Missionsfest

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Missionsfeste waren in der frühen neuapostolischen Bewegung überregionale Treffen.

Missionsfeste beinhalteten in der Regel einen Gottesdienst, oftmals auch unter freiem Himmel, und ein gemeinschaftliches Zusammensein. Missionsfeste hatten zum einen einen öffentlichkeitswirksamen Charakter, stärkten aber auch das Zusammengehörigkeitsgefühl der in jener Zeit noch relativ wenig verbreiteten neuapostolischen Gemeinden.

Missionsfeste fanden in den 1880er Jahren insbesondere im Harzraum statt, aber auch im Hamburger Raum fanden bis in die 1930er Jahre Missionsfeste statt.

Missionsfeste in Osterode

In Osterode am Fallstein fanden in den 1880er Jahren wiederholt Missionsfeste statt.

  • Unter dem Datum vom 27. Juni 1880 wird ein solches Missionsfest zum ersten Mal in der Gemeindechronik und der örtlichen Presse erwähnt. Apostel Menkhoff aus Bielefeld war angereist, um Gottesdienst zu halten und anschließend den Ältesten Friedrich Krebs ins Bischofsamt zu setzen. Als Apostel Menkhoff seine Predigt beendet hatte, brach der Geist der Weissagung sich unter den Versammelten Bahn, 21 Personen wurden durch den Geist Gottes getrieben, zu weissagen, und zwei von ihnen, der Prophet Hugo und Apostel Hohl, riefen Friedrich Krebs zum Apostel des Stammes Ephraim als Nachfolger des heimgegangenen Apostels Preuß.

Durch diese Rufung entstand zunächst ein wenig Verwirrung - Friedrich Krebs sollte von Apostel Menkhoff eigentlich ins Bischofsamt gesetzt werden. Der Apostel ordinierte Krebs dann auch zum Bischof und schob die Aussonderung zum Apostel vorläufig auf, um keinen Fehler zu machen, was nach den Erfahrungen der vorangegangenen Zeit (Probleme zwischen dem Apostel und Prophetenamt- Spaltung in Hamburg 1878 etc.) nachvollziehbar war.

  • Etwa ein Jahr später Jahr später, am 27. Mai 1881, fand wiederum ein Missionsfest in Osterode am Fallstein statt, und bei dieser Gelegenheit erfolgte durch Apostel Menkhoff die Aussonderung von Friedrich Krebs zu einem Apostel.[1]
  • Am 23. Juli 1886 fand wiederum ein Missionsfest in Osterode am Fallstein statt, zudem auch der Evangelist Heinrich Friedrich Niemeyer aus Australien angereist war. Dieser empfing bei jenem Missionsfest das Apostelamt. Anläßlich jenes Missionsfestes beschlossen die nunmehr drei Apostel, eine wohl schon einige Zeit zuvor zwischen Wilhelm Menkhoff und Friedrich Krebs besprochene Absicht in die Tat umzusetzen und an den englischen Apostel Woodhouse zu schreiben. [2]

Missionsfest auf dem Doosthof

Auch in der Stader Geest fanden nach dem ersten Weltkrieg Missionsfeste statt. So fand auf dem Doosthof 1919 ein Missionsfest statt, zu dem weit über 400 Menschen gekommen waren.

Verweise

  1. Biographie Krebs, S.51f.
  2. Biographie Krebs, S.57