Niederländischer Nachfolgestreit 1946/51

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Als Niederländischer Nachfolgestreit 1946/51 kann das Schisma in den Gemeinden der Hersteld Apostolische Zendinggemeente in de Eenheid der Apostelen zwischen 1946 und 1951 bezeichnet werden. In der Folge kam es zur Entstehung der Apostolisch Genootschap.

Hintergrund

Der niederländische Bezirksapostel (1910-1946) J.H. van Oosbree wich mit seinen Lehrauffassungen seit Beginn der 1930er Jahre immer mehr von der neuapostolischen Glaubenslehre ab und geriet nach 1930 in Widerspruch zu Niehaus‘ Nachfolger, J.G. Bischoff. Dieser versuchte auf seine Weise, Lehre und Verkündigung wieder mehr zurück auf biblischen Grund zu führen. Diese Entwicklung stiess bei v. Oosbree jedoch auf Widerstand. Auch war in der niederländischen HAZEA eine starke Fixierung auf die Person van Oosbrees festzustellen.

Die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges wirkten auf den vorhandenen Lehrkonflikt zwischen Bischoff und van Oosbree wie ein Katalysator. In einem Rundschreiben 1945 bezog van Oosbree ganz klar Stellung gegen den Stammapostel. Er weigerte sich "zur alten Sichtweise" - damit meinte er die traditionelle neuapostolische Lehre - zurückzukehren.

Durch den ausgebrochenen Krieg ab 1939 und das Verbot von Einreise und von Schriftverkehr aus den Deutschland mit den Niederlanden nach 1945 brach die Kommunikation, von ganz vereinzelten Schriftkontakten, zwischen Bischoff und van Oosbree vollends ab. Stammapostel Bischoff scheinen in der Folgezeit die Hände gebunden gewesen zu sein.

Insbesondere wohl unter dem Eindruck der Ereignisse des Zweiten Weltkriegs löste sich van Oosbree auch vom Glauben an die Wiederkunft Christi. Dieser Eindruck kann entstehen, da gerade der Wiederkunftsglaube im Verlauf des Zweiten Weltkriegs bei van Oosbree sehr stark und zentral geworden war. Hier ist wohl von einer gewissen Enttäuschung auszugehen, dass in den schrecklichen Ereignissen keine Wiederkunft erfolgte.

1945

Am 18. April 1945, wenige Tage nach der Befreiung der Niederlande, erschien van Oosbree bei Jochems in Utrecht. Ohne das Auto zu verlassen teilte er ihm kurz angebunden mit, daß dieser von nun an nicht mehr die Bibel, sondern einzig und allein die durch ihn geschriebenen „Wochenbriefe“ als Grundlage für die Gottesdienste zu benutzen habe. Weiter, daß er von Stunde an, völlig selbständig von J.G. Bischoff weiter arbeiten würde, da das deutsche Volk bewiesen habe, zu keinerlei Leitung fähig zu sein. Eine Leitung durch den Stammapostel würde er nun nicht mehr anerkennen. Wenn er damit nicht einig sei, müßte er eigene Wege gehen. Sprach‘s und fuhr ohne Gruß weiter.

Jochems weigerte sich und wollte sich nicht vom Stammapostel lösen. In der Folge begann er eigene Gottesdienste zu halten. Somit entstanden inder Folge zwei Gemeinschaften innerhalb der niederländischen HAZEA.

Tod von van Oosbree und Testament

Testamentsöffnung

Rechtsstreit

Folgen