Sonnenfrau

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Das Sonnenweib und der siebenköpfige Drache in einer Darstellung von Matthias Gerung aus der Ottheinrich-Bibel

Die Sonnenfrau (früher meist: Sonnenweib) ist biblisches Bild aus dem 12. Kapitel der Offenbarung des Johannes. Die theologische Deutung dieses Bildes spielt oder spielte in vielen apostolischen Gemeinschaften eine große Rolle.

Der Biblische Bericht über die Sonnenfrau

Das 12. Kapitel der Offenbarung berichtet ein sehr spannendes und aufregendes Bild.

Eine hochschwangere Frau, die in Sonnenstrahlen gekleidet ist, kommt auf die Erde hinab um ihr Kind zu gebären. Wenig später erscheint ein großer, roter Drache mit sieben Häuptern und zehn Hörner um das Kind nach der Geburt zu fressen.

Nach der Geburt wird das Kind wieder von dieser Welt entrückt und an Gottes Thron gebracht. Die Sonnenfrau kann in die Wüste fliehen. Michael kümmert sich währenddessen mit seiner himmlischen Streitmacht um den Drachen. Der Drache verliert diesen Kampf und muss sich vorerst geschlagen geben.

Über die Sonnenfrau ist des Weiteren berichtet, dass ihr Flügel wachsen um vor dem Drachen zu fliehen, der sich jetzt auf sie stürzen möchte. Er selbst versucht sie mit seinem Speichel zu ersäufen. Die Erde hilft ihr in dem sie den Speichel abfängt.

Der Drache selbst kümmert sich verärgert um die letzten Gläubigen um sie zu verführen. Im 13. Kapitel der Offenbarung wird schließlich auf das Handeln des Drachens näher eingegangen.

Die Sonnenfrau in der Neuapostolischen Auslegung

Die Neuapostolische Kirche bezieht sich allerdings nicht auf dieses Bild, hat allerdings eine Offizielle Erklärung zu ihrer Auslegung des Textes veröffentlicht. Sie geht davon aus, dass viele ihrer Gläubigen bei diesen Ereignissen bereits entrückt sind.

Die Neuapostolische Kirche legt das Bildnis der Sonnenfrau als Gemeinschaft der Gläubigen aus, die durch die Gnade Gottes errettet werden, da sie in einem besonderen Näheverhältnis zu Jesus Christus stehen.

Die beschriebene Krone von zwölf Sternen in Vers 5 wird als Regentschaft der Erstlinge verstanden, weil mit ihr eine gewisse Würde und Macht verbunden ist. Des Weiteren heißt es im 17. Vers das sie mit den Übrigen von ihrem Geschlecht erettet wird. Die Übrigen von ihrem Geschlecht sind laut der Auslegung der NAK, die Märtyrer, die sich in der großen Trübsal bewähren werden. Sie regieren später im Tausendjährigen Friedensreich als Priester Gottes und Christi (vgl. Kapitel 20,6).

Die Qual der Geburt wird als ein schwieriges Leben das aus Nöten, Anfechtungen und Bedrängnissen bestand angesehen. Der Knabe stellt die Gemeinde Christi die den Heiligen Geist empfangen hat dar.

Der Drache dürfte fast überall die gleiche Auslegung besitzen, er ist der Teufel der in diesem Bild gleich mehrfach eine Gefahr darstellt. Zunächst ist die Gemeinde Christi in Gefahr, da er diese vertilgen möchte. Sein nächstes Ziel ist die Sonnenfrau, als er den Kampf gegen Michael verliert, orientiert er sich neu versucht die verbleibenden Gläubigen zu verführen.

Die Flucht in die Wüste stellt die Entbehrungen der Gemeinde Christi im Leben dar. Die Zahl 1.260 Tage sind eine symbolische Zahl für den Zeitraum von der Wiederkunft Christi bis hin zur Aufrichtung des Tausendjährigen Friedensreiches.

Michael wird im Urtext eher als der Michael bezeichnet, also gibt es keine Verbindung mit dem Erzengel Michael. In dem Sinnbild von Michael agiert Jesus Christus zusammen mit seiner himmlischen Streitmacht um das Böse von seinen Schandtaten abzuhalten. [1]

Die Sonnenfrau in der Auslegung der VAG

In der Theologie und der Lehre der VAG spielt die Sonnenfrau keinerlei Rolle und von daher gibt es auch keine Auslegung.

Die Sonnenfrau in der Auslegung der Apostolische Gemeinde Wiesbaden

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Referenzen

  1. Offizielle Erklärung der NAK über die Sonnenfrau

Weblinks