##Die [[Taufe]]&lt;br /&gt;
##Die [[Versiegelung]]&lt;br /&gt;
##Das [[Abendmahl]]&lt;br /&gt;
#Schluss&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausführungen zum Abendmahl sind noch nicht erschienen und die gesamte Schrift wird, sobald diese vorliegen, redaktionell überprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 2023 wurde das Buch [[Schrift und Glaube]] von der Apostelkonferenz veröffentlicht. Es ersetzt sowohl die Glaubensbücher &amp;quot;Was wir glauben&amp;quot; als auch die Schrift &amp;quot;Sakramente in apostolischen Gemeinden&amp;quot; und gilt als neuer umfassender Katechismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Publikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Theologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Katechese]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Liste_der_Gemeinden_der_Apostolischen_Gemeinschaft&amp;diff=32326</id>
		<title>Liste der Gemeinden der Apostolischen Gemeinschaft</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Liste_der_Gemeinden_der_Apostolischen_Gemeinschaft&amp;diff=32326"/>
		<updated>2026-04-03T15:44:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: Regiokonferenzen eingefügt und Gemeinden zugeordnet&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die [[Apostolische Gemeinschaft]] in Deutschland verfügt Anfang 2026 über 36 [[Gemeinde|Gemeinden]] in 3 [[Regionalkonferenz]]en:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nord 10 Gemeinden==&lt;br /&gt;
*Borken&lt;br /&gt;
*Dinslaken&lt;br /&gt;
*Duisburg-Hamborn&lt;br /&gt;
*Duisburg-Hochheide&lt;br /&gt;
*Emmerich&lt;br /&gt;
*Essen-Borbeck&lt;br /&gt;
*Hamburg&lt;br /&gt;
*Hannover&lt;br /&gt;
*Oberhausen-Sterkrade&lt;br /&gt;
*Voerde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Südost 15 Gemeinden==&lt;br /&gt;
*Dresden&lt;br /&gt;
*Halle&lt;br /&gt;
*Görlitz&lt;br /&gt;
*Greiz&lt;br /&gt;
*Leipzig&lt;br /&gt;
*München&lt;br /&gt;
*Netzschkau&lt;br /&gt;
*Nürnberg&lt;br /&gt;
*Plauen&lt;br /&gt;
*Radeberg&lt;br /&gt;
*Reichenbach&lt;br /&gt;
*Selb&lt;br /&gt;
*Stuttgart&lt;br /&gt;
*Würzburg&lt;br /&gt;
*Zwickau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==West 11 Gemeinden==&lt;br /&gt;
*Aachen&lt;br /&gt;
*Düsseldorf-Eller&lt;br /&gt;
*Düsseldorf-Mitte&lt;br /&gt;
*Euskirchen&lt;br /&gt;
*Hilden&lt;br /&gt;
*Krefeld&lt;br /&gt;
*Langenfeld&lt;br /&gt;
*Nettetal-Lobberich&lt;br /&gt;
*Pulheim&lt;br /&gt;
*Übach-Palenberg&lt;br /&gt;
*Völklingen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor 2018 war die Apostolische Gemeinschaft in drei Apostelbezirke mit Bezirken eingeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Apostelbezirk Düsseldorf|Apostelbezirk Süd-West]]==&lt;br /&gt;
===Bezirk Düren (4)===&lt;br /&gt;
*Aachen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Euskirchen|Euskirchen]]&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Uebach-Palenberg|Übach-Palenberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;geschlossene Gemeinden:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Aldenhoven&lt;br /&gt;
*Baesweiler (zu Übach-Palenberg)&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Düren|Düren]]  2020&lt;br /&gt;
*Eschweiler per 30.10.2012&lt;br /&gt;
*Hückelhoven (zu Übach-Palenberg)&lt;br /&gt;
*Merkstein (zu Übach-Palenberg)&lt;br /&gt;
*Schleiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bezirk Düsseldorf (8)===&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Düsseldorf-Eller|Düsseldorf-Eller]]&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Düsseldorf-Mitte|Düsseldorf-Mitte]]&lt;br /&gt;
*Hilden&lt;br /&gt;
*Krefeld&lt;br /&gt;
*Langenfeld&lt;br /&gt;
*Nettetal-Lobberich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;geschlossene Gemeinden:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Düsseldorf-Benrath (09/2008 - nach Düsseldorf-Eller)&lt;br /&gt;
*Düsseldorf-Derendorf (11/1989 - nach Düssedorf-Mitte)&lt;br /&gt;
*Düsseldorf-Gerresheim (10/2009 - nach Düsseldorf-Eller und -Mitte)&lt;br /&gt;
*Düsseldorf-Oberkassel (1968 - nach Düsseldorf-Eller  und -Mitte)&lt;br /&gt;
*Düsseldorf-Wersten (1968 - nach Düsseldorf-Eller und -Mitte)&lt;br /&gt;
*Grevenbroich (März 1977 - nach MG-Rheydt)&lt;br /&gt;
*Iserlohn&lt;br /&gt;
*Hagen&lt;br /&gt;
*Kamp-Lintfort (Juli 2013)&lt;br /&gt;
*Meerbusch-Bösinghoven&lt;br /&gt;
*Mönchengladbach (09/2006 - nach Düsseldorf-Benrath, Krefeld und Nettetal)&lt;br /&gt;
*Neuenrade&lt;br /&gt;
*Neuss-Reuschenberg&lt;br /&gt;
*Ratingen (02/2008 - nach Düsseldorf-Eller und -Mitte)&lt;br /&gt;
*Ratingen-Lintorf&lt;br /&gt;
*Remscheid-Lennep&lt;br /&gt;
*Solingen&lt;br /&gt;
*Werdohl&lt;br /&gt;
*Wuppertal&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bezirk Köln (2)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;geschlossene Gemeinden:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Altendorf über Rheinbach&lt;br /&gt;
*Bonn&lt;br /&gt;
*Bonn-Bad Godesberg&lt;br /&gt;
*Delhoven&lt;br /&gt;
*Hachenburg&lt;br /&gt;
*Gummersbach (10/2007)&lt;br /&gt;
*Idar-Oberstein&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Köln|Köln]]&lt;br /&gt;
*Köln-Flittard&lt;br /&gt;
*Köln-Lindenthal&lt;br /&gt;
*Köln-Mülheim&lt;br /&gt;
*Leverkusen-Wiesdorf&lt;br /&gt;
*Leverkusen (12/2009 - nach Langenfeld und Köln)&lt;br /&gt;
*Neuwied&lt;br /&gt;
*Rosbach a.d. Sieg&lt;br /&gt;
*Traben-Trabach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bezirk Saarland (3)===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Saarbrücken&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Völklingen|Völklingen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;geschlossene Gemeinden:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bischmisheim&lt;br /&gt;
*Elm&lt;br /&gt;
*Eschringen (1967 bei der [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]] verblieben)&lt;br /&gt;
*Fischbach (1967 bei der [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]] verblieben)&lt;br /&gt;
*Hangard&lt;br /&gt;
*Merzig (31.11.08)&lt;br /&gt;
*Neunkirchen 2020&lt;br /&gt;
*Quierschied (1967 bei der [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]] verblieben)&lt;br /&gt;
*Saarlouis (November 1981 - nach Merzig)&lt;br /&gt;
*Schwalbach-Elm&lt;br /&gt;
*Walpershofen (1967 bei der [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]] verblieben)&lt;br /&gt;
*Weiskirchen (1967 bei der [[Apostolische Gemeinde des Saarlands|Apostolischen Gemeinde des Saarlands]] verblieben)&lt;br /&gt;
*Wellesweiler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bezirk Süddeutschland (8)===&lt;br /&gt;
*München&lt;br /&gt;
*Nürnberg&lt;br /&gt;
*Stuttgart&lt;br /&gt;
*Ulm&lt;br /&gt;
*Würzburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;geschlossene Gemeinden:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Augsburg (2010)&lt;br /&gt;
*Darmstadt&lt;br /&gt;
*Frankfurt&lt;br /&gt;
*Freiburg&lt;br /&gt;
*Fürth&lt;br /&gt;
*Heidenheim&lt;br /&gt;
*Hof&lt;br /&gt;
*Karlsruhe&lt;br /&gt;
*Ludwigshafen&lt;br /&gt;
*Pforzheim&lt;br /&gt;
*Schweinfurt&lt;br /&gt;
*Sindelfingen (Juli 1983)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bezirk Wesel (5)===&lt;br /&gt;
*Borken&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Dinslaken|Dinslaken]]&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Emmerich|Emmerich]]&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Voerde|Voerde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;geschlossene Gemeinden:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bocholt 2018&lt;br /&gt;
*Kleve&lt;br /&gt;
*Rhedebrügge (wurde nach Borken verlegt)&lt;br /&gt;
*Voerde-Friedrichfeld (nach Voerde)&lt;br /&gt;
*Wesel (12/2009 - nach Voerde)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Apostelbezirk Nord-West]]==&lt;br /&gt;
===Bezirk Duisburg (4)===&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Duisburg-Beeck|Duisburg-Beeck]]&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Duisburg-Hamborn|Duisburg-Hamborn]]&lt;br /&gt;
*Duisburg-Walsum&lt;br /&gt;
*Oberhausen-Sterkrade&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;geschlossene Gemeinden:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Duisburg-Bruckhausen&lt;br /&gt;
*Duisburg-Hamborn-Mitte (mit DU-Hamborn-Neumühl II zu Duisburg-Hamborn 1965 zusammengelegt)&lt;br /&gt;
*Duisburg-Hamborn-Neumühl I (mit DU-Hamborn-Neumühl II zu Duisburg-Hamborn 1965 zusammengelegt)&lt;br /&gt;
*Dusiburg-Hamborn-Neumühl II (mit DU-Hamborn-Neumühl II zu Duisburg-Hamborn 1965 zusammengelegt)&lt;br /&gt;
*Duisburg-Homberg (01.01.2007 - nach Duisburg-Beeck)&lt;br /&gt;
*Duisburg-Marxloh&lt;br /&gt;
*Duisburg-Meiderich&lt;br /&gt;
*Duisburg-Meiderich-Nord&lt;br /&gt;
*Duisburg-Mitte (30.06.2012)&lt;br /&gt;
*Duisburg-Obermarxloh (01/2010 - nach Duisburg-Walsum)&lt;br /&gt;
*Mülheim a.d.R.&lt;br /&gt;
*Oberhausen&lt;br /&gt;
*Oberhausen-Holten&lt;br /&gt;
*Oberhausen-Osterfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bezirk Essen (6)===&lt;br /&gt;
*Essen-Borbeck&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Essen-Mitte|Essen-Mitte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;geschlossene Gemeinden:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Bochum&lt;br /&gt;
*Bottrop 2019&lt;br /&gt;
*Bottrop-Ebel&lt;br /&gt;
*Essen-Altendorf&lt;br /&gt;
*Essen-Altenessen&lt;br /&gt;
*Essen-Kettwig&lt;br /&gt;
*Essen-Kray 2019&lt;br /&gt;
*Essen-Schönebeck&lt;br /&gt;
*Essen-Schonnebeck&lt;br /&gt;
*Essen-Stoppenberg&lt;br /&gt;
*Essen-Überruhr&lt;br /&gt;
*Essen-West (ab Herbst 1963 mit Essen-Mitte vereinigt)&lt;br /&gt;
*Gelsenkirchen 2016?&lt;br /&gt;
*Gladbeck&lt;br /&gt;
*Gelsenkirchen-Buer (Juni 1982)&lt;br /&gt;
*Hamm-Heesen&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Lünen|Lünen]] 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bezirk Norddeutschland (7)===&lt;br /&gt;
*Berlin&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Hamburg|Hamburg]]&lt;br /&gt;
*Herford&lt;br /&gt;
*Hannover&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;geschlossene Gemeinden:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Berensch&lt;br /&gt;
*Berlin-Ost&lt;br /&gt;
*Bremen&lt;br /&gt;
*Bremerhaven&lt;br /&gt;
*Göttingen&lt;br /&gt;
