Herbert Tiedt: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Herbert Tiedt''' (* 30. März 1907 in Neustrelitz; † 17. Februar 1991) war [[Bezirksapostel]] der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] in [[Apostelbezirk Mecklenburg|Mecklenburg]].
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'''Herbert Tiedt''' (* 30. März 1907 in Neustrelitz, Mecklenburg; † 17. Februar 1991) war [[Bezirksapostel]] der [[Neuapostolische Kirche|Neuapostolischen Kirche]] in [[Apostelbezirk Mecklenburg|Mecklenburg]].
  
 
==Biografie==
 
==Biografie==
Herbert Tiedt wurde in eine neuapostolische Familie geboren. 1924 ging er nach Schwerin und diente dort in verschiedenen Ämtern. 1932 heiratete er, jedoch starb seine Frau schon nach 2,5 Jahren, so dass er 1936 erneut heiratete. 1951 empfing er das Apostelamt und wurde als Unterstützung für Bezirksapostel [[Arthur Landgraf]] gesetzt. 1957 wird Tiedt zum Bezirksapostel für Mecklenburg ausgesondert, nachdem Bezirksapostel Landgraf verstorben war. Aus gesundheitlichen Gründen wurde Bezirksapostel Tiedt 7. September 1980 in den Ruhestand gesetzt.
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Herbert Tiedt wurde als letztes von 13 Kindern in eine neuapostolische Familie geboren. Seine Eltern waren arm, der Vater ein einfacher Landarbeiter mit geringem Lohn. Herbert Tiedt wurde von Apostel [[Ernst Traugott Hallmann]] versiegelt.
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1924 ging er nach Schwerin und half dort mit, die Gemeinde aufzubauen. Ab 1925 konnten auch dort Gottesdienste stattfinden.  
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1932 heiratete er, jedoch verstarb seine Frau schon nach 2,5 Jahren; 1936 heiratete er Ilse Dümke aus Berlin. Die Folgejahre verbrachte die junge Familie in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung. Gemeinsam hatten die beiden drei Töchter und einen Sohn; im Jahr 1986 erhielten sie den Segen zur Goldenen Hochzeit.
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Während des 2. Weltkrieges war Herbert Tiedt an verschiedenen Fronten als Soldat eingesetzt. Beispielsweise entstand im französischen Strasbourg eine herzliche Verbindung zur Familie des späteren Apostels [[Joseph Higelin]]. Auch im lettischen Riga wurde er dazu eingesetzt, sonntags die Gottesdienste zu leiten. Sowohl nach Strasbourg als auch nach Riga konnte er seine Familie nachholen und somit Zeit mit ihr verbringen. 
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Seine Aufgabe als Priester beschreibt er in seinem Lebenslauf als "eine herrliche Aufgabe". Als Bezirksevangelist erhielt er Verantwortung für die Gemeinde und den Bezirk Schwerin. Nachdem Bezirksapostel [[Arthur Landgraf]] verstorben war, wurde er als Bezirksapostel für den neu selbständigen Bezirk Mecklenburg gesetzt. 
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Herbert Tiedt wird ein großer Familiensinn zugesprochen. Der Zusammenhalt der wachsenden Familie lag ihm sehr am Herzen und er nutzte die wenige freie Zeit gerne, um diese mit seiner Familie zu verbringen. Es war ihm stets eine große Freude, wenn an Feiertagen die ganze Familie zusammen war und der "Familienchor" zum Einsatz kam.
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Stammapostel [[Richard Fehr]] hielt die Trauerfeier am 21. Februar 1991 und charakterisierte Herbert Tiedt wie folgt: "Mit Apostel Herbert Tiedt ist ein Hoherpriester des Neuen Bundes heimgezogen. Sein Lebenswerk war Arbeit und Opfer im Dienste Jesu, erwiesene Treue und Nachfolge. Er ist gekrönt mit der Ehre des Überwinders." Die letzten Augenblicke im Leben des Bezirksapostels Tiedt beschrieb Stammapostel Fehr so: "Der Bezirksapostel hatte sich von seinem Nachtlager erhoben, stand am Fußende seines Bettes und fragte seine Gattin: 'Wohin gehen wir heute zum Gottesdienst?' Dann setzte er sich wieder aufs Bett, tat noch ein paar Atemzüge, legte sich hin - und ging heim."
  
