Salz der Erde

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Ein Mann beim Salzverkauf in einer Darstellung von Felix Dubios

Das Salz der Erde ist ein kurzes Gleichnis von Jesus Christus, dass im Matthäusevangelium zu finden ist.

Das Gleichnis

Jesus sagte diese Worte kurz nachdem er die Seligpreisungen dem Volk entgegen gebracht hat. Anschließend prägt er die Worte:

"Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soll man's salzen? Es ist hinfort zu nichts nütze, denn das man es hinausschütte und lasse es die Leute zertreten." [1]

Das Salz im Markusevangelium

Im Markusevangelium spricht Jesus in einem anderen Zusammenhang vom Salz. Zwischen den Apostel ist hier zuvor ein Rangstreit ausgebrochen und Jesus schlichtete diesen in dem er ein Kind in die Arme nahm. [2] Daraufhin berichtet ihm Apostel Johannes davon, dass fremder Wundertäter in seinem Namen auftritt. Jesus selbst empfindet das nicht als Kränkung sondern, sagte ihnen Folgendes: [3]

" Ihr sollt's ihm nicht verbieten. Denn es ist niemand, der eine Tat tue in meinem Namen, und möge bald übel von mir reden."[4]

Schließlich warnt er die Apostel prägt folgende Sätze:

"Es muß ein jeglicher mit Feuer gesalzen werden, und alles Opfer wird mit Salz gesalzen. Das Salz ist gut; so aber das Salz dumm wird, womit wird man's würzen? Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander."[5]

Das Salz im Lukasevangelium

Hier spricht er über das Salz in dem er wiedermals zum Volk spricht und er warnt sie vor Streit und Hass. Schließlich prägt er die folgenden Worte über das Salz.

"Das Salz ist ein gutes Ding; wo aber das Salz dumm wird, womit wird man's würzen? Es ist weder auf das Land noch in den Mist nütze, sondern man wird's wegwerfen. Wer Ohren hat, zu hören, der höre!"
Ein altes Ehepaar verschenkt Brot und Salz

Das Salz im Alten Testament

Salz wird bereits in Alten Testament der Bibel mehrfach erwähnt unter wird es als Opfergabe verwendet. [6] Daneben wurde es für Räucherwerk verwendet [7] und sollte sogar ungenießbares Wasser wieder genießbar machen.[8]

Salz in der Geschichte

Die Salzgewinnung geht auf die Völker der Antike zurück. Bereits die Sumerer und Babylonier benutzten das Salz zur Konservierung von Lebensmitteln. Das Salz wurde häufig auch als weißes Gold bezeichnet, da es in vielen Regionen äußerst selten war und importiert werden musste.

Daneben entwickelte sich die Tradition einem Menschen der in eine neue Wohnung eingezogen ist oder geheiratet hat, Brot und Salz zu überreichen. Diese hat sich aus dem christlichen Glauben herausentwickelt in dem vom Salz der Erde und vom Brot des Lebens gesprochen wird.

Die Gabe symbolisiert den Wunsch für Gemeinschaft, Wohlstand und Sesshaftigkeit und sollte vor dem Teufel, bösem Zauber und Verwünschungen schützen.

Siehe auch

Referenzen

  1. Matthäus 5 Vers 13
  2. Markus 9 Vers 33 - 37
  3. Markus 9 Vers 38 - 41
  4. Markus 9 Vers 39
  5. Markus 9 Vers 49 - 50
  6. 3. Mose 2 Vers 13 und Hesekiel 43,24
  7. 2. Mose 30 Vers 35
  8. 2. Könige 2, 19 - 22