*Hooksiel&lt;br /&gt;
*Kiel&lt;br /&gt;
*Münster&lt;br /&gt;
*Osnabrück&lt;br /&gt;
*Rostock&lt;br /&gt;
*Rotenburg (Wümme)&lt;br /&gt;
*Wilhelmshaven&lt;br /&gt;
*Wolfsburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[Reformiert-Apostolischer Gemeindebund|Apostelbezirk Ostdeutschland]]==&lt;br /&gt;
===Bezirk Ostsachsen (9)===&lt;br /&gt;
*Bautzen&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Dresden|Dresden]]&lt;br /&gt;
*Görlitz&lt;br /&gt;
*Medewitz&lt;br /&gt;
*Meißen&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Radeberg|Radeberg]]&lt;br /&gt;
*Riesa&lt;br /&gt;
*Ruhland&lt;br /&gt;
*Zittau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;geschlossene Gemeinden:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Berlin-Ost (nach der Wiedervereinigung mit Berlin-West zusammengelegt)&lt;br /&gt;
*Birkenwerder&lt;br /&gt;
*Bischofswerda&lt;br /&gt;
*Boxdorf&lt;br /&gt;
*Cottbus&lt;br /&gt;
*Demitz-Thumitz&lt;br /&gt;
*Dessau&lt;br /&gt;
*Elsterwerda&lt;br /&gt;
*Finsterwalde&lt;br /&gt;
*Fischbach&lt;br /&gt;
*Freiberg/Sachsen&lt;br /&gt;
*Freital&lt;br /&gt;
*Großenhain&lt;br /&gt;
*Neugersdorf&lt;br /&gt;
*Löbau&lt;br /&gt;
*Oberlungwitz&lt;br /&gt;
*Pulsnitz&lt;br /&gt;
*Sebnitz&lt;br /&gt;
*Thale&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bezirk Vogtland (14)===&lt;br /&gt;
*Bernburg&lt;br /&gt;
*Erfurt&lt;br /&gt;
*Gera&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Greiz|Greiz]]&lt;br /&gt;
*Halle&lt;br /&gt;
*Leipzig&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Netzschkau|Netzschkau]]&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Oelsnitz|Oelsnitz]]&lt;br /&gt;
*Plauen&lt;br /&gt;
*Reichenbach&lt;br /&gt;
*Schkeuditz&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Selb|Selb]]&lt;br /&gt;
*Werdau&lt;br /&gt;
*[[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Zwickau|Zwickau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;geschlossene Gemeinden:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*Adorf&lt;br /&gt;
*Annaberg-Buchholz&lt;br /&gt;
*Brandenburg&lt;br /&gt;
*Chemnitz&lt;br /&gt;
*Dessau&lt;br /&gt;
*Falkenstein&lt;br /&gt;
*Egeln&lt;br /&gt;
*Eilenburg&lt;br /&gt;
*Haldensleben&lt;br /&gt;
*Hartenstein&lt;br /&gt;
*Lengenfeld&lt;br /&gt;
*Lobenstein&lt;br /&gt;
*Neumark&lt;br /&gt;
*Neustadt/Orla&lt;br /&gt;
*Rathenow&lt;br /&gt;
*Reuth&lt;br /&gt;
*Schmölln&lt;br /&gt;
*Triebes&lt;br /&gt;
*Weida&lt;br /&gt;
*Wilkau-Hasslau&lt;br /&gt;
*Zeulenroda&lt;br /&gt;
*Zwickau-Planitz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Desweiteren gibt es eine Gemeinde in Vilemov, Tschechien, die von Ostsachsen aus betreut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen:==&lt;br /&gt;
*Vereinigung Apostolischer Gemeinden, Mitteilungsblätter 2011-2012&lt;br /&gt;
*Vereinigung Apostolischer Gemeinden, Adressbuch 2009&lt;br /&gt;
*Vereinigung Apostolischer Gemeinden, Mitteilungsblätter 2006-2010&lt;br /&gt;
*Vereinigung Apostolischer Gemeinden, Adressbuch Juli 1997&lt;br /&gt;
*Vereinigung Apostolischer Gemeinden, Adressbuch 1985&lt;br /&gt;
*Adressbuch der Apostolischen Gemeinden, 1963&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vereinigung Apostolischer Gemeinden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Listen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinschaft_-_Kirche_D%C3%BCsseldorf-Eller&amp;diff=32325</id>
		<title>Apostolische Gemeinschaft - Kirche Düsseldorf-Eller</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinschaft_-_Kirche_D%C3%BCsseldorf-Eller&amp;diff=32325"/>
		<updated>2026-04-03T15:29:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: Foto entfernt auf Anfrage der Familie&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:AG-D-Eller1.JPG|thumb|Frontansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:AG-D-Eller2.JPG|thumb|Straßenansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Eller-aussen.jpg|thumb|Straßenansicht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchengebäude der Apostolischen Gemeinde Düsseldorf-Eller befindet sich auf der Straße Klein Eller 61 in Düsseldorf-Eller. Sie ist eine von drei Kirchengebäuden der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] im Bezirk Düsseldorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche wurde 1975 erbaut und am 30. November 1975 von Apostel [[Rudolf Gaßmeyer]] mit dem Bibelwort 26. Psalm, 6-8 eingeweiht. Der Architekt war das Gemeindemitglied Rudolf Büche aus Emmerich, der auch die Kirche in [[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Emmerich|Emmerich]] 1965 erbaute, die das erste Kirchengebäude der Gemeinschaft war, die nicht im &amp;quot;traditionellen&amp;quot; mehrgeschossigen Zweckbaustil erbaut worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche in Düsseldorf-Eller fasste anfangs ca. 270 Personen. Das äußere Bild wird durch eine Zeltdachform geprägt, die sich durch schwere Holzträger bis zum Boden fortsetzt. Im Inneren hat der Kirchsaal eine Kiefernholzverkleidung, von denen sich die dunklen Dachbalken abheben. An der rechten und linken Saalseite sind bunte Betonglasfenster aus blau-rot-gelben Glasbruchstücken. Im Jahre 2010 erhielt die Gemeinde eine neue Bestuhlung. Dadurch änderte sich die Sitzplatzanzahl auf ca. 200.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Untergeschoss befinden sich Gemeinderäume u.a. für die Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Chronik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anfänge der Gemeinde in Eller gehen auf das Jahr 1919 zurück, wo durch Haustürmission in diesem Stadtteil durch Brüder aus Flingern eine erste Gemeinde entstand, die sich zunächst in der Wohnung der Familie Peters, die aus Dortmund zugezogen war, traf. Als nächste Mitglieder wurden Frau Böntgen und ihre Töchter am 9. Mai 1921 aufgenommen. 1925 war die Gemeinde so groß geworden, dass nicht mehr die Gottesdienste auf der Worringer Straße 64 besucht wurden, sondern sich die neue Gemeinde Eller bei Familie Pohl (Am Stufstock) und später in der Schule auf der Bernburger Straße trafen. Ab 1926 wurden dann Gemeinderäumlichkeiten in der 1. Etage eines Hinterhauses auf der Gumbertstraße 189 bezogen. Bei der [[Kirchenspaltung]] 1955 wurden die Gemeinderäume auf der Gumbertstraße 189 vom Vorsteher Franz Hykes angemietet, weshalb der Gemeinde ein Umzug erspart blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. Juni 1975 wurde dann der Grundstein für die aktuelle Kirche gelegt. Nach ungefähr sechsmonatiger Bauzeit wurde die Einweihung am 1. Advent 1975 gefeiert. Dabei dienten neben Apostel Gaßmeyer auch die Apostel [[Peter Kuhlen]] und [[Werner Kahlert]] sowie der Architekt Büche und der Vorsteher Willi Spielmann. Dieser Einweihungsgottesdienst wurde von ca. 280 Geschwistern besucht. Zu dieser Zeit hatte die Gemeinde 252 Mitglieder (209 Erwachsene und 43 Kinder), im Dezember 1999 waren es 234 Mitglieder (206 Erwachsene, 28 Kinder). Die erste Konfirmation wurde 1976 mit sieben Konfirmanden gefeiert. Als Vorsteher dienten in der Gemeinde Eller seit Bestehen: Franz Hykes, Willi Spielmann, Paul Günzel (2. Mai 1976 - 24. Dezember 1993), [[Ulrich Hykes]] (24. Dezember 1993 - ), Rainer Gaßmeyer ( - März 2010) und Heinz Reipen (seit März 2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellen===&lt;br /&gt;
*Vereinigung Apostolischer Gemeinden, Der Herold März 1976, S. 30-36&lt;br /&gt;
*Gemeindechronik Düsseldorf-Eller, 1975-2000 - Ein Haus für die Gemeinde Eller, Düsseldorf, Mai 2000&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weblinks===&lt;br /&gt;
*[http://www.duesseldorf.apostolisch.de/duesseldorf-eller www.duesseldorf.apostolisch.de/duesseldorf-eller]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Kirchengebäude der Apostolischen Gemeinschaft}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kirchengebäude]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vereinigung Apostolischer Gemeinden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Osterkerze&amp;diff=32324</id>
		<title>Osterkerze</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Osterkerze&amp;diff=32324"/>
		<updated>2026-04-02T09:08:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Osterkerze-AG-D-Mitte2023.jpeg|200px|thumb|right|Osterkerze Apostolische Gemeinde Düsseldorf-Mitte 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Osterkerze-AG-D-Mitte2021.JPG|200px|thumb|right|Osterkerze Apostolische Gemeinde Düsseldorf-Mitte 2021]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Osterkerze&#039;&#039;&#039; (lateinisch Cereus paschalis) ist eine große Kerze (meist) aus Bienenwachs, die in der Liturgie der Westkirchen (römisch-katholische, altkatholische, anglikanische und lutherische Kirche) zu Beginn der Osternachtsfeier am Osterfeuer bereitet, (geweiht) und entzündet wird. Der Brauch, eine besondere Kerze am Osterfest zu entzünden, ist seit der Spätantike bezeugt. Die Osterkerze gilt als reine Opfergabe für Gott und symbolisiert die Feuersäule des [[Neuer Bund|Neuen Bundes]]. Wie das Volk Israel damals durch die Wüste und durch das Rote Meer hindurchzog, indem es der Feuersäule folgte, so ziehen heute die Christen in der Osternacht in die Kirche ein und folgen der brennenden Flamme der Kerze, Zeichen für den auferstandenen Christus.&amp;lt;ref&amp;gt;Ottfried Jordahn: &#039;&#039;Das Zeremoniale&#039;&#039;. In: Hans-Christoph Schmidt-Lauber et al. (Hrsg.): &#039;&#039;Handbuch der Liturgik. Liturgiewissenschaft in Theologie und Praxis der Kirche&#039;&#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, 3. Auflage Göttingen 2003, S. 436–462, hier S. 455.&amp;lt;/ref&amp;gt; Meist wird vor der Kirche am Karsamstag das Osterfeuer entfacht, woran die Osterkerze entzündet wird. Er zieht dann mit der Osterkerze unter dem dreifach wiederholten Ruf Lumen Christi („Christus, das Licht“) vor der Gemeinde in die noch dunkle Kirche ein. Die Gemeinde antwortet jeweils mit Deo gratias („Dank sei Gott“). Danach wird die Osterkerze auf den Leuchter im [[Altarraum]] neben dem [[Ambo]] gestellt. Von der Osterkerze ausgehend wird das Licht an die Mitfeiernden weitergegeben, die eigene Kerzen mitbringen und beim Osterlob und bei der Erneuerung des Taufversprechens in Händen halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Osterkerzen finden sich zunehmend auch in evangelischen und apostolischen Kirchen. Diese werden, abweichend vom Brauch in der römisch-katholischen Kirche, üblicherweise das ganze Kirchenjahr (außer [[Karfreitag]] und Karsamtag) über im Gottesdienst angezündet. Etliche Gemeinden der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] nutzen seit dem Jahr 2000 Osterkerzen, die meist in einer Werkstatt für angepasste Arbeit (Herzogsägmühle, Peiting) bezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=London-Bishopsgate&amp;diff=32323</id>
