Frauenordination

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Die Frage, ob Frauen in den priesterlichen Dienst ordiniert werden sollten bzw. aus theologischer Sicht werden könnten, ist innerhalb der christlichen Kirche umstritten.

Biblische Grundlagen

Unter Berufung auf den ersten Korintherbrief (1. Kor 14,33–35) lehnen die römisch-katholische Kirche (die im Übrigen auf die kirchliche Tradition verweist), die orthodoxe Kirche sowie die meisten evangelikalen Gemeinden die Frauenordination offiziell ab. Als wesentlicher Grund für die Ablehnung wird der fehlende Auftrag von Jesus Christus genannt.

33. Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. Wie in allen Gemeinden der Heiligen 34. sollen die Frauen schweigen in der Gemeindeversammlung; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. 35. Wollen sie aber etwas lernen, so sollen sie daheim ihre Männer fragen. Es steht der Frau schlecht an, in der Gemeinde zu reden.

(Übersetzung nach Luther 1912.)

Katholisch-apostolische Gemeinden

Die katholisch-apostolischen Gemeinden kannten diakonische Dienste durch Diakonissen, diese waren jedoch Laien und wurden nicht ordiniert, sondern geweiht.

Neuapostolische Kirche

In der Neuapostolischen Kirche wird die Frauenordination gelegentlich von leitenden Amtsträgern in die Diskussion gebracht. Vor dem Hintergrund des derzeit noch unklaren Amtsverständnisses der Neuapostolischen Kirche scheint diese Diskussion aber am Kern der anstehenden theologischen Diskussionen vorbeizugehen.