Volksrepublik China

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Basisdaten
Staat Volksrepublik China
Fläche 9.571.302 km²
Einwohner 1.367.485.388 (Juli 2015)
Hauptstadt Peking
Amtssprache(n) Chinesisch (Hochchinesisch)
aktive apostolische

Gruppen im Land

1+X

Die apostolischen Glaubensgemeinschaften und ihre Entwicklung inder Volksrepublik China

Die Volksrepublik China ist offiziell ein laizistischer Staat. Die Regierung betont die Religionsfreiheit in China, sie beansprucht aber, die Religionen zu kontrollieren. Für den Staat gilt Religion als Privatsache. Er hat zwar in allen seinen Verfassungen, von der ersten bis zur heute gültigen, immer das Recht auf Religionsfreiheit verankert. Der Glaubensausübung sind jedoch nach wie vor Grenzen gesetzt, auch wenn die einschlägigen Regelungen liberaler gehandhabt werden als noch in den frühen 1980er Jahren. Es steht jedem frei, allein oder in der Gemeinschaft mit anderen, zu beten, Schriften zu rezitieren, Gottesdienste abzuhalten oder zu taufen. Es ist den Glaubensgemeinschaften jedoch nicht erlaubt, die Politik zu kommentieren und zu kritisieren. Opposition ist in China nur innerhalb der Kommunistischen Partei gestattet.

In der gesellschaftlichen Öffentlichkeit hat die Religion nur sehr wenig Raum.

Die ekklesiale Situation ist sehr kompliziert und abhängig von Konfession, Denomination und Ort oder Diözese. Es herrscht eine zunehmende Intransparenz im Bereich der sogenannten katholischen Untergrundkirche bzw. den protestantischen „Hauskirchen“ bei gleichzeitiger Entstehung von ausgedehnten Grauzonen zwischen dem „Untergrund“ und der vom Staat offiziell anerkannten Kirchen.

Derzeit gibt es in der Volksrepublik China nach offiziellen Angaben etwa 19 Millionen Christen, das wären 1,4 % der Bevölkerung;[1] Verschiedene Autoren schätzen, dass es rund 30 Millionen oder bis zu 80 Millionen sind, das wären 2,2 % bis 5,9 % der Bevölkerung.[2] Die evangelikal-christliche Missionsorganisation Asian Harvest behauptet jedoch, dass 7,63 % der Bevölkerung auf dem chinesischen Festland Christen sind;[3] das wäre ein höherer Anteil als in Taiwan, wo 6,57 % der Bevölkerung Christen sind.[4]

Geschichte

Über die Geschichte der apostolischen Christen in China ist wenig Offizielles bekannt. So soll es um die Jahrhundertwende gegen 1900 eine neuapostolische Gemeinde in Qingdao (Tsingtau), der Hauptstadt des deutschen Kolonialgebiets Kiautschou, gegeben haben, welche sich in den Wirren des 1. Weltkriegs aufgelöst habe. Ob und in wieweit es danach noch apostolisches Leben in China gab, ist unbekannt. Insbesondere nach der Kulturrevolution in China war lange Jahre keine freie Religionsausübung mehr möglich. Während der sogenannten Kulturrevolution (1966–1976) wurde die Religionsausübung vollkommen unterdrückt. Mit dem politischen Tauwetter in den Ländern des Kommunismus scheint es jedoch auch wieder apostolisches Leben in China gegeben zu haben. So wurde Chin Hwa Hu 1988 als neuapostolischer Evangelist ordiniert und 1989 als Apostel eingesetzt. Ein weiterer Apostel folgte 2000 mit der Ordination von Li Wie (Daniel) Wang, 2005 Zequn Qin und 2010 mit Fan Wei Zeng.

Apostolische Gemeinschaften

Laut Bezirksapostel Urs Hebeisen ist die Neuapostolische Kirche zwar nicht als formelle Institution in China aktiv. Allerdings gebe es Gemeinden, die nach neuapostolischer Lehre glauben und von chinesischen Aposteln geführt werden. [5]

Kuriosa

In der Volksrepublik China gibt es offiziell keine Neuapostolische Kirche, sondern lediglich Gemeinden, die sich nach neuapostolischer Lehre ausrichten.

Siehe auch

Verweise

  1. Hans van Ess: Die 101 wichtigsten Fragen: China. München: C. H. Beck, 2008; S. 106.
  2. Kim Kwong-Chan: The Christian community in China. The leaven effect. In: Daniel H. Bays: Christianity in China. From the Eighteenth Century to the Present. Stanford University Press, 1999; S. IX; David H. Lumsdaine (Hg.): Evangelical Christianity and democracy in Asia. Oxford University Press, 2009; S. 44f.
  3. China; Asian Harvest.
  4. Bureau of Democracy, Human Rights, and Labor: International Religious Freedom Report 2006 (Bericht des US-amerikanischen Außenministeriums).
  5. http://nac.today/de/home/359786