		<title>London-Bishopsgate</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=London-Bishopsgate&amp;diff=32323"/>
		<updated>2026-03-25T14:27:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;London-Bishopsgate&#039;&#039;&#039; war eine katholisch-apostolische Gemeinde und zählt zu den [[Sieben Gemeinden]]. Bishopsgate war die zweite der Londoner Gemeinden. Sie lag im Osten der Stadt, im Bezirk Hackney.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Anfänge der Gemeinde reichen in das Jahr 1829 zurück. Sie ist hervorgegangen aus der Kongregationalisten-Gemeinde am Bishopsgate, am Ostrand des Stadtzentrums, der Old French Chapel-Gemeinde von Pfarrer [[Joseph Laurence Miller]]. Der alte Name wurde beibehalten, obwohl die Gemeinde im Stadtteil Hackney in den Jahren 1873/74 die jetzige Kirche errichtete, deren Bezirk den Nordosten und Osten Londons umfaßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
Das Kirchengebäude ist ein Ziegelbau in gotischen Formen mit 25 Meter hohem Dachreiter. Die Fassade zeigt im Mittelfeld ein farbenprächtiges großes Fenster und seitlich&lt;br /&gt;
zwei weitere Fenster.&lt;br /&gt;
== Innenausstattung ==&lt;br /&gt;
Das Innere beindruckte durch den aufwändig gestalteten Chor. Die Apsis zieren drei in violett gehaltene große Fenster. Der turmartige Aufbau des Tabernakels harmoniert zusammen mit dem Chorgestühl. Die Kirche hatte 600 Sitzplätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kirchengebäude]][[Kategorie: katholisch-apostolisch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=August_H%C3%B6lzel&amp;diff=32322</id>
		<title>August Hölzel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=August_H%C3%B6lzel&amp;diff=32322"/>
		<updated>2026-03-25T14:20:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:August Hölzel.jpg|thumb|August Hölzel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;August Hölzel&#039;&#039;&#039; (* 6. Dezember [[1870]] in Groß-Kannapinnen, † 11. Februar 1933) war [[Bezirksapostel]] der [[Neuapostolische Kirche Schweiz|Neuapostolischen Kirche in der Schweiz]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biografie==&lt;br /&gt;
August Hölzel wurde in Ostpreußen geboren. Die Familie verzog nach Wolfenbüttel, wo er mit seinen Eltern am 14. Mai 1883 durch Apostel [[Friedrich Krebs|Krebs]][[Versiegelung|versiegelt]] wurde. Nachdem er 1893 zum Unterdiakon eingesetzt wurde, siedelte er nach Zürich um, um dort den Bruder Nordmann aus Magdeburg mit dem Aufbau der [[Gemeinde]]n zu unterstützen. In dieser Zeit gab es in der Schweiz nur 20 Mitglieder. 1897 wurde Hölzel durch Apostel Krebs zum [[Priester]] ordiniert. Zusammen mit dem späteren Apostel [[Friedrich Bock]] bauten sie in der Schweiz mehrere Gemeinden auf. Unter Apostel Bock arbeitete Hölzel in verschiedenen Ämtern. Nach der Trennung des Apostelbezirkes Schweiz/Baden und dem Tode Apostel Bocks 1914 übernahm zunächst [[Johann Gottfried Bischoff]] die Betreuung der schweizer Gemeinden. Hölzel wurde 1916 in Frankfurt von Stammapostel Niehaus als Apostel für die [[Gebietskirche Schweiz|Schweiz]] eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;aus/von: Neuapostolische Rundschau 47/1916 | 19.11.1916 | NAK International&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er übernahm eine Bezirk mit 39 Gemeinden und ca. 3.100 Geschwistern. Am 16. September 1923 wurde ihm vom Stammapostel [[Ernst Güttinger]] als Apostel zur Hilfe gestellt. Die beiden bauten die Kirche auf 226 Gemeinden und ca. 20.000 Mitglieder aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurzbericht&lt;br /&gt;
aus „Wächterstimme aus Zion“; 1. April 1933&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Hölzel starb nach kurzer Krankheit am 11. Februar 1933, die Trauerfeier fand am 14. Februar in Zürich statt.&amp;lt;ref&amp;gt;aus/von: Wächterstimme aus Zion 6/1933 | 15.03.1933 | NAK International&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Amt als Bezirksapostel übernahm an diesem Tag Ernst Güttinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ordinationen==&lt;br /&gt;
*24. September 1893  [[Unterdiakon]]&lt;br /&gt;
*3. Mai 1897  [[Priester]] für Zürich&lt;br /&gt;
*11. August 1911  Gemeinde[[evangelist]]&lt;br /&gt;
*13. September 1903  Gemeinde[[ältester]]&lt;br /&gt;
*1. September 1907  Bezirks[[ältester]]&lt;br /&gt;
*22. Oktober 1916  [[Apostel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= [[Friedrich Bock]] |NACHFOLGER= [[Ernst Güttinger]] |AMT=Bezirksapostel für die Schweiz|ZEIT=  1916-1933}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Hoelzel, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Schweiz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=August_H%C3%B6lzel&amp;diff=32321</id>
		<title>August Hölzel</title>
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		<updated>2026-03-25T13:53:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: /* Biografie */ sprachliche Verbesserung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:August Hölzel.jpg|thumb|August Hölzel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;August Hölzel&#039;&#039;&#039; (* 6. Dezember [[1870]] in Groß-Kannapinnen, † 11. Februar 1933) war [[Bezirksapostel]] der [[Neuapostolische Kirche Schweiz|Neuapostolischen Kirche in der Schweiz]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biografie==&lt;br /&gt;
Bezirksapostel Hölzel wurde mit seinen Eltern am 14. Mai 1883 durch Apostel [[Friedrich Krebs|Krebs]] [[Versiegelung|versiegelt]]. Zuvor war die Familie nach Wolfenbüttel gezogen. Nachdem er 1893 zum Unterdiakon eingesetzt wurde, siedelte er nach Zürich um, um dort den Bruder Nordmann aus Magdeburg mit dem Aufbau der [[Gemeinde]]n zu unterstützen. In dieser Zeit gab es in der Schweiz nur 20 Mitglieder. 1897 wurde Hölzel durch Apostel Krebs zum [[Priester]] ordiniert. Zusammen mit dem späteren Apostel [[Friedrich Bock]] bauten sie in der Schweiz mehrere Gemeinden auf. Unter Apostel Bock arbeitete Hölzel in verschiedenen Ämtern. Nach der Trennung des Apostelbezirkes Schweiz/Baden und dem Tode Apostel Bocks übernahm Hölzel ab 1916 als Apostel den Bezirk [[Gebietskirche Schweiz|Schweiz]]. Er starb nach kurzer Krankheit am 11. Februar 1933.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ordinationen==&lt;br /&gt;
*24. September 1893  [[Unterdiakon]]&lt;br /&gt;
*3. Mai 1897  [[Priester]] für Zürich&lt;br /&gt;
*11. August 1911  Gemeinde[[evangelist]]&lt;br /&gt;
*16. September 1902  Gemeinde[[ältester]]&lt;br /&gt;
*1. September 1907  Bezirks[[ältester]]&lt;br /&gt;
*22. Oktober 1916  [[Apostel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= [[Friedrich Bock]] |NACHFOLGER= [[Ernst Güttinger]] |AMT=Bezirksapostel für die Schweiz|ZEIT=  1916-1933}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Hoelzel, August}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Schweiz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
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		<title>Korporale</title>
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		<updated>2026-03-25T13:46:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Korporale.jpg|thumb|right|Korporale, 50 x 50 cm, mit [[Emblem der Neuapostolischen Kirche]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neuapostolische Korporale.jpg|thumb|right|neuapostolische Korporale]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kelch + Parament Patene.JPG|thumb|Ziborium Neuapostolische Kirche aktuell abgedeckt mit Patene und Korporale]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Abendmahlskelche AG.JPG|thumb|Abendmahlskelche auf der Korporale in der Apostolischen Gemeinschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Korporale&#039;&#039;&#039; ist ein weißes Tuch oder Deckchen, welches auf dem Altar oder den Tisch der Darstellung unter einer Patene, Hostienschale und/oder Kelch liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ursprung==&lt;br /&gt;
In der römischen Liturgie war das Korporale ursprünglich als palla corporalis die oberste Altardecke, auf welche die eucharistischen Gaben nicht nur gestellt, sondern mit der sie auch bedeckt wurden. Ab dem 11. Jahrhundert entwickelten sich daraus das deutlich kleinere Korporale und die [[Palla]] als Bedeckung des Kelches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
Das Korporale symbolisiert das Grabtuch Christi auf dem die Abendmahlskelche mit [[Hostie]]n stehen. Das Korporale ist das älteste Parament. In der byzantinischen Liturgietradition entspricht das Iliton dem Korporale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwendung in den apostolischen Gemeinschaften==&lt;br /&gt;
Das Korporale wird bei Abendmahlsfeiern in den apostolischen Kirchen und Gemeinschaften in der Tradition der Westkirche (katholisch, anglikanisch, lutherisch) auf den Altar gelegt, um die [[Patene]], [[Hostienschale]] und den [[Abendmahlskelch]] (bzw. das [[Ziborium]]) daraufzustellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anweisung über die Kirchlichen Zeugstücke der Katholisch-apostolischen Gemeinden aus dem Jahre 1880 beschreibt das Korporale wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Bei der heiligen Eucharistie und Kommunion, sowie bei der Darstellung des Sakraments möge auf der Mitte des Altars noch ein kleineres geweihtes Leinentuch liegen, Korporale, weiß und unverziert, außer etwa mit einem Kreuze, groß genug, um die Sakramentsgefäße darauf zu stellen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:NAKKorporale.jpg|thumb|Ziborien mit Korporale in der NAK Gemeinde Hagen-Wehringhausen]]&lt;br /&gt;
