Benutzer:Matze/Ökumene

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Der Begriff Ökumene (v. griech. η οἰκουμένη, Passivpartizip von οἰκέω oikéō „wohnen“, siehe auch: οἶκος oíkos „Haus“) bezeichnete ursprünglich die gesamte bewohnte Welt.

Allgemeines

In dieser Bedeutung wird er meist auch im Testament Neuen Testament [1] verwendet oder steht für das Römische Reich (Lk 2,1 LUT, Mt 24,14 LUT). Im Hebräer 2,5 EU bezeichnet das Wort eine „zukünftige Welt“.

In der Alten Kirche hatte der Begriff neben der politischen Bedeutung (Reich Römisches Reich) auch eine kirchliche Bedeutung und bezeichnete die Gesamtheit der Christen. Zur Zeit Konstantins trat diese Unterscheidung in den Hintergrund. Eine wesentliche Rolle spielten dabei die sogenannten Ökumenischen Konzile deren Entscheidungen für die gesamte Christenheit und das gesamte Reich gelten sollten.

Nach dem Ende des Römischen Reiches und des Byzantinischen Reiches hatte der Begriff nur noch eine kirchliche Bedeutung. Im 6. Jahrhundert bezeichnete sich der Patriarch von Konstantinopel als „ökumenisch“, um seine Vorrangstellung unter verschiedenen östlichen Kirchen zu betonen. Dies erregte heftigen Widerspruch durch Papst Gregor den Großen in Rom.

Seit dem 20. Jahrhundert wird der Begriff Ökumene für die christliche ökumenische Bewegung und die Abrahamitische Ökumene verwendet. Hierbei wird der Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Konfessionen, Kirchen und monotheistischen Religionen angestrebt.

Ökumenische Bewegung

Haltungen einzelner apostolischer Konfessionen

Die Haltungen zur Ökumene sind in den apostolischen Glaubensgemeinschaften sehr unterschiedlich.

katholisch-apostolische Gemeinden

Neuapostolische Kirche

Lange Zeit lehnte die Neuapostolische Kirche Kontakte zur Ökumenischen Bewegung ab. Im Jahr 1963 gab es eine schriftlichen Anfrage des ÖRK an Stammapostel Schmidt,ob sich die Neuapostolische Kirche beim ÖRK im Rahmen einer Veranstaltung selbst vorstellen und ggf. an ökumenischen Aktionen beteiligen wolle. Diese Anfrage wurde abgewiesen. Erst unter Stammapostel Urwyler kam es zu einer vorsichtigen Öffnung. [2] Im Oktober 1999 wurde durch Stammapostel Richard Fehr Projektgruppe Ökumene eingerichtet. [3].

Heutiger Stand 2010

2010 lagen in Deutschland sieben Gastmitgliedschaften von neuapostolischen Gemeinden in lokalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen (ACK): Aschaffenburg, Göttingen, Halle/Saale, Hameln, Hannover-Mitte, Marburg und Memmingen. Außerdem besteht ein Beobachterstatus in der ACK Wetterau in Hessen. Als Gastmitglieder haben die neuapostolischen Gemeinden zwar kein Stimmrecht, nehmen aber an den regelmäßigen Sitzungen beratend teil und können ökumenische Aktivitäten vor Ort mit gestalten.[4].

In der Schweiz gibt es im Kanton Bern seit Jahren eine Gastmitgliedschaft der neuapostolischen Gemeinde Bern in der dortigen kantonalen Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (AGCK) sowie seit 2008 der neuapostolischen Gemeinde Frutigen in der lokalen AGCK. Die Gastmitgliedschaften im Kanton Baselland und der Stadt Basel sind neu hinzugekommen.[5].

Zwischen 2000 und 2010 wurde die Projektgruppe Ökumene vielfach zu ökumenischen Gesprächsrunden eingeladen, um unsere Kirche aus erster Hand vorzustellen.[6].


Vereinigung Apostolischer Gemeinden

Verweise

  1. Nach Schmoller: Handkonkordanz zum Neuen Testament: Mt 24,14 LUT; Lk 2,1 LUT; 4,5 LUT; 21,26 LUT; Apg 3,10 LUT; 11,28 LUT; 17,6 LUT; 17,31 LUT; 19,27 LUT; 24,5 LUT; Vorlage:Röm (Bibel) Röm 10,18 LUT; Hebr 1,6 LUT;2,5 LUT; Vorlage:Offb (Bibel) Offb 3,10 LUT; 12,9 LUT; 16,14 LUT
  2. „Neuapostolische Kirche und Ökumene“- Eine Hintergrundinformation
  3. http://www.nak.org/de/news/nak-international/article/16991/ abgerufen am 18.11.2010, ca 11.00 Uhr
  4. http://www.nak.org/de/news/nak-international/article/16991/ abgerufen am 18.11.2010, ca 11.00 Uhr
  5. http://www.nak.org/de/news/nak-international/article/16991/ abgerufen am 18.11.2010, ca 11.00 Uhr
  6. http://www.nak.org/de/news/nak-international/article/16991/ abgerufen am 18.11.2010, ca 11.00 Uhr