Neuapostolische Kirche Quelle-Steinhagen

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Hermann Niehaus - Gemälde in der NAK Quelle-Steinhagen
Wohnhaus von Hermann Niehaus neben der NAK Quelle-Steinhagen
Historische Aufnahme des Wohnhauses
Neuapostolische Kirche Quelle-Steinhagen ("Alte Kirche") bei der Einweihung 1929
Giebelseite der "alten Kirche" nach 1930
Innenraum der "alten Kirche" nach ca. 1950
Neuapostolische Kirche Quelle-Steinhagen (2009)
Altar (2009)
Seminarraum (2009)

Die Neuapostolische Kirche Quelle-Steinhagen (auch: Steinhagen-Quelle, Quelle, Steinhagen) ist ein wesentliches Zentrum der Neuapostolischen Kirche in Ostwestfalen.

Der Doppelname entstand nicht durch eine Gemeindezusammenlegung, sondern durch die Tatsache, dass die Kirche nur wenige Meter von der Ortsgrenze entfernt auf Steinhagener Gebiet steht, zu Zeiten von Stammapostel Hermann Niehaus für die Anreise jedoch der nahegelegene Queller Bahnhof genutzt wurde. Heute ist Quelle ein Ortsteil der Stadt Bielefeld, während Steinhagen zum Kreis Gütersloh gehört. Die unmittelbare Nähe der Kirche zur Stadtgrenze hat dabei teilweise kuriose Auswirkungen: Die Telefonnummer der auf Steinhäger Gebiet gelegenen Kirche hat eine Bielefelder Vorwahl.

Die zur Kirche gehörende Gemeinde umfaßt derzeit (im Jahr 2012) 549 Mitglieder, die teilweise im unmittelbaren Umfeld des Kirchengebäudes wohnen. Vorsteher der Gemeinde ist Siegbert Möller. Direkt an die Kirche grenzt das ehemalige Wohnhaus von Stammapostel Niehaus, das noch heute im Besitz von Nachfahren ist. Das Kirchengebäude selbst verfügt über umfangreiche Anbauten, die unter anderem einen großen Seminarraum für Jugendzusammenkünfte umfassen.

Geschichte

Erste apostolische Versammlungen in Steinhagen

Die ersten Gottesdienste der apostolischen Gemeinde in Steinhagen fanden Ende der 1860er Jahre auf dem Anwesen der Familie Niehaus statt. Zeitgleich wurde in der Bielefelder Innenstadt (Am Sparrenberg) die spätere Gemeinde Bielefeld-Mitte am Wohnsitz des Apostels Menkhoff gegründet.

In Steinhagen wurden diverse Gottesdienstlokale genutzt. Im Jahr 1906 wurde im neu erbauten Wohnhaus des Stammapostels auch ein Gottesdienstraum eingerichtet, der von den Queller und Steinhäger Mitgliedern der Bielefelder Gemeinde für Gottesdienste genutzt wurde.

"Alte Kirche" - Kirchengebäude 1929

Erst im Jahr 1929 wurde die Gemeinde Quelle/Steinhagen kirchenrechtlich selbstständig und ein eigenes Kirchenbuch angelegt. Neben dem Wohnhaus des Stammapostels entstand eine Kirche, die zunächst die Giebelaufschrift "Gedächtnis-Stätte der Neuapostolischen Gemeinde" trug. Stammapostel Niehaus führte dazu aus:

"Über dem Eingange der neuen Kapelle lesen wir die Worte: „Gedächtnisstätte der Neuapostolischen Gemeinde". Ferner sehen wir das Bild des Lammes mit der Fahne und dem Kreuze. Überall, wo ein Apostel steht, ist eine Gedächtnisstätte: denn die Apostel haben alle in Armut und Elend beginnen müssen. Heute stehe ich am Anfang eines neuen Dienstjahres, und heute können wir auch die Gedächtnisstätte beziehen.

Das Lamm, das über dem Eingang angebracht ist, ist ein Hinweis auf das aus dem Berge Zion stehende Lamm, das der Welt Sünden trägt. Das angebrachte Kreuz erinnert uns daran, daß die Gotteskinder nicht ohne Kreuz sein können. Unter dem Kreuze blüht der Segen; davon kann ich Zeugnis geben. Ich habe erfahren, was das Kreuz bewirkt. Es macht uns tüchtig zu dem empfangenen Aufträge. Wer das Kreuz verachtet, kann den Segen nicht hinnehmen, den dasselbe bewirkt."

(siehe Wächterstimme aus Zion, 15. Oktober 1929, S. 153ff.)

Das alte Kirchengebäude wurde mehrfach renoviert und umgebaut, und schließlich Anfang der achtziger Jahre wegen akutem Sanierungsbedarfs abgerissen. Stattdessen wurde, etwas versetzt, das derzeitige Kirchengebäude in mehreren Phasen errichtet.

Heutige Kirche

Heute ist das Kirchengebäude Quelle-Steinhagen ein Beispiel für größere neuapostolische Kirchenbauten der achtziger Jahre. Es besitzt neben den üblichen kirchlichen Räumlichkeiten (Sakristei, Emporen, Unterrichtsräume) einen runden Anbau, der für Seminare z.B. von Jugendgruppen genutzt wird.

Pfeifenorgel

Die aktuelle Orgel der Gemeinde wurde Anfang der 1980er Jahre im Stil der Zeit disponiert.

Disposition (1999):

Manual I (Hauptwerk):

  • Flöte 8'
  • Praestant 4'
  • Rohrflöte 4'
  • Schweizer Pfeife 2'
  • Mixtur 3fach 1 1/3'

Manual II (Nebenwerk):

  • Gedackt 8'
  • Salicional 8'
  • Blockflöte 4'
  • Prinzipal 2'
  • Sesquialter 2fach
  • Zimbel 3fach 2/3'
  • Rohrschalmey 8'

Pedal:

  • Subbaß 16'
  • Prinzipalbaß 8'
  • Choralbaß 4'+2'

Spielhilfen:

  • Koppel II - I
  • Koppel I - P
  • Koppel II - P
  • Tremolo Man. II
  • Freie Kombination
  • Tutti
  • Zungenabsteller

Links