Seit den ca. 1990-er Jahren ist festzustellen, dass in vielen neuapostolischen Gemeinden keine Korporale mehr verwendet werden. Hintergründe dafür sind die mangelnden liturgischen Kenntnisse und damit das Weglassen des Deckchens. Oftmals wurde und wird dieses Tuch als &amp;quot;Omas Häkeldeckchen&amp;quot; bezeichnet und für altmodisch und unpassend befunden. Dennoch finden sich noch heute vereinzelt in neuapostolischen Gemeinden, meist regional gehäuft, schöne Korporale in Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://www.praxis-gottesdienst.net/lexikon/lexikon_detail.html?k_beitrag=3425248&amp;amp;bstabe=3382081 Korporale - Lexikon - praxis-gottesdienst]&lt;br /&gt;
* [http://www.kirchenweb.at/ministranten/messdiener/liturgiegeraete.htm Liturgie Geräte Lexikon]&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-muenster.de/Kultbild/missa/bilder/realien/dalmatik/korporale_index.html Korporale - Universität Münster]&lt;br /&gt;
* [http://www.deicke-kirchenbedarf.de/Altarwaesche/Korporale-Korporale-oxid-4.html?listtype=search&amp;amp;searchparam=korporale www.deicke-kirchenbedarf.de - Altarwäsche]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liturgie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Bu%C3%9Fe&amp;diff=32319</id>
		<title>Buße</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Bu%C3%9Fe&amp;diff=32319"/>
		<updated>2026-03-20T10:26:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: /* Vereinigung Apostolischer Gemeinden */ Umformulierung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In der religiösen Bedeutung ist &#039;&#039;&#039;Buße&#039;&#039;&#039; die Umkehr des Menschen zu Gott, von dem er sich durch die Sünde entfernt hat. Dieser Begriff ist so unterschiedlich vom Alltagsgebrauch des Worts Buße, dass er fast im Gegensatz dazu steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Christentum führt Buße über die Erkenntnis der eigenen Schuld (Hiob 42,6) zu den rechtschaffenen Werken des neuen Lebens (Apg 26,20), die die Abkehr von der bisherigen Lebensführung einschließen (Röm 6,1f). [[Jesus Christus]] gilt hier als Sühneopfer für die [[Erbsünde]] aller Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Herkunft des Wortes ==&lt;br /&gt;
Die Wörter, die in verschiedenen Sprachen für diesen Begriff gebraucht werden, haben in der jeweiligen Alltagssprache sehr unterschiedliche Bedeutungen, was leicht zu Missverständnissen führen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#Das griechische Wort, das im Neuen Testament mit Buße übersetzt wird, ist μετάνοια metanoia, von νοεῖν noein, „denken“ und μετά meta, „um“ oder „nach“, wörtlich also etwa: „Umdenken, Sinnesänderung, Umkehr des Denkens“.&lt;br /&gt;
#Der hebräische Begriff שוב schub, der in der Septuaginta mit metanoia übersetzt wird, umfasst eine Umkehr zu [[Gott]] nicht nur im Denken, sondern in der ganzen Existenz, was die Veränderung des Verhaltens, vor allem aber auch Gehorsam gegenüber Gott, neues Vertrauen zu ihm ebenso einschließt wie die Abkehr von allen bösen und widergöttlichen menschlichen Neigungen und Schwächen.&lt;br /&gt;
#Ins Lateinische wurde metanoia mit paenitentia, „Reue, Buße“, übersetzt, häufig abgeschliffen zu poenitentia und unzutreffend abgeleitet von poena, „Strafe“.&lt;br /&gt;
#Im Deutschen wurde das Wort Buße verwendet, das sprachlich mit baß, besser, verwandt ist und ursprünglich „Nutzen, Vorteil“ bedeutet. Es bezeichnete also die Genugtuung des [[Sünde]]rs gegenüber Gott, woraus sich die jetzige (untheologische) Bedeutung „von außen auferlegte Strafe oder Wiedergutmachung, die unabhängig von der inneren Einstellung ist“ entwickelt. Luther betonte wieder mehr den „Schrecken und gläubige Reue“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Buße im Christentum ==&lt;br /&gt;
Im Christentum wird die Buße unterschiedlich definiert:&lt;br /&gt;
# In der katholischen Tradition kann es unterschiedliche Bedeutungen haben: die Teilhabe am Bußsakrament (Beichte), die Versöhnung mit Gott und der Kirche, die Werke der Wiedergutmachung begangener Schuld, Werke der Buße (bspw.: [[Fasten]]), die Teilhabe am Leiden Christi.&lt;br /&gt;
# In der orthodoxen Tradition wird Buße vor allem als eine Änderung der Lebenseinstellung verstanden, die durch die freiwillige Zusammenarbeit des [[Heiliger Geist|Heiligen Geistes]] auf der einen Seite und des einzelnen Menschen auf der anderen Seite zustande kommt. Ziel ist dabei, die [[Vergebung]] Gottes anzunehmen, den Zorn gegen Gott und die Mitmenschen hinter sich zu lassen, und so von einer widernatürlichen, unmenschlichen „Todeshaltung“ zu einer natürlichen, menschlichen Lebenshaltung zu gelangen.&lt;br /&gt;
#In den protestantischen Traditionen wird der Begriff Buße meist als Änderung der inneren Haltung verstanden und betont, dass Buße von Gott bewirkt wird. Nicht der Mensch kehrt aus eigenem Entschluss um, sondern Gott ist Ursache der Umkehr. Äußere Handlungen sind zwar mit dieser Umkehr verbunden, aber nicht als Voraussetzung, sondern als natürliche Folge einer grundlegenden Veränderung der inneren Haltung. Der Pietismus und die meisten Evangelikalen verstehen unter Buße auch eine einmalige, grundlegende Bekehrung zu Jesus Christus, die in einem veränderten Leben resultiert. Diese bewusste Lebenswende ist Antwort auf das Angebot der Gnade Gottes, beendet das bisherige Leben als ungläubiger Mensch und beginnt mit Hilfe des Heiligen Geistes ein Leben in Orientierung an Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katholisch-apostolisch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Schriften [[katholisch-apostolisch]]er Autoren wird Buße zumeist als die Umkehr zu Gott in Denken und Handeln. Dies wird auf unterschiedlichen Ebenen verstanden: Zum einen ist es die Umkehr des Individiums zu Gott mit Hilfe der Kirche (Absoulution und [[Sakrament]]e), zum anderen ist es die Buße der Kirche gegenüber Gott.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade der Aspekt der büßenden Kirche wird in der katholisch-apostolischen Tradition betont: Es ist die Umkehr der Kirche zu Gottes gewollten Ordnungen: gegen die Spaltung und Zerteilung der Kirche Christi, für eine Anerkennung des [[Apostel]]amts und der daraus resultierenden Ordnungen in Amt und Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sieht bis in die Gegenwart dies als Hauptaufgabe der eigenen Gemeinschaft: Buße zu tun für die gesamte Christenheit, die sich immer weiter gespalten hat und die von Gott gegebenen Gaben im Apostelamt verworfen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuapostolische Kirche ==&lt;br /&gt;
Die [[Neuapostolische Kirche]] definiert Buße wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buße ist die Umkehr des Menschen zu Gott, von dem er sich durch die Sünde entfernt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verbunden mit Reue ist sie eine Voraussetzung für die Vergebung der Sünden durch Gott. Die Buße beinhaltet auch das Bedürfnis, Schuld gegenüber Dritten wieder gut zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen sehen in der Buße die von Gott dem sündigen Menschen geschenkte, durch Christi Opfer ermöglichte gnadenvolle Gelegenheit, aus dem Zustand der Unfreiheit und Unruhe, der durch die Sünde erzeugt wurde, durch die Vergebung in die völlige Freiheit und den Frieden mit Gott zu gelangen. &amp;lt;ref&amp;gt;http://www.nak.org/de/glaube-kirche/nak-von-a-bis-z/glossar/all/busse/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinigung Apostolischer Gemeinden ==&lt;br /&gt;
In den Apostolischen Gemeinschaften wird Buße im Rahmen ihres biblisch geprägten Glaubensverständnisses als grundlegende Dimension christlichen Lebens verstanden. Sie ist Ausdruck der Einsicht in die eigene Fehlbarkeit und der Bereitschaft zur Umkehr, die sowohl den einzelnen Menschen als auch die Gemeinschaft der Kirche betrifft. Da die Glaubenslehre ausdrücklich die eigene Begrenztheit betont und die Möglichkeit von Irrtum einschließt, gehört die Fähigkeit zur Buße wesentlich zum Selbstverständnis der Kirche: Sie bleibt offen dafür, sich durch Gottes Wort korrigieren und erneuern zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schrift und Glaube, Bd. 1, 2023, S. 27f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Buße ist dabei keine isolierte Handlung oder Voraussetzung für göttliches Handeln, sondern Teil der lebendigen Beziehung zu Gott, die auf Vertrauen und Gnade gründet. Sie geschieht im Horizont des Heils, das allein in Jesus Christus begründet ist und aus dem Glauben erwächst. Entsprechend wird Buße als Antwort des Menschen auf Gottes Zuwendung verstanden: als Umkehr des Denkens und Lebens, als Neuorientierung an Gottes Willen und als Öffnung für die Vergebung, die in Christus bereits geschenkt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. ebd., S. 35–38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gemeindlichen Leben findet Buße insbesondere im Zusammenhang mit dem [[Abendmahl]] ihren Ausdruck, in dem die Vergebung der Schuld gefeiert wird. Zur Vorbereitung auf das Abendmahl soll die Buße den Weg zur Befreiung öffnen. Daher wird die Gemeinde vor der Feier des Mahls zum Erkennen und Bekennen von Schuld, zur Reue, zur Bereitschaft zur Vergebung sowie zur Umkehr aufgerufen. Liturgisch geschieht dies durch eine Zeit der Stille, eine Meditation, einen Bußpsalm, ein Bußlied oder ein Bußgebet. Für den Bußpsalm nennt die Gemeinde- und Gottesdienstordnung insbesondere die Psalmen 6, 32, 38, 51, 102, 130 und 143. Als Bußlied werden beispielsweise die Lieder 284, 329 oder 332 aus dem Gesangbuch &#039;&#039;Singt dem Herrn&#039;&#039; empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vereinigung Apostolischer Gemeinschaften Europas: Gemeinde- und Gottesdienstordnung, Ausgabe D0.1, Düsseldorf 28.01.2012, S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei steht nicht die äußere Form im Vordergrund, sondern die aufrichtige Hinwendung des Herzens zu Gott, die sich im weiteren Leben in gelebtem Glauben, Hoffnung und Liebe entfaltet. Buße ist somit Teil eines fortwährenden geistlichen Prozesses, der den Menschen in die Nachfolge Jesu Christi führt und ihn in der Gemeinschaft der Kirche verankert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Theologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Peter_Johanning&amp;diff=32318</id>
