Wunderwirkung

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Wunderwirkung oder Kraftwirkung ist eine Gabe des Heiligen Geistes.

In der katholisch-apostolischen Literatur werden Wunderwirkungen von den Krankenheilungen abgegrenzt. Beispielsweise werden hier die Totenauferweckung (Apg. 9,36ff.), das Unversehrtbleiben trotz dem Biss einer giftigen Schlange (Apg. 28,1-6) oder das Schlagen mit Blindheit eines Zauberes, der die Ausbreitung des Evangeliums verhindern will (Apg. 13,6-12), genannt.

Die englischen Apostel vertraten die Auffassung, dass Wunderwirkungen zu den bleibend verliehenen Charismata der Kirche gehören. Man erwartet in den katholisch-apostolischen Gemeinden, dass zu der Zeit des Antichristen, der lügnerische Zeichen und Wunder vollbringen werde, das Charisma der Kraftwirkung in der Kirche - sozusagen als Gegenbeweis wahrer Zeichen und Wunder - wieder deutlich in Tätigkeit treten wird.[1] Jedoch seien es gegen wärtig, so John Bate Cardale, nicht die Wunder, durch die das Werk der Apostel in der Vorbereitung auf die Parusie Christi seine Beglaubigung finde. Es seien zwar Hunderte von Heilungen und ähnlichen Hilfen Gottes in der Bewegung vorgekommen, Dinge, von denen bewusst kein Aufhebens gemacht werde, aber auf Wunder als Beglaubigung der Sendung von Aposteln liege nicht der Schwerpunkt.

Eine ähnliche Auffassung vertritt heute die Neuapostolische Kirche. So würden gegenwärtig Wunderwirkungen vorkommen, jedoch werden diese in den meisten Fällen - gerade ein den letzten Jahrzehnten- nicht publik gemacht.

Verweise

  1. Weber, Albrecht - Die katholisch-apostolischen Gemeinden - Ein Beitrag zur Erforschung ihrer charismatischen Erfahrung und Theologie - Dissertation 1977 - S. 350 ff..