Präfation

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Die Präfation war ein liturgischer Teil der katholisch-apostolischen Eucharistiefeier. Sie wird aus dem Proprium Missae abgeleitet und als Dankgebet gefeiert. Dabei kommt es zu Wechselgesängen zwischen dem Zelebranten und der Gemeinde.

Gedankt wird unter anderem für die Ordnung der Schöpfung, vor allem aber für die christliche Heilsordnung. Das Gebet Jesu, das dem letzten Abendmahl voranging, hat hier als Vorbild gedient, doch ist dessen Charakter mit Dankgebet nur unzureichend wiedergegeben. Das dem eucharisteìn entsprechende semitische barach wäre genauer mit eulogein zu übersetzen: Lobpreisen. Kern des Gebets ist das Werk der Erlösung: das Kommen des Herrn, sein Leben, Leiden, Sterben, seine Auferstehung und Himmelfahrt.

Beispiel für eine Präfation

Vorgeschaltet wird beispielsweise in der katholischen Messe ein Wechselgesang zwischen Zelebrant und Gemeinde:

  • Priester: Der Herr sei mit euch.
  • Gemeinde: Und mit deinem Geiste.
  • Priester: Erhebet die Herzen!
  • Gemeinde: Wir haben sie beim Herrn. / Wir erheben sie zum Herren.
  • Priester: Lasset uns danken dem Herrn unserm Gott.
  • Gemeinde: Das ist würdig und recht.

(Hierauf folgt die eigentliche Präfation:) In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken durch unseren Herrn Jesus Christus. Denn er hat Großes an uns getan: durch seinen Tod und seine Auferstehung hat er uns von der Sünde und von der Knechtschaft des Todes befreit und zur Herrlichkeit des neuen Lebens berufen. In ihm sind wir ein auserwähltes Geschlecht, dein heiliges Volk, dein königliches Priestertum. So verkünden wir die Werke deiner Macht, denn du hast uns aus der Finsternis in dein wunderbares Licht gerufen. Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln, den Thronen und Mächten und mit all den Scharen des himmlischen Heeres den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit: Heilig ...

katholisch-apostolische Präfation in der Eucharistiefeier

Wortlaut der Präfation in der katholisch-apostolischen Liturgie:

Wahrhaft würdig und recht, billig und heilsam ist es, daß wir Dir allezeit und überall Dank sagen, heiliger HErr, allmächtiger Vater, ewiger Gott, der Du bist mit Deine eingeborenen Sohne und mit dem Heiligen Geiste: Ein Gott und Ein Herr.

(nun folgt - in der vollständigen Form und nur wenn keine besondere "Einschaltung" vorgesehen ist:)


Denn Du hast Himmel und Erde und alles, was darinnen ist, geschaffen. Du hast und Leben und Dasein gegeben. Du bewahrest durch Deine Vorsehung die Früchte der Erde und erhälst durch Deinen Segen uns und alle lebenden Wesen. Du hast uns alle Tage unseres Lebens behütet und stellest uns jetzt von neuem vor Dein Angesicht, erquickt durch Deine Wohlthaten und durch Deine Güte gesättiget.


Wir sagen Dank für alle Deine Wohlthaten, für die erkannten sowohl als auch für die unerkannten: vor allem aber, daß Du uns, da wir durch Ungehorsam von Dir abgefallen waren, nicht für immer in der Irre wandeln ließest. Denn Du hast uns losgekauft vom ewigen Tode und uns die fröhliche Hoffnung des ewigen Lebens gegeben durch Jesum Christum, der da ist wahrhaftiger und ewiger Gott, wohnend bei Dir vor aller Zeit in unausprechlicher Herrlichkeit und Seligkeit; der vom Himmel herabkam in vollkommener Liebe, von der vollkommenen Liebe, und wahrhaftiger Mensch geworden ist zu unserem Heil (hier Zusatz am Christfest, 1. Januar nebst Octaven).


Wir preisen Dich für Seine heilige Menschwerdung, für Seinen Wandel auf Erden, für sein teures Leiden und Sterben am Kreuze (hier Zusatz am Sonntag vor Ostern), für seine Auerstehung von den Toten (hier Zusatz zu Ostern und am Sonntag danach) und für seine glorreiche Auffahrt zu Deiner Rechten (hier Zusatz am Sonntag nach Himmelfahrt).


Wir preisen Dich für die Sendung des heiligen Geistes (hier Zusatz zu Pfingsten und am Sonntag danach), für alle Sakramente und Ordnungen Deiner Kirche (hier Zusatz an Allerheiligen und Sonntag danach), und für die selige Gemeinschaft aller Heiligen in diesen himmlischen Geheimnissen (hier Zusatz an den Adventssonntagen). Wir preisen Dich für die Hoffnung des ewigen Lebens und der Herrlichkeit, die uns werden soll bei der Zukunft und in dem Reiche Deines lieben Sohnes (hier Zusatz am 14. Juli und am Tag der hl.Engel).


(Bei der kurzen Form - siehe oben- wird sofort hier fortgesetzt:)


Darum Dich, o mächtiger Gott, himmlischer König, erheben und preisen wir. Wir beten an Deinen glorreichen Namen, den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Wir stimmen ein in den Lobgesang der heiligen Engel und Erzengel und aller himmlischen Heerscharen, der Cherubim und Seraphim vor Deinem Thron, und singen Dir:


(Anschliessend folgt nun der Gesang des Sanctus der Gemeinde).

Präfation in der Neuapostolischen Kirche

Gegenwärtig findet sich in der neuapostolischen Liturgie keine Präfation, jedoch finden sich die Rudimente im Opfergebet.

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