Fernsehen

Aus APWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eine amerikanische Familie beim Fernsehen in den 1950er Jahren (© Public Domain)

Fernsehen bezeichnet ein Massenmedium, das zentral konzipierte und produzierte audiovisuelle Sendungen überträgt.

Historie

Am 22. März 1935 beginnt die deutsche Fernsehgeschichte mit dem Naziregime. Bereits im Jahr 1936 werden die Olympischen Spiele in Berlin live übertragen. Damals empfingen ungefähr 500 Deutsche Einheits-Fernseh-Empfänger E 1 das Programm der Nationalsozialisten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begannen die Amerikaner den Fernseher für sich zu entdecken und die Technik des Fernsehens wurde zu einem Massenmedium. In Amerika entwickelte sich mit dem NTSC-System ein Farbsystem mit dem Programme in Farbe übertragen wurden. 1967 begann auch in Deutschland mit dem PAL-System die Einführung des Farbfernsehens. Im Jahr 2008 startet HDTV (hochauflösendes Fernsehen) in einigen europäischen Ländern. Im Jahr 2010 beginnen ARD, ZDF und Arte damit ihr Programm in HD auszustrahlen. Im gleichen Jahr kommen die ersten 3D-Geräte auf den Markt, die aus einem zweidimensionalen Bild ein 3D-Bild erstellen (emulieren) können.

Verhältnis der NAK zum Fernsehen

Situation in Europa

Regional gab es in den 1950-er bis 1980-er Jahren durch führende Amtsträger ausgesprochene Fernsehverbote für die Mitglieder der Neuapostolischen Kirche. Insbesondere Amtsträgern wurde nahegelegt kein Fernsehgerät zu besitzen. Betroffene sprechen davon, dass sie Fernsehgeräte vor Geschwisterbesuche versteckt haben oder sogar aufgrund des Besitzes eines Gerätes keine Besuche von höheren Amtsträgern erhielten.

Über Stammapostel Johann Gottfried Bischoff wird berichtet, dass er wusste, dass man Fernseher ein und wieder ausschalten konnte. In der Kirche selbst entwickelte sich allerdings eine Ablehnung gegenüber der Thematik des Fernsehens.

Erst im Zuge der Entwicklung die von Stammapostel Hans Urwyler mit dem Begriff Eigenverantwortung eingeführt wurde, begann eine Veränderung. Der spätere Stammapostel Richard Fehr berichtet, dass er selbst in eine Wohnung gezogen ist, in dem ihm ein Fernseher überlassen wurde. Er fragte seinen Stammapostel diesbezüglich und erhielt eine Antwort die ihm das Gerät behalten ließ.

Am 12. November 1989 fand der erste Übertragungsgottesdienst per Satellit statt, was die erste eigene Fernsehsendung der Neuapostolischen Kirche darstellt, da dieser Gottesdienst unverschlüsselt übertragen wurde. Kritiker haben schließlich einige dieser Festgottesdienste mit Stammapostel Richard Fehr auf Video aufgenommen und bis ins kleinste Detail in der Öffentlichkeit analysiert und teilweise verändert. [1]. Später wurde das Übertragungssystem verschlüsselt.

In den 1990er Jahren wurde mehrfach im Fernsehen über die Neuapostolische Kirche negativ berichtet und die Kirche mit den Zeugen Jehovas oder der Scientology-Kirche verglichen. In Talkshows wie Hans Meiser oder Ilona Christen berichteten ehemalige Kirchenmitglieder über ihre Erfahrungen mit der Kirche.

In der Sendung Schweiz aktuell vom 16.05.1995 wurde die schweizerische NAK unter dem Motto Glauben, Gurus und Rituale porträtiert. In den Berichten über die NAK, wird davon gesprochen wie die Männer mit dem Schwarzen Anzug die Kirche dominieren. Außerdem erläutert der Religionswissenschaftler Georg Schmid wie er die besondere Erwartung der Wiederkunft Christi als gefährlich einstuft, da den Gläubigen einer Neuen Religiösen Bewegung eigentlich mit dem politischen Leben dieser Welt abgeschlossen haben. Ferner erläutert er, dass diese Gemeinschaften häufig nur mit der Angst vor Zukunft, existieren und funktionieren können. [2]. Dieser Bericht ist ein exemplarisches Beispiel wie die Neuapostolische Kirche in den 1990er Jahren dargestellt wurde.

In den 2000er Jahren wurde die Öffentlichkeitsarbeit stärker in den Fokus der Kirche gerückt. Im Jahr 2006 reiste der NAC-Capetown Children Choir für die Aktion von Kids2Kids nach Deutschland und wurde in mehrere Fernsehsendungen wie dem Tigerenten Club eingeladen. Im Jahr 2008 trat der Chor wieder in Deutschland für die gute Sache auf. Über den Chor wurde in mehreren Fernsehsendungen wie der RTL Nachrichten Show Punkt12 berichtet, dabei trugen die Kinder eine Mütze mit dem Kirchenlogo. Den größten Auftritt hatte der Chor in der Fernsehshow Ein Herz für Kinder, in dem sie für die gute Sache einen Scheck in Höhe von 100.000 Euro überreichen konnten.

Im Jahr 2009 übertrug der Fernsehsender NRW.TV den Abschlussgottesdienst des Europa-Jugendtag 2009 und berichtete ständig über dieses kirchliche Großereignis. Andere Sender erwähnten höchstens kurz in einem Bericht, dass ein solcher Jugendtag stattgefunden hat. Im Jahr 2012 wird der Pfingstgottesdienst des Stammapostels in Köln auf dem regionalen Sender center.tv Köln übertragen.[3]

Situation in Afrika

In Afrika hingegen gehören Gottesdienste der Neuapostolischen Kirche häufig zu großen Live-Events der Woche bei den jeweiligen Staatlichen Sendern. Seit dem Jahr 2010 existiert in der New Apostolice Churche Capetown der Fernsehsender NAC.TV.

Weblinks

Referenzen

  1. Beispiel auf Youtube anhand eines Gottesdienst mit Stammapostel Fehr in New York aus dem Jahr 1992
  2. Porträt der schweizerischen NAK auf SF
  3. http://www.youtube.com/watch?v=sYvdDzdj4WI&feature=g-all-u