José Ndombele Danu

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Apostel Danu
José Ndombele Danu (* 9. Januar 1953 in Maquela do Zombo; † ) ist der 533. Apostel der Neuapostolischen Kirche. Sein Arbeitsgebiet umfasst (Nord)Angola.

Biografie

Er wurde am 9. Januar 1953 in Maquela do Zombo, im Norden Angolas geboren.


Nachdem er 1983 durch einen Freund in die Gottesdienste der Neuapostolischen Kirche eingeladen worden war, wurde er am 25. Dezember 1985 getauft und das Sakrament der Heiligen Versiegelung empfing er am 12. Oktober 1991. Im gleichen Gottesdienst wurde er als Diakon eingesetzt.

Tätigkeit als Apostel

In einem Apostelbrief aus der UF Nr.: 05/2002 veröffentlichte Apostel Danu unter der Überschrift "Mission in Nordangola" folgenden Artikel:

„Im März 2001 besuchte Stammapostel Richard Fehr Angola. Vielen hundert Glaubensgeschwistern aus dem ganzen Land war es möglich, in den Gottesdienst zu kommen. Darunter waren auch viele Amtsbrüder aus den Gebieten, in denen es militärische Auseinandersetzungen gibt und die Straßen vermint sind. Manche Amtsbrüder hatten zwei bis drei Jahre keinen Kontakt untereinander oder mit ihren Apostel. Nach dem Zusammensein mit unserem Stammapostel wollte ich mit dem neu ordinierten Bischof Tekamona in die nördlichste Stadt Angolas, nach Maquela de Zombo reisen. Fünfzehn Tage warteten wir auf dem Militärflughafen, um einen Platz in einem Flugzeug zu ergattern. Zwei Brüder blieben in den Nächten am Flughafen, um vor Ort zu sein, falls doch eine Maschine in den Norden fliegt. Am sechzehnten Tag kam ein Leutnant und bat uns, ein Gesuch an den Kommandanten zu richten, mit ihm fliegen zu dürfen. Unsere Dokumente wurden geprüft und abgestempelt. Einen Tag später konnten wir reisen. "Ich werde beten, dass der liebe Gott dir ein besonderes Flugzeug schickt", hatte mir Apostel Armin Brinkmann zugesagt. Am 10. April kamen wir unangemeldet in Maquela an. Die Nachricht von unserer Ankunft verbreiete sich noch in der Nacht. Mit großer Freude und kräftigem Gesang holten uns die Geschwister ab. Am anderen Tag legten wir dem Militärkommandanten unsere Reisepläne vor und baten um Schutz während der zwei Monate, die wir in der Gegend bleiben wollten. Dort herrscht Hungersnot. Allein im Gebiet um Ndamba verhungerten vierhundert Kinder. Es gibt keine medizinische Versorgung, die Menschen haben kaum etwas anzuziehen. Mit vielen, die während der Zeit, in der ich das Gebiet nicht besuchen konnte, säumig geworden waren, sprachen wir und wiesen sie auf das Glaubensziel hin. Die allermeisten nahmen sogleich ihren Platz in der Gemeinde wieder ein. In drei Bezirken wurden Gottesdienste gehalten: Maquela de Zombo, Beu und Cuilo. Alle Wege mussten zu Fuß zurückgelegt werden. Der liebe Goitt gab Hilfe und Schutz, wir konnten von Ort zu Ort marschieren und legten insgesamt 430 Kilimeter zu Fuß zurück. Es wurden 690 Seelen versiegelt und 92 Amtsträger ordiniert. Ganz besonders freuten wir uns, den Hirten Mukendi Npoyi wiederzusehen. Er galt längere Zeit als verschollen und berichtete mir Folgendes: "Nachdem Maquela de Zombo im September 1998 von Rebellen besetzt wurde, konnte der Apostel uns nicht mehr besuchen. Wir hörten, dass Apostel José Ndombele Danu in der Demokratischen Republik Kongo sei, um die Geschwister zu trösten die aus Angola geflohen waren. Dreimal konnten wir ihn im Jahr 1999 dort treffen, erhielten Stärkung und Trost, aber auch Broschüren und Hostien. Auf der letzten Reise, im Oktober 1999, verfolgten uns Regierungstruppen. Wir wurden an der Grenze festgenommen. Die Soldaten verschleppten uns in eine Höhle im Wald, überfielen von dort aus Dörfer, entführten wehrfähige Jugendliche und brachten sie in das Waldversteck, in dem wir festgehalten wurden. Ich beteuerte immer wieder, dass ich nur mit unserem Apostel zusammen war und zurück wolle in mein Dorf. Doch sie konfiszierten meine Kleider und alles, was ich mitgebracht hatte. Während der Verhöre wurde ich so geschlagen, dass ich darunter heute noch leide. Der Kommandant präsentierte eine Liste, auf der einige Amtsbrüder der Spionage verdächtigt wurden. Er sagte uns, alle diese Männer würden exekutiert. Mein Name war auch auf der Liste. Ich sollte erschossen werden. Ich begann laut zu beten. Als der Soldat, der mich exekutieren sollte, sein Gewehr lud und mein Gebet hörte, fragte er, ob ich von einer Kirche sei. Ich antwortete ihm, ich sei Hirte der Neuapostolischen Kirche. Er wurde sehr traurig und sagte, auch er sei ein Amtsträger der Neuapostolischen Kirche. Gemeinsam mit einem Bruder zog er mich auf die Seite und zeigte mir eine Fluchtmöglichkeit. Nachts gelang die Flucht. Sechs Nächte marschierten wir, immer in der Sorge vor den vielen Minen, die dort vergraben sind. Endlich erreichten wir die kongolesische Grenze. Glaubensgeschwister nahmen uns liebevoll auf. Nun bin ich erneut in Angola und freue mich, meinen Apostel begrüßen zu dürfen. Ich muss noch einige Zeit in Luanda bleiben, um die vielen Verletztungen auszukurieren, die mir bei den Verhören beigebracht wurden." Soweit der Bericht unseres Hirten Npoyi. Ich bin von Herzen dankbar zu wissen, dass unser Stammapostel und viele Gotteskinder für uns, die wir in manch gefährlicher Mission unterwegs sind, beten.“

Ordinationen