		<title>Peter Johanning</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Peter_Johanning&amp;diff=32318"/>
		<updated>2026-03-20T10:18:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: Jüngere Ereignisse eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Peter_Johanning_2.JPG|thumb|400px|Peter Johanning auf dem EJT 2009]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Peter_Johanning.jpg|thumb|Peter Johanning auf dem EJT 2009]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Peter Johanning&#039;&#039;&#039; (* 28. Oktober 1956 in Bad Rothenfelde) war bis 2026 ein neuapostolischer Geistlicher und der Medienreferent der [[Neuapostolische Kirche International|Neuapostolischen Kirche International]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeitschrift [[Spirit]] beantwortete er in der Rubrik faq regelmäßig Fragen zum neuapostolischen Glauben, die ihm oft gestellt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe letzte Seite von diversen Spirit-Ausgaben. zB: 02/18, 05/23&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biografie==&lt;br /&gt;
Im Alter von 23 Jahren empfing er seinen ersten Amtsauftrag als [[Unterdiakon]] für die [[Gemeinde]] Halle. Vier Jahre später wurde er zum [[Priester]] ordiniert und 1996 zum [[Evangelist]]en. Seit 1998 wirkte Peter Johanning als Bezirksevangelist. Peter Johanning wohnt mit seiner Frau Elke in Halle/Westfalen. Am 6. Dezember 2009 wurde er zum Bezirksältesten für den [[Bezirk]] Bielefeld ordiniert. Am 1. Mai 2011 wurde er dann zum Bischof der [[Gebietskirche]] [[Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen| Nordrhein-Westfalen]] gesetzt. Als solcher betreut er die Gemeinden der Kirchenbezirke Bielefeld, Herford und Detmold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1996 ist er hauptberuflich als Medienreferent bei der Neuapostolischen Kirche International tätig. Vorab arbeitete der gelernte Journalist im Rathaus Bielefeld. Bekannt wurde Peter Johanning durch seinen Auftritt in der RTL-Talkshow &#039;&#039;[[Hans Meiser]]&#039;&#039;, die sich in einer Sendung der Kritik an der Neuapostolischen Kirche widmete. Johanning vertrat dort offiziell die Neuapostolische Kirche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. September 2025 wurde er in einem Zentralgottesdienst in Kassel-Nordost der NAK-Gebietskirche West von Bezirksapostel Pöschel in den Ruhestand versetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.nak-west.de/db/8093814/Berichte/Zentralgottesdienst-2024-Bischof-Johanning-in-Ruhestand-verabschiedet&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der ACK-Herbstversammlung 2025 endete seine Tätigkeit als Delegierter der Neuapostolischen Kirche in Deutschland und als Ökumene-Referent des Stammapostels. Bei der Herbstsynode der Evangelischen Kirche von Westfalen sprach er am 26. November 2025 ein Grußwort.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.evangelisch-in-westfalen.de/fileadmin/user_upload/Kirche/Unsere_Struktur/Landeskirche/Landessynode/Synode_2025_2/Dokumente/Grusswort_NAK_Landessynode_25_2_EKvW_20__1_.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 30. Januar 2026 wurde er in einer ökumenischen Feierstunde in der NAK Frankfurt-West von seinen ökumenischen Funktionen verabschiedet.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.nak-west.de/db/8169508/Berichte/Feierstunde-in-Frankfurt-Bischof-i.R.-Johanning-aus-oekumenischer-Arbeit-verabschiedet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ordinationen==&lt;br /&gt;
* 1979 [[Unterdiakon]]&lt;br /&gt;
* 1984 [[Priester]]&lt;br /&gt;
* 1996 [[Evangelist]]&lt;br /&gt;
* 1998 [[Bezirksevangelist]]&lt;br /&gt;
* 6. Dezember 2009 [[Bezirksältester]] des Bezirks Bielefeld&lt;br /&gt;
* 1. Mai 2011 [[Bischof]] für die Bezirke Bielefeld, Herford und Detmold&lt;br /&gt;
*15. September 2024 Ruhestand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Johanning, Peter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Neuapostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Person]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Taufschale&amp;diff=32317</id>
		<title>Taufschale</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Taufschale&amp;diff=32317"/>
		<updated>2026-03-17T12:35:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Taufschale Nak Dortmund Kichderne.JPG|thumb|right|Taufschale der Neuapostolischen Kirche [[Dortmund-Kirchderne]] ]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Taufschale&#039;&#039;&#039; ist ein liturgisches Gefäß für das Wasser zur Feier der [[Taufe|Heiligen Wassertaufe]]. In vielen apostolischen Gemeinschaften findet die Taufschale ihren Platz auf dem [[Altar]]. &lt;br /&gt;
In einzelnen neuapostolischen Gebietskirchen und auch anderen apostolischen Gemeinschaften werden teilweise [[Taufstock]] bzw. [[Taufbecken]] zur Taufe verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
In den meisten apostolischen Kirchen findet eine Säuglingstaufe statt. Diese ist i.d.R. keine Untertauchtaufe des Täuflings. Praktiziert wird der Taufritus zum Begießen oder Besprengen des Täuflings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Taufauftrag Jesu benennt klare Zusammenhänge:&lt;br /&gt;
* Predigen des Evangeliums aller Kreatur (d.h. der ganzen Schöpfung) bzw. zu Jüngern machen alle Völker,&lt;br /&gt;
* Taufen auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes,&lt;br /&gt;
* den Glauben lebendig halten bzw. die Einhaltung dessen zu lehren, was Jesus geboten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Konferenz der Apostel und Bischöfe der Apostolischen Gemeinschaften in Europa: Schrift und Glaube, 1. Aufl. 2023, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Taufschalen können bis zu einem bzw. zwei Liter Wasser aufnehmen und wurden bzw. werden aus verschiedenen Materialien hergestellt (Edelmetall, Edelstahl oder Glas). Manche Taufschalen sind kostbar verziert, manche tragen nur schlichte oder gar keine Widmungsinschriften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Neuapostolischen Kirche wird zur Taufe oft auch eine [[Patene]] verwendet die zum Zwecke der Taufe nur minimal mit Wasser befüllt wird. Als Schutz gegen Verunreinigungen besitzen manche Taufschalen einen Deckel oder werden mit einem Tuch abgedeckt [[Kategorie:Liturgisches Gerät]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Apostostolischen Gemeinschaft wird seit 2005 die Taufe mit fließendem Wasser gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Da wir die in anderen Kirchen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes empfangene Taufe anerkennen und auch die in Apostolischen Gemeinden empfangene Taufe weitgehend anerkannt wird, soll die Form der Taufe in Apostolischen Gemeinden dem urchristlichen Bild nahekommen und dem allgemeinen ökumenischen Taufverständnis entsprechen, indem Wasser über das Haupt des Täuflings fließt. Bei der Taufe schöpft der Ausführende dazu dreimal mit der Hand aus der Taufschale oder dem Taufbecken und lässt das Wasser über die Stirn des Täuflings fließen, wobei mit dem Zeigefinger jeweils das Kreuzzeichen an der Stirn des Täuflings beschrieben wird.&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Konferenz der Apostel und Bischöfe der Apostolischen Gemeinschaften in Europa: Schrift und Glaube, 1. Aufl. 2023, S. 55&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei: Hostienteller NAK.JPG|Antike Taufschale Neuapostolische Kirche Bereich Mecklenburg-Vorpommern&lt;br /&gt;
Datei:Foto(1).JPG|Antike Taufschale 1910 Neuapostolische Kirche Gemeinde Holzwickede&lt;br /&gt;
Datei:Taufschale widderköpfe.JPG|Antike Taufschale Alter unbekannt Neuapostolische Kirche Schweiz&lt;br /&gt;
Datei:Taufschale_becher.JPG|Antike Taufschale in Becherform Alter unbekannt Neuapostolische Kirche Schweiz&lt;br /&gt;
Datei:Taufschale_nöppel.JPG|Antike Taufschale Alter unbekannt Neuapostolische Kirche Schweiz&lt;br /&gt;
Datei:Taufschale_glatt.JPG|Antike Taufschale Alter unbekannt Neuapostlische Kirche Schweiz &lt;br /&gt;
Datei:12-05-13-Taufe-i3.jpg|Antike Taufschale 40/50ger Jahre Neuapostlische Kirche Nürnberg-Ost &lt;br /&gt;
Datei:Taufschale Hagen-Wehringhausen.JPG|Taufschale Neuapostolische Kirche Gemeinde Hagen-Wehringhausen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liturgisches Gerät]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Ich_bin_%E2%80%93_Jesus_in_Wort_und_Wundern&amp;diff=32316</id>
		<title>Ich bin – Jesus in Wort und Wundern</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Ich_bin_%E2%80%93_Jesus_in_Wort_und_Wundern&amp;diff=32316"/>
		<updated>2026-03-13T07:37:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Pop-Oratorium &#039;&#039;&#039;Ich bin – Jesus in Wort und Wundern&#039;&#039;&#039;ist  ein zweistündiges Werk, in dem die sieben [[Ich bin Worte|„Ich bin“-Worte Jesu]] und seine Wundertaten musikalisch verarbeitet sind. Es soll durch ein breites Spektrum musikalischer Ausdrucksmittel einen spannenden, faszinierenden Blick auf die einzigartige Persönlichkeit des Gottessohnes [[Jesus Christus]] bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stück wurde von der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] entwickelt und aufgeführt mit einem für diesen Zweck geschaffenen Chor aufgeführt. Für dem [[Internationaler Jugendtag 2019|Internationalen Jugendtag 2019]] wurde das Stück auf Englisch übersetzt und dort aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
In acht Szenen geht es unter anderem um die „Ich bin“-Worte Jesu in Kombination mit seinen Wundern. Die Zuhörer sollen dabei einen Mix aus verschiedenen muskalischen Stilrichtungen: Von Rock über Blues bis hin zu Balladen und Gospel erleben. Dabei erfolgt eine Verknüpfung von klassischem Orchester- und Chorapparat mit Gesangssolisten und einer Rockband. So stehen hymnische Choräle in Verbindung mit Strukturen und Formen aus Rock,Blues, Rhythm’n’Blues, Pop / Balladen, Gospel, Country, Jazz und Cross-Over.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Akteure ==&lt;br /&gt;