 
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==Ordinationen==
 
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*27. September 1931 [[Unterdiakon]]
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* 27. September 1931 [[Unterdiakon]] durch Bezirksapostel [[Johannes F. Lembke]]
*20. April 1937 [[Priester]]
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* 20. April 1937 [[Priester]]
*14. Juni 1946 [[Evangelist|Gemeindeevangelist]]
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* 14. Juli 1946 [[Bezirksevangelist]] durch Bezirksapostel [[Arthur Landgraf]]
*7. Mai 1950 [[Ältester|Bezirksältester]]
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* 07. Mai 1950 [[Bezirksältester]] durch Stammapostel [[Johann Gottfried Bischoff]]
*3. Juni 1951 [[Apostel]]
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* 03. Juni 1951 [[Apostel]] durch Stammapostel [[Johann Gottfried Bischoff]]
*1. Januar 1957 [[Bezirksapostel]]
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* 01. Januar 1957 [[Bezirksapostel]] durch Stammapostel [[Johann Gottfried Bischoff]]
*7. September 1980 Ruhestand
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* 07. September 1980 [[Ruhesetzung]] aus gesundheitlichen Gründen durch Stammapostel [[Hans Urwyler]]
  
 
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Aktuelle Version vom 18. Juni 2016, 16:08 Uhr

Bezirksapostel Herbert Tiedt

Herbert Tiedt (* 30. März 1907 in Neustrelitz, Mecklenburg; † 17. Februar 1991) war Bezirksapostel der Neuapostolischen Kirche in Mecklenburg.

Biografie

Herbert Tiedt wurde als letztes von 13 Kindern in eine neuapostolische Familie geboren. Seine Eltern waren arm, der Vater ein einfacher Landarbeiter mit geringem Lohn. Herbert Tiedt wurde von Apostel Ernst Traugott Hallmann versiegelt.

1924 ging er nach Schwerin und half dort mit, die Gemeinde aufzubauen. Ab 1925 konnten auch dort Gottesdienste stattfinden.

1932 heiratete er, jedoch verstarb seine Frau schon nach 2,5 Jahren; 1936 heiratete er Ilse Dümke aus Berlin. Die Folgejahre verbrachte die junge Familie in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung. Gemeinsam hatten die beiden drei Töchter und einen Sohn; im Jahr 1986 erhielten sie den Segen zur Goldenen Hochzeit.

Während des 2. Weltkrieges war Herbert Tiedt an verschiedenen Fronten als Soldat eingesetzt. Beispielsweise entstand im französischen Strasbourg eine herzliche Verbindung zur Familie des späteren Apostels Joseph Higelin. Auch im lettischen Riga wurde er dazu eingesetzt, sonntags die Gottesdienste zu leiten. Sowohl nach Strasbourg als auch nach Riga konnte er seine Familie nachholen und somit Zeit mit ihr verbringen.

Seine Aufgabe als Priester beschreibt er in seinem Lebenslauf als "eine herrliche Aufgabe". Als Bezirksevangelist erhielt er Verantwortung für die Gemeinde und den Bezirk Schwerin. Nachdem Bezirksapostel Arthur Landgraf verstorben war, wurde er als Bezirksapostel für den neu selbständigen Bezirk Mecklenburg gesetzt.

Herbert Tiedt wird ein großer Familiensinn zugesprochen. Der Zusammenhalt der wachsenden Familie lag ihm sehr am Herzen und er nutzte die wenige freie Zeit gerne, um diese mit seiner Familie zu verbringen. Es war ihm stets eine große Freude, wenn an Feiertagen die ganze Familie zusammen war und der "Familienchor" zum Einsatz kam.


Stammapostel Richard Fehr hielt die Trauerfeier am 21. Februar 1991 und charakterisierte Herbert Tiedt wie folgt: "Mit Apostel Herbert Tiedt ist ein Hoherpriester des Neuen Bundes heimgezogen. Sein Lebenswerk war Arbeit und Opfer im Dienste Jesu, erwiesene Treue und Nachfolge. Er ist gekrönt mit der Ehre des Überwinders." Die letzten Augenblicke im Leben des Bezirksapostels Tiedt beschrieb Stammapostel Fehr so: "Der Bezirksapostel hatte sich von seinem Nachtlager erhoben, stand am Fußende seines Bettes und fragte seine Gattin: 'Wohin gehen wir heute zum Gottesdienst?' Dann setzte er sich wieder aufs Bett, tat noch ein paar Atemzüge, legte sich hin - und ging heim."

Ordinationen


Vorgänger Amt Nachfolger
Bezirksapostel der Gebietskirche Mecklenberg
1957-1980
Willy Adam