Netzwerk Apostolische Geschichte
Überkonfessionelle und unabhängige Interessengemeinschaft
für die Geschichte der Apostolischen Glaubensgemeinschaften.
| Was ist das - apostolisch? |
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Die Kirche Christi ist in ihrer frühen Geschichte maßgeblich von den Aposteln, den Zeugen der Auferstehung Christi und ihre Nachfolger, geprägt worden. Die Apostolizität der Kirche, also das Vertreten apostolischer Lehre und Wahrheiten, gründet sich darauf. In einem engeren, konfessionellen Sinn verstehen wir unter den "apostolischen Gemeinschaften" solche, die sich auf ein wiederaufgerichtetes Apostelamt stützen. Bei Wikipedia findet sich zur Konfessionsgruppe der apostolischen Gemeinschaften die folgende Definition: Aus ihrer Gründungshistorie ist diese Konfessionsgruppe ein Mittelweg zwischen römisch-katholischer Kirche und Protestantismus, da stark von den Anglikanern beeinflusst. In ihrer Entstehungszeit prägten sowohl Anglokatholizismus als auch Erweckungsbewegung ihr Gesicht. Bezugnehmend auf einen ihrer frühen Vertreter, Edward Irving, wurde und wird die Konfessionsgruppe der apostolischen Gemeinschaften manchmal und fälschlicherweise auch als Irvingianer bezeichnet. Auch in anderen Sprachen wie dem Englischen oder Französischen (Irvingites) ist dies der Fall. Vereinfacht gesagt geht es den hier zusammengefassten Kirchen um den (wiedererweckten) apostolischen Dienst bzw. das Amt und ein Modell der urchristlichen Gemeinde mit dem Anspruch, dieses als ökumenisches Modell der Christenheit anzubieten. Konstituierendes Merkmal aller apostolischen Gruppen ist das Apostelamt als leitendes Lehramt. Aufgrund der inzwischen über 180-jährigen Geschichte dieser Kirchen gibt es heute unterschiedliche Schwerpunkte und Glaubens- und Lehrentwicklungen. Unabhängig von konfessionellen Besonderheiten versuchen Geschichtsinteressierte der apostolischen Gemeinschaften, mehr über sich selbst und die Kirche herauszufinden. Diese Seite soll dazu eine Hilfe sein. Das Netzwerk Apostolische Geschichte entstand im Nachklang zu einem Treffen, das am 18. und 19. Oktober 2008 in Coswig (Anhalt) stattfand (Bericht dazu). Das Treffen verlief in einer entspannten, positiven und sehr konstruktiven Weise; Adressen und Materialien wurden getauscht, gemeinsam vor Ort die Coswiger Kirche der NAK besichtigt und viele Gedanken ausgetauscht. Ein zweites Treffen fand am 12. und 13. September 2009 in Netzschkau und Lengenfeld statt (Bericht).
Unser Ziel ist es, ein konfessionsübergreifendes Netzwerk zum Austausch von Informationen und Materialien aufzubauen. Dabei soll es nicht darum gehen, konfessionelle Unterschiede zu beseitigen oder zu schmälern - es geht darum, durch die Vernetzung unabhängig Forschender für alle Beteiligten einen Wissensgewinn zu schaffen und jedem zu ermöglichen, auch Quellen aus "der anderen Perspektive" zu erhalten und einzusehen. Ist dieser Austausch möglich, dann ist schon ein Stück ökumenischer Gemeinschaft geschaffen.
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