Hauptakteure sind über 1.500 jugendliche SängerInnen aus den Gebietskirchen Norddeutschland und Nordrhein-Westfalen. Die Leitung besteht aus [[Gerrit Junge]] (musikalische Leitung), [[Stefan Vis]] (Orchester), [[Jürgen Deppert]] (Libretto), [[Sigi Hänger]] und [[Christoph Oellig]] (Komposition).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufführungen ==&lt;br /&gt;
Aufgeführt wurde das Pop-Oratorium im Juni 2013, aus Anlass des [[150 Jahre Neuapostolische Kirche|150-jährigen Jubiläums der Neuapostolischen Kirche]]. Veranstaltungsorte waren die O2 World Hamburg a, 15. Juni 2013 und die Westfalenhalle Dortmund am 1. Juni 2013. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31. Mai 2019: Für dem [[Internationaler Jugendtag 2019|Internationalen Jugendtag 2019]] wurde das Stück auf Englisch übersetzt und dort aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.youtube.com/watch?v=GkWZOLNfDDE Trailer der DVD, die im Bischof-Verlag erschienen ist]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Publikation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinschaft_-_Kirche_Voerde&amp;diff=32311</id>
		<title>Apostolische Gemeinschaft - Kirche Voerde</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Apostolische_Gemeinschaft_-_Kirche_Voerde&amp;diff=32311"/>
		<updated>2026-03-12T14:10:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: Korrektur/Ergänzung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:AG-Voerde-aussen2.jpg|thumb|Gemeinde Voerde]]&lt;br /&gt;
[[Datei:AG-Voerde-aussen.jpg|thumb|Gemeinde Voerde Eingang]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchengebäude liegt in einem Wohngebiet auf einem Eckgrundstück der Straße Hövelmannskath 1. Es ist mit der Kirche in Dinslaken eins von zwei eigenen Kirchengebäuden der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]] im ehemaligen [[Bezirk Wesel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Voerde entstand im Dezember 1982 durch die Zusammenführung der beiden Ortsgemeinden Friedrichsfeld und Voerde, die bis dahin ihre Gottesdienste jeweils in angemieteten Räumlichkeiten durchführten. Dazu war es notwendig ein eigenes Kirchengebäude zu errichten. Die ersten Aktivitäten begannen 1981. Fast ausschließlich durch Eigenleistung wurde das Kirchengebäude am 19. November 1982 fertig gestellt und am 5. Dezember 1982 durch Apostel [[Ernst Lenser]] eingeweiht. Im 80m² großen, runden Gottesdienstraum ist Platz für ca. 100 Personen. Im Untergeschoss befinden sich weitere Räume sowie eine Küche.&lt;br /&gt;
Am 29. November 2009 fusionierten die Gemeinden Wesel und Voerde zur Gemeinde Voerde. Beide Gemeinden haben diesen Schritt positiv unterstützt und fühlen sich gemeinsam sehr wohl. Die Gemeinde Voerde bildete mit drei weiteren Gemeinden (Borken, Dinslaken, [[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Emmerich|Emmerich]]) den Ältestenbezirk Wesel. Seit 2025 wechseln die Gottesdienste vierzehntägig zwischen den Gemeinden Dinslaken und Voerde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zu den nebenstehenden festen Terminen besteht an jedem 1. Sonntag im Monat nach dem Gottesdienst die Möglichkeit beim Brunch, sich über das gehörte Bibelwort oder andere Dinge auszutauschen und damit Gemeinschaft zu pflegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeindeleiter ist der [[Ältester|Älteste]] Hendrik Schwarz, der von einem örtlichen Mitarbeiterkreis unterstützt wird..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Kirchengebäude der Apostolischen Gemeinschaft}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Datei:AG-Voerde-aussen2.jpg&amp;diff=32310</id>
		<title>Datei:AG-Voerde-aussen2.jpg</title>
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		<updated>2026-03-12T14:04:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Datei:AG-Voerde-aussen.jpg&amp;diff=32309</id>
		<title>Datei:AG-Voerde-aussen.jpg</title>
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		<updated>2026-03-12T14:03:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Priester&amp;diff=32308</id>
		<title>Priester</title>
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		<updated>2026-03-12T14:01:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: /* Priester in der Neuapostolischen Kirche */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Priester&#039;&#039;&#039; ist im Christentum, ähnlich wie in vielen anderen Religionen eine [[Amt|Amtsperson]] der Religionsausübung. Das genaue Verständnis der dem Priester innewohnenden religiösen Kraft, bzw. seiner Mittlerrolle, unterscheidet sich zwischen den christlichen (auch zwischen den verschiedenen apostolischen) Bekenntnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das deutsche Wort Priester stammt vom griechischen πρεσβύτερος, &#039;&#039;presbyteros&#039;&#039;, „[[Ältester]]“. Das Wort Presbyter ist in vielen europäischen Sprachen davon abgeleitet. Andere Sprachen entnehmen das Wort dem Bedeutungsfeld von griech. ἱερος, &#039;&#039;hieros&#039;&#039; — „heilig, geweiht“ und (lat.: Sacerdos) – „Priester“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Priester in den katholisch-apostolischen Gemeinden ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Philippe-Jung-KAG-Priester.jpg|thumb|right|Katholisch-apostolischer Priester mit [[Albe]] und [[Kasel]]]]&lt;br /&gt;
Die katholisch-apostolischen Gemeinden kannten die Unterscheidung zwischen Priestern und Ältesten nicht. Alle Priester waren Älteste und alle Älteste Priester. Jedoch kannte die kirchliche Lehre eine Zuweisung zu einem Amtscharakter: [[Ältester]], [[Prophet]], [[Evangelist]] und [[Hirte]]. Es wurde angestrebt, dass in jeder Gemeinde 24 Priester tätig wurden, je sechs zu jedem Amtscharakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Priester in der Neuapostolischen Kirche ==&lt;br /&gt;
=== Allgemein===&lt;br /&gt;
Der Priester ist die niedrigste Weihestufe der priesterlichen Ämter. Mit der [[Ordination]] zum Priester wird die Vollmacht verliehen, im Auftrag des Apostels die [[Sündenvergebung]] zu verkündigen, das [[Heiliges Abendmahl|Heilige Abendmahl]] zu feiern und im Auftrag der Kirche die [[Heilige Taufe]] zu spenden.&lt;br /&gt;
Ein Priester leitet in der Regel einen [[Gottesdienst]], [[predigt]] und versorgt seelsorgerisch die ihm zugeteilten Gemeindemitglieder. Sind in einer Gemeinde mehrere priesterliche Ämter vorhanden, werden oftmals mehrere [[Seelsorge]]bezirke, sog. &#039;&#039;Priesterbezirke&#039;&#039;, eingerichtet.&lt;br /&gt;
Das Priesteramt ist, wie alle ordinierten Ämter, bis 2023 Männern vorbehalten gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== weitere priesterliche Ämter ===&lt;br /&gt;
Zu den priesterlichen Ämtern zählten bis Pfingsten 2019&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.nak.org/de/news/offizielle-verlautbarungen/article/19676/&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Neuapostolischen Kirche neben dem Priester die Ämter des (Gemeinde-)Evangelisten, Hirten, Gemeindeältesten, Bezirksevangelisten, Bezirksältesten und des [[Bischof|Bischofs]] zu den Priesterlichen [[Amt|Ämtern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2023 ist die [[Frauenordination]] eingeführt und so können der Diakonat und die priesterlichen Dienste gleichermaßen von Frauen und Männern ausgeübt werden. &amp;lt;ref&amp;gt;[https://nak.org/de/db/17602/Bekanntmachungen/Frauenordination-ab-2023-moeglich Bekanntmachung auf NAK.org], gesehen am 22.03.2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Priester in der Vereinigung Apostolischer Gemeinschaften==&lt;br /&gt;
Die alttestamentliche Bezeichnung &#039;&#039;&#039;Priester&#039;&#039;&#039;, als Mittler zwischen Gott und Mensch, kommt im Neuen Testament ausschließlich Jesus Christus als &amp;quot;Hohem Priester&amp;quot; zu. Folglich findet sich im Neuen Testament keine Bezeichnung der Dienste und Ämter als Priester. Jedoch entwickelte sich bereits früh eine Dreiteilung der geistlichen Ämter in [[Diakon]], Presbyter (=[[Ältester]]) und [[Bischof]]. Die Presbyter, die später dann auch als Priester bezeichnet wurden, haben dabei keine Mittlerrolle sondern den sichtbaren und durch Ordination übertragenen Auftrag die Sakramente ([[Taufe]], [[Abendmahl]] und [[Versiegelung]]) feiern zu dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der heutigen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinschaften]] kommt den ordinierten priesterlichen Diensten (Priester, [[Hirte]], [[Evangelist]], Ältester, Bischof und [[Apostel]]) die Aufgabe der Sakramentsfeier für alle drei Sakramente zu. Andere Aufgaben sind Seelsorge, Lehre und Verkündigung, Gemeindeleitung und Segenshandlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den urchristlichen Gemeinden versteht die VAG die Aufteilung des Dienstes nicht als Hierarchie sondern als gabenorientierte Mitarbeit. In diesem Sinne wird bei den Aufgaben der Presbyter in apostolischen Gemeinden zwischen dem Dienst des Priesters (seit 2016 [[Gemeindeältester]]) als Dienst für einzelne Gemeinden oder Gemeindeteile und dem Dienst des Ältesten als Region- oder Ressortverantwortlicher unterschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde- und Gottesdienstordnung für die VAG Europas, Januar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da seit 2003/04 die [[Frauenordination]] eingeführt ist, sind alle Dienste sowohl für Männer als auch Frauen offen.&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stumpfartikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Amt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Priester&amp;diff=32307</id>
		<title>Priester</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Priester&amp;diff=32307"/>
		<updated>2026-03-12T14:01:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: /* Priester in der Vereinigung Apostolischer Gemeinschaften */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Priester&#039;&#039;&#039; ist im Christentum, ähnlich wie in vielen anderen Religionen eine [[Amt|Amtsperson]] der Religionsausübung. Das genaue Verständnis der dem Priester innewohnenden religiösen Kraft, bzw. seiner Mittlerrolle, unterscheidet sich zwischen den christlichen (auch zwischen den verschiedenen apostolischen) Bekenntnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das deutsche Wort Priester stammt vom griechischen πρεσβύτερος, &#039;&#039;presbyteros&#039;&#039;, „[[Ältester]]“. Das Wort Presbyter ist in vielen europäischen Sprachen davon abgeleitet. Andere Sprachen entnehmen das Wort dem Bedeutungsfeld von griech. ἱερος, &#039;&#039;hieros&#039;&#039; — „heilig, geweiht“ und (lat.: Sacerdos) – „Priester“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Priester in den katholisch-apostolischen Gemeinden ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Philippe-Jung-KAG-Priester.jpg|thumb|right|Katholisch-apostolischer Priester mit [[Albe]] und [[Kasel]]]]&lt;br /&gt;
