Sampson Vryling Stoddard Wilder

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Sampson Vryling Stoddard Wilder

Sampson Vryling Stoddard Wilder (* 20. Mai 1780 - + 3. März 1865) war ein führender evangelikaler Laie.

Biografie

Sampson Vryling Stoddard Wilder war ein wohlhabender Kaufmann, Landwirt und ein evangelikaler, christlicher Laie.

Er wurde in Lancaster, Massachusetts geboren und war das älteste von sieben Kindern der Sarah Stoddard Wilder (1753-1819) und des Leutnant Levi Wilder (1750-1793). Die Wilders und Stoddards waren englischen Emigranten des siebzehnten Jahrhunderts und die Vrylings waren holländische Hugenotten.

Im Jahre 1802 begann er seine unabhängige Karriere als Kaufmann in Boston in Partnerschaft mit John Bryant. Bis zum November dieses Jahres wurde er von dem prominenten Salemer Kaufmann namens William Gray (1750-1825) als sein Pariser Einkäufer beschäftigt.

In Paris studierte er mit Latour Maubrey und lernte fließend Französisch. Wilders Eintritt in die kommerzielle Pariser Welt wurde im Jahr 1804 durch einen Einführungsbrief an den französischen Außenminister Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord (1754-1838) erleichtert. Dieses Schreiben stammte von Wilders Pfarrer, Reverend Jedediah Morse (1761-1826), der der Vater des Malers und Erfinders Samuel F. B. Morse (1791-1872) war.

Im Jahr 1810 vertrat er die Vereinigten Staaten an Stelle des amerikanischen Botschafters (er war krank) bei Napoleons Ehe mit Prinzessin Maria Louise von Österreich. Er blieb in Paris bis der Krieg von 1812 den transatlantischen Handel unterbrach.

Am 15. Juni 1814 heiratete der 34-jährige Wilder die siebzehnjährige Electa Barrell in Northampton, Massachusetts, wo sie mit ihrer verwitweten Mutter lebte. Die Wilders hatten acht Kinder wovon vier das Erwachsenenalter erreichten.

Im Jahre 1816 traf er den Pfarrer Thomas Gallaudet, - der ein bekannter Pionier in der Bildung für Gehörlose war und wurde zu einem Verfechter des Hartford Asyls für Taube und Stumme. Zwischen 1817 und 1823 arbeitete er wieder in Paris. Seine Familie lebte dort ebenfalls mit ihm.

Wilder war im öffentlichen Leben als Philanthrop aktiv. Er bemühte sich sehr um die evangelikale, christliche Sache und gründete im Jahr 1818 die Paris Tract Society (Pariser Traktat-Gesellschaft), 1819 die Bible Society (Bibel-Gesellschaft) und 1822 die Paris Missionary Society (Pariser Missionsgesellschaft).

Im Jahr 1823 kehrte er aus Europa zum letzten Mal zurück und ließ sich in Bolton nieder. Von 1824 bis 1841 war er einer der wichtigsten Geldgeber des Amherst College und diente dort als Treuhänder.

Er diente von 1825 bis 1842 als erster Präsident der American Tract Society (Amerikanische Traktat Gesellschaft). Die nationale Traktat-Gesellschaft wurde von den lokalen Organisationen gebildet, um "eine Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus als den Erlöser der Sünder zu begründen und die Interessen der lebendigen Gottseligkeit und Moral durch die Zirkulation von religiösen Traktaten zu fördern, und um die Zustimmung aller evangelischen Christen zu erreichen."

Er ließ auf seine Kosten Traktate in Französisch und Spanisch für den Vertrieb in Europa drucken und nutzte seine wirtschaftlichen Verbindungen, um ihre Verbreitung zu erleichtern. Er schrieb selbst auch drei Traktate.

Zusammen mit Lieutenant General Neville, Major General Orde, Lewis Way, Henry Drummond, Spencer Perceval, Abel Smith, John Broadley Wilson, Hugh McNeile und Henry Forster Burder führte er als Vize-Präsident unter dem Präsidenten John James Strutt die Festlandsgesellschaft.

Diese spielte als evangelikale Missionsgesellschaft eine bedeutende Rolle als Wegbereiter der apostolischen Bewegung.

Im Jahre 1828 war er einer der Haupt-Initiatoren der Gründung der Hillside Church in der Nähe seines Anwesens in Bolton. Die Kirche war eine evangelische Kirche und wurde als Opposition zur Ausbreitung des Unitarismus erstellt.

Wilder war zum Zeitpunkt seines Todes von der Amerikanischen Traktat Gesellschaft anerkannt "als hoher evangelischer Laie, mit weltweiten Sympathien und Beziehungen, hervorragend ausgestattet, um über ihre Räte zu präsidieren."

Sampson Stoddard Wilder starb am 03. März 1865 in Elizabeth (USA).

Werke

  • Traktat "The Well-Conducted Farm“ (Die gut geführte Farm) (1825)
  • Traktat "The Village in the Mountains“ (Das Dorf in den Bergen) (1826)
  • Traktat "The Only Son“ (Der einzige Sohn) (1850)

Literatur

  • Records from the Life of S.V.S. Wilder by SampsonVryling Stoddard Wilder, 1867, American tract society edition

Weblinks