Die katholisch-apostolischen Gemeinden kannten die Unterscheidung zwischen Priestern und Ältesten nicht. Alle Priester waren Älteste und alle Älteste Priester. Jedoch kannte die kirchliche Lehre eine Zuweisung zu einem Amtscharakter: [[Ältester]], [[Prophet]], [[Evangelist]] und [[Hirte]]. Es wurde angestrebt, dass in jeder Gemeinde 24 Priester tätig wurden, je sechs zu jedem Amtscharakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Priester in der Neuapostolischen Kirche ==&lt;br /&gt;
=== Allgemein===&lt;br /&gt;
Der Priester ist die niedrigste Weihestufe der priesterlichen Ämter. Mit der [[Ordination]] zum Priester wird die Vollmacht verliehen, im Auftrag des Apostels die [[Sündenvergebung]] zu verkündigen, das [[Heiliges Abendmahl|Heilige Abendmahl]] zu feiern und im Auftrag der Kirche die [[Heilige Taufe]] zu spenden.&lt;br /&gt;
Ein Priester leitet in der Regel einen [[Gottesdienst]], [[predigt]] und versorgt seelsorgerisch die ihm zugeteilten Gemeindemitglieder. Sind in einer Gemeinde mehrere priesterliche Ämter vorhanden, werden oftmals mehrere [[Seelsorge]]bezirke, sog. &#039;&#039;Priesterbezirke&#039;&#039;, eingerichtet.&lt;br /&gt;
Das Priesteramt ist, wie alle ordinierten Ämter, bis 2023 Männern vorbehalten gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== weitere priesterliche Ämter ===&lt;br /&gt;
Zu den priesterlichen Ämtern zählten bis Pfingsten 2019&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.nak.org/de/news/offizielle-verlautbarungen/article/19676/&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Neuapostolischen Kirche neben dem Priester die Ämter des (Gemeinde-)Evangelisten, Hirten, Gemeindeältesten, Bezirksevangelisten, Bezirksältesten und des [[Bischof|Bischofs]] zu den Priesterlichen [[Amt|Ämtern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Priester in der Vereinigung Apostolischer Gemeinschaften==&lt;br /&gt;
Die alttestamentliche Bezeichnung &#039;&#039;&#039;Priester&#039;&#039;&#039;, als Mittler zwischen Gott und Mensch, kommt im Neuen Testament ausschließlich Jesus Christus als &amp;quot;Hohem Priester&amp;quot; zu. Folglich findet sich im Neuen Testament keine Bezeichnung der Dienste und Ämter als Priester. Jedoch entwickelte sich bereits früh eine Dreiteilung der geistlichen Ämter in [[Diakon]], Presbyter (=[[Ältester]]) und [[Bischof]]. Die Presbyter, die später dann auch als Priester bezeichnet wurden, haben dabei keine Mittlerrolle sondern den sichtbaren und durch Ordination übertragenen Auftrag die Sakramente ([[Taufe]], [[Abendmahl]] und [[Versiegelung]]) feiern zu dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der heutigen [[Vereinigung Apostolischer Gemeinschaften]] kommt den ordinierten priesterlichen Diensten (Priester, [[Hirte]], [[Evangelist]], Ältester, Bischof und [[Apostel]]) die Aufgabe der Sakramentsfeier für alle drei Sakramente zu. Andere Aufgaben sind Seelsorge, Lehre und Verkündigung, Gemeindeleitung und Segenshandlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie in den urchristlichen Gemeinden versteht die VAG die Aufteilung des Dienstes nicht als Hierarchie sondern als gabenorientierte Mitarbeit. In diesem Sinne wird bei den Aufgaben der Presbyter in apostolischen Gemeinden zwischen dem Dienst des Priesters (seit 2016 [[Gemeindeältester]]) als Dienst für einzelne Gemeinden oder Gemeindeteile und dem Dienst des Ältesten als Region- oder Ressortverantwortlicher unterschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde- und Gottesdienstordnung für die VAG Europas, Januar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da seit 2003/04 die [[Frauenordination]] eingeführt ist, sind alle Dienste sowohl für Männer als auch Frauen offen.&lt;br /&gt;
{{refs}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stumpfartikel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Amt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Bibel&amp;diff=32306</id>
		<title>Bibel</title>
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		<updated>2026-03-11T17:27:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: /* Die Bibel in der Vereinigung Apostolischer Gemeinschaften Europas */ Grundsätzliche Erweiterung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Bibel.jpg|thumb|right|Die Lutherbibel 1912]]&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;&#039;Bibel&#039;&#039;&#039; (auch Buch der Bücher) bezeichnen das Judentum und das Christentum jeweils eine eigene Sammlung von Schriften, die für sie das Wort Gottes enthalten und als &#039;&#039;&#039;Heilige Schrift&#039;&#039;&#039; Urkunden ihres Glaubens sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich um verschiedene redaktionelle Zusammenstellungen von „Büchern“ (griechisch: biblia) aus dem Kulturraum der Levante und dem Vorderen Orient, die im Verlauf von etwa 1200 Jahren entstanden sind und bis zum 2. Jahrhundert zuerst von Juden, dann auch von Christen kanonisiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hebräische Bibel, der Tanach, besteht aus den drei Hauptteilen Tora (Weisung), Nevi&#039;im (Propheten) und Ketuvim (Schriften). Diese Bücher bilden in anderer Anordnung und geringfügig anderem Umfang als [http://de.wikipedia.org/wiki/Altes_Testament Altes Testament] auch den ersten Hauptteil der christlichen Bibel, den das [http://de.wikipedia.org/wiki/Neues_Testament Neue Testament]] ergänzt. In dieser Form ist die Bibel das am weitesten verbreitete und am häufigsten publizierte schriftliche Werk der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bibel in den Katholisch-apostolischen Gemeinden ==&lt;br /&gt;
Die Bibel ist für die [[Katholisch-apostolisch|Katholisch-apostolischen Gemeinden]] das als Menschenwort ergehende, vielfältige und doch eine, Gotteswort. Sie ist ein geschlossenes und kanonisches Zeugnis der Offenbarung Gottes und damit Norm alles Handelns im Raum der Kirche. Es ist eine regelmäßige, intensive und umfassende Lektüre der Bibel durch Laien und Geistliche wünschenswert und notwendig.&lt;br /&gt;
Nach ihrem Verständniss kann ein großer Teil der Bibel nur durch die Wiedererweckung des prophetischen [[Amt|Amtes]] in der Kirche ausgelegt werden. Deshalb sind [[Prophet|Propheten]] für die Kirche so nötig wie die Augen für den Menschen. Der Auslegung biblischer Schriften ist eine philologisch und historisch exakt vorgehende, &amp;quot;wissenschaftliche&amp;quot; Erforschung angemessen. Diese &amp;quot;wissenschaftliche&amp;quot; Auslegung muss sich aber von allen weltanschaulichen Vorurteilen im Blick auf das Wirken und die Welt Gottes freimachen. In den Katholisch-apostolischen Gottesdiensten wird meist die Bibel in der Lutherübersetzung von 1912 verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bibel in der Neuapostolischen Kirche heute ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bibel regal.jpg|thumb|right|Mehrere Bibelübersetzungen]]&lt;br /&gt;
Die Bibel ist die religiöse Grundlage der Lehre der [[NAK|Neuapostolischen Kirche]]. Normsetzend sind vor allem die Aussagen des Neuen Testaments, besonders die Worte Jesu und die [[Apostelbrief|Apostelbriefe]]. In der Tradition der Neuapostolischen Kirche sind die Apokryphen für Glaube und Lehre ebenso verbindlich, wie die anderen Schriften der Bibel. Der Bibel wird eine besondere Autorität zugeschrieben, da sie durch vom [[Heiliger Geist|Heiligen Geist]] inspirierte Menschen geschrieben wurde. In deutschsprachigen Ländern wird die Lutherbibel verwendet, seit 1998 die 1984er Revision. Das [[Apostel]]amt hat als Lehramt über die richtige Auslegung zu wachen. Bibelkreise oder biblische Gesprächskreise existieren nur sehr selten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bezirksapostelversammlung]] Nizza vom 22. bis 24. September 2004 bekräftigte erneut, dass die Bibel als religiöse Grundlage der Lehre der Neuapostolischen Kirche anerkannt und gewertet wird. Normsetzend sind vor allem die Aussagen des Neuen Testaments, besonders die Worte Jesu und die Apostelbriefe. Aussagen über einzelne Bibelbücher oder Bibelstellen, aber auch die Aussagen der heute lehrenden Apostel und Amtsträger der Kirche müssen in der Heiligen Schrift einen konkreten Anhalt haben. Die Lehre und ihre Verkündigung dürfen nicht im Widerspruch zu den Aussagen in der Heiligen Schrift stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Jahr 2019 wird die jüngste Revision der Lutherbibel aus dem Jahr 2017 verwendet. Das Apostelamt hat als Lehramt über die richtige Auslegung zu wachen&amp;lt;ref&amp;gt;&#039;&#039;Unsere Familie Spezial, Lehre und Erkenntnis I&#039;&#039;, S. 22 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Siehe auch: [[Neuapostolische_Kirche#Die_Bibel|Absatz zur Bibel im Artikel zur NAK]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bibel in der Vereinigung Apostolischer Gemeinschaften Europas ==&lt;br /&gt;
Seit den 1980-ziger Jahren hat die Vereinigung Apostolischer Gemeinschaften Europas eine eher liberale Auffassung zur Bibel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Apostolische Gemeinschaft versteht die Heilige Schrift als maßgebliche Quelle des christlichen Glaubens. Sie ist das Fundament für ihr kirchliches Glaubens-, Sakraments- und Amtsverständnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrale Merkmale:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Bibel ist Zeugnis der göttlichen Offenbarung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sie ist normative Grundlage für Lehre, Predigt und Gemeindeleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die Bibel enthält Gottes Wort in menschlichen Worten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Sie ist im Glauben der Kirche entstanden und wird im Glauben ausgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit bewegt sich die Gemeinschaft hermeneutisch zwischen klassisch evangelischem Schriftprinzip und kirchlicher Traditionsbindung. Ein entscheidendes Auslegungsprinzip ist die Christuszentrierung der Schrift.&lt;br /&gt;
Die Bibel wird verstanden als: Zeugnis von Jesus Christus, Hinführung zum Evangelium und Auslegungsgemeinschaft des Alten und Neuen Testaments. Das bedeutet dass, das Alte Testament im Licht des Christusereignisses gelesen wird und das Neue Testament die hermeneutische Mitte bildet. Christus ist der Schlüssel zum Verständnis der gesamten Schrift. Das entspricht einem hermeneutischen Ansatz, der auch in der reformatorischen Tradition zu finden ist („was Christum treibet“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Apostolische Gemeinschaft vertritt kein fundamentalistisches Bibelverständnis. Die Bibel ist geschichtlich entstanden. Sie enthält verschiedene literarische Formen. Sie ist durch menschliche Autoren geprägt. Daraus folgt, dass historische Kontexte berücksichtigt werden müssen und Gleichnisse, Poesie, Mythos etc. als solche zu verstehen sind. Damit ist die Hermeneutik offen für historisch-kritische Erkenntnisse, ohne die Autorität der Schrift aufzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger hermeneutischer Faktor ist das Wirken des Heiligen Geistes. Die Auslegung geschieht im Gebet, im Hören auf den Geist und in der Gemeinschaft der Glaubenden. Dies entspricht einem typisch apostolisch-charismatischen Element der Hermeneutik. Der Geist erschließt die Schrift, aktualisiert das Wort Gottes für die Gegenwart und führt zur Wahrheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bibel wird nicht nur historisch oder dogmatisch gelesen, sondern existentiell und praktisch. Ziel der Bibelauslegung ist eine Stärkung des Glaubens, Orientierung für das christliche Leben, Aufbau der Gemeinde und Förderung von Nachfolge und Ethik. Damit ist die Hermeneutik stark praktisch-theologisch geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hermeneutik der VAG steht damit nahe an moderater evangelischer Hermeneutik, kombiniert mit apostolischer Pneumatologie und Gemeindeverständnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gottesdienst wird die Bibelübersetzung nach Martin Luther von 1984 verwendet. Andere Übersetzungen und/oder Übertragungen können bei Angabe benutzt werden. Mitglieder der Vereinigung Apostolischer Gemeinschaften Europas werden zu einem intensiven Umgang mit und Leser der Bibel aufgefordert. Seit 2007 gilt für die Sonntagspredigten die Perikopenordnung der evangelischen Kirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bibel in der Twelve Apostles&#039; Church in Christ ==&lt;br /&gt;
Die Bibel ist im Verständnis der Twelve Apostles&#039; Church in Christ nur ein Geschichtsbuch. Ein normales Gemeindemitglied kann darin nicht gewinnbringend lesen. Das geschriebene Wort Gottes kann nur durch einen lebenden Apostel richtig ausgelegt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Apokryphen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Bibel Artikel zur Bibel bei wikipedia]&lt;br /&gt;
* [http://www.nak.org/de/glaube-kirche/nak-von-a-bis-z/glossar/all/bibel/ Aussage der Neuapostolischen Kirche zur Bibel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Stumpfartikel]] [[Kategorie:Bibel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
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		<title>Ernst Lenser</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Ernst Lenser&#039;&#039;&#039; (*27. September 1928 in Duisburg, + 10. April 2013 in Duisburg) war von 1974 bis 1998 Apostel der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]]. Sein Arbeitsbereich war der [[Apostelbezirk Nord-West|Apostelbezirk Norddeutschland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Biographie==&lt;br /&gt;
Ernst Lenser wurde am 27. September 1928 in Duisburg-Hamborn geboren und im gleichen Jahr versiegelt. Er hatte 10 Geschwister und machte eine Tischlerlehre. Im Dezember 1951 heiratete er seine Frau Ruth mit der zwei Töchter bekam.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Knauth: Apostel Ernst Lenser, Blickpunkt Juli/August 2013 S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. März 1968 wurde er in [[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Essen-Mitte|Essen-Mitte]] zusammen mit dem Ältensten [[Herbert Kloß]] ins Bischofsamt ordiniert. Während Kloß dem Arbeitsbereich von Apostel [[Rudolf Gaßmeyer]] zugeordnet wurde, war Lenser in dem Bereich von Apostel [[Hubert Geuer]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Festgottesdienst am 19. Mai 1974 wurde [[Bischof]] Ernst Lenser durch Apostel [[Rudolf Gaßmeyer]] in der Duisburger Mercatorhalle zum Apostel ordiniert. Er sollte die &amp;quot;Lücke&amp;quot; füllen, die durch den Tod von Apostel [[Hubert Geuer]] aus Düren entstanden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Wissen: Apostel Rudolf Gaßmeyer heimgegangen, Blickpunkt 2017, S. 8f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. September 1998 trat er in Oberhausen in den [[Ruhestand]]. Im gleichen [[Gottesdienst]] ordinierte er - überraschend - seinen Nachfolger, den Ältesten [[Matthias Knauth]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. April 2013 verstarb er im Alter von 84 Jahren in seiner Heimatstadt Duisburg. Die Trauerfeier fand am 15. April 2013 um 13.00h in der Kirche in [[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Duisburg-Hamborn|Duisburg-Hamborn]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ordinationen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*25. August 1948 [[Unterdiakon]]&lt;br /&gt;
*5. November 1950 [[Diakon]]&lt;br /&gt;
*11. November 1951 [[Priester]]&lt;br /&gt;
*14. September 1958 [[Evangelist]]&lt;br /&gt;
*1. April 1962 [[Ältester]]&lt;br /&gt;
*10. März 1968 [[Bischof]]&lt;br /&gt;
*19. Mai 1974 [[Apostel]]&lt;br /&gt;
*13. September 1998 Ruhestand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste|VORGÄNGER= [[Hubert Geuer]] |NACHFOLGER=[[Matthias Knauth]]|AMT=Apostel für den [[Apostelbezirk Nord-West]]|ZEIT= 1974 - 1998}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Vereinigung Apostolischer Gemeinden in: Der Herold, 14. Jahrgang Nr. 12, 15. Juni 1968&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Lenser, Ernst}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Apostel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: apostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Person]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.apostolische-geschichte.de/wiki/index.php?title=Franz_Behrendt&amp;diff=32291</id>
		<title>Franz Behrendt</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Volker: Referenz zugefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Franz Karl Behrendt&#039;&#039;&#039; (*15. August 1902 in Essen - † 5. Juni 1984 in Essen) war ein Bischof in der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] und der [[Apostolische Gemeinschaft|Apostolischen Gemeinschaft]], wo er eines der 15 Gründungsmitglieder war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lebenslauf==&lt;br /&gt;
Franz Behrendt wurde am 15. August 1902 in Essen geboren, im gleichen Monat getauft und im November 1902 versiegelt. Im April 1914 wurde er konfirmiert. Am 15. August 1926 heiratete er. Gegen Ende der Amtszeit des ersten Essener Ältesten Kirchner wurde er 1946 zum Bezirksevangelisten ordiniert. Bereits im März 1946 wurde er wahrscheinlich mit seiner Ordination zum Hirten auch Vorsteher der Gemeinde Essen-West bis ca. 1951. Nach der Zurruhesetzung des Ältesten Kirchner übernahm er dessen Bezirksvorsteheramt im April 1947, dass er bis zum 26. Juli 1953 innehatte. Seine Amtszeit fällt in die unmittelbare Nachkriegszeit mit ihren enormen Zerstörungen und dem beginnenden Wiederaufbau. In seinem Bezirk liegen 18 Gemeinden mit z.T. zerstörten Kirchengebäuden. Fünf neue Gemeinden entstanden ab 1948. 1949 wurde dem Ältesten mit Franz Hartel ein Bezirksevangelist zur Seite gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31. Mai 1953 wurde Franz Berendt zusammen mit den Ältesten [[Hermann Schmohl]] und [[Ernst Dunkmann]] in Düsseldorf von Stammapostel [[Johann Gottfried Bischoff]] zum Bischof ordiniert. Im Juli 1953 wurde der große Essener Bezirk von Apostel [[Peter Kuhlen|Kuhlen]] geteilt und es wurden am 26. Juli 1953 die beiden Evangelisten [[Fritz Robert Schombert]] und [[Herbert Kloß]] als Älteste beauftragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Kirchenspaltung]] im Januar 1955 folgte Bischof Behrendt, wie alle anderen Bezirksämter im Bezirk Essen, dem Apostel Kuhlen in die neue Apostolische Gemeinschaft, deren Gründungsmitglied er war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. November 1967 verunglückte er auf der Fahrt zu einer Ämterversammlung im Bezirk Duisburg-Ruhrort mit dem Auto schwer. Nach längerer Krankenhauszeit wurde Bischof Behrendt nach seiner Rückkehr am 10. März 1968 in der überfüllten Kirche [[Apostolische Gemeinschaft - Kirche Essen-Mitte|Essen-Mitte]] in den Ruhestand verabschiedet.&amp;lt;ref&amp;gt;o.V.:Bischof Franz Behrendt im Ruhestand, Der Herold Nr. 12, 14. Jahrgang, 15. Juni 1968, S. 89-91.&amp;lt;/ref&amp;gt;Er verstarb am 15. Juni 1984 in Essen im Alter von 82 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ordinationen==&lt;br /&gt;
* 16. Oktober 1932&lt;br /&gt;
* 15. November 1933&lt;br /&gt;
* 1. November 1936 Priester&lt;br /&gt;
* 2. Juli 1939 Hirte&lt;br /&gt;
* 18. September 1946 Bezirksevangelist&lt;br /&gt;
* 20. April 1947 Ältester&lt;br /&gt;
* 31. Mai 1953 Bischof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
*Törner, Günter und Anne: Spurensuche - eine Chronik der Bezirksämter und Vorsteher der NAK im Bereich Essen und Bottrop, Bottrop 2011&lt;br /&gt;
*Vereinigung Apostolischer Gemeinden in: Der Herold, 14. Jahrgang Nr. 12, 15. Juni 1968&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Berendt, Franz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Apostolischer Geistlicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Volker</